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shared Disk - SCSI Reservation

Verfasst: 09.06.2006, 10:15
von andromeda
Hallo,

Host: W2K3 (VMware Server)
Gast: 2* W2K3 (Server1, Server2)

die virtual Disk wurde erstellt wie im admin-manual beschrieben.
Server1: add virtual disk (scsi 8GB, data.vmdk, SCSI 1:0)

Server2: add virtual disk (scsi, use an existing disk, SCSI 1:0)

beide configuration files editiert:
scsi1.sharedBus = "virtual"
disk.locking = "false"

auf Server1 im Festplattenmanager eine primäre Partition erstellt u. mit NTFS formatiert.
server2 gebootet. im Festplattenmanager wurde die HDD data erkannt.
(Sehe die HDD´s auch im Explorer)

Problem:
kopiere von Server1 auf "Data" Files. Diese Files sind auf Server2 nicht sichtbar. Erst wenn ich server2 reboote sehe ich auf diesem die Files.

Für eine Lösung wäre ich dankbar.

Verfasst: 09.06.2006, 19:18
von stgepopp
Hallo,

was hast Du vor?

Normalerweise sind die von Dir geschilderten Tätigkeiten Vorbereitungen für Clustering zwischen Gastbetriebssystemen in den VMs wie z.B. einem MS Cluster Server. Dazu benötigtst Du aber die sog. Enterprise Version. Diese bringt einen sog. Distributed Lock Manager mit. Der ist über einen Treiber in der Lage eine gesharte Disk zu sperren und im Clusterverbund bei Fehlern über einen Failover-Vorgang einem anderen Knoten zu zuordnen.

Ich hätte ebenfalls erwartet, dass eine so gemeinsam genutzte Platte zu einer einheitlichen Sicht führt. Dies ist aber keine unterstützte Konfiguration. Deshalb wirst Du auch dazu m.E. keine Lösung erhalten.

Erich

Verfasst: 10.06.2006, 11:27
von andromeda
Hallo Erich,

ich möchte Oracle RAC10 testen.
Lt. Oracle wird nur W2K3 std.und kein MS Cluster benötigt (auf realen Servern mit einer NAS.

Oracle benötigt eine gemeinsame HDD für die DB. Die Instanzen werden auf auf beiden Servern Installiert.
Vielleicht handelt Oracle auch den Zugriff auf die gemeinsame virtuelle HDD?


Grüsse
Jürgen

Verfasst: 10.06.2006, 14:19
von al!ve
Die von dir angestrebte Konfiguration wäre doch, eine standard SCSI-Festplatte gleichzeitig in zwei Rechner zu verbauen. Da sowas in der Regel nicht physisch machbar ist (zwei Rechner, je ein SCSI-Controller, beide Controller mit einem SCSI-Kabel verbinden und in die Mitte ne SCSI-Platte an dasselbe eine Kabel hängen?) wird auch keine Software sowas "handeln".

Die Idee, "Vielleicht übernimmt die Oracle-Software das ja für mich" ist schon im Ansatz falsch. Grundsetzlich ist Oracle aufgrund seiher hohen Konfigurierbarkeit so mächtig. Dass da irgend was "von selbst" geht (sprich: dass man so einfach ohne Spezialkenntnisse anstöpseln und loslegen kann) ist in meinen Augen recht ausgeschlossen.

Was hinter dem RAC steckt:
Ein Shared Medium (SAN oder NAS) mit einem Clusterdateisystem.
Mehrere Oracle-Server greifen auf denselben Datenbestand auf dem Shared-Medium zu.
Alle Oracle-Server "unterhalten" sich über ein gesondertes Netzwerk das ausschließlich zu diesem Zweck installiert ist (gbit!) darüber, wer gerade was auf den Dateien tut.

Heißt: Es muss ein Medium sein, das auch für den konkurierenden Zugriff ausgelegt ist. So einfach eine Festplatte 'in zwei Rechner einbauen' (unabhängig davon dass das im Produktivbetrieb mit nicht-virtualisierter Hardware ja garnicht geht) is da nicht.

Die Aussage, hier würde nur ein MS-Server und kein MS-Cluster benötigt ist soweit auch richtig, aber auch ein Stück weit verwirrend.
Natürlich baust du einen Cluster auf. Nur verwendest du hierzu nicht die MS Boardmittel. Die einzelnen am Cluster beteiligten Rechner glauben, sie wärene eigenständige Server (bestenfalls in ein und derselben Domäne) die lediglich untereinander kommunizieren und auf denselben Share zugreifen können. Dass hier kein MS-Cluster benötigt wird soll ausdrücken, dass RAC die Funktionalitäten, die ein MS-Cluster bietet garnicht nutzt und somit nur ein "loser Serververbund" notwendig ist aber kein Cluster.
Dass das ganze aber ohne clusterähnliche Infrastruktur funktioniert ist definitiv nicht der Fall.