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HA mach System langsam

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HA mach System langsam

Beitragvon Schalke-vs » 21.05.2016, 13:34

Hallo,

zur Vorgeschichte: Wir haben von einem Dienstleister eine Installation mit VMWare machen lassen, die über HA verfügen soll. Die Arbeiten wurden am Donnerstag abgeschlossen. Am Freitag habe ich unsere Software installiert (dies ist mein Job, mit Netzwerken und Servern hab ich nicht so - hier habe ich eigentlich nur Grundkenntnisse)

Was aufgefallen ist: Unserer Software läuft seeeehr laaaangsam. Der Dienstleister hat nun mitgeteilt, dass dies an der HA-Funktionalität liegt und er die nun mal abschalten würde um zu testen, obs dann flotter läuft. Das habe ich aber bisher nicht gemacht.

Nun zur eigentlichen Frage: Kann es sein, dass durch HA das System und Netzwerk so langsam wird?
Bspw. benötigt eine GIS-Anwendung, die bisher auf Server 2003 mit 8GB RAM ca. 10 Sekunden zu Start benötigt hat nun (auf 2012R2 mit 36GB und 8 Kernen) 5 Min und 10 Sek. zu Start.
Eine weitere Anwendung statt unter 5 Sekunden nun 90 Sekunden....

Da ich noch keine Unterlagen erhalten habe, kann ich euch leider nicht sicher sagen, welche Versionen und Applikationen von VMWare laufen. Das kann aber gerne nachgereicht werden.

Vorab mal vielen Dank
Michael

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Beitragvon JustMe » 21.05.2016, 16:44

Das kann eigentlich nicht sein...

HA bedeutet High Availability. Das bedeutet nichts anderes, als dass im Falle des Ausfalls eines Hosts die dort ausgefuehrten VMs auf einem anderen weiter funktionierenden Host des Clusters gestartet werden. Im laufenden Betrieb (also ohne dass gerade einer der Hosts ausfaellt) sollte man davon eigentlich goanuescht merken. OK, der FDM-Agent braucht ein paar CPU-Cycles, aber auffallen sollte das eigentlich nicht.

Bevor jetzt versucht wird, irgendwas zu deuten, was der Dienstleister denn tatsaechlich gesagt (oder gemeint) haben sollte, waere es bestimmt gut, sich das von ihm nochmals detaillierter auseinandersetzen zu lassen.

Generell kann man hoechstens sagen/schreiben, dass man fuer virtualisierte Server nicht einfach nach dem Motto "viel hilft viel" verfahren sollte, sondern die Hardware(-beduerfnisse) schon genau analysiert und zugeteilt werden sollten. Insbesondere, wenn z.B. der Host nur 8 Kerne aufweist, und man dann einer VM (noch dazu unter mehreren, aber auch nur alleine) auch 8 Kerne zuweist. Das geht zwar, aber sinnvoll ist es nicht.

PS: "Viel hilft viel" bei der *Host-Ausstattung* ist dagegen absolut erstrebenswert ;-)

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Beitragvon Dayworker » 21.05.2016, 20:37

In der vollvirtualisierten VMware-Welt gilt weiterhin die Devise: "Nur soviel (vRAM, vCPU, vDISK) wie nötig und nicht wie möglich."
Wie bereits geschrieben, ist es daher absolut wichtig vor der HW-Dimensionierung die nachher erwartete Last mit einzubeziehen. Mit Virtualisierung sind im Allgemeinen auch andere Ziele verbunden, als eine VM performanter ausführen zu können. Jede Anwendung wird auf Echtblech auf der selben HW immer schneller laufen, als sie in einer VM jemals könnte. Die Virtualisierung fordert halt doch kleine Opfer.

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Beitragvon Schalke-vs » 21.05.2016, 21:33

Hallo,
erstmal dankeschön für die Antworten.

