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Best Practice NAS / SAN

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Best Practice NAS / SAN

Beitragvon killswitchzone » 06.09.2016, 14:47

Hallo zusammen,

wir haben den Auftrag von einem Kunden bekommen, so ca. 10 Server zu virtualisieren. Der Kunde möchte die VM´s auf Storage / NAS Systemen ausgelagert haben. Welches ist das Best Practice eurer Erfahrung nach, dies um zusetzten. NFS, iSCSI, Fibre Channel ? Wie sind da eure Erfahrungen, und welche Hardware als Storage wird empfohlen. Ist es empfehlenswert noch einen zweiten Storage / NAS zur Ausfallsicherheit ein zusetzten ? Wie setzt Ihr die Datensicherungen bei solchen Größen an TB um ?

Ich danke schon einmal vorab für eure Empfehlungen.

P.S. Erfahrungen in kleineren Systemen sind da, aber keinerlei Erfahrungen, wenn es darum geht, das ganze auf Storages auszulagern.

mfg M. Münch

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Re: Best Practice NAS / SAN

Beitragvon rprengel » 06.09.2016, 15:36

killswitchzone hat geschrieben:Hallo zusammen,

wir haben den Auftrag von einem Kunden bekommen, so ca. 10 Server zu virtualisieren. Der Kunde möchte die VM´s auf Storage / NAS Systemen ausgelagert haben. Welches ist das Best Practice eurer Erfahrung nach, dies um zusetzten. NFS, iSCSI, Fibre Channel ? Wie sind da eure Erfahrungen, und welche Hardware als Storage wird empfohlen. Ist es empfehlenswert noch einen zweiten Storage / NAS zur Ausfallsicherheit ein zusetzten ? Wie setzt Ihr die Datensicherungen bei solchen Größen an TB um ?

Ich danke schon einmal vorab für eure Empfehlungen.

P.S. Erfahrungen in kleineren Systemen sind da, aber keinerlei Erfahrungen, wenn es darum geht, das ganze auf Storages auszulagern.

mfg M. Münch


Meine Frage vorab:
Welches Wissen hat der Kunde und was will er später selber weiter administrieren.
Daraus leitet sich meiner Meinung nach schon das einer oder andere Limit ab.
Gruss

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Beitragvon Supi » 06.09.2016, 18:28

Hallo,

als auch für Dienstleistung im IT Bereich zahlender KMU User wird mir bei deiner Frage etwas schlecht.
Der Kunde kommt ja gerade zu Dir/Euch, weil er
a) keine Erfahrung in Sachen VM und/oder SAN hat
oder
b) keine (Human)Ressourcen dafür.

Wenn du da aber selber noch "blauäugig" bist, wofür zahlt da der Kunde?

Zumindest selber sollte man hierzu einen Workshop und Training oder ähnliches gemacht haben, bevor man auf den Kunden "losgelassen" wird.

Ist jetzt hart, aber versetze dich mal in die Lage des Kunden.

Ohne die Anforderungen und genauere Größe des Kunden zu kennen, wäre hier ein Tipp eh schwierig.
Daher zusammensetzen, was dass der Grund/Ziel der Virtualisierung ist. Welche Recovery Zeit gibt er vor? (RTO)

Best-Practice ist da schwierig, eher ein "kommt drauf an".Hinweise könnten hier also nur allgemein sein.

Also:
Anzahl User?
Nur Windows Server?
P2V oder neu installieren?
Datenmenge ?

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Beitragvon killswitchzone » 06.09.2016, 21:03

Also ca. 40 Arbeitsplätze. Konvertieren müssen wir nichts, das ganze wird parallel aufgebaut, und nach und nach die Server neu aufgesetzt. Datenmenge sind relativ gering. Rechnet pro Server ca. 500-1000GB.
Der Kunde arbeitet schon sehr lange mit uns, und will das von uns umgesetzt haben. Wir haben Know How für vSphere Landschaften, nur ich wollte mal unabhängig wissen, in wie fern andere IT vorgehen. Administriert wird das Ganze von uns, und es gibt keinen ITler vor Ort. Wir sind da. 2-3 Tage vor Ort.

Mfg M.Münch

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Beitragvon irix » 07.09.2016, 01:20

10 VMs... passen auf einen Host. Ist die Anforderung nach Ausfallsicherheit und Redundanz sowie das Budget vorhanden?

Falls Ja.
- vSphere Essentials Plus
- 2 Hosts mit je 1 oder 2 CPU Sockel und passenender RAM Menge
- Externes SAS Storage. Von den 24 Slots wird nur das belegt was fuer die IOPs und Kapazitaet benoetigt wird
- Veeam B&R sowie ein NAS fuer das Backup

Das ganze gibts auch in einem Tower/Rack Gehaeuse. Ist dann zwar nicht 100% Redundant aber zumind. die Hosts sind es.

