RAID Controller und VT-d
Verfasst: 23.02.2012, 13:20
Hallo allerseits.
Nachdem ich mir einige Tage gründlich versaut habe und hier schließlich auf den entscheidenden Hinweis gestoßen bin, meine Story zum Nachlesen und zukünftigem Finden
.
Intel DQ67SW, Adaptec RAID 3405 mit 2 WD 1 TB Platten als RAID1
OCZ Vertex SSD (120GB) und LG DVD-ROM am SATA-Controller im AHCI-Modus
8GB RAM, ESXi 5.0
Die Installation auf der SSD läuft fehlerfrei durch, das VMKernel-Log ist (für meine Augen) frei von Fehlern. Der Versuch, dass RAID-Volume als Speicherort hinzuzufügen, schlägt mit einer Fehlermeldung fehl. Immer. Die Aussage der Meldung selbst interpretiere ich als "Fehler beim Versuch, das Volume zu formatieren".
Wenn man sich auf der Maschine per SSH einloggt, fällt auf, dass unter /dev/disks zwar die ganze "Platte" zu sehen ist (mdx.vmhba1:C0:T0:L0), nicht aber die GPT-Partition darauf. Wenn man über ein "dd"-Kommando die ersten Sektoren der Platte ausliest, stellt man fest, dass die gelesenen Daten irgendwelche englischen Erklärungstexte enthalten, aber nicht den MBR und die GPT-Partitionstabelle. Bootet man das System unverändert mit Ubuntu 10.10 x64 oder Debian 6.0.4 x64, kann man die Sektoren korrekt lesen und sie enthalten eine korrekte GPT-Partitionstabelle - es scheint nur das Lesen und nicht das Schreiben betroffen zu sein.
Es folgten diverse Versuche, das Phänomen abzustellen:
- Installation von ESXi 4.1 läuft durch und bleibt dann nach dem Neustart beim Laden von "vfat" (wie hier im Forum schon beschrieben) stehen
- Installation ohne SSD mit S-ATA-Controller im AHCI-Modus - die Installation schlägt fehl, da das Formatierungstool die achte Partition nicht finden kann (ungültiges Gerät/Pfad)
- Installation ohne SSD mit S-ATA-Controller im IDE-Modus - siehe oben
- Installation auf USB-Stick mit abgeschaltetem S-ATA-Controller - siehe oben
Es half alles nichts.
Nachdem ich hier im Forum gelesen hatte, dass das Abschalten der Virtualisierungsoptionen im BIOS etwas bringt, habe ich dort die Option "VT-d" ausgestellt, da diese bei allen Vorgängerboards (DQ57, DQ45, DQ35) bisher immer abgeschaltet war.
Und plötzlich geht alles.
Googelt man nun nach "VT-d RAID ESXi" so erwischt man auch einige Leidensgenossen, denen es ganz ähnlich ging - mit anderen Controllern (LSI) und anderen Boards. Liegt es also "nur" an der Implementation von "VT-d" oder sind die Treiber (ahci, aacraid, megaraid) verschieden empfindlich?
Nachdem ich mir einige Tage gründlich versaut habe und hier schließlich auf den entscheidenden Hinweis gestoßen bin, meine Story zum Nachlesen und zukünftigem Finden
Intel DQ67SW, Adaptec RAID 3405 mit 2 WD 1 TB Platten als RAID1
OCZ Vertex SSD (120GB) und LG DVD-ROM am SATA-Controller im AHCI-Modus
8GB RAM, ESXi 5.0
Die Installation auf der SSD läuft fehlerfrei durch, das VMKernel-Log ist (für meine Augen) frei von Fehlern. Der Versuch, dass RAID-Volume als Speicherort hinzuzufügen, schlägt mit einer Fehlermeldung fehl. Immer. Die Aussage der Meldung selbst interpretiere ich als "Fehler beim Versuch, das Volume zu formatieren".
Wenn man sich auf der Maschine per SSH einloggt, fällt auf, dass unter /dev/disks zwar die ganze "Platte" zu sehen ist (mdx.vmhba1:C0:T0:L0), nicht aber die GPT-Partition darauf. Wenn man über ein "dd"-Kommando die ersten Sektoren der Platte ausliest, stellt man fest, dass die gelesenen Daten irgendwelche englischen Erklärungstexte enthalten, aber nicht den MBR und die GPT-Partitionstabelle. Bootet man das System unverändert mit Ubuntu 10.10 x64 oder Debian 6.0.4 x64, kann man die Sektoren korrekt lesen und sie enthalten eine korrekte GPT-Partitionstabelle - es scheint nur das Lesen und nicht das Schreiben betroffen zu sein.
Es folgten diverse Versuche, das Phänomen abzustellen:
- Installation von ESXi 4.1 läuft durch und bleibt dann nach dem Neustart beim Laden von "vfat" (wie hier im Forum schon beschrieben) stehen
- Installation ohne SSD mit S-ATA-Controller im AHCI-Modus - die Installation schlägt fehl, da das Formatierungstool die achte Partition nicht finden kann (ungültiges Gerät/Pfad)
- Installation ohne SSD mit S-ATA-Controller im IDE-Modus - siehe oben
- Installation auf USB-Stick mit abgeschaltetem S-ATA-Controller - siehe oben
Es half alles nichts.
Nachdem ich hier im Forum gelesen hatte, dass das Abschalten der Virtualisierungsoptionen im BIOS etwas bringt, habe ich dort die Option "VT-d" ausgestellt, da diese bei allen Vorgängerboards (DQ57, DQ45, DQ35) bisher immer abgeschaltet war.
Und plötzlich geht alles.
Googelt man nun nach "VT-d RAID ESXi" so erwischt man auch einige Leidensgenossen, denen es ganz ähnlich ging - mit anderen Controllern (LSI) und anderen Boards. Liegt es also "nur" an der Implementation von "VT-d" oder sind die Treiber (ahci, aacraid, megaraid) verschieden empfindlich?