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ESXi Server mit AMD Opteron CPU und Supermicro Board

Verfasst: 18.11.2011, 11:19
von Dome43
Hallo zusammen,

ich plane mir einen neuen ESXi Server zuzulegen. Dafür habe ich folgende Hardware ausgesucht:

-> AMD Opteron 6128 | http://preisvergleich.hardwareluxx.de/508671
-> Supermicro H8SGL-F | http://preisvergleich.hardwareluxx.de/521405

Als Festplatte soll eine möglichst kleine SATA Platte zum einsatz kommen, da die VM's auf einem externen Storage über iSCSI abgelegt werden.

Nun zu den Fragen
- Hat jemand damit schon erfahrungen als ESXi Kiste?
- Ist diese Hardware kompatibel? Auf manchen Seiten liest man "ja" auf wiederrum anderen "nein"...
- Wie hoch wird - schätzungsweise - der Stromverbrauch der Kiste sein?
- Würde eine 430 Watt Netzteil ausreichen?
- Welchen RAM sollte ich verbauen? Ich bräuchte 16GB und würde DDR3 non-ECC nehmen. Passt das?

Ich hoffe es kann mir jemand helfen.

Gruss
DoMe

Re: ESXi Server mit AMD Opteron CPU und Supermicro Board

Verfasst: 18.11.2011, 11:31
von ideFix
Dome43 hat geschrieben:Als Festplatte soll eine möglichst kleine SATA Platte zum einsatz kommen, da die VM's auf einem externen Storage über iSCSI abgelegt werden.


Erfahrungen mit der HW habe ich nicht, jedoch eine kleine Anmerkung.

Anstatt einer HDD würde ich einen USB Stick (min 2GB) nehmen - damit bist du flexibler und musst dich nicht mit internen RAID Controller rumschlagen ;)

Verfasst: 18.11.2011, 11:43
von Dome43
Danke für den Tip, das hört sich ganz gut an. Die RAID Controller machen meiner Erfahrung nach auch die meisten Probleme in bezug auf die Kompatibilität...

Läuft das System dann genauso stabil wie mit einer HDD?

Ich hatte auch schon die Überlegung ob ich eine SSD nehmen soll.

Verfasst: 18.11.2011, 11:54
von ideFix
Neben dem RAID Controller spielt eigentlich nur noch die NIC und CPU eine "große" Rolle - wenn eines davon nicht passt, läuft da nix ;)

SSD ist rausgeschmissendes Geld, der ESXi greift hauptsächlich beim booten auf den Stick - anonsten wird nur einmal pro Stunde ein Konfigbackup auf den Stick gemacht.
Die restliche Zeit läuft der ESXi im RAM.
Daher hast du keinen Geschwindigkeitsvorteil - ausser evtl beim booten. ;)

Dadurch das es eh im RAM läuft, unabhängig ob der ESXi auf USB- Stick, HDD, .. installiert ist, ist die Systemstbilität nicht beeinträchtigt.

Verfasst: 18.11.2011, 12:11
von Dome43
Es wäre zwar schön, wenn ich die OnBoard NIC's nutzen könnte, andernfalls habe ich auch noch Intel Pro 1000 Karten, welche in meinem aktuellen System laufen.

Das mit dem USB Stick werde ich dann auch mal so testen.

Vielen Danke!

Jetzt ist nur noch zu klären ob der CPU und das Board kompatibel ist.

Verfasst: 18.11.2011, 13:07
von ideFix
Dome43 hat geschrieben:Es wäre zwar schön, wenn ich die OnBoard NIC's nutzen könnte, andernfalls habe ich auch noch Intel Pro 1000 Karten, welche in meinem aktuellen System laufen.


Die onboard NICs haben einen 82574L Chip.

