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Unterschied der HDD-Nutzung bei VMware2 und ESXi

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Unterschied der HDD-Nutzung bei VMware2 und ESXi

Beitragvon DietmarS » 01.10.2014, 10:10

Moin!
Mein Name ist Dietmar und ich bin Alkoholiker. (Ach ne das war das andere Forum).

Nein, Spaß beiseite. Bisher haben wir unsere VMware-Instanzen (alles Tuxe) auf einem VMware-Server 2.0.2 gehostet. Nachdem wir weitere 2 VMware-Images auf 64-Bit-Basis erhielten und auch neue Hardware (IBM-Server mit 1,35TB HDD, 2 6-Core CPUs und 24GB RAM) war der Umstieg von VMware 2 auf einen ESXi-Server klar.

Unter VMware2 hatte ich die Instanzen immer gleich aufgeteilt:
20GB Systemplatte mit fester Größe und
100 GB Datenplatte mit dynamischer Größe.

Da sich die Datenmenge insgesamt pro Instanz nicht (oder nur unwesentlich ändert) und der vCenter Converter bei meiner Konfiguration rumgezickt hat habe ich die Konfiguration der Instanzen folgendermaßen geändert:
40 GB System und keine zweite Platte
Die Daten habe ich vorher auf meine lokale Platte verschoben, um diese später in die laufende VMware-Instanz zurückzuspielen.
Letztendlich hatte ich eine 40GB-Platte mit 3GB Linux, die einwandfrei vom Converter konvertiert wurden.

Die Instanz ließ sich ohne Probleme mit dem vSphere-Client einbinden und starten. In der Ressourcenanzeige steht:
Bereitgestellter Speicher: 40,61 GB
Nicht freigegebener Speicher: 40,61 GB
Verwendeter Speicher: 40,61 GB

Dann versuchte ich, die VMware-Tools zu installieren. Und schon kam die Ohrfeige.
Linux hat mir bei 3,5GB und 95% HDD-Auslastung gesagt, daß ich mir neuen Speicherplatz suchen soll, wenn ich irgendetwas installieren will.

Worin liegt der Unterschied bei der (virtuellen) Festplattennutzung zwischen VMware2 und dem ESXi-Server. Bisher dachte ich immer, bei einer Kapazität von 40 GB stünden mir diese komplett zur Verfügung. Swap- und Log-Dateien werden doch außerhalb der verfügbaren 40GB gespeichert.
Oder hat das was mit dem Festplattentyp zu tun? In den Eigenschaften steht unter Bereitstellung:
Bereitgestellte Größe: 40 GB
Thick-Provision Eager-Zeroed

Habe ich einen Fehler beim Konvertieren gemacht? Ich brauche eigentlich nur einen kleinen Tip in welche Richtung ich suchen soll. Komplettlösungen sind immer so langweilig.

Mit bestem Dank!

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Beitragvon leo » 01.10.2014, 10:26

Das Dateisystem der Linux-VM ist defekt. Oft ist die Fehlermeldung mangelnder Speicherplatz irreführend und der eigentlich ist der Grund eine zerstörtes Filesystem.

Das mit dem Konverter ist immer ein Glückspiel. Man hat eine 50:50 Chance. Einmal läuft es glatt durch und man sagt, das ging aber einfach, bei einem anderen Fall probiert man es zehnmal und gibt irgendwann enttäuscht auf.

Linux kann man aber ganz einfach ohne Konverter transferieren. Baue in ESXI eine neue VM, installiere dort ein frisches Linux in der Minimal-Version, welches dem zu transferierenden System am nächsten kommmt. Dann bootest Du von einer Linux-CD, löschst alle Dateien von dem frisch installieren Linux, und kopiert an gleicher Stelle die Dateien von dem zu transferierenden System. Dann kommt der schwierigste Part, du musst mit chroot in das System und den Bootloader neu einrichten. Wie das geht, dafür gibt es aber für jedes Linux sehr gute Anleitungen im Netz.

