Wenn du VMs nicht auf bestimmte CPUs bzw Kerne festpinnen oder in ihren Ausführungsmöglichkeiten einschränken willst und das will man für gewöhnlich nicht, sorgt der ESX(i) selbständig für eine möglichst gleichmässige Auslastung und berücksichtigt dabei auch seine eigenen Bedürfnisse.
HT spielt für VMware keine Rolle, gezählt werden bisher immer nur pCPU-Anzahl und daher in deinem Fall 6, genutzt werden aber trotzdem alle verfügbaren. Wie stark du deine CPU mit paralleler VM-Ausführung belasten kannst, hängt zum einen von den CPU-Fähigkeiten hinsichtlich HW-Virtualisierung und zum anderen von der Auslastung der durch den Gast bereitgestellten Funktionalität ab.
Um dabei mal bei der heute schon mehrfach genannten Thematik Primzahlberechnung zu bleiben, würden mehr als in deinem Fall 6 parallele Berechnungen den Durchsatz nicht weiter steigern. Dazu sind die Primzahlprogramme auf Grundlage der von
George Woltman geschriebenen CPU-Routinen zu stark optimiert und reizen jeden pKern bis zum Maximum aus. Da bei bei der Berechnung auch der Zeitpunkt der Rückmeldung eine Rolle spielt, deaktivieren viele Benutzer in solchen Fällen sogar HT.
Falls du also ähnlich rechenintensiven Programme laufen läßt, kann die Begrenzung auf
max-Anzahl-laufender-VMs = pCPU-Kerne-minus-1 die Gesamtsystemperformance sogar positiv beeinflussen. Wenn der Hypervisor nämlich um jedes Quentchen CPU-Leistung kämpfen muß, kann er seine Verwaltungsaufgaben auch nur dem entsprechend verzögert wahrnehmen und die notwendige CPU-Leistung nicht schnell genug verteilen. Die den VMs zur Verfügung stehende CPU-Leistung sinkt dadurch wie die Gesamtsystemperformance natürlich entsprechend. Da solche Fälle aber den seltenen Extremfall darstellen, erziehlt man mit aktiviertem HT einen höheren Durchsatz und steigert dadurch die gefühlte Schwuppdizität in einer VM. Die normalen Arbeitsabläufe in einer VM wirken dann deutlich flüssiger.