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Ausfall Hostsystem, wie redundant aufbauen ?
Verfasst: 23.06.2004, 16:23
von linuxer
Hallo, wir überlegen eine Domäne mit 7VM auf einer 8 Prozessor Maschine laufen zu lassen. Fällt nun der Host aus, sind die VMs ja auch platt. Wie wird es in der Praxis realisiert, wird es redundant aufgebaut ?
Heisst das doppelte Hardware ?, Kosten wären das doppelte !, lohnt es sich dann überhaupt noch. Bitte um Hilfe bzw. Vorschläge.
Danke
Gruß
Marco
REDUNDANZ KOSTET GELD, aber ist es nötig???
Verfasst: 24.06.2004, 01:09
von HartmutSchaumburg
Hallo,
was soll denn bei einem 8 Wege System ausfallen?
Nehmen wir an,
es ist ein Compaq Proliant 8000 oder eine Fujitsu-Siemens N800
was soll da ausfallen?
Prozessoren,
RAM,
Netzteile,
Festplatten,
Fiber-Channel-Adapter,
Netzwerkkarten?
Das ist bei diesen Systemen alles redundant, die laufen einfach weiter.
Vielleicht der Strom,
na ja, dann eben mit USV oder auf unterschiedlichen Phasen anbinden.
Billige Lösung für den Fehlerfall:
Eine Kopie der Platten der virtuellen Systeme an anderer Stelle ablegen, Ersatz-Virtuelle Systeme starten.
Für ganz ängstliche Zeitgenossen:
Das ganze System noch mal aufbauen.
Hartmut Schaumburg
Verfasst: 07.01.2005, 11:26
von timeliner
Hallo,
ich kann die ja mal unsere Lösung demonstrieren:
Ausgangsszerario war eine von der Hardware technisch total veraltete und systembedingt Ausfallanfällige Serverstruktur bestehend aus 7 Servern mit NT-Domäne die es galt abzulösen.
Wir haben bei uns die Hardware gedoppelt, d.h. 2X Hp DL380, je 2X Intel Xeon 2,8GHz, 2X 4GB Ram und je 4X 36,4GB 10K Festplatten.
Wir haben die Systeme folgendermaßen konfiguriert:
Auf dem "Hauptserver" sowie auf dem "Standbyserver" laufen der Advanced Server mit dem GSX-Server 3.1. ( hatten es erst mit Clustern versucht - deshalb der Advanced Server )
Auf dem Hauptserver sind als Gastsysteme 5X Windows 2000-Server und 2X Windows 2000 Prof. installiert, die vornehmlich als Gateways fungieren.
Auf den "Standbyserver" werden mittels V2i-Protector jede Nacht Images der VM überspielt welche dann per batch und pqi-extract in das VMWare-Verzeichnis des Standbyservers zurückgespielt werden.
Wir haben also jetzt im realen Betrieb die virtuellen Server auf dem Hauptserver laufen und auf dem Standbyserver sind sie startbereit.
Im Falle eines Ausfalls einer VM wird diese runtergefahren/ausgeschaltet und auf dem Reserveserver gestartet.
Das ermöglicht uns die Server mit gleicher IP und Benamung ( wichtig weil gateways ) standby bereitzuhalten und innerhalb von 1 Minute zu ersetzen.
Zusätzlich laufen auf dem ein oder anderen Gastsystem natürlich auch noch Anwendungen, die aber seperat gesichert werden.
Alles in allem muß ich sagen, das dieses System bislang ( es läuft seit einem halben Jahr ) nahezu fehlerfrei läuft und auch die Anwender gerade im Bezug auf Ausbaumöglichkeiten begeistert sind.
Ich muß dazu allerdings sagen, das ich bei dieser Geschichte als Newby ins kalte Wasser geworfen wurde und jetzt erstmal dabei bin, mir das ganze Drumherum der VMWare anzueignen.... :O)
Grüsse, Thomas
Verfasst: 01.02.2005, 14:04
von MYO
Ja für einen "aus dem Kalten Wasser gestiegenen" ist die Lösung nicht schlecht.
Besser noch: Wenn Du die Virtuellen Maschinen Im SAN ablegen würdest und vielleicht sogar den GSX server vom SAN bootest....
Worst case: der 1. DL 380 bricht weg, total ausfall, flammt ab!!!!!!
dann einfach die LUN an den 2. GSX Server hängen und booten---Fertig !!!!! :wink:
Gruß
Alex
Verfasst: 02.02.2005, 10:53
von timeliner
MYO hat geschrieben:Ja für einen "aus dem Kalten Wasser gestiegenen" ist die Lösung nicht schlecht.
Besser noch: Wenn Du die Virtuellen Maschinen Im SAN ablegen würdest und vielleicht sogar den GSX server vom SAN bootest....
Hy und danke erstmal für Dein "Lob"!
Das Netz in denen die GSX betrieben werden ist per Firewall von unserem "Hauptnetzwerk" abgetrennt - daher wäre Dein Vorschlag zwar optimal aber für uns nicht umsetzbar...
Grüsse, Thomas