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ESXi 6 - Samba Server (Ubuntu) - HDD sehr sehr langsam

Alles zum Thema vSphere 6, ESXi 6.0 und vCenter Server.

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Beitragvon JustMe » 15.08.2015, 13:34

Sorry, aber ich persoenlich denke, dass hier hauptsdaechlich noch ein bischen mehr Verstaendnis fuer die Materie an sich noetig ist...

- In der gezeigten Konfiguration gibt es kein RAID (unter ESXi)
- Die zweite 1TB HD ist leer; so, wie man das bei einem FakeRAID-Controller ohne ESXi-Unterstuetzung erwarten sollte
- Die Einstellung einer Queue Depth beim iscsi_vmk ist bei Verwendung lokaler Platten etwa so sinnvoll wie eine Empfehlung, zur Erhoehung der Performance immer einen feuchten Lappen auf das Gehaeuse zu legen. Wie der Name schon sagt, geht's bei iscsi_vmk um ISCSI, und SW-ISCSI ist lt. core adapter list nicht aktiviert.

Zusammenfassend wuerde ich bei der gegebenen HW-Konfiguration und gedachter Zielsetzung dazu raten, wieder nativ Linux draufzubuegeln, und nach einiger Zeit des ESXI-Studiums (oder auch dieses Forums) auf geeigneter Hardware erneut mit der Virtualisierung anderer Aufgaben zu beginnen.

'Tschuldigung, wenn ich damit jemandem auf den Schlips treten sollte, aber ich fuerchte, so macht das derzeit keinen Sinn...

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Beitragvon kaineanung » 16.08.2015, 12:37

@JustMe

Erstmal: ich hab richtig herzlich gelacht mit dem nassen Tuch auf das Gehäuse um Performancesteigerungen zu erzielen......

Aber jetzt mal wieder ernst:
Ich nutze den Fileserver u.a. als mein Medienarchiv auf welches meine Clients wie SAT-Reciever, Smart-TV, Raspberry Pi (XBMC), Smartohones usw. im Netz zugreifen bzw. auf welche gestreamt wird.
Ohne VM hat das auch wunderbar mit genau der gleichen HW und genau der gleichen Konstellation sehr gut geklappt.
Die großen HDDs waren schnell genug und ob ich jetzt 30, 60 oder 300 MB/s an Geschwindigkeit habe war mir herzlich egal. Unter 10 MB/s ist es aber schlecht und nicht akzeptabel.
Genau so habe ich es mir unter VM auch gewünscht und das wird doch wohl machbar sein?!?

Und was das truecrypten angeht: noch nie davon gehört das man da drinnen seine Daten verstecken kann? Das wird doch sicherlich so von sehr vielen Leuten benutzt.... wie auch immer. Das ist nicht das Thema. Thema ist: warum läuft es nicht genauso langsam mit VM wie mit meiner nativen Installation (es ist eben noch viel langsamer) und kann man das ein wenig optimieren?

Tips mit dem Max Depth Queue und wie man das speziell für diese eine HDD mit dem Max Depth Queue von 1 erhöhen könnte wäre an der Stelle hilfreich.

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Beitragvon irix » 16.08.2015, 13:02

Wenn der ESXi keine "optimalen" Treiber mitbringt dann holt er halt aus deiner Hardware weniger heraus als ein Consumer OS.

Des weiteren.... der ESXi sieht 2x 1TB. Da ist eine Seagate und eine Western Digital Festplatte. Nur auf der Seagate ist ein VMFS drauf. Das erkennt man am Partitionstyp "fb". Mit anderen Worten der ESXi ignoriert dein Chipsatz/FakeRaid.

Bei einem funktionierenden HW Raid sieht das HostOS nur ein Device.


Ich sehe irgendwie keine Moeglichkeit mit ESXi und der Hardware da mehr herauszuholen.