Ich habe in den letzten Jahren 20 oder mehr User aus diesem Forum mit solchen oder aehnlichen Loesungen beglueckt. Das ganze auch zusammen bzw. fuer andere Dienstleister.

Gruss
Joerg

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Beitragvon killswitchzone » 07.09.2016, 10:45

Danke Jörg für die Antworten.

so ähnlich habe ich mir das Szenario auch gedacht. ein paar Fragen hätte ich noch.

Was würdest du den für ein Storage empfehlen ? Welcher Hersteller ?

Ist per 10Gbe iSCSI Konfigurationen ausreichend zwischen Storage und den Hosts ?

Und wie sicher ist die Ausfallsicherheit des Storage ? Wäre es besser einen zweiten Storage zu haben, und alles darauf zu replizieren ?

Natürlich möchte der Kunden auch eine Möglichkeit das Backup auf Medien zu speichern. Was wäre da am besten geeignet ?

Das Budget ist schon eingeplant und überschaubar.
Danke schon einmal vorab.

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Beitragvon monster900 » 07.09.2016, 11:06

Supi hat geschrieben:Hallo,

als auch für Dienstleistung im IT Bereich zahlender KMU User wird mir bei deiner Frage etwas schlecht.
Der Kunde kommt ja gerade zu Dir/Euch, weil er
a) keine Erfahrung in Sachen VM und/oder SAN hat
oder
b) keine (Human)Ressourcen dafür.

Wenn du da aber selber noch "blauäugig" bist, wofür zahlt da der Kunde?


Moin,
als langjähriger Consultant eines Systemhauses kann ich leider nur sagen, dass so etwas häufiger vorkommt als man denkt. Bin selbst oft genug von meinem damaligen Chef in diese 'Hölle' geschickt worden.
Sprich ohne echte Praxiserfahrung zu Kunden gekommen um dort Installationen/Einrichtungen/Produktschulungen durchzuführen! :roll:
War dann auch für mich der Hauptgrund wieder die Seiten zu wechseln und als fester Admin in einem Unternehmen zu arbeiten. Damit schlafe ich deutlich ruhiger... :lol:
Hier im Unternehmen begegnet mir das leider auch häufiger. Da kommen 'Spezialisten' die 'IHRE' Produkte einfach nicht kennen. Macht mir manchmal sogar einen höllischen Spaß diese Jungs mit gezielten Nachfragen ins Schwimmen zu bringen. :twisted:

@killswitchzone
Ich kann Euch nur den Tip geben Euch für Euer erstes Projekt fachkundige Hilfe zu holen. Ich bin 2013 auch über diese Forum an irix (Jörg) herangetreten um die VMWare-Infrastruktur in unserem Unternehmen zu erneuern.
Absolut Kompetent der Mann und gibt dazu noch einen tiefen Einblick in seine Arbeit (Super Praxisschulung)!

Gruß
Dirk

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Beitragvon killswitchzone » 07.09.2016, 13:03

Nur mal so zur Erklärung, damit alle Frage vorab erledigt sind.

@monster
Ich gebe dir da 100% Recht. Nur mach das mal meinem Arbeitgeber klar. Kleinere Umgebungen kenne ich, kann ich konfigurieren, sobald es in den Bereich mit Storagelösungen geht, sind die Erfahrungen aus dem Alltag noch nicht so konform. Deswegen frage ich nach. Einen Externen dabei holen, wird mein Chef nicht machen. Schulungen sind auch Mangelware bei uns, und den Kunden weitergeben ist auch ein KO Kriterium. Ich spiele auch mit dem Gedanken den Job zu wechseln. Nur jetzt habe ich das Projekt und muss es lösen, und brauche eigentlich nur brauchbare Antworten, wie das ganze im Detail funktionieren soll, erarbeite ich mir schon. In unserem Job ist nun einmal der Eigenanteil sich selber auszubilden bzw. autodidaktisch alles anzueignen ein Normalzustand geworden, oder wer kann von seiner Firma behaupten, dass immer jeder gefördert wird. Die Befürchtung das einer der Regelmäßig Schulungen bekommt, schneller einen besser bezahlten Job bekommt ist in jedem Unternehmen groß. Soviel dazu. Bitte jetzt keine weitere Diskussionen mehr, über zu wenig Know How usw.

