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Mehrere Cores zu einer vCPU zusammenschliessen

Verfasst: 25.03.2013, 15:20
von UrsDerBär
Ich meine ich hatte das mal gelesen kann die Parameter dafür aber nicht mehr finden. Geht das tatsächlich oder hab ich das falsch im Kopf?

Geht darum eine schnellere SingleCore-VM zu haben.

Grüsse und Dankeschön

Verfasst: 25.03.2013, 15:23
von irix
Sowas gibt es nicht.

Gruss
Joerg

Verfasst: 25.03.2013, 16:48
von Dayworker
Dieses Ansinnen dürfte auf die sinnbefreite MHz-Anzeige nicht nur im vSphere-Client zurückzuführen sein, in dem die CPU-Geschwindigkeit aller Kerne einfach mal zusammenaddiert und dann fast schon werbewirksam präsentiert wird.
Selbige Fehlinterpretation ist auch bei vielen anderen CPU-Tools zu erleben, die der Meinung sind, mit einem Quadcore würde man 400% schneller sein.

Verfasst: 25.03.2013, 17:08
von UrsDerBär
Muss irgendwie eine CAD Software beschleunigen. Das olle Teile nutzt für einen Grossteil der Module für normale Änderungsrechnungen schlichtwegs nur einen Core richtig aus. Sprich es ist fast total egal ob es eine moderne, Super-Maschine oder ein älterer Pentium 4 ist mit selber Ghz-Anzahl und halbsoviel Cores ist. :evil:

Beim nachträglichen Rendern und Superdolle Oberflächenberechnung kommt dann zwar die Graka und mehrere Cores zum tragen, das ist aber für 90% der Arbeit irrelevant.


Da ich sowas im Hinterkopf hatte, wollte ich das mal Testweise ausprobieren ob das evtl. trotz Virtualisierungs-Overhead schneller wäre. Schade geht das nicht. :(

Wie kann ich Xeons auf nem Serverboard übertakten? =)

Trotzdem Danke Jungs!

Verfasst: 25.03.2013, 17:48
von Dayworker
Solche Singlethread-SW sollte sich eigentlich über die Turbo-Funktion aktueller CPUs beschleunigen lassen.
Jedoch dürfte es schwer sein, die dafür nötigen, in tieferen Ruhezuständen verweilenden CPU-Kerne auf einem Virtualisierungssystem überhaupt realisiert zu bekommen. :P

Verfasst: 25.03.2013, 18:11
von UrsDerBär
Naja, ich muss ja nicht zwingend virtualisieren. Das war nur als Idee gedacht um Kerne zusammenzuhängen. :D

Werde dann halt doch ein paar Szenarien testen ob es mit HT aus, Kerne deaktivieren usw. besser rennt oder nicht. Dann sollte der Turbo wenigstens zünden und auf wenigstens 3.9 GHZ kommen.

Verfasst: 25.03.2013, 18:33
von Dayworker
Also HT aus ist machbar, Intel-Kerne deaktivieren dagegen nicht. Sowas ging wohl nur bei AMD und dann auch in die andere Richtung...
Es ist übrigend Kontraproduktiv, Speedstep bzw Cool'n'Quiet abzuschalten. Dann funktioniert der Turbomodus meist nicht mehr. Auf der anderen Seite läßt sich bei deaktiviertem Turbo und Speedstep bzw Cool'n'Quiet meist die Grundfrequenz deutlich erhöhen, so das man letztendlich mehr Leistung erhält.

Falls du viel mit Gleitkommazahlen jonglieren mußt, sind mehr und schnellere Speicherkanäle die wirksamste Lösung. Der Intel-Quadcore i7-3820 im Sockel 2011beispielsweise ist taktraten- und featurebereinigt schneller als sämtliche Modelle im Sockel 1155 mit ihren 2 Speicherkanälen, da dieser über 4 Speicherkanäle gebietet.