Der Unterschied zwischen der 80 und der 1000 sollten die 6 Jahre, QueueDepth, Dichte sein.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 16.08.2015, 13:09

Ich würde im Rechner-Bios nachsehen, in welchem SATA-Modus die Maxtor läuft. Eine Queue-Tiefe von 1 klingt nach IDE-Modus bzw SATA-Kompatibilililitätsmodus. Falls diese dort schon als "native SATA" bzw AHCI oder AHCI/Raid geführt wird, kannst du die Max-Queue-Tiefe der Maxtor-Platte aufgrund ihres Alters nicht verändern und der ESXi hat auch keinen Cache, um solche Mankos auszubügeln.





PS: Gewöhn dir mal bitte einigen Terminus an...
VMware ist die Firma hinter dem Produkt ESXi und eine VM eine Virtuelle Maschine in jedem Virtualisierungsprodukt. Das erleichtert dir und uns das Verständnis enorm.

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Beitragvon Dayworker » 16.08.2015, 14:29

Weshalb probierst du eigentlich den ESXi6?
Der 5.5U2er als Customized Version von Dell (http://www.dell.com/support/home/us/en/04/Drivers/DriversDetails?driverId=YGH6K) läuft auf meinem Dell PE T110ii bisher ohne Probleme und ich habe auch noch keine 6er Version von Dell gefunden. Es wäre also gut möglich, daß einige deiner Probleme genau von da herkommen.

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Beitragvon irix » 16.08.2015, 14:31

Gibt auch nen 6er Custom ISO von Dell. Einfach mal unter einem aktuellen R730 oder aehnlich gucken.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 16.08.2015, 15:03

Danke für den Hinweis. Hier mal die Liste der Dell PowerEdge Servers Certified for VMware ESXi 6.0.

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Beitragvon kaineanung » 16.08.2015, 19:35

Entschuldigung das ich nun ein wenig verwirrt herüberkommen, aber habe ich das richtig Verstanden das es von VMWare angepasste ESXi-Server-ISOs für mein Server gibt?

Wenn ich diese benutzen würde, könnte eventuell das Problem mit dem RAID verschwindet oder zumindest optimiert werden?

So, dann die Frage: wie tausche ich das ESXi 'unterm Arsch' aus? Ich habe 2 VMs und habe keine Lust die neu zu installieren wenn es denn nicht unbedingt sein muss?
Auf einem ist ein LAMP mit Wikimedia drauf wo ich alle meine gesammelten Infos zu meiner IT-Welt habe und der Andere (welcher ja diese Performance-Probleme hat) ist mein Fileserver, DLNA-Server, VPN-Server, NTP-Server, usw..
das alles neu einrichten dauert ein weilchen.

Gibt es da eine Möglichkeit?

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Beitragvon irix » 16.08.2015, 21:50

kaineanung hat geschrieben:Entschuldigung das ich nun ein wenig verwirrt herüberkommen, aber habe ich das richtig Verstanden das es von VMWare angepasste ESXi-Server-ISOs für mein Server gibt?


Nein. Es gibt vom Hersteller der Hardware ein ESXi Installationsmedium. Sowas macht jeder der grossen Hersteller. Da drin kann enthalten sein:
- Treiber fuer neue Hardware
- Aktuellere Treiber
- Management und Monitoring Tools

Da der Releasezyklus der Hardware ein anderer ist als der von VMware fuer sein ESXi tun sich viele Leute schwer den ESXi zu installieren wenn keine Netzwerkkarte gefunden wird. Sowas fangen die Hardware Hersteller mit den angepassen ESXi ISOs ab.

Wenn ich diese benutzen würde, könnte eventuell das Problem mit dem RAID verschwindet oder zumindest optimiert werden?


Halte ich persoenlich fuer Unwahrscheinlich weil deine Hardware nicht fuer ESXi freigegeben ist. Also mit "Absicht" hat da der Hersteller also nichts gemacht. Aber Versuch macht Klug.

Des weiteren brauchts fuer Fake- bzw. Chipset Raid immer einen Treiber fuer das HostOS und da sollte der Intel Rapid Dingsta nicht zugehoeren.


So, dann die Frage: wie tausche ich das ESXi 'unterm Arsch' aus? Ich habe 2 VMs und habe keine Lust die neu zu installieren wenn es denn nicht unbedingt sein muss?


