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ESXi Host startet nicht mehr... Maschinen retten?

Verfasst: 01.04.2013, 19:50
von SF-FF
Guten Abend.
Ich habe ein Problem bei dem ich alleine nicht weiter komme:

Ich habe (hatte) einen ESXi-Host laufen mit zwei virtuellen Maschinen.
Die Festplatte wurde ausgebaut um ein Backup zu ziehen.

Allerdings startet nach dem Backup keine der beiden Platten.
Beide bleiben mit folgendem Fehler beim Booten stehen:

BANK6: not a VMware boot bank
No hypervisor found.


Im Internet habe ich gelesen, dass eine erneute Installation vom Host helfen soll und die vorhandenen Maschinen bei der Installation erkannt werden.
Das habe ich mit der kopierten Festplatte gemacht - keine VMs drauf - ein nackter ESXi-Server.

Ich habe mir dann mal die einzelnen Partitionen auf der Orginal-Platte genauer angesehen
und wollte prüfen ob ich die vdmk - Dateien kopieren kann.

Bild

Kann mir jemand helfen?
Ist es möglich diese "Bank6" zu reparieren um den Server wieder zu starten?
Oder besteht die Möglichkeit die beiden Virtuellen Maschinen zu kopieren, um sie beim "neuen" Host zu importieren?

Vielen Dank im Voraus.....

Verfasst: 01.04.2013, 21:01
von echt_weg
installier doch einfach einen esxi auf usb-stick (vorher hdd abklemmen) und wenn der hochkommt einfach sehen ob du das vmfs von der hdd einbinden lässt (wenn das nicht kaputt ist geht das).

Ich versteh nur nicht wieso du die hdd zum backup ausgebaut hast? Wolltest du die ganze hdd imagen? Auf das vmfs kann man so nicht ohne weiteres von einem anderen os zugreifen..........

Verfasst: 01.04.2013, 22:08
von bits75
Im Internet habe ich gelesen, dass eine erneute Installation vom Host helfen soll und die vorhandenen Maschinen bei der Installation erkannt werden.
Das habe ich mit der kopierten Festplatte gemacht - keine VMs drauf - ein nackter ESXi-Server.


Du musst bei einer Neuinstallation des Hosts natürlich schon den DS wieder hinzufügen um die VM´s aufnehmen zu können. So von ganz alleine erscheinen diese nicht.

Liebe Grüße
Seb

Verfasst: 01.04.2013, 22:42
von SF-FF
Danke für die schnellen Antworten.

Ausgebaut habe ich die Platte weil sie schon komische Geräusche gemacht hab und ich hatte eine neue. Zuhause wollte ich sie dann an meinem PC kopieren. Hat aber scheinbar nicht so funktioniert.... Dumme Idee.

Ich habe mal beide Festplatten eingebaut und den nackten Host gestartet.
Anschließend habe ich mich mit dem vSphere Client draufgeschaltet.
Da sind beide Datastores aufgetaucht (neue Platte 920GB frei und alte Platte 200GB frei).
Aber wenn ich beim alten Datastore auf "durchsuchen" klicke ist alles leer.... sollte da nicht normal was auftauchen??

Verfasst: 01.04.2013, 22:52
von Dayworker
Wenn du beim Backup dafür Vorsorge getragen hast, daß das backuppende OS die ESXi-Festplatte nur Read-only eingebunden hat, dürftest du danach eigentlich keine Probleme mit dem ESXi bekommen haben. Da das VMFS des ESXi mit einem herkömmlichen OS nicht viel gemeinsam hat und nicht jedes Linux mit dem Dateisystem überhaupt etwas anfangen kann, scheint bei dir doch mehr beschädigt zu sein.
Bisher war es auch immer so, daß der ESXi immer nur 4 Partitionen angelegt hat und bei dir sind es 7. Es kann natürlich sein, daß der ESXi5.1 da wieder Veränderungen erfahren hat bzw diese Partitionsanzahl wegen GPT zustande kommt.


