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ESXi Upload langsam

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ESXi Upload langsam

Beitragvon mike100 » 12.02.2016, 17:29

Hallo,

wenn ich eine virtuelle Maschine mit beispielsweise Filezilla auf einen PC mit Gigabit LAN lade, habe ich eine Übertragungsrate von ca. 35MiB/s. Beim Upload der Maschine zum ESXi allerdings nur ca. 7MiB/s. Bei zwei ESXi mit gleicher Hardware ausprobiert. Auf der Hardware lief vorher ein Windows mit einer Übertragungsrate von ca. 50. Liegt das an der kostenlosen Version vom ESXi das hier etwas begrenzt wird oder muss ich da woanders nach einen Hardware/Treiber Problem suchen?
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Re: ESXi Upload langsam

Beitragvon rprengel » 12.02.2016, 17:59

mike100 hat geschrieben:Hallo,

wenn ich eine virtuelle Maschine mit beispielsweise Filezilla auf einen PC mit Gigabit LAN lade, habe ich eine Übertragungsrate von ca. 35MiB/s. Beim Upload der Maschine zum ESXi allerdings nur ca. 7MiB/s. Bei zwei ESXi mit gleicher Hardware ausprobiert. Auf der Hardware lief vorher ein Windows mit einer Übertragungsrate von ca. 50. Liegt das an der kostenlosen Version vom ESXi das hier etwas begrenzt wird oder muss ich da woanders nach einen Hardware/Treiber Problem suchen?
HP ProLiant DL140 G3


der ESx limitiert erst mal nicht aber schau mal nach wie die Netzwerkkarte im ESX-Vsphere-Client angeigt wird.
VMs auf dem Host sind aus oder an und versuchen ggf. auch Last?

Gruss

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Beitragvon mike100 » 12.02.2016, 18:13

Wenn alle VMs deaktiviert das gleiche Ergebnis.

vmnic0 1000 Autom. aushandeln / 1000MBit, Vollduplex. Ports 120 / MTU 1500

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Re: ESXi Upload langsam

Beitragvon ~thc » 12.02.2016, 18:31

mike100 hat geschrieben:Auf der Hardware lief vorher ein Windows mit einer Übertragungsrate von ca. 50.

Äpfel/Birnen.

Ist in dem Proliant ein RAID-Controller? Wenn ja, welcher? Hängt der Datastore auf einem RAID-Volume?

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Beitragvon Supi » 12.02.2016, 18:34

Die Frage ist doch wie er hoch lädt. Per SSH ging das doch noch nie schnell.

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Beitragvon ~thc » 12.02.2016, 18:36

Ja - aber 20 bis 30 kriegt man über SSH schon raus.

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Re: ESXi Upload langsam

Beitragvon mike100 » 12.02.2016, 19:19

~thc hat geschrieben:
mike100 hat geschrieben:Auf der Hardware lief vorher ein Windows mit einer Übertragungsrate von ca. 50.

Äpfel/Birnen.

Ist in dem Proliant ein RAID-Controller? Wenn ja, welcher? Hängt der Datastore auf einem RAID-Volume?



Ja der original verbaute von HP: HP Embedded SATA RAID Controller on Non-Hot Plug SATA Models / Adaptec AAr-1420SA Serial ATA HostRaid Controller.

Im Bios des Raid Controllers ist allerdings kein Raid erstellt, da dies wohl nicht vom ESXi 6 unterstützt wurde und jede Festplatte nur einzeln bei der Installation angezeigt wurde. Somit sind jetzt beide Festplatten einzeln in Betrieb: Datastore 1 und Datastore 2.

Ich kann aber in nächster Zeit mal ein NFS Laufwerk mit einbinden und dort mal eine Maschine hochladen.

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Beitragvon Dayworker » 12.02.2016, 22:23

NFS könnte auch zum Problem werden, da der ESXi einen NFS-Datastore immer im Sync-Modus einbindet und zudem nach jedem Write-IO auch noch einen performanceraubenden Flush-Befehl absetzt. Folglich geht bei NFS erst dann der nächste Write-IO über die Leitung, wenn der ESXi den ACK auf seinen Flush-Befehl erhalten hat. Je nach NFS-Gerätschaft muß diese entweder den Sync-Modus ignorieren und/oder den Flush-Befehl optimiert absenden.

Dein Controller ist kein HW-Controller sondern baut das Raid über einen Treiber (Stichwort Fake-Raid) zusammen. Aus Sicht des ESXi hast du somit nur einen reinen HBA und dieser kann nur Einzelplatten einbinden. HP hat aber anscheinend für einige seiner Controller zumindest Raid1 im ?Treiber? umgesetzt.

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Raid Bios

Beitragvon mike100 » 13.02.2016, 09:15

Ich habe es soeben mal mit einem NFS Laufwerk getestet, damit ist der Schreibvorgang genau so schnell wie beim Lesen auf dem Datastore 1 interne HD (ca. 28MiB/s. Somit taugt ja vermutlich der Raid Controller nichts wie ich das verstanden habe. Könnte man den Raid-Controller im Bios komplett deaktivieren und anschließend würde der ESXi trotzdem noch von der gleichen Festplatte booten? Oder muss anschließend eine Neuinstallation erfolgen? Aktuell ist der Controller ja noch aktiv (nur kein Raid erstellt). Vermutlich sind es die gleichen SATA Ports auf dem CPU Board, da müsste ich noch mal in einer PDF Doku vom Board suchen.

