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DataCore zu empfehlen?

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DataCore zu empfehlen?

Beitragvon vsenguel » 14.12.2013, 17:45

Hallo zusammen

Unsere Umgebungen wachsen langsam aber stetig an, neben den SANs (Dell EqualLogic's/ NetApp's) auch die Hosts und damit die IO's. Auf VMWare Enterprise + steigen wir auch demnächst um... :grin:

Die Kapazität ist an sich kein Problem da diese nicht so schnell bei uns wächst.

Da kam intern mal die Frage hoch ob wir eine virtuelle SAN Schicht aufbauen möchten um nicht direkt von SAN Clustern/Gruppen/Pools etc. abhängig zu sein, und natürlich auch die IO's zu erhöhen ohne direkt in neue Spindels zu investieren (im Moment).


Daher meine Frage, hat jemand von euch Erfahrungen mit dem DataCore SanSymphonie gemacht und ist dies generell in einem active/active Cluster zu Empfehlen?

Gibt es da auch alternative die brauchbar sind?

Kenne mich in dem Bereich leider fast gar nicht aus und wollte erst mal euch dazu fragen bevor wir mit der Evaluation beginnen.

Danke für euer Feedback
Volkan

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Beitragvon irix » 14.12.2013, 18:14

Ihr habt da zwei SAN Hersteller welche sich primaer ueber ihre Software definieren, wie eigentlich die meisten, sowie ueber ihre extrem starke integration in VMware vSphere. Gerade bei NetApp ist die Liste der Softwarefeature ja gefuehlt unendlich.

Durch einfuegen eines Appstraktionslayers gedenkt ihr denn welches Problem loesen zuwollen?

Ich hatte leider noch nie das Vergnuegen direkt mit DataCore zu arbeiten aber das was ich bei Kunden vorgefunden habe ist folgendes:

- Funktionierende Umgebunden und zufriedene Kunden. Gerade die welche sich fuer HW ohne Features entschieden haben
- Nicht funktionierende Umgebungen wo bei einer geplanten Downtime eines DCS die gespiegelte Disk Offline ging
- Schlechte Performance
- Kunden welche DC wieder fallengelassen haben weil sie sich primaer fuer einen Hersteller entschieden hatten und nicht 2 Baustellen haben wollten

Gruss
Joerg

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Beitragvon PatrickW » 14.12.2013, 19:13

Wenn ihr schon NetApp und EMC habt, würde ich euch nicht empfehlen DataCore einzusetzen. DataCore lohnt sich, wenn man schnellen Speicher hat, der aber keine Funktionen bietet (Lokale Festplatten, IBM DS3000 Serie oder ähnliches). Hier kannst du dann mit DataCore eine Standort Redundanz aufbauen und ggf. auch noch Performance rausholen. (Viel RAM und schnelle CPUs)

Wir sind zwar DataCore zertifiziert, aber haben bisher kaum Projekte damit umgesetzt. Meistens machen wir NetApp und IBM DS3500 direkt. Wir haben uns hauptsächlich des wegen für DataCore zertifiziert um von Dritthersteller Storage auf NetApp migrieren zu können, mit möglichst kurzer Downtime.

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Beitragvon vsenguel » 14.12.2013, 21:09

@irix

Unser "Problem" was wir lösen wollen, ich aber auch nicht erwähnte ist aus dem Primären SAN (EqualLogic Cluster) einen synchronen Spiegel zu machen da dass Produkt selber dies nur über Umwege anbietet was bei einem Schwenk auch noch manuelles zutun bedarf.

Die NetApps (10% der Systeme) werden "nur" als Archiv SANs genutzt für Exchange etc.

Primär also ein Dell EqualLogic Thema. Wir sind aber ansonsten sehr zufrieden mit den Produkten und liefern konstant eine hohe IO Leistung :)

Kann ich mein Problem vielleicht mit einem anderen Hersteller oder einer Hardware Appliance lösen (iSCSI Basis, 10GBit)?

Gruss
Volkan

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Beitragvon irix » 14.12.2013, 21:16

Also meine EQLs machten ohne "Umwege" einen sync. Spiegeln inkl. transparenten Failover. Was sie Stand "Heute" nicht machen ist der automatische Failover. Da arbeiten sie aber dran wobei einem aber klar sein sollte das hier eigentlich ein ext. Schiedsrichter gefordert sein sollte.

Gruss
Joerg

PS: Wir haben die Woche 2 PS6210X mit 900er Disks fuer einen Kunden sowie Hosts mit 2x 12C XEON v2 bestellt. \o/

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Beitragvon irix » 14.12.2013, 21:22

vsenguel hat geschrieben:Kann ich mein Problem vielleicht mit