Den Gedanken mit der ESXi-Inst auf einem Stick halte ich für eine gute Idee, wird aber höchstwahrscheinlich für einige Verwirrungen sorgen. Die einzelnen Partitionen respektive Bootbanks mit ihren IDs und somit auch die von Linux bereits bekannten Hardlinks sind zumindest über WinSCP nur noch schwer auseinander zu halten, wenn du den Datastore nicht umbenannt sondern in Voreinstellung belassen hast. WinSCP konnte mir jedenfalls einen VM-Ordner nicht runterladen, da das VM-Verzeichnis wahrscheinlich aufgrund irgendwelcher DS-Signaturen immer wieder neue Unterordner mit selben Inhalt aufbaute. Mit etwas Glück schaffst du es jedoch sämtliche Dateien einer VM einzeln herunter zu sichern oder wie in meinem Fall die VMKs über die "vmkfstools" an einen neuen Platz zu clonen. Falls die Sicherung glückt, würde ich die den ESXi zuvor beheimatenden Festplatte in "gparted" komplett löschen, den DS neu einrichten, die VMs zurückspielen und wieder ins Inventory aufnehmen.


Weshalb hast du eigentlich zum Backup die ESXi-Festplatte ausgebaut?
Jede VM kannst du auch mit dem kostenlosen, aber dennoch lizenzpflichtigen VMware Hypervisor sichern, indem du die VMDKs über die "vmkfstools" an einen neuen Ort clonst /kopierst oder über WinSCP herunterlädst. Falls du WinSCP nicht zur Hand hast, kannst du dafür sogar den eingebauten Datastore-Browser nehmen. Der ist jedoch nicht immer der schnellste und "optimiert" zudem die Anzeige der zu kopierenden Dateien.

Verfasst: 02.04.2013, 08:51
von ~thc
Seit ESXi 5 sollten das immer sieben Partitionen sein.

Code: Alles auswählen

/dev/sdc1     boot
/dev/sdc4     bootbank
/dev/sdc5     altbootbank
/dev/sdc6     diagnostic
/dev/sdc7     store (locker)
/dev/sdc2     scratch
/dev/sdc3     datastore0


Wenn man auf einer einzelnen Festplatte eine Neuinstallation macht, sollten alle Partitionen gelöscht und neu angelegt werden - das sollte also nur funktionieren, wenn der zu rettende Datastore auf einem anderen Medium liegt. Daher auch der Tipp mit dem USB-Stick und der Tipp, auf einem großen Boot-RAID eine kleines 10 GB Volume extra für den ESXi selbst einzurichten.

Dein "Backup" hat scheinbar irgendetwas an der Quell-Festplatte verändert - welche Software hast du denn eingesetzt?

Hast du den "nackten" Host von USB gestartet und den Datastore auf dem Stick vorher umbenannt?

Verfasst: 02.04.2013, 09:53
von SF-FF
Guten morgen.
Ist das nicht der gleiche Effekt wenn ich den nackten ESXi boote und die alte Festplatte auch mit angeschlossen lasse? Dann habe ich auch den neuen ESXi und die Daten sind auf einem anderen Medium. Im vSphere Client tauchen auch beide auf....
Oder habe ich mit dem USB-Stick mehr chancen?

Wie benenne ich den Datastore um? Im vSphere Client?

Sorry für die vielen (blöden) Fragen, ich bin vm Neuling - daher auch die Idee mit dem externen Backup. Es war übrigens eine Version von Paragon Drive Copy, oder so ähnlich...

Verfasst: 02.04.2013, 10:50
von ~thc
Ich habe das mit dem "nackten" ESXi falsch verstanden. Im vSphere-Client kann man den Datastore umbenennen. Wenn das eine 1:1 Kopie war, wie genau tauchen dann beide Datastores auf?

Hat Paragon Drive Copy die Quellplatte denn ohne zu murren akzeptiert? Oder hat es gemeint, die Partitionstabelle "reparieren" zu müssen?