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Beitragvon ~thc » 13.02.2016, 09:40

Sagen wir mal so: Theoretisch schon. Wenn du den RAID-Controller komplett deaktivierst, sollte die Platte aus dem System verschwinden und du musst sie umstecken. Wenn das nur ein Fake-RAID war, ist die Platte anschließend als "normale" Platte sichtbar. Wenn sich das BIOS nicht an der versetzten Boot-Platte stört, sollte es gehen.

Noch als Anmerkung zu oben: Windows taugt hier überhaupt nicht zum Vergleich, da es eine eigene RAM-Buffer-Strategie fährt, die sich ESXi (RAM ist für die VMs da) nicht "leisten" kann.

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Beitragvon Dayworker » 13.02.2016, 13:22

Ich hab mal nach deinem Controller Adaptec AAr-1420SA gesucht. Wenn ich das Manual http://www8.hp.com/h20195/v2/GetPDF.aspx/c04285914.pdf richtig verstehe, ist bei dem MB lediglich ein SATA-Port für ein CD/DVD-Laufwerk rausgeführt und Datenträger lassen sich je nach Server-Ausführung nur über einen Zusatz-Controller anbinden. Die Angabe "HP Embedded SATA RAID Controller (integrated into the south-bridge)" hilft mir auch nicht wirklich weiter. Vermutlich hat HP nur PCI-IDs verändert, damit immer alles schön nach reiner HP-HW aussieht. Plattentechnisch gewinnst du damit nichts, wenn du den Adaptec-Controller entfernst und die Chipsatz-Southbridge nutzt. Auch dort werden die Platten unter ESXi nur als Einzelplatten erkannt und selbst wenn damit ein Raid0, 1 oder 10 möglich sein sollte, bringt dir das nicht wirklich etwas. Dem Controller fehlt neben der BBU einfach der Write-Cache und der Controller wird lahm sein. Wenn der Server über eine USV abgesichert ist, kann man bei manchen Controllern zumindest versuchen, den Platten-Cache wieder zu reaktivieren.
Einen neuen Controller selbst aus der Bucht würde ich mir beim Alter der HW ersparen. Intel hat schon vor Jahren sämtliche CPUs mit FSB eingestellt und auch FB-DIMMs sind Geschichte.

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Beitragvon mike100 » 13.02.2016, 15:21

Das müsste das Board sein. An den beiden SATA Anschlüssen sind auch die Festplatten angeschlossen.

http://images.esellerpro.com/2131/I/124/908/003.JPG

Das die Hardware nicht die schnellste und zeitgemäß ist kann ich mir vorstellen aber für einen VMWare Anfänger zum Üben erst mal OK. Es soll in nächster Zeit neue Hardware angeschafft werden. Bis dahin versuche ich eben das beste aus dem alten Teil herauszuholen :-)

D.h. also den Raid Controller deaktivieren kann ich mir sparen der Schreibvorgang wird dann auch nicht schneller? Das Gehäuse öffnen und umstöpseln müsste ich noch nicht mal, da es anscheinend nur zwei Ports gibt die jetzt schon belegt sind.

Im Bios des Raid Controllers konnte man den Schreibcache aktivieren, allerdings nur wenn man ein Raid erstellt hat. Dieses musste ich auflösen, da sonst die ESXi Installation nicht funktioniert hat bzw. Installation auf einer von beiden angezeigten Festplatte war möglich. Nach der Installation (erster Bootvorgang ohne CD) wurde allerdings kein Betriebssystem beim Start gefunden.

Ja, der Server ist an einer USV angeschlossen. Ohne aktiven Raid finde ich aber keine Einstellung für den Schreibcache :-( Oder gibt es direkt in der ESXi Konfiguration eine Möglichkeit?

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Beitragvon Dayworker » 13.02.2016, 15:45

Die Schreibcache-Einstellung im Controller ist nicht gleich der Einstellung für den Plattencache. Jeder HW-Controller deaktiviert aus Datensicherheitsgründen den Plattencache bei allen Raidmitgliedern, deren Cache-Funktion übernimmt stattdessen der per BBU mit RAM oder CAP mit Flash gegen Spannungsabfall gesicherte Write-Cache im Controller. Bei einigen Controllern kann man auch nach der Raid-Erstellung über eine GUI oder spezifische Controller-CLI den Plattencache wieder einschalten, muß dann jedoch bei Spannungsabfall mit etwaigen Raid-Inkonsistenzen leben. Selbst wenn das Raid nach einem Spannungsabfall konsistent geblieben ist, können die Raid-Mitglieder trotzdem Müll in Form unvollständiger Dateien geschrieben haben. Jedes Raid erfordert also einen etwas anderen Umgang als man es normalerweise gewohnt ist und ein Backup ersetzt ein Raid niemals.


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