Dieses Problem umschifft man immer damit das man ESXi auf einen extra Datentraeger installiert wie z.B USB/SD Karte oder einzelne HDD(vDisk). Bei letzterer muss man halt nur sicherstellen das man das angelegte VMFS nicht fuer VMs verwendet. Sprich bei dir sind das die Teile der 80GB Festplatte.

Somit kann man den ESXi immer neuinstallieren oder umgeht Probleme beim Update. Alle anderen Datastores bindet der ESXi spaeter wieder ein und man kann die VMs dem Inventar wieder hinzufuegen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon kaineanung » 16.08.2015, 23:37

@irix

Kann ich die entsprechenden Treiber dann aber nicht einfach nachinstallieren wenn ich ja ein 'laufendes' System habe und nur zwecks optimierterer Treiber diese nachinstallieren möchte?

Aber da du eh meintest das es wahrscheinlich nichts bringen würde werde ich das wohl überspringen.

Dann aber die nächste Überlegung:
Da ich immer wieder heraushöre das es am FAKE-RAID-Controller liegt, würde ich diese Geschwindigkeitsprobleme ja ohne RAID wohl nicht haben.
Dann habe ich nun die Überlegung eben die 2 Festplatten NICHT als RAID einzubinden und eben unter Ubuntu ein echtes Software-RAID zu erstellen (2 Datastores einbinden jeweils eines von einer HDD und im Linux dann eine Spiegelung erstellen).
Dadurch würde ich zumindest die Fehlerquelle 'FAKE-RAID' in Zusammenhang mit der nicht unterstützung durch den ESXi-Treiber umgehen, richtig?

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Beitragvon irix » 17.08.2015, 00:14

kaineanung hat geschrieben:@irix

Kann ich die entsprechenden Treiber dann aber nicht einfach nachinstallieren wenn ich ja ein 'laufendes' System habe und nur zwecks optimierterer Treiber diese nachinstallieren möchte?


Ein Grossteil koennten in dem Driver&Tools Tab auf der VMware Download Seite fuer den ESXi sein.


Aber da du eh meintest das es wahrscheinlich nichts bringen würde werde ich das wohl überspringen.


K.A


Dann aber die nächste Überlegung:
Da ich immer wieder heraushöre das es am FAKE-RAID-Controller liegt, würde ich diese Geschwindigkeitsprobleme ja ohne RAID wohl nicht haben.


Jein... das Interpretierst du da rein in der Hoffung das es nen magischen Schalter gibt. Der ESXi ignoriert dein FakeRaid was du daran gesehen hast das er es als 2 einzelne Platten anzeigt und nur auf einer davon hast du einen Datastore eingerichtet.

Dann habe ich nun die Überlegung eben die 2 Festplatten NICHT als RAID einzubinden und eben unter Ubuntu ein echtes Software-RAID zu erstellen (2 Datastores einbinden jeweils eines von einer HDD und im Linux dann eine Spiegelung erstellen).
Dadurch würde ich zumindest die Fehlerquelle 'FAKE-RAID' in Zusammenhang mit der nicht unterstützung durch den ESXi-Treiber umgehen, richtig?


Bevor du an den Settings rumfummelst mach ein Backup. Wenn du die VMs sicherst dann kannst du auch gleich den ESXi mit dem Dell CustomISO installieren.

Ich bin aber der Meinung das dies alles Zeitverschendung ist. Deine Hardware ist einfach ungeeignet.

Gruss
Joerg

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Beitragvon kaineanung » 17.08.2015, 08:24

@irix

ch bin aber der Meinung das dies alles Zeitverschendung ist. Deine Hardware ist einfach ungeeignet.


Die CPU, der Arbeitsspeicher und das Mainboard können es ja eigentlich nicht sein.
Die HDDs sollen schreiben und lesen von Daten ermöglichen. Cache haben die mehr oder weniger alle. Was könnte denn ausser des RAID-Controllers denn noch 'ungeeignet' sein?

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Beitragvon irix » 17.08.2015, 08:28

- Cache deaktiviert
- Schlechter Treiber

Mal davon abgesehen fand ich es unnuetz das wir hier ueber eine 10 Jahre alte Festplatte diskutiert haben.

