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Trilead VM Explorer in größeren Umgebungen

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Trilead VM Explorer in größeren Umgebungen

Beitragvon pirx » 06.03.2014, 17:46

Hallo,

frustriert durch die extrem eingeschränkten Features und groben Fehler des HP Data Protectors, habe ich mir heute den VM Explorer angeschaut. Auf den ersten Blick sieht er sehr brauchbar aus, auch der Preis ist durch die einfache Lizenzierung in einem Bereich, wo er ggf. neben einen Data Protector laufen könnte.

Die Anforderung ist relativ einfach: Sichere die erste vDisk auf der sich C: befindet und lege die VM im Desaster Fall an und spiele C: wieder zurück - das funktionierte bereits nach 30 Min. Wir brauchen keine tollen Integrationen, der DP wird weiterhin die Daten, SQL DB usw. sichern.

Gibt es jemanden der mit VM Explorer schon Erfahrungen in größeren Umgebungen gesammelt hat, wir reden über ~600 VM in mehreren Clustern. Wie performant ist das Backup, welche Backup Methode des Explorers würde dafür passen?

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Beitragvon monster900 » 07.03.2014, 08:05

Moin,
Trilead ist m.E. eine brauchbare Alternative für Kleinstumgebungen, wenn der freie ESXi eingesetzt wird.
Bei der von Dir genannten Größenordnung würde ich mir Produkte wie Veeam oder Quest ansehen.
Ich habe Trilead hier im Unternehmen mal getestet (ca. 20 VM's). Schon damit sind wir dann an die Grenzen gestoßen. Trilead kann z.B. ein Backup nicht komprimieren. Auch die Performance war deutlich schlechter als z.B. bei Veeam.
An unserem Schwergewicht (Fileserver mit 600 GB) hat sich Trilead dann vollends verhoben...

Wir haben uns jetzt für Veeam entschieden und werden das im Laufe des Jahres einführen (Als Ablösung von BackupExec).

Gruß
Dirk

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Beitragvon pirx » 07.03.2014, 09:21

Komprimieren geht schon, aber nur wenn inkr. Backups / CBT nicht aktiviert ist. Es gibt schon einige Punkte die besser sein könnten. Der Anwendungszweck beschränkt sich bei uns aber wirklich nur auf das Sichern von C: mit ~30 GB pro VM für Desaster Recovery Zwecke. Mit dem HP Data Protector haben wie ja schon ein ausgewachsenes Backup Programm, dessen Integration in vSphere aber leider zu Wünschen übrig lässt. Veeam/vRanger usw. kenne ich alles, und würden wir den Data Protector für VMs komplett durch eine fähigere Lösung ersetzten können, wären diese Tools meine erste Wahl. Momentan bleibt aber nur eine add-on Lösung und dafür ist die Lizensierung von Veeam usw. einfach nicht im Budget enthalten.

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Beitragvon Dayworker » 07.03.2014, 10:06

Wenn CBT nicht aktiv ist, wird ja immer wieder die ganze vDISK übertragen und mit CBT nach der initialen Vollsicherung dann nur noch die geänderten Sektoren.

Ich frage mich auch, weshalb du geschlagene 30min für die Wiederherstellung brauchst. Bei 100MB/s sind deine 30GB doch in 5min erledigt und ohne Gigabit würde ich mit vSphere überhaupt nicht arbeiten wollen.
Deinen Zweikampf mit HP-DataProtector und einem andern Backupprodukt würde ich schnellstens wieder fallenlassen. Spätestens wenn beim Backup etwas schief läuft, hängst du support-technisch zwischen zwei Stühlen und gerade bei "~600 VM in mehreren Clustern" will man das erst recht nicht haben.

Hast du eigentlich mal an die Dokumentation von Backup & Restore deines Systems gedacht? Wenn du beides mal in Schriftform gebracht hast, wirst du sicher zum selben Ergebnis wie viele Forumsmitstreiter kommen. Machbar ja, aber zu kompliziert und daher fehleranfällig.
Probiere doch nach Möglichkeit mehrere Produkte aus, behalte deinen Favoriten bis zum nächsten Investitionsfenster im Auge und stelle ihn dann vor.

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Beitragvon pirx » 07.03.2014, 10:52

Dayworker hat geschrieben:Wenn CBT nicht aktiv ist, wird ja immer wieder die ganze vDISK übertragen und mit CBT nach der initialen Vollsicherung dann nur noch die geänderten Sektoren.

