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Vsphere essentials vs Vsphere Hypervisior (bare metal)

Verfasst: 26.03.2014, 16:21
von speckles
Hi,

ich versuche derzeit eine Lösung für unser Unternehmen zu finden. Wir möchten 5-6 Server virtualisieren.

Dazu arbeite ich mich gerade durch die VMware Webseite, jedoch finde ich sie mega unübersichtlich und hoffe ihr könnt mir ein wenig Licht ins dunkle bringen.

Soweit ich es herausgefunden habe, wäre es die günstigste Lösung die VSphere Hypervisior Bare Metal Installation. Diese hat nur den Hypervisior und dort drauf liegen dann direkt die VM's.

Wenn ich mir jetzt VSphere Essential anschaue, steht unter Funktionen ebenfalls nur vSphere Hypervisior. Was ist also der Unterschied zwischen den beiden?

Läuft es etwa auf das zentrale Mangement Software hinaus?

Hoffe ihr könnt mir helfen,

vielen dank
speckles

Re: Vsphere essentials vs Vsphere Hypervisior (bare metal)

Verfasst: 26.03.2014, 16:32
von irix
speckles hat geschrieben:..
Läuft es etwa auf das zentrale Mangement Software hinaus?


Einmal das sowie
- Oeffnen der APIs so das 3rd.Party wie Backupsoftware Hersteller andocken koennen
- Bei Essentials Plus oder hoeher die Moeglichkeit auch Support bezahlen zu *duerfen*. Faellt beim kleinen Essentials weg.

Das vCenter ist nicht zu unterschaetzen und wir deployen es auch in Kundenprojekten welche nur einen Host haben/bekommen. Weil das vCenter bringt
- Alarme, Events
- Langzeitstatistiken
- Benutzer/Perm und Rollen
- Ordner und Strukturelemente, Maps
- Templates und Cloning,
- Scheduled Tasks
- Updatemanager. Hier dann primaer fuer die VMs was VMware Tools bzw. vHW angeht
- 3rd. Party Plugins
- usw.

Das zentrale Management mit dem Namen vSphere vCenter gibts einmal um unter Windows zulaufen oder als linux basierte Appliance. Letztere braucht halt keine Windows Server Lizenz und ist fix aufgesetzt.

Das wichtigste zum Schluss. Mit dem vCenter Essentials kommt auch der vSphere Webclient und nur mit dem kann man vHW10 VMs managen bzw. aktuelle Features nutzen. Wer nur den vSphere Hypervisor (free ESXi) hat der muss den alten C# Client nehmen welcher nicht mehr gepflegt wird von VMware weil er verschwindet. Wie dann "Standalone" Hosts verwaltet werden sollen ist noch nicht bekannt.

Gruss
Joerg

Verfasst: 26.03.2014, 16:47
von speckles
Super, vielen Dank für eure schnellen und ausführlichen Antworten.

Zwei Fragen sind jetzt dabei jedoch noch entstanden.

1.) Wenn ich euch richtig verstanden habe, ist das vCenter ein viel mächtigeres Tool als der vSphere-Client. Aber normale administrative Sachen (PC anlegen/starten/heruntefahren) kann ich auch mit dem vSphere-Client, oder?

2.)
Mit dem vCenter Essentials kommt auch der vSphere Webclient und nur mit dem kann man vHW10 VMs managen

Ist die Zahl bei dem Sphere-Client begrenzt?

3.) Ist der vSphere-Essential mit einer vollwärtigen GUI auf dem Host ausgestattet oder ebenfalls nur (bare metal)?

Vielen Dank,
speckles

Verfasst: 26.03.2014, 17:01
von Dayworker
Der vSphere-Client kann vollständig maximal VM mit der virtuellen Hardware-Version 9 managen. Bei der v.HW-Version 10 kannst du damit nur noch VMs starten, stoppen oder Suspend/Resumen. Jedwede Änderung an der vHW ist damit nicht mehr möglich.

