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ESXi 6 - Samba Server (Ubuntu) - HDD sehr sehr langsam

Alles zum Thema vSphere 6, ESXi 6.0 und vCenter Server.

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Jenseits von Gut & Böse
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Beitragvon irix » 24.08.2015, 10:15

Ich wuerde die alte 80er weglassen um auszuschliessen das irgend welche 10 jahre alten kompatibilitaets Modi das ganz irgend wie negativ beeinflussen. Wie hast du die IDE Platte eigentlich angeschlossen oder war das schon eine SATA?

Den ESXi installierst du dann auf einen 8GB USB Stick.

Die langsamste SSD ist fixer als die schnellste Festplatte. Ergo ist die Groesse fuer dich ausschlaggebend und deine VMs muessen halt drauf passen. Wenn jede der 4 VMs 15GB hat dann ist eine 60er zuklein.

Die SSD hat keinen Einfluss auf die Daten der 1TB Platte. Wenn sich da nichts aendert dann bist du eigentlich nicht viel weiter also vor 2 Wochen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon kaineanung » 24.08.2015, 11:17

@irix

Ihr habt mir ja erklärt gehabt daß das ESXi eigentlich total unwichtig ist auf welches Medium es installiert wird da beim bootvorgang das ESXi-BS in den Speicher geladen wird und dann von dort aus funktioniert.

Ergo: ob es nun auf einem USB-Stick gespeichert ist oder auf einer alten, übrigens ist es eine SATA-Platte die verbaut wurde (die alte 80 GB-Platte), oder neuen Platte oder gar SSD-Platte instaliert wurde ist schlicht und einfach egal.

Was den zeiten Punkt der SSD-Angeht:
jemand hat mir auch in diesem Thread erklärt gehabt das die VM sehr sehr viel IOPS brauchen um zügig zu funktionieren. Es wurde auch sinngemäß erklärt daß wenn jetzt auch noch Fileserver-Daten auf der gleichen HDD liegen, die HDD eben ins schwitzen kommt und da eine Lösung wäre eine SSD für die VMs bereit zu stellen und die Fileserverdaten (in meinem Fall eben das gemountete Troucrypt-Volume) eben auf einer normalen HDD belassen. Dieser sollte ja auch auf jeden Fall für seine Funktionalität als Fileserver ausreichen. Somit wird die VM als auch die großen Datenmengen getrennt und derjenige der irre viele IOPS benötigt, liegt 'alleine' auf der SSD (also mit weiteren VMs die aber nicht wirklich viel machen... und auch nicht potent seinm üssen).

Aufgrund dieser Erklärung habe ich mich dazu entschlossen eine 120 GB SSD zu kaufen auf welche ich ausschliesslich 3-4 VMs erstellen werde mit jeweils 15-20 GB Speicherplatz (jetzt habe ich ja genügend Platz und kann großzügiger damit umgehen).

So, habe ich das dann richtig verstanden oder habe ich aufgrund eines Verständignungsproblemes eine SSD-Platte gekauft?

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Beitragvon irix » 24.08.2015, 14:38

Das gesagte hat seine Richtigkeit. Du solltest nur auch die Begruendung lesen wenn eine gemacht wird.

Gruss
Joerg

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Beitragvon ~thc » 24.08.2015, 14:52

Alles Wichtige wurde bereits gesagt.

Noch ein paar Denkanstöße:

- Würdest du auf der 80er Platte Windows 7 mit allen Updates installieren, wäre das System vermutlich unbrauchbar langsam oder sogar unbenutzbar. Die Zeit ist einfach über diese Platte hinweg gegangen.

- Es ist ein besonderes Merkmal von Linux, auch uralte Hardware optimal einzubinden. Die Plattform auf ESXi 6.0 umzustellen, war so gesehen eine schlechte strategische Entscheidung.

- Wenn nur die VMs auf der SSD leigen, hast du zwar möglicherweise schnell startende VMs, aber da die Daten auf den 1TB-Laufwerken liegen und du diese nicht vermessen hast - bringt die SSD dafür möglicherweise nichts (die langsamen Datentransfers vom Anfang deuten ja an, dass auch die Performance der Datenplatten grottig ist).

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Beitragvon kaineanung » 24.08.2015, 17:28

Ok, jetzt nochmals weil ich es nicht verstanden habe (glaube ich):

Die Performance der 1TB-Platte ist ausreichend wenn darauf nativ Ubuntu-Server läuft.
Anfangs habe ich das erklärt gehabt und jemand meinte hier:
für VM sind IOPS wichtig. Je mehr dest besser.
Die alten HDDs bringen keine IOPS und wenn da dauernd auf der Platte (durch die VMs) herumgeschrieben udn gelsen wird, und dann noch die Fileserverdaten auf der HDD liegen, der eben nicht schnell genug 'liefern' kann.
Es wurde mir empfohlen mir siene SSD zu besorgen und auf diesen die VMs, also die die IOPS brauchen, abzulegen.
Denn dann kommen sich der Datenspeicher meines Fileservers und der ständigen I/O/ der VMs nicht in die Quere.