Verfasst: 02.04.2013, 11:28
von SF-FF
Ok, ich habe jetzt folgendes erledigt:

"Alte" Platte war ausgebaut und nur die neue, leere, "nackte" Festplatte mit dem ESXi war eingebaut. Da habe ich den Datastore in "Datastore1ALT" umbenannt.

Anschließend habe ich das System runtergefahren und die Orginalplatte eingebaut.
Nach dem Start erschienen im vSphere Client beide Platten.
Und tatsächlich, die Orginalplatte enthält die beiden Maschinen!
Gestern, als ich beide Platten eingebaut hatte war das nicht der Fall, warscheinlich weil die Datastores gleich hießen.

Bild

und der Inhalt der Orginalplatte
Bild

Wie krieg ich jetzt die Kuh vom Eis?
Am liebsten wäre mir wenn ich die VMs mit dem Client irgendwo hier lokal sichern könnte, damit erst alles mal gesichert ist. Welche Datei muss ich kopieren?

Bild

Und wie bekomme ich die VMs auf den neuen EXSi?

Und weil das neue System noch leer ist:
Wenn ich euch richtig verstanden habe, dann sollte ich meine neue Festplatte (1TB) aufteilen in verschiedene Partitionen. Eine für den ESXi selbst und eine für den Datastore, richtig? Welche Größen schlagt ihr vor?

Verfasst: 02.04.2013, 11:43
von SF-FF
Und Paragon Drive Copy hat alle sieben Partitionen korrekt erkannt, und ohne Murren kopiert. Deshalb war ich ja guter Dinge, das alles funktioniert.

Danke schonmal soweit!!!!

Verfasst: 02.04.2013, 11:59
von ~thc
Das mit dem Aufteilen gilt nur für RAID-Volumes, die dann als zwei Festplatten erscheinen.

Du kopierst dir mit dem vSphere-Client auf einen beliebigen Speicherort, der für den Client nutzbar ist, folgende Dateien:

Code: Alles auswählen

*.vmx       virtuelle Maschine
*.vmdk      virtuelle Festplatte
*.nvram     BIOS-Einstellungen
*.vmxf      erweitere Berschreibung der virtuellen Maschine


Nicht wundern: Nach dem Kopieren der vmdk sind es lokal zwei Dateien.

Dann einen neuen ESXi aufsetzen und die Dateien in gleich lautende, neue Verzeichnisse zurück kopieren.

Im Datastore-Browser die beiden vmx-Dateien aufsuchen und mit "in die Bestandsliste aufnehmen" importieren.

Verfasst: 02.04.2013, 15:33
von Dayworker
Ich würde allerdings auch noch die Log-Dateien sichern. Diese können im Ernstfall wertvolle Hinweise zur Plattengeometrie liefern.

Verfasst: 04.04.2013, 22:06
von SF-FF
Erstmal vielen Dank an alle hier..... ich habt mir den A.... gerettet!
Beide Maschinen laufen wieder!

Kurze Frage noch:
Ich habe mich mit WinSCP auf den Host geschaltet und den kompletten Inhalt von
/vmfs/volumes/datastore1 auf meine externe Platte kopiert.
Wenn ich eine komplette Datensicherung machen will für den Fall der Fälle (den ich gerade hinter mir habe) dann ist das doch der einfachste Weg oder?!

Verfasst: 04.04.2013, 22:42
von weigeltchen
Für's Homeoffice mag das so sein. Läuft die Umgebung produktiv, sage ich nix weiter.

Verfasst: 05.04.2013, 15:18
von rprengel
SF-FF hat geschrieben:Erstmal vielen Dank an alle hier..... ich habt mir den A.... gerettet!
Beide Maschinen laufen wieder!

Kurze Frage noch:
Ich habe mich mit WinSCP auf den Host geschaltet und den kompletten Inhalt von
/vmfs/volumes/datastore1 auf meine externe Platte kopiert.
Wenn ich eine komplette Datensicherung machen will für den Fall der Fälle (den ich gerade hinter mir habe) dann ist das doch der einfachste Weg oder?!


trilead vm-explorer
die kostenlose Version sollte für dich erst mal reichen


Gruss