Der ESXi kommt prinzipiell nur mit einer eingeschränkten Oberfläche daher. Mehr als den ESXi neuzustarten oder die Netzwerkkarten grundlegend zu konfigurieren, kannst du damit nicht machen. Für alle weitere brauchst du zumindest den vSphere-Client auf einem Windows-Host. Hier mal ein Bild beim Booten des ESXi, mehr grafische Oberfläche gibt es nicht:
Bild

Verfasst: 26.03.2014, 17:03
von irix
Ganz verstanden hast du es nicht was aber kein Vorwurf wenn man das ein oder anderen noch nicht gesehen bzw. erlebt hat.

1. Der Windows C# vSphere Client kann direkt zum Host ODER sich zum vCenter verbinden. Wer ein vCenter hat der verbindet sich natuerlich dort hin um seinen einen oder auch mehre Hosts zu verwalten.

2. Der alte Windows C# vSphere Client kann VMs mit bis zur vHW9 managen. Drueber hinaus kann er die VMs nur noch stoppen/starten aber nicht mehr editieren. Funktionstechnisch ist der vSphere Client aber schon frueher eingefroren und zwar auf dem Stand von vSphere 5.1. Aktuell ist 5.5 und mit 6.0 sollte der Client dann verschwunden sein. Aber da gucken wir dann wenn es soweit ist im Oktober.

3. Nein da gibts keinen Unterschied. Das vCenter ist quasi ein Service und dazu brauchst du einen Client auf einem Remote PC um dich dorthin zuverbinden. Mit dem vCenter kommt auch eine "webbasierte" Variante welche den komischen Namen "vSphere WebClient" traegt und hier ist dann dein Browser was vorher der vSphere Client war.


Das vCenter Essentials/Foundation nimmt bis zu 3 Hosts auf und das vCenter Standard dann bis zu 1000.

Was dir ein Essentials noch bringt ist die Moeglichkeit die VMware Apps oder andere zu benutzen um deine VMs/Host zu ueberwachen bzw. managen. Die APIs sind halt offen und koennen benutzt werden.

Gruss
Joerg

Verfasst: 26.03.2014, 17:17
von speckles
Super, vielen Dank für eure Antworten. Ich bin wirklich sehr positiv überrascht von euren tollen Antworten. Ich hatte schon bedenken hier etwas zu posten, weil bei anderen Foren man entweder keine oder nur unhöfliche Antworten erhält auf solche Noob Fragen die ich gerade stelle.

Ich hatte 2007/2008 schon einmal probeweise einen esxi installiert und rumgespielt. Damals meine ich mich zu erinnern, war es so, das einen Browser öffnen konnte und die IP des Servers eingeben konnte und darüber einen Client zur Konfiguration, Einrichtung, starten und stoppen der VM's erhalten hat. (ich meine sogar der hieß vSphere Client), daher wundere ich mich das das Ding "nichts" taugen soll.

Ich versuche derzeit die Produkte von MS und VMware auf eine Schiene zu bringen, jedoch finde ich bei VMware nicht das Gegenstück des Hosted-HyperV (mit GUI und Konfiguration direkt am Server).

Derzeit würde ich es so aufbauen.
Windows HyperV als Role (Hosted) = vSphere Essential (allerdings ohne GUI)
Windows Hypervisior = VMWARe vsphere Hypervisior

Durch diese ganze Umbennneung von esx nach esxi nach vsphere oder so, steig ich überhaupt nicht mehr durch.

Gruß, und danke,
speckles

Verfasst: 26.03.2014, 17:26
von irix
speckles hat geschrieben:Ich hatte 2007/2008 schon einmal probeweise einen esxi installiert und rumgespielt. Damals meine ich mich zu erinnern, war es so, das einen Browser öffnen konnte und die IP des Servers eingeben konnte und darüber einen Client zur Konfiguration, Einrichtung, starten und stoppen der VM's erhalten hat. (ich meine sogar der hieß vSphere Client), daher wundere ich mich das das Ding "nichts" taugen soll.