Ich frage mich auch, weshalb du geschlagene 30min für die Wiederherstellung brauchst. Bei 100MB/s sind deine 30GB doch in 5min erledigt und ohne Gigabit würde ich mit vSphere überhaupt nicht arbeiten wollen.


Mit 30 Min. meinte ich Zeit für das Aufsetzen inkl. erstes Backup und Restore.


Deinen Zweikampf mit HP-DataProtector und einem andern Backupprodukt würde ich schnellstens wieder fallenlassen. Spätestens wenn beim Backup etwas schief läuft, hängst du support-technisch zwischen zwei Stühlen und gerade bei "~600 VM in mehreren Clustern" will man das erst recht nicht haben.


Die aktuelle Lage ist aber deutlich schlimmer. Wir sichern VMs exakt wie phy. Server. Das heißt in unserem Fall, da der DP keine sauberes Desaster Recovery von W2Kx Systemen kann, erstellen wir mit Windows Bordmitteln über wbadmin einen Dump vom C: Laufwerk auf ein anderes Laufwerk. _Bei allen Servern_. Das sind rund 1000 Server weltweit. Danach kommt der DP und sichert D:... und auch das abgelegt Image von C:. Im Falles eines Desaster muss die VM im vCenter erst manuell wieder angelegt werden, dann muss die VM über ein Recovery ISO angebootet werden, die Disks / Partitionen angelegt werden, dann über wbadmin C: zurückgespielt werden.

Ich hätte nie gedacht das ich mal solch ein Konstrukt in so einer Umgebung zu sehen bekomme.


Hast du eigentlich mal an die Dokumentation von Backup & Restore deines Systems gedacht? Wenn du beides mal in Schriftform gebracht hast, wirst du sicher zum selben Ergebnis wie viele Forumsmitstreiter kommen. Machbar ja, aber zu kompliziert und daher fehleranfällig.


s.o.

So wie es jetzt ist, stellt es für mich eigentlich den Supergau dar.


Probiere doch nach Möglichkeit mehrere Produkte aus, behalte deinen Favoriten bis zum nächsten Investitionsfenster im Auge und stelle ihn dann vor.


Der DP ist hier ein strategisch gesetztes Produkt, für das trotz aller Probleme gerade wieder der ELA Vertrag um 3 Jahre verlängert wird. Ich habe 2 Jahre darum gekämpft für die Virtualisierung eine anderes Produkt einsetzten zu können, meine Einwände wurden nicht berücksichtigt.

Das ist leider die Umgebung in der ich mich befinde, damit muss ich leben (oder kündigen), falls ich aber um den DP herum eine brauchbare Lösung finden würde, könnte ich wenigstens wieder ruhiger schlafen.

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Beitragvon irix » 07.03.2014, 11:45

Ralf,
troeste dich und glaube mir das gibt es in der Form oefter.

Gruss
Joerg

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Beitragvon pirx » 07.03.2014, 15:28

Keine Frage, aber wirklich befriedigend ist die Situation nicht.

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Beitragvon irix » 07.03.2014, 15:48

Yupp... drum hat der Kunde vor 4 Wochen geschwenkt und es kommt EMC Networker zum Einsatz 8) Wenn ich mal wieder Vorort bin gucke ich mal hinter die Kulissen bis Dato sehe ich nur jeden Abend die Snapshotsorigien und nun muss nur noch ESX 4.1 abgeloest werden.

Der Charm von Veeam/vRanger waere auch noch das PowerShell Interface gewesen, welches automatisierung zulaesst.

Gibts vom HP DPM ne Roadmap oder gibts die Chance mal mit denen zureden?

Gruss
Joerg

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Beitragvon pirx » 07.03.2014, 16:12

Wir sind ständig in Kontakt, bzw. die Backup Kollegen. Aber erwarten darf man dort nichts mehr. Wir warten seit Monaten darauf das EADR (Desaster Recovery) für W2K12-R2 kommt, damit wir für W2K12-R2 nicht mehr auf wbadmin angewiesen sind, aber auch mit der Version 8.11 wird es nicht unterstützt. Von einer besseren Integration in virtuelle Umgebungen ganz abgesehen. Aber das sind hier alles keine entscheidenden Faktoren... ELA für 3 Jahre ist wohl wieder raus *in die Tischkante beiß*


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