Gruss
Joerg

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Beitragvon kaineanung » 17.08.2015, 13:34

Ja sind alle 3 Festplatten zu alt für mein Vorhaben oder wie?

Ich habe ja eine, zugegebenermaßen uralte, Systemplatte von 80 GB drinnen. Diese ist sicherlich gemeint mit uralt.
Aber die anderen beiden 1 TB Platten sind immerhin 1 TB und dürften nicht soo alt sein daß sie unnütz/nicht zu gebrauchen sind.

Was würdet ihr mir empfehlen jetzt zu machen?
Eine Systemplatte kaufen, nur auf was ist zu achten? Ich will nicht zu viel Geld ausgeben, aber es soll funktionieren.

Bei den 1 TB Festplatten: ein RAID-Controller ist nun doch in meinen Überlegungen eingezogen...

Welchen würdet ihr mit da empfehlen? Ganz früher Adaptec oder Dawicontrol. Ist das immer noch so? Ich will aber nicht zu viel Geld ausgeben um am Ende herauszufinden das es doch was anderes war...

Was meint ihr zu diesem:

DawiControl DC-300e RAID (ca. 40 EUR)
Serial ATA Controller, Datenübertragungsrate : bis zu 300MB/s, RAID-Modus 1,0 und JBOD, RAID-Modus 10,5 über Portmultiplier
?

Wenn ich nun noch eine kleine HDD mit SATA 2 oder SATA 3 finde und als Systemplatte verwende, dann sollten die Geschwindigkeitsprobleme verschwinden?

Nachtrag: habe gerade gegoogelt und dieser RAID-Controller macht auch ein 'FAKE-RAID'. So ein Mist.
Kann mir jemand ein günstigen empfehlen der auch unter Linux läuft?

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Beitragvon irix » 17.08.2015, 13:45

Was genau meinst du mit Systemplatte? Die Platte auf der du den ESXi installierst? Dem ist die Geschwindigkeit des Mediums extrem egal weil er sich zur Laufzeit in eine RAM Disk laedt. Aus diesem Grunde tuts auch nen USB Stick fuer den ESXi daheim oder sowas wie Dual SD Karte fuer die Firma.

Was einen RAID Kontroller angeht so gucke zuerst in die HCL, dann wie die Chancen sind obs in deinem T20 auch tut bzw. wie der Geldbeutel ausschaut.

Zu der oben mal genanten Alternative wie die SSD bringe ich auch ein NAS mit ins Spiel welches sich dem ESXi per NFS oder iSCSI praesentiert.

Gruss
Joerg

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Beitragvon FrankvanLight » 17.08.2015, 13:50

Du solltest dir mal den VMware Compatibility Guide anschauen :

http://www.vmware.com/resources/compatibility/search.php?deviceCategory=io

Da nicht alle Raidcontroller von VMware unterstützt werden.


Tippe mal das du keinen neuen unter 100 Euro findest der ESXi Support hat :)

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Beitragvon kaineanung » 17.08.2015, 14:08

@irix

Mein Manko ist also das auf diese uralte Festplatte (80 GB) neben dem ESXi auch die VMs draufliegen?

Dann folgendes: ich kaufe mir ein HW-RAID-Controller. Daran schliesse ich meine 1 TB Platten im RAID 1 Verbund an (dafür sind die ja hoffentlich nicht zu alt, oder? Mein Ziel ist I/O > 50 MB/s. Dafür wird es doch reichen mit der SATA-1-Spezifikation von 150 MB/s, oder?).
Auf die 80 GB Platte kommt nur das ESXi-OS.
Der 1xTB-RAID-1-Verbund präsentiert sich mir als 1 TB HDD und auf die Packe ich meine VM drauf. Diese ist dann so groß bemessen daß auch mein 800 GB großer Truecrypt-Container reinpasst.

Dann hätte ich alles auf die 1TB RAID-Platten verschoben und die 80GB Uraltplatte dient dann für das ESXi welches ja nicht weiter schlimm ist, richtig?

