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VMWare Gast zeigt alle Discs des physischen RAIDs

Hilfe bei Problemen mit der Installation oder Benutzung des VMware GSX Server und VMware Server 1.

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VMWare Gast zeigt alle Discs des physischen RAIDs

Beitragvon muthai » 04.01.2010, 13:57

Hallo zusammen,

Beim Versuch, die Performance unseres VMWare-Gastes (MS Server 2k3 R2) zu steigern, haben wir den VMWare-Host (MS Server 2k3 R2) mit zwei Platten aufgerüstet, die als Hardware-Raid laufen (Mirror). Da sollen dan I/O-hungrige Applikationen laufen. Im Host werden diese Platten auch als eine Harddisc angezeigt. Darauf haben wir dann zwei Partitionen angelegt.
Diese Partitionen haben wir dann als physical Discs zum VMWare-Gast hinzugefügt. Das Problem nun ist, dass nach dem Hochfahren im Gast beide Platten des Raids im Disc-Management zu sehen sind. Also 4 Partitionen...

Hat jemand eine Idee, woran das liegt? Und warum sehe ich keine Dateien, die ich vom Gast aus in die Partitionen schiebe, wenn ich die Partition im Host öffne?

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Beitragvon irix » 04.01.2010, 14:14

Zum eigentlichen Problem kann ich nichts sagen aber was die Aufruestung angeht meine ich das ihr das euch haettet sparen koennen. Aus Performance Sicht ist ein Mirror ueber eine Spindel nun keine Steigerung. Einzig die Datensicherheit habt ihr erhoeht.

Ist es wirklich ein Hardware RAID oder nur ein FakeRAID mit Hilfe eines Onboard RAID Controllers und Hilfe eines Treibers im Host OS?

Sollte die Performance des Guests gesteigert werden in dem er eine "RAW" Disk bekommt? Kenne mich mit dem VMware Server nicht so gut aus. Wir haben immer normale VMDKs erstellt. Allerdings Pre-Allokiert und nicht Anwachsend oder so.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 04.01.2010, 16:58

I/O-hungrig und dann ein Raid1 :?: Das paßt nicht zusammen. ;)
Dein Raid-Config kommt mir von der Inst eines Linux auf meinem Host her sehr bekannt vor. Mein Raid1 wurde dort auch als 2 Datenträger angezeigt. Damit hättest du auch ein Fake-Raid per Chipsatz-Controller und das funktioniert so nicht. Viel schlimmer ist jetzt, daß du mit einem Schreibzugriff nicht nur das Raid sondern auch sämtliche Daten zerstören kannst.
Wenn du also unbedingt ein Raid per Phys.Device einbinden willst, sollte der Controller die Existenz der Platten für sich behalten. Der Controller kümmert sich dann um die Verwaltung des Raids und meldet nur einen gemeinsamen Speicherbereich ans OS. Außerdem sollte dieser für das Phys.Device genutzte Speicherplatz nicht mit einem Laufwerksbuchstaben ins System eingebunden sein, da du sonst eine Datenkorumption herausforderst.

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Beitragvon continuum » 04.01.2010, 17:19

Komisch ... selbst ein fake-raid sollte von VMware wie eine Platte behandelt werden. Poste mal ein screenshot der Festplattenverwaltung und die passende vmdk dazu

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Beitragvon muthai » 08.01.2010, 10:54

Sorry, dass ich erst jetzt auf die guten Anregungen antworten konnte... Dienstreise :-(

Hmm, da war ich wohl ein bisschen zu schnell und hätte die best practices von vmware lesen sollen.
@irix : Die Aufrüstung bezieht sich ja nicht auf das RAID-Verhalten sondern auf die Nutzung einer physical disc vom VM-Gast aus. Das man damit keinen Performance-Preis gewinnt ist klar, aber immer noch besser, als die Daten (DB, Work-Verz etc.) innerhalb einer virtual-disc-Datei hin und her zu schaufeln.
@Dayworker : Na klar, so war es auch: vom Host aus alle Partitionen/LW-Buchstaben vom physischen RAID entfernt, als ein Laufwerk in der VM eingebunden und VM durchgestartet... Schwupps hatte die VM-Instanz einen neuen sauberen Datenträger, den ich dann von dort aus formatieren konnte. Der Controller des Hosts werkelt nun vor sich hin, ohne, dass ich vom Host aus Zugriff auf das RAID habe. So soll es ja auch sein :-)

also, danke für die Infos und schöne Grüße aus Berlin.


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