Allen anderen Danke ich schon einmal für brauchbare Antworten.

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Beitragvon Supi » 07.09.2016, 15:05

killswitchzone hat geschrieben:Das Budget ist schon eingeplant und überschaubar.
Danke schon einmal vorab.


Wo liegt es denn... das Budget?

Alle weiteren Tipps wären sonst ins blaue.

Zum Theam Know How: Wenn der Kunde ein NAS will, kann man das vorab ja zum "üben" nehmen.

Wenn du nen aktuellen I5 besser noch i7 Desktop mit 16 oder 32 GB Ram + ne 500GB SSD hast, lässt sich im VMWARE Workstation Problemlos nen Esxi "virtualisieren".
Da könnte man auch die NAS für das SAN anbinden (Training) nutzen. Diese sollte wenigstens 2 NICs haben und idealerweise schon von Haus aus Multipath für vmware unterstützen.
Oder halt 1 Port ISCSI und 1 Port "normales LAN", der dann auch für den NFS test geht.

Preiswerte zertifizierte Alternative Ix4-300D: http://geizhals.de/lenovoemc-storcenter ... 57930.html

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Beitragvon monster900 » 07.09.2016, 15:41

killswitchzone hat geschrieben:Was würdest du den für ein Storage empfehlen ? Welcher Hersteller ?

Der Hersteller dürfte allgemein keine große Rolle spielen.
Viel wichtiger dürften die Anforderungen an das Produkt bzw. den Hersteller sein. z.B. Controllertechnologie, Plattentechnologie, Serviceleistungen, usw.
Bei einem Markenhersteller (z.B. HP, Dell, Lenovo) dürfte es da keine großen Unterschiede geben bzw. macht man grundsätzlich keinen Fehler.

killswitchzone hat geschrieben:Ist per 10Gbe iSCSI Konfigurationen ausreichend zwischen Storage und den Hosts ?

Muss es iSCSI sein!?
Bis maximal 4 Server, die an das Storage angeschlossen werden können kommt man auch Prima mit einem SAS-SAN hin. Dürfte kaum eine unproblematischere Verkabelung geben als mit SAS-Kabeln. Nutzen wir hier auch (3VM Hosts + 1 Backupserver mit Veeam B&R)

killswitchzone hat geschrieben:Und wie sicher ist die Ausfallsicherheit des Storage ? Wäre es besser einen zweiten Storage zu haben, und alles darauf zu replizieren ?

Wäre natürlich immer optimal. Kostet aber eben auch mindestens x 2! Außerdem sollte man dann iSCSI oder FC benutzen. Und dann kommt als nächstes die Frage, ob der Kunde auch die nötige Infrastruktur hat um seine EDV auf 2 Brandabschnitte zu verteilen! Nutzt ja nicht viel, wenn beide Storage-Systeme in einem Raum nebeneinander stehen und es z.B. brennt oder der Blitz einschlägt. ;)
Außerdem gibt es ja die Möglichkeit die VM mit Veeam B&R regelmäßig auf ein SAN (z.B. QNAP) zu replizieren. Im Notfall kann man dann seine VM über das NAS betreiben.

killswitchzone hat geschrieben:Natürlich möchte der Kunden auch eine Möglichkeit das Backup auf Medien zu speichern. Was wäre da am besten geeignet ?

Wir sichern zunächst mit Veeam B2D auf unseren Backupserver. Alternativ kann man da auch ein NAS sichern (z.B. QNAP). Anschließend auf Band mit einem LTO5-Autoloader (ebenfalls Veeam). Band ist einfach immer noch am günstigsten pro TB.

killswitchzone hat geschrieben:Das Budget ist schon eingeplant und überschaubar.
Danke schon einmal vorab.

Das Budget ist natürlich der Knackpunkt. Bitte auch bedenken, dass möglicherweise die MS-Produkte anders bzw. neu lizenziert werden müssen. Bei 2 Hosts und aktiven HA möchte MS für Produkte wie Exchange und SQL eine entsprechende Lizenzierung sehen.
Das hat schon einige Kunden davon abgehalten HA zu nutzen!

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Beitragvon killswitchzone » 07.09.2016, 21:39

Also dass Budget wird mit Konfiguration, Lizenzen, Hardware usw. Bei da. €70.000 liegen. Danke schon einmal für die Antworten. Wenn ihr mehr Vorschläge aufgrund des Budgets habt, immer her damit.

Mit freundlichen Grüßen M.Münch


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