Somit tätige ich nur eine Investiotion. Das wäre dann lediglich ein gescheiter RAID-Controller...

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Beitragvon kastlr » 17.08.2015, 15:39

Hallo,

beim Thema Festplatten Geschwindigkeit im Allgemeinen und im Zusammenhang mit VMware im Speziellen gibt es immer folgende Punkte zu berücksichtigen.
  • IO Anforderungsprofil
         - random oder sequentiell?
         - IO Size?
         - Verteilung Lese & Schreibanteil?
         - Queueing möglich?
         - Single oder Multi Threaded?
  • Verwendetes vmdk Format?
Um deine 50 MB/sec zu erreichen, sind je nach verwendeter IO Größe unterschiedlich viele IO's erforderlich.
Da du einen verschlüsselten Container verwendest, kann es sogar passieren, dass die übers LAN angeforderten großen Blöcke in kleinere IO's zerlegt werden müssen.

dd ist eine Single Thread Applikation, somit wird der folgende IO erst dann an die Platte gesendet, wenn der voran gegangene IO bearbeitet worden ist.
Selbst wenn dein Kontroller es also zulassen würde, mehrere SCSI Kommandos anzunehmen, wirst du bei diesem Test immer nur ein Kommando erhalten.

Je nach Art deines Test (Lesen oder Schreiben) und dem verwendeten Testlaufwerk (80 GB oder 1 TB LW) mit dem darauf platziertem vmdk File (und seinem Format) kann das schon deutliche Auswirkung auf die Meßergebnisse haben.

Beim Einsatz einer thin oder lazyzeroed vmdk wird der erforderliche Platz nicht mit Nullen befüllt.
Solltest du nun also einen Schreibtest in dieser vmdk anstarten, wird der ESXi Server für jeden noch nicht verwendeten Block ein Zero Out vor den dd IO einfügen.
Das kriegt dein dd aber nicht mit, somit meldet es dir sowohl eine niedrige Transferrate und eine schlechte IO Antwortzeit.

Begleite einen deiner Lasttests doch mal, indem du dich per ssh mit dem ESXi Server verbindest.
Führe dort
  • esxtop aus
  • wechsle mit <u> zur Disk Ansicht
  • reduziere den Anzeige Intervall durch <s> + <2> + <enter> auf 2 Sekunden
Folgende Punkte der esxtop Ausgabe sind interessant.
  • DQLEN             Device Queue Länge
  • ACTV               Wie viele Queue Slots werden aktuell verwendet?
  • QUED              Wie viele IO's warten darauf, an das Device gesendet zu werden?
  • CMDS/s
  • READS/s
  • WRITES/s
  • MBREAD/s
  • MBWRTN/s
  • DAVG/cmd       Wie viele ms benötigt das Device, um IO's zu bedienen?
  • KAVG/cmd       Zeit, die der IO im Kernel verbracht hat (sollte annähernd 0 sein)
  • GAVG/cmd       Gesamtzeit, die IO's zur Bearbeitung benötigen (GAVG = DAVG + KAVG)
Du kannst ja mal die Zahlen einiger dd Tests mit den Zahlen von esxtop vergleichen.

Gruß,
Ralf

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Beitragvon kaineanung » 21.08.2015, 09:59

Ich habe nun die vmdk-Dateien und mein truecrypt-Volumen gesichert und das RAID aufgelöst.
Jetzt habe ich folgendes vor:
- uralte 80 GB HDD dient mir nur noch als OS für den eigentlichen ESXi-Server (so wie ich es verstanden habe ist diese HDD dann total unwichtig weil ESXi sich in den RAM laden tut beim speichern)
- eine 1 TB HDD beinhaltet die VMs samt der vmdk-Datei (die ist halbwegs neu. Eine Seagate Barracuda und eine WD green. Ich weiß lediglich nicht welche ich von den beiden dafür benutzen soll)
- eine 1 TB HDD benutze ich als Speicherort meines Truecryp-Volumes (ca. 800 GB)