Verfasst: 25.03.2013, 18:38
von UrsDerBär
Kerne deaktivieren müsste gehen, zumindest bietet mir das BIOS sowas an. Was es genau bewirkt habe ich allerdings noch nicht getestet. Bringt aber nicht viel mehr, nur 0.2 GHZ.

Die CPU ist eine XEON 1620 mit 3.6 GHZ sowie Turbo um 3.8 GHZ. Hat also deren 4 Speicherkanäle. Getaktet mit 1600, 8GB Module. Rennt eigentlich überall wie Hölle, aber bei Neuberechnungen im 3D-Modell ist das Teil nicht wirklich deutlich schneller als die alte Pentium 4 Maschine. Das ist ziemlich frustrierend. ;)

Verfasst: 26.03.2013, 00:34
von Dayworker
Also ausgehend von Xeon, E5-1620, 10MB L2-Cache, 3.6GHz beträgt der Turbotakt nur 3.8GHz. Zur Frage wieviele Kerne sich dafür im "Tiefschlaf" befinden müssen, habe ich leider keine Angaben gefunden.
Die Geschwindigkeit beim Bildschirmaufbau unter CAD- oder CAM-SW ergibt sich meist durch die Verwendung umfangreicher Displaylisten in der GPU. Nicht umsonst bieten deshalb sowohl nVidia als auch ATI/AMD zertifizierte Treiber für Autocad, Maya, 3DS max etc an.
Daher wird keine CPU deinem CAD-Programm jemals richtig die Sporen geben können, solange dessen $Vendor keine Freigabe für VMware gibt und/oder das Prog an die rudimentäre VMware-Grafik nach DirectX9.0c anpaßt.

Verfasst: 26.03.2013, 00:48
von UrsDerBär
Du verstehst mich falsch ;)

Die Idee war lediglich auf virtuell zu setzen wenn ich die Kerne hätte kombinieren können um einen super schnellen Single-Core zu erhalten und die physische Graka in die VM gebracht hätte. Sofern es überhaupt Vorteile gehabt hätte. Aktuell ist es ein physische Maschine.

Die ganzen CAD-Basismodule der gewünschten Programme (Mastercam, Solidworks) sind halt eben immer noch häufig Single-Core basiert und profitieren kaum von einer Highperformance Graka (Ati FirePro W7000 ist verbaut) oder MultiCore CPU für die reine Anwendung. Erst beim Rendering und Oberflächenberechnungen und Simulation spürt man das. Haben mir die Hersteller auch so bestätigt. (Fast) alles was für die reine Programmierung der Modelle zählt ist da Taktrate.

Ändert man also Parameter berechnet er die neue Form und davon abhängig Strukturen auf einem Core neu. Es gibt aus gleichem Hause (d'Aussault) durchaus CAD-programme die MultiCore können, das sind aber A viel teurere und B wesentlich komplexere Programme)

Verfasst: 26.03.2013, 10:42
von Dayworker
Redest du von CATIA von http://www.3ds.com, dessen Version 5 laut der Webseite eh nicht als virtuelle Maschine läuft?

Verfasst: 26.03.2013, 10:58
von UrsDerBär
Jo müsste Catia sein... ;)

Verfasst: 26.03.2013, 11:03
von stahly
Dayworker hat geschrieben:Redest du von CATIA von http://www.3ds.com, dessen Version 5 laut der Webseite eh nicht als virtuelle Maschine läuft?


Offiziell nicht, aber es geht sehr gut. Stabil und problemlos. Nur die grafische Darstellung ist halt nicht so gut, als hätte man eine CAD-Workstation vor sich.

Wir lassen einen Konvertierungsserver CATIA to TIFF unter Vmware laufen. Dieser hat schon tausende Dokumente vertifft.
Ebenfalls die Testmaschine für alle OEM-Umgebungen unter V5 läuft virtuell. Und zwar sehr gut :-)

Verfasst: 26.03.2013, 11:28
von Dayworker
Mensch stahly kannst du unsrem Urs nicht mal aufs Performancepferd auf einem pHOST helfen?

