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Dateiserver in Fault Tolerance

Verfasst: 18.11.2011, 13:32
von Razi
Hallo,

bei mir ist heute die Anforderung aufgeschlagen einen Dateiserver mittels Fault Tolerance ausfallsicher zu machen.
Ich komme allerdings mit meinen Überlegungen an einer Stelle nicht weiter:

Die Dateiablage dazu soll auf ein LWL SAN (wieso auch immer). Es gibt ca. 1,5GB Daten die da rein sollen.
Wenn ich den (Ablage)Storage als vmfs Platte betreibe, dann wird dieser doch auch in die Sekundäre VM "gespiegelt",
oder? d. h. ich hätte direkt mal 3 TB im SAN belegt (was das ganze noch viel unwirtschaftlicher macht ;-).
Außerdem habe ich das Problem mit der 2TB Grenze.

Ich habe gelesen, dass es die Möglichkeit gibt das SAN über eine RAW Gerätezuordnungsdatei direkt anzubinden. Dabei funktioniert nur der virtuelle Kompatibilitätsmodus mit FT.

Würde die Sekundäre VM diese Zuordnung einfach übernehmen und ich hätte quasi nur einen gemeinsamen Dateiablagestorage (also primäre und sekundäre VM) über diese Zuordnung?

Danke für Eure Ideen.


Beste Grüße

Verfasst: 18.11.2011, 13:40
von irix
Bei der jetzigen FT Implementierung wird die VMDK nicht gespiegelt die gibts also weiterhin nur 1x und du brauchst 1.5TB.

Gruss
Joerg

Verfasst: 18.11.2011, 16:46
von Razi
ah d. h. mein Dateiserver bestehend aus (2) VMFS formatierten HDDs - für System und Daten - gibt es physikalisch nur einmal im SAN? da frag ich mich wie fault tolerance wohl funktioniert ;-)

Verfasst: 18.11.2011, 16:55
von irix
Razi hat geschrieben:... da frag ich mich wie fault tolerance wohl funktioniert ;-)


Ja das solltest du dich wirklich, weil du verwechselts es mit einem gespiegelten Storage.

FT zeichnet die Execution der Primaer Instanz auf und uebertraegt sie mittels vLockstep auf eine zweite welche auf einem anderen Host laueft. Auf diese Wege wird der Ausfall des Hosts kompensiert und aus der Sicht der Anwendung/Clients ist es Transparent und somit keine "ungeplante Downtime".

Nein, das Storage ist davon unberuehrt und wird nicht gesichert, weil da hat man ja schon sein NetApp MetroCluster, HP Lefthand oder sein Datacore ;)

Gruss
Joerg

Verfasst: 18.11.2011, 16:57
von JustMe
Hier wuerde sicher ein Blick in die Dokumentation helfen :roll:

VMware ESX/ESXi Fault Tolerance sorgt dafuer, dass die VM fehler-tolerant, d.h. doppelt im Environment AUSGEFUEHRT wird.

Um die Fehler-Toleranz des STORAGE kuemmert sich VMware traditionell GAR NICHT.

Edit:
Oops, sorry, da war ich zu langsam.

Verfasst: 18.11.2011, 17:13
von irix
JustMe hat geschrieben:...
Um die Fehler-Toleranz des STORAGE kuemmert sich VMware traditionell GAR NICHT.


Seit vSphere VSA so auch nicht mehr gueltig. Mal davon abgesehen das die aktuelle Implementation fuer "FT for SMP VMs" die Daten 2x wegschreibt so wie der OP das vermutete. Aber da bezweifle ich das es so bleibt.

Gruss
Joerg

Verfasst: 18.11.2011, 17:51
von Razi
ok, also wenn ich das richtig verstehe, dann hilft es mir nur bei "hardwarebedingten crashes".
Würde mein Betriebssystem durch irgendetwas anderes ge(zer)stört, dann betrifft das logischweise auch die sek VM.

Ich habe allerdings den Vorteil gegenüber HA, dass bei einem Ausfall der Hardware mein Fileserver als sek VM einfach weiterläuft und ich nichts neustarten muss o. ä.

also ist das kein richtiger Ersatz z. B. gegenüber MSCS bei dem es ein Switch auf ein anderes System gibt.

Verfasst: 18.11.2011, 19:59
von PeterDA
Hi,
Ja genau so ist das. Erzeugst auf ein FT Instanz einen Bluescreen dann hat ihn die Niere auch. Lustig ist auch wenn du auf beide VM Instnzen mit der Konsole gehst, dann siehst du wie du in der einen z.B. Die Maus bewegst, dass dies auch auf der anderen passiert.

FT hat nichts mit Clustern zu tun. Es hilft nur im HA Fall da die Zeiten Instanz weiterläuft

Gruß Peter

Verfasst: 18.11.2011, 20:19
von bla!zilla
Nimm mehrere Fileserver VMs, baue ein DFS, halte die Daten über DFS-R synchron. Ausfallsicher, skalierbar, verteilte Last und lösbar mit Bordmitteln.

Verfasst: 19.11.2011, 10:22
von Razi
super. Vielen Dank für die Antworten!