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Beitragvon DietmarS » 01.10.2014, 10:37

Danke für Deine Antwort.
Aber wäre das Dateisystem kaputt, könnte man sich doch weder anmelden noch mounten. Zur Installation der VMware-Tools habe ich manuell ein cd-rom gemountet und auch mit dem Installationsskript von perl begonnen bis der Festplattenplatz voll war.

Eine Neu-Installation kommt eigentlich mit einer Linux-Distri auch nicht in Frage, weil wir vor-konfigurierte VMware-Images erhalten und diese nur einbinden. Es ist ein fertig Installiertes Linux mit postgre, Subversion und einigen anderen Tools. Auch die Datenbank ist bereits mit Daten befüllt.

Trotzdem danke.

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Beitragvon JustMe » 01.10.2014, 10:41

Vielleicht waere es auch sinnvoll, neben der Konsistenz der Dateisysteme im Linux auch deren Groesse mal zu pruefen (df -h) ...

Nur, weil der ESXi 40GB BEREITSTELLT (thick-provisioned), heisst das ja nicht, dass das Linux IN DER VM dies auch mit seinen Dateisystemen nutzt. Der Konverter blaest die gefundenen Dateisysteme der Quelle nicht unbedingt auf die Groesse der Ziel-VMDK auf. Und die Installation der VMware-Tools muss auf jeden Fall in freiem Bereich erfolgen, der fuer das Linux in der VM selbst erreichbar ist. "Unpartitionierter" Bereich kann dafuer nicht verwendet werden.

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Beitragvon leo » 01.10.2014, 12:06

@Diemar S
Du musst das frische Linux nicht neu einrichten. Es geht nur darum, dass die Linux-Installer alles für dich vorbereitet, Partitionierung incl. swap usw.
Das geht auch von Hand, aber mit dem Linux-Installer ist das viel bequemer.

Das temporäre Linux wird dann komplett gelöscht und augetauscht gegen dein altes System. Es kommen dann alle installierte Software und Daten mit rüber.

Du musst nur herausfinden, welche Distro deiner VM zugrunde liegt und dir dafür die Install-Medien aus dem Internet zu besorgen, wie gesagt, es reicht die Minimal-Version, das ist nur eine CD.

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Beitragvon DietmarS » 01.10.2014, 12:24

Ich habe es gefunden. Ihr lagt alle richtig mit dem Dateisystem. Es ist nur nicht defekt.
Was ich nicht wußte, ist, dass, wenn man unter VMware eine virtuelle Festplatte, z.B. auf der die Root-Partition ist, vergrößert, die Festplatte zwar vergrößert wird, aber nicht in der Partition. Es wird für die Festplatte eine neue Partition (in meinem Fall /dev/sda2) in die Partitionstabelle als LVM-Volume angelegt.

Mit dem Befehl fdisk -l werden die Partitionen angezeigt. Und dort findet sich auch der verloren geglaubte Festplattenplatz wieder. Ich weiß zwar nicht, ob man links auf externe Ressourcen hier duldet, aber ich glaube, der hier ist eine Ausnahme. Es ist ein Artikel auf der Knowledge Base von vmware.com, der beschreibt, wie man an den Festplattenplatz herankommt und ihn der Root-Partition zuschlägt.

http://kb.vmware.com/selfservice/search.do?cmd=displayKC&docType=kc&docTypeID=DT_KB_1_1&externalId=1006371

Ich danke nochmal recht herzlich. Ohne Eure Hilfe wäre ich nie dahinter gekommen. Und das ist es, worauf es ankommt. Keine vorgekaute Lösung sondern Ideen, Tipps und nette Leute im Forum.

Folgenden Artikel konnte ich zeilenweise umsetzen und habe nun vollen Zugriff auf meine vergrößerte Festplatte.

http://blog.redbranch.net/2011/08/01/increasing-centos-lvm-under-vmware/


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