Ist es sinvoll diesen Server als VM aufzusetzen?
Weder diesen noch einen physikalischen... Alles das in einer VM... was bleibt denn dann noch für andere Gäste übrig? ... Für wieviele Benutzer eigentlich? In Produktion??
Ob virtuell oder physikalisch, ich persönlich würde niemals alle diese Dienste auf einem einzigen Server versammeln. Dafür sind auch die Sicherheitsanforderungen zu unterschiedlich. Das Gateway braucht eine Schnittstelle zu Internet, ein DC sollte keine haben. Ich halte mich eher an die gute alte Windows-Regel, die da lautet: Ein Dienst, ein Server (aber der kann ruhig virtuell sein). Also in etwa folgendermaßen:
1. Domain Controller mit DNS (AD-integriert) und DHCP.
2. Domain Controller (Redundanz) mit DNS, DHCP installiert, aber deaktiviert, tägliche Kopie der DHCP-Datenbank von Server 1 nach Server 2, damit der einspringen kann, falls Server 1 ablebt.
3. Exchange braucht einen eigenen (virtuellen) Server, MSFT empfiehlt auch keine Installation auf einem DC.
4. Fileserver, eventuell mit Print
5. Das restliche Geraffel.
Ob Fax geht, hängt evtl. von der benötigten Hardware ab, ob die einer VM verpult werden kann. Alles andere kann man virtualisieren (läuft alles bei mir als VM außer FTP, aber das ist ja nur eine Komponente des IIS).
Probleme kann es mit der Uhr der Gäste geben, hier gibt es ein White Paper von VMware:
http://www.vmware.com/pdf/vmware_timekeeping.pdf
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich nie darum geschert, ich hatte nie Probleme damit, warum auch immer: 2 DCs, einer physikalisch (sollte aber egal sein), einer virtuell. Der erste synchronisiert sich mit einer externen Quelle mit dem guten alten timeserv, alle anderen Maschinen (u.a. virtuelle File-, Print- und Exchange-Server) synchronisieren sich über den Windows Time-Service mit dem ersten DC. In den VMware Tools ist _keine_ Synchronisation mit der Hostzeit angewählt.
Ansonsten sind DCs als VMs absolut kein Problem.
Viel Spaß, Georg.