Hallo,
noch ein paar Nachtragungen + Fragen zum System von meiner Seite (M.Masuhr und ich arbeiten hier am gleichen Projekt):
HOST:
Dell PowerEdge 1850
Windows 2000 Advanced Server (SP4, uptodate)
Client:
Windows 2000 Server (SP4, uptodate)
Der virtuelle WTS läuft z.Zt. als einziger Gast unter dem HOST (weitere sind nur theoretisch in Planung, praktisch soll dies erstmal so bleiben).
Das ganze ist per Gigabit-Ethernet an einen zweiten Windows-Host angebunden, auf dem dann ganz andere virtualisierte Server (wie z.B. ADS, SQL, Fileserver, Groupware, diverse Linuxserver, etc). problemlos und hochperformant laufen. Der zweite Host hat neben einer moderneren Grundlage (PowerEdge 1950) ein wesentlich schnelleres Plattensubsystem (SAS/Dell) - z.B. für die DB's und ein DMSArchiv.
Wir sind davon ausgegangen, daß es sinnvoller ist, den WTS auf o.g. System zu schieben, da: 1.) auf dem ADS/DB-Host sonst nicht mehr genügen Kapazität für's RAM bleibt, wenn man dem Terminalserver die unter VMWare Server größtmögliche Verfügbarkeit an Arbeitsspeicher spendieren will) und 2.) das Plattensubsystem sich ja eigentlich nur für lokal installierte Anwendungen, Betriebssystem und Auslagerungsdateien interessieren dürfte, der Rest sollte per Netzwerkzugriff und Abfragen per Netzwerk via Gigabit-Ethernet ablaufen, sowie 3.) größere DB-Auslastungen durch Reorganisationen oder Belastungen aus der Groupware- oder DMS-Landschaft sich nicht auf den Applikationsserver "Terminalserver" auswirken sollen.
Offenbar spielt das Problem also nur bedingt eine Rolle im Plattensubsystem oder kann hier zumindest (noch) meiner Meinung nach noch nicht eindeutig als einzige Problemursache eingekreist werden, es ist vielmehr eine von vielen weiteren Möglichkeiten. Speziell z.B. habe ich die Prozessprioritätsverteilung und CPU-Auslastung im Zusammenhang mit VMWare Server + "Windows Terminal Server" grundsätzlich in Verdacht...
In jedem Fall ist die Prozessor-Auslastung innerhalb des Gastes (max. RAM zugeordnet, 2 virtuelle CPUs) ab 3-4 User bereits bei nahe 100%, wenn irgendwelche (!) Zugriffe (also sowohl lokal im Plattensubsystem, als auch im Netzwerk) erfolgen. Wir haben uns hier bei o.g. Host-System + DB-Anbindung im Vergleich zum "physikalischen" Ursprung der Maschine (einem ca. 3 Jahre alten Fujitsu-Primergy mit 2xHT-CPUs mit je < 2 Ghz und 4 GB RAM) eigentlich wesentlich mehr erwartet (soweit man einen Terminalserver hier ganz naiv mit den üblichen virtualisierten Windows-Servern vergleichen kann). VMWareTools & Co. sind natürlich installiert.Übliche "WTS-Verdächtige" (z.B. CTFMON, mehrfach Prozesse, amoklaufende Virenscanner, etc.) entschärft.
Folgende "Tipps" werden wir (nach intensiver Webrecherche) morgen (bei nächster Gelegenheit zum Neustart der VM

) testen:
- COM-Ports rausnehmen (sind aus historischen Gründen und weil evt. hier noch was angesteuert werden sollte was nun aber eher niedrigere Priorität hat tatsächlich noch drin - soll im Zusammenhang mit Terminalserver und Metaframes jedoch auch tatsächlich ein Problem sein, also raus damit)
- workload="TerminalServices" (ja, einen solchen VMX-Parameter gibt es, ist auch ergooglebar, allerdings konnten wir keinerlei Hinweise entdecken, ob dieser Parameter auch unter GSX/Virtualserver oder nur unter ESX greift auch scheint der Paramter nicht ganz offiziell dokumentiert, jedoch sonst auch gang und gäbe zu sein, soweit bekannt.sowohl webrecherche, als auch der Name des Parameters klingen jedoch bereits vielversprechend...

).
- Defragmentierung der VMDKs (werden wir morgen nacht machen, dürfte angesichts der Größe auch die ganze Nacht benötigen).
Falls jmd. Hinweise/Anmerkungen/Erfahrungen zu den o.g. Tipps hat, sind wir dafür natürlich jederzeit aufgeschlossen und vorab dankbar!

Ansonsten werden wir dann weiteres berichten, sobald bekannt.
Folgende Fragen habe ich noch: ist etwas - wie von m.masuhr bereits angefragt - irgendwo in der VMWare-KB oder sonst im Web über den acceleration-Mechanismus der VM bekannt. Wir haben den - rein subjektiven - Eindruck, daß diese Anwendungen, die Ressourcen ziehen in der Priorität innerhalb des Gastes bevorzugt (ein Indiz hierfür sind tlw utopische gute Benchmark-Werte für HD Tach u.ä. innerhalb des Gastes während dieser gleichzeitig für die Anwender lahm wirkt / Anwendungen nur träge und verzögert und unter hoher CPU-Last bereitstellt), was auf einem Serversystem (z.B. SQL-DB's o.ä.) ja noch klappen kann, spätestens aber beim Windows-Terminalserver gerade kontraproduktiv sein sollte...oder ist hier der Workload-Parameter der entscheidende Schlüssel hierfür und setzt dieser gerade da an?
Vielen Dank im Voraus für jeglichen Beitrag hierzu...
MfG B. Wettstein