Es hat keiner gesagt das es nichts taugt.

Es hat hier auf dem Planeten jeweils einen *BSD, Linux und OSX Anwender gegeben welche taeglich Mails und Feature Requests an VMware geschickt haben mit der Bitte doch auch einen Client fuer Nicht Windows Systeme heraus zubringen. Nach 6 Jahren konnte VMware es nicht mehr ertragen und hat sich was webbasiertes ausgedacht.

Die 3 Leute von oben sind Heute nun begeisterte Windows 8.1 Benutzer und wir restlichen muessen den Quatsch nun ausbaden. Viel mehr muss man eigentlich nicht zum Thema wissen.

Gruss
Joerg

Verfasst: 01.04.2014, 21:57
von speckles
Entschuldigt bitte meine "aufdringliche" Art, aber ich möchte es verstehen und es bringt ja nichts, wenn ich trotz tausender Fragen die Füße still halte.

1:) Was bedeutet vHW9/10 was ihr öfters verwendet habt?

2.) Wenn ich euch jetzt richtig verstanden habe, kann ich den vSphere Hypervisior (bare metal - kostenlos) eigentlich nur mit dem alten C# Client verwalten.


Also was ich glaube verstanden zu haben, ist folgendes.
Der ESX/ESXi wurde mit der Version 5 zusammengelegt. Das bedeutet, alle Unternehmen egal ob und welche Lizenz sie besitzen, installieren jetzt den esxi auf ihren Servern.

Jetzt kommt der Knackpunkt.
Die Lizenzteilnehmer können je nach Softwareart mehr oder weniger konfigurieren z.b. wäre es mit vsphere essential nur das einrichten und starten der virtuellen Maschinen möglich, während mit "Pro" Version auch Cluster und datenischerungen realisiert werden können.

VMware hat jedoch kein Client für die "kostenlose" Version vorgesehen, sodass die User weiterhin mit dem alten C# vsphere Client arbeiten müssen.

Ist das so korrekt?

Vielen Dank,
speckles

Verfasst: 01.04.2014, 22:12
von irix
Da mit ist die "Virtuelle Hardware" Version gemeint. Mit jeder vSphere Version kommen ja neuere Features welche sich dann in Virtueller Hardware niederschlagen kann. Sie die Moeglichkeit USB, VMXnet3 usw. zu konfigurieren.

Dinge wie >= 2TB vmdks und all der andere Spass.

Der Rest deiner Annahmen ist sowie richtig wobei ein vSphere Essentials dank dem vCenter schon deutlich mehr machen kann als ein (kostenloser) Standalone Host.

Gruss
Joerg

Verfasst: 01.04.2014, 22:59
von weigeltchen
Wenn man die 5.1 installiert und damit seine Anforderungen über einen längeren Zeitraum abdecken kann, reicht der #Client. Wobei eine Essential mit ca. 500 Euronen für einen Firmeneinsatz nicht gerade viel ist. vCenter ist mit dabei, Backup über Drittanbieterprodukte ist gewährleistet.
Bei 5 bis 6 Servern im produktiven Einsatz würde ich den freien Hypervisor nicht einsetzen. Minimum ein Host + Essential-Lizenz + physischer Backupserver mit entsprechender Software oder NAS und Backup-SW auf VM.
Immer daran denken, wie lange dürfen die Server im Fehlerfall offline sein, ohne dass die Firma Schaden nimmt. Obiges Szenario angenommen, der Host fällt aus infolge Hardwaredefekt. Alle Server down. Backup ist vorhanden auf dem dedizierten Server. Wie lange dauert es, bis Ersatzhardware beschafft ist? den ESXi instalieren und die Backups zurücksichern dürfte da das kleinere Problem sein.