Verfasst: 26.03.2013, 11:44
von stahly
Dayworker hat geschrieben:Mensch stahly kannst du unsrem Urs nicht mal aufs Performancepferd auf einem pHOST helfen?


Ne ne Du - da muss er selber drauf kommen! ;)

Verfasst: 26.03.2013, 11:50
von UrsDerBär
Ich hab doch wie gesagt bereits nen physischen Host mit ordentlich Dampf, nur macht der Junge seine Arbeit nicht genügend schnell. :cry:

Wie gesagt, die virtuelle Idee war nur 3x3.6 GHZ zusammenhängend - 20% Overhead = immer noch deutlich schneller als der vermutlich benutzte einzelne Core auf meinem physischen Host. :lol:

Oder versteh ich was falsch :P

Verfasst: 26.03.2013, 13:41
von stahly
Achso! Dann braucht Urs sowas:

6,194 GHz: Der schnellste PC der Welt steht in Österreich
http://derstandard.at/1353207998252/619 ... esterreich

:)

Verfasst: 26.03.2013, 14:41
von Dayworker
Ich würde mir dann vielleicht langsam aber sicher eine besser angepaßte SW suchen. Wir sind immerhin schon im verflixten siebenten Jahr von Multicore-CPUs. :P

Verfasst: 26.03.2013, 15:48
von Spindown
Die meisten CAD-Softwaren unterstützen nur einen Kern beim Konstruieren, bzw. mir ist noch keine untergekommen, die mehrere Kerne unterstützen würde :P
Die meinen halt alle, ein Strich zeichnet sich dann auch nicht schneller.. mag sein, aber beim Baugruppen öffnen etc.. Ja, da wär's doch mal von Vorteil :grin:
Aber da kommt mal wieder keiner auf die Idee, des zu programmieren.
Nur beim Rendern, ja, da hat man komplette Auslastung aller Kerne.

Gruß
Alex

Verfasst: 27.03.2013, 08:25
von UrsDerBär
@stahly: Jaaaaaa, das wäre was =) Stickstofftanks würden bei einem Kumpel sogar rumstehen. :D

@Dayworker: Ich glaub Catia ist ziemlich das einzige im technischen Bereich welches - angeblich - Multicore bei der Konstruktion unterstützt. Die Software ist aber dermassen kompliziert und teuer, dass selbst Profis nach ein paar Wochen Ferien teilweise wieder ziemlich Einarbeitungszeit brauchen. Dafür kannst auch wirklich alles machen. Das mit Abstand am weitesten verbreitete ist aber SolidWorks.

@Spindown
Wenn man mit den Entwicklern spricht, dann meinen die, dass es komplett unnötig ist. Die haben aber auch Zeit und nur wenig offene und selten wirklich komplexe Teile am konstruieren. Ist ja auch nur ein Problem wenn man in der mitte etwas abändern will und viel neu gerechnet werden muss.

Viele mit genügend Kohle haben deswegen einfach zwei Rechner rumstehen. ;)

Ausserdem sei es auch gar nicht so einfach, da Multicore überhaupt zu verwenden. Bei nem Modell das steht, kannst fürs Rendering problemlos mehrere verschiedenen Aufgaben durchgeben, bei der Konstruktion ist das eigentlich wie ne Batchdatei. Ändert man zwischen drin was, muss der Rest neu berechnet werden und hängt jeweils wieder vom vorhergehenden ab.

Ich tippe generell eher darauf, dass die Hersteller vor allem mit dem Rendering/Simulation wirklich die Kohle machen und so der Effort da hinein gesteckt wird. Alle wollen schicke Bling-Bling Animationen + Oberflächen sehen. Die alten komplexen Module umprogrammieren bringt weniger Kohle als neue Module zu bringen. ;)

Verfasst: 27.03.2013, 13:50
von Dayworker
Ich verstehe irgendwie nur nicht, daß Catia als Teil der SPECviewperf11-Suite solche Mankos aufweist.
Sowas sollte doch in den 8 Meßbereichen von Catia-03 irgendwo auch sichtbar sein...