Und die stehen auch auf der HCL:

Intel 82574L Gigabit Network Connection
ESXi 5.0
ESX / ESXi 4.1 U2
ESX / ESXi 4.1 U1
ESX / ESXi 4.1
ESX / ESXi 4.0 U3
ESX / ESXi 4.0 U2
ESX / ESXi 4.0 U1
ESX / ESXi 4.0
ESX 3.5 U5
ESX 3.5 U4
ESX 3.5 U3 / Download the driver from http://www.vmware.com/download/vi/drivers_tools.html
ESX 3.5 U2 /Download the driver from http://www.vmware.com/download/vi/drivers_tools.html
ESXi 3.5 Embedded U5
ESXi 3.5 Embedded U4
ESXi 3.5 Installable U5
ESXi 3.5 Installable U4

Verfasst: 18.11.2011, 13:18
von Dome43
Das Problem wäre dann auch vom Tisch... Danke

und das Board ... ist das Ding zu neu oder warum finde ich darüber keine Infos im Netz?

Hab schon mehr als 10 Stunden danach gesucht ...


Kann mir vielleicht jemand ein alternatives System empfelen? Folgende Anforderungen hätte ich:
- Ein CPU mit mind. 4x3GHz (max. 250 €)
- Mainboard mit PCI Steckplätzen und möglichst vielen LAN Ports | wenn es geht mehr als 4 RAM Slots | OnBoard Grafik (max 250€) .
- RAM mind. 16GB DDR3 non-ECC wäre super.
- PCI Passthrough wäre super, muss aber nicht unbedingt sein.
- Halbwegs akzeptabler Stromverbrauch max 400-500W im Schnitt

Verfasst: 18.11.2011, 19:10
von Dayworker
Ich will dir ja nicht die Illusion nehmen, aber deine Anforderungen widersprechen sich.

PCI-Steckplätze sind inzwischen außer Mode gekommen und werden im Consumer-Bereich inzwischen fast vollständig durch PCIe verdrängt. Wenn du also wirklich viele PCI-Steckplätze brauchst, wirst du um ein richtiges Server-Mainboard nicht herumkommen und das wird sich dann nicht für 250€ realisieren lassen.

Gleiches gilt für die vielen Lan-Ports. Mehr als 2 findest du dort meist auch nur in der Server-Schiene oder mußt per PCIe Quad-Nics nachstecken.

Bei mehr als 16GB DDR3-RAM würde ich bei dem moderaten Aufpreis auch immer über ECC-RAM nachdenken.

Soll die CPU mehr als 4 reale Kerne haben? Dann bliebe in deiner Preisklasse nur der Phenom X6 bei halbwegs akzeptablen Verbrauch (125W TDP) übrig. Vom Chipsatz her unterstützt dort nur der 890FX überhaupt das für PCI-Passthrough benötigte IO-MMU und das wird auch nicht von allen Boards freigeschaltet. Dies war zumindest bereits schon einmal ein Themenproblem, siehe auch den Thread Suche Motherboard/Prozessor für ESXi 4 mit VT-D.
Der Bulldozer läge zwar auch in deinem Preisrahmen, allerdings schluckt diese CPU unter Volllast ihre 200W und die Single-Core-Leistung ist auf dem gleich niedrigeren Niveau der Llano-APUs. Einzig bei Multithreading und Spezialitäten wie Fused-Multiply-Add kann der BD seine Stärke ausspielen. In der aktuellen Fassung ist der BD also nur wenig lohnenswert. Das scheint wohl selbst AMD so zu sehen, im ersten Quartal sollte ja schon der Piledriver als BD-Nachfolger das Licht der Welt erblicken und wird neben den größten Schwächen wie den hohen Verbrauch hoffentlich auch die Single-Core-Performance verbessern und damit wieder zum Intel-Konkurrenten werden. Eine Verbesserung beim Verbrauch ist aber auch mehr als nötig, schließlich hat Intel für Ivy Bridge die TDP der Quads von ehemals 95W auf nur noch 77W inclu DX11-Grafik gesenkt...