Was HA bedeutet war mir aber schon klar. Wir haben das ja extra bestellt. Lt. Aussagen des Dienstleister ist es aber bekannt, das VMWare im HA -Modus langsam ist.
Als Hardware unter den VM liegt schon ein ordentliches Blech mit Power und 128GB RAM.
Die Vorgaben für die betreffende VM wurden vom Hersteller der Software gemacht.
Micht hat jetzt eigentlich nur interessiert, ob die Aussage korrekt ist, weil arbeiten können wir so nicht.
Dazu kommt, das dies die erste Lösung des Dienstleisters mit VMWare ist, von Erfahrung kann man also nicht sprechen. Bisher wurde immer nur HyperV von denen eingesetzt.

Ich bin nun etwas ratlos, wie wir weiter vorgehen sollen. Das ganze war eine öffentliche Ausschreibung, die der Anbieter nun halt gewonnen hat. Unser Problem ist, das das ganze jetzt echt zeitkritisch wird, da wir die Umgebung in einem Neubau haben, der Anfang Juli in Betrieb geht und ab kommenden Montag Mitarbeiterschulungen geplant sind, die sich durch den ganzen Juni ziehen...

Grüsse
Michael

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Beitragvon irix » 21.05.2016, 21:58

Schalke-vs hat geschrieben:Hallo,
erstmal dankeschön für die Antworten.

Was HA bedeutet war mir aber schon klar. Wir haben das ja extra bestellt. Lt. Aussagen des Dienstleister ist es aber bekannt, das VMWare im HA -Modus langsam ist.


Diese Aussage ist komplett falsch und entbehrt jeglicher Grundlage. Wenn HA aktiviert ist fuer den Host sowie diese VM dann gibts da genau 0 Mehraufwand fuer den Host.

Einen kurzen Augenlick war ich der Meinung ob man das ganze nicht mit FT verwechselt aber das hat max. nur 4 vCPUs und hier war ja die Rede von 8.

HA hat die Voraussetzung das die VM auf einem Shared Storage liegen. Ich wuerde dich mal bitten die HW der Umgebung zubeschreiben
Hosts: Hersteller und Typ sowie CPU
SAN: Hersteller/Modell und Platten
Fabric: iSCSI, NFS, SAS,, FC
vSphere: Lizenztyp

Es gibt natuerlich ein paar Settings im BIOS sowie auch in den VMs bzw. dem OS zumachen.

Aber... fuer einen Vergleich muesste der 2003er in einer VM laufen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Schalke-vs » 22.05.2016, 06:54

Okay,
ich werde das morgen in Erfahrung bringen und mich dann erneut hier melden.

Schönen Sonntag!

Gruss
Michael

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Beitragvon ~thc » 22.05.2016, 09:12

Und bitte nicht die Dimensionierung aller virtuellen Maschinen (vRAM, vCPU) vergessen - falls es sich um einen "Ready/Co-Stop"-Fall handeln sollte.

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Beitragvon Schalke-vs » 25.05.2016, 06:17

Hallo,

ich wieder.

Ein kleine Update: Ich habe bisher noch nicht die Daten aller VMS, die bei uns laufen erhalten, aber es ist ein kleine Fauxpas passiert.
Wir sprechen nicht von HA sondern von FT. Dies wurde aber glücklicherweise nicht von mir verwechselt, sondern in der Mail vom Projekleiter an mich.

Also haben wir die Geschwindigkeitsprobleme im FT-Modus (der Modus, der einen unterbrechungsfreien Betrieb gwewährleisten soll;-))
Da dieser nun deaktiviert wurde, läuft die Anwendungssoftware um den Faktor 20 schneller. Normal oder Konfigurationsproblem?

Grüsse
Michael

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Beitragvon irix » 25.05.2016, 06:27

Dann koennen die im Eingangspost genannten 8 vCPUs aber auch nicht richtig gewesen sein weil diese hatten den Blick in die Kristallkugel getruebt in der abzusehen war das hier eigentlich von FT die Rede zusein scheint.

- Ja das FT hat Leistungseinbussen zufolge
- Ja das FT stellt bestimmte Vorraussetzungen
- Ja das FT ist nur in sehr bestimmen Faellen eine Loesung und nicht eine generelle

Da du uns bis Heute keine weitere Infos geliefert hast ist es muessig da nun weiter zu diskutieren.

Gruss
Joerg


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