Habe ich jetzt nun einen Fehlkauf gemacht oder werde ich mit der Konstellation 80 GB SATA für ESXi oder auch meinetwegen auf USB-Stick, SSD als VM-Speicher und 1 TB SATA3 als Massenspeicher problemlos streamen können? Die 1 TB HDD muss das hergeben können weil nativ sie es ja auch macht und 1 TB ist nicht uralt....

Mein Ziel: ~30-50 MB/s... das wird doch hinzukriegen sein, oder?
Nativ läuft das streaming problemlos (ich weis aber nicht wie hoch der Datendurchsatz ist weil ich nicht gemessen habe).

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Beitragvon ~thc » 24.08.2015, 18:14

kaineanung hat geschrieben:Denn dann kommen sich der Datenspeicher meines Fileservers und der ständigen I/O/ der VMs nicht in die Quere.


Hier liegt der Hase im Pfeffer - du nimmst an, dass

- die Betriebssystem-VMDK einer VM ständige I/Os erzeugt, die den Daten-I/Os in die Quere kommen
- die native Performance einer Platte dir unter einem beliebigen OS immer zur Verfügung stehen muss, wenn es auf einem bestimmten OS funktioniert

Der Wahrheit näher ist, dass

- eine Betriebssystem-VMDK beim Start, bei Installationen und dem Patchen viele I/Os erzeugt und sonst ziemlich rumgammelt
- je nach Treiber/Unterstützung die Performance ins Bodenlose sinken kann.

Deine einzige Hoffnung ist, dass der S-ATA-Controller möglicherweise mit der Schnecken-80GB-Platte generell so ausgebremst wird, dass die 1TB-Disks in Mitleidenschaft gezogen werden. Also: Probier' es aus.

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Beitragvon kaineanung » 24.08.2015, 20:25

@thc

Ach jetzt habe ich es geschnallt was ihr meint!
Die 80 GB HDD bremst eventuell generell auch alle anderen HDDs aus.
So nach dem Prinzip daß diese den Controller in ein 'Legacy'-Modus zwingt und dadurch dies für alle anderen HDDs des Controllers gültig ist?

Na dann, ich werde es testen.
Morgen kommt die SSD. Am besten ist das ich dann das ESXi UND die VMs auf diese installiere. Die beeinträchtigen sich ja nicht wenn ich das mit dem ESXi und das Laden in den Speicher richtig verstanden habe, richtig?
Ich werde berichten ;)

P.S. es sieht gerade so aus als ob ich unbelehrbar bin, Ich habe das mit dem Controller nicht ganz verstanden gehabt das er generell in ein Legacy-Modus wechseln hätte können und dadurch natürlich alle anderen HDDs (auch die etwas neueren 1 TB HDDs) beeinträchtig haben könnte.
Und die Installation des ESXi auf ein USB-Stick hört sich auch gut an. Habe jedoch gerade keinen freien zur verfügung und werde es, einfach mal zum testen der Geschwindigkit beim streamen, auf die SSD installieren wo auch die CMs liegen werden. Das wollte ich noch gesagt haben. Nicht das ihr denkt ich wäre unbelehrbar mit der Installation von ESXi auf USB und will das unbedingt anders.... aber das dürfte ja sicherlich kein Problem sein ausser wenn ich mal das ESXi wechseln wollen würde....

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Beitragvon kaineanung » 31.08.2015, 11:29

Wollte nur mal ein kurzes Feedback geben:

Es hat tatsächlich geklappt dank euren Ratschlägen.

Habe mir eine SSD (Sandisk Ultra II) gekauft und eingebaut.
Die alte 80 GB-HDD habe ich ausgebaut.
ESXi auf diese SSD installiert (ich hatte gerade keinen USB-Stick verfügbar um es auf diesen zu installieren) und VMs auf dieser SSD angelegt.
Auf der 1 TB-HDD habe ich dann eine virtuelle HDD angelegt und in diese dann den 800 GB Truecrypt-Container abgelegt. Danach in mein virtuellen Ubuntu-Core-Server eingebunden und ein miniDLNA Serverdienst installiert.
Nun kann ich problemlos im Netzwerk die Medieninhalte streamen was vorher nur sehr behäbig, ruckelnd und mit vielen Pufferpausen möglich war.

Ich versuche noch die zweite 1-TB-Platte einzubauen und verfügbar zu machen. Eventuell mache ich ein Software-RAID über den Ubuntu-Server da es über den FAKE-RAID meines Servers nicht ging.

Jedenfalls: Soweit so gut und ich danke euch vielmals!


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