Ich habe also die alten Maschienen aufgelöst, neue erstellt und die vmdk am Ende zugewiesen. Funktioniert erstmal wieder. Ob gut oder schlecht weiß ich noch nicht.
Was aber nicht funktioniert ist: ich bekomme meine 2 HDD nicht zum laufen!
Ich sehe diese in der Übersicht (Host-Konfiguration->Speicher (Hardware)) unter 'Geräte'. Jedoch werden keine Detailinformationen (unten im Gerätedetails) angezeigt (Partitionen, Blockgröße, FS usw..)? Natürlich ist unter Datenspeicher dann von dieser HDD auch nichts zu sehen..
Was könnte hier falsch laufen? Host-RAID ist definitiv aufgelöst.

Wenn das jetzt nicht zufriedenstellend klappt, überlege ich mir als nächsten Schritt doch eine SSD zu kaufen.
Mushkin MKNSSDCR60GB-7 Chronos 60 GB für ca. 40 EUR habei ch da ins Auge gefasst.

Ich möchte auf dem Server 3-4 VMs betreiben. Wenn jede ca. 10-15 GB Speicherplatz bekommt reicht diese dann locker, richtig?

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Beitragvon irix » 21.08.2015, 10:32

kaineanung hat geschrieben:..
Was aber nicht funktioniert ist: ich bekomme meine 2 HDD nicht zum laufen!
Ich sehe diese in der Übersicht (Host-Konfiguration->Speicher (Hardware)) unter 'Geräte'. Jedoch werden keine Detailinformationen (unten im Gerätedetails) angezeigt (Partitionen, Blockgröße, FS usw..)? Natürlich ist unter Datenspeicher dann von dieser HDD auch nichts zu sehen..
Was könnte hier falsch laufen? Host-RAID ist definitiv aufgelöst.


Der ESXi kann Probleme haben mit Platten welche bereits andersweitig in Benutzung waren. In diesem Falle ist einfach eine leere Partitionstabelle mit fdisk zuschreiben und schon kann er mit der Platte wieder was anfangen und du kannst einen VMFS Datastore erstellen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon kaineanung » 21.08.2015, 11:24

@irix

Und fdisk kann ich aus der ESXi-Shell auch verwendet, oder?

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Beitragvon irix » 21.08.2015, 11:35

kaineanung hat geschrieben:@irix

Und fdisk kann ich aus der ESXi-Shell auch verwendet, oder?


Ja.
Nur aufpassen das du die richtige Disk angibts.

Gruss
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Beitragvon kaineanung » 21.08.2015, 22:28

Ich bin gerade am überlegen mir eine SSD-Platte für mein ESXi zu kaufen damit ich auf jeden Fall gute I/O-Raten erhalte.

Was gibt es besonderes zu beachten ausser das noch mehr Datendurchsatz beim lesen und schreiben noch besser sind?

Mein Budget für diese SSD liegt bei +- 60 EUR.

Ich habe dafür nun sogar schon 120 GB SSDs gefunden die jedoch bei der Schreibrate schächer sind als der aktuelle Standard (lesen ca. 480-520 MB/s, schreiben 180 - 240 MB/s).
Es gibt sicherlich aber auch kleinere SDDs die das Gleiche kosten aber eben mit dem 'aktuellen' Standard mithalten (lesen: 540 MB/s, schreiben: 480 MB/s).

Welche würdet ihr mir empfehlen? Ich kann nicht beliebig viele VMs auf einem Server laufen lassen weil da sicherlich die Leistung einbrechen würde. Also schätze ich 4 VMs und mehr sollte es nicht sein. Eine 60 GB Platte würde theoretisch 15 GB/VM erlauben.
Da aber immer wieder zu lesen ist das die SSDs bei Betriebssystemen die nicht automatisch 'trimmen' eine Reserve von 10-20% freigelassen werden sollte. Somit komme ich schon etwas in Bedrängnis wenn ich die 60 GB-Platte kaufen sollte (und wie ich lese beherrscht ESXi kein TRIM - zumindest habe ich es hier irgendwo gelesen bei einem Sphere 5.x - ist das immer noch so?)

Jedenfalls: was würdet ihr mir raten? Größer aber dafür etwas lahmer, oder kleiner aber dafür flott?
Hat auch jemand Vorschläge welche SSD-Platte ich genau kaufen sollte?

Mein Plan:
- ESXi auf irgendeiner alten meschanischen Platte (scheint ja unwichtig zu sein. Also reicht meine uralte 80GB Platte dafür).
- die vmdk-Dateien (also die eigentliche VM) auf der hochperformanten SSD. Diese braucht ja diese IOPS ohne Ende, richtig?
- 1 TB Datenstorage auf einer meiner mechanischen HDD am SATA 3-Controller
Auf dieser Platte ist eine 900 GB-vmdk welche auf einen der VMs hinzugefügt wird. In dieser wiederrum ist ein TrueCrypt-Volume welches dann in einer VM (ubuntu Server) gemountet wird. Da drinnen befinden sich dann z.B. die zu stremenden Medien.

Ist der Flaschenhals dann diese 1-TB-Platte? Bringt mir dann der Einsatz einer SSD für die VM irgendetwas? Wenn ja, dann kaufe ich sofort eine SSD....

Danke euch für eure bisherige Mühe. Finde ich echt nett von euch ;)

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Beitragvon Dayworker » 22.08.2015, 17:17

Eigentlich kannst du jede SSD nehmen. Schneller als eine HDD ist diese auch beim Schreiben allemal und ob eine SSD sequentiell nun 600MB/s oder 300MB/s schafft, ist bei den in der virtualisierten Welt für gewöhnlich auftretenden wahlfreien Zugriffen in 4KB-Häppchen quer über den gesamten Datenträger auch völlig egal. Selbst wenn dort 50MB/s erreicht werden, ist das immer noch 10x mehr, als eine Sata-HDD an dieser Stelle leisten könnte.

Ich hatte spasseshalber mal eine normalerweise in einem älteren Notebook verbaute SanDisk SDSSDP-128GB-G25 getestet und diese kostete vor 2 und auch letztes Jahr gerade mal 50 Euro. Deren IO-Werte sind mit bis zu 8100 IOPS beim Lesen und 4500 IOPS beim Schreiben nicht sonderlich berauschend, jede halbwegs aktuelle SSD ist da IOPS-technisch um den Faktor 10 schneller und bei sequentiellen Zugriffen bremst inzwischen normalerweise sogar die Geschwindigkeit der Sata3-Schnittstelle, verbraucht aber auch nur 2W beim Schreiben und ist daher für das bereits erwähnte, ältere NB mit seiner eingeschränkten Kühlmöglichkeit genau richtig. Für den ESXi und die von mir eingesetze Dell-HW sind 2W mehr oder weniger Verbrauch egal, aber auch damit lassen sich problemlos 6 VMs betreiben, die beim Arbeiten in der VM keineswegs ruckeln. Wenn es doch mal zum Hakeln kommen sollte, kennt man ja die Ursache und kann sich damit auch sehr gut arrangieren. Die bei einer HDD normalerweise zu beobachtenden Sprünge werden durch die stark schwankenden Zugriffszeiten verursacht, bis die benötigten Daten unter dem Schreib/Lese-Kopf endlich vorbeikommen. Dieses Problem existiert, zumindest in dieser extremen Form, mit einer SSD nicht mehr.

Der ESXi unterstützt auch in Version 6 kein TRIM.

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Beitragvon kaineanung » 24.08.2015, 09:57

Hallo,

ich habe jetzt eine SSD von Sandisk gekauft. Sandisk Ultra II HDD mit 120 GB Speicherplatz.
SATA3-Anschluss und guten Schreib-/Leseraten und 85k IOPS. Das müsste reichen. Wenn das nicht klappt und das Streaming (u.a. über miniDLNA in unbuntu als auch XBMC-Client auf Sambafreigabe) trotzdem langsam läuft dann weiß ich auch nicht. Nicht das ich mir irre teure SSD von 1 TB größe anschaffen muss oder auf das Truecrypt-Volume verzichten müsste was sicherlich auch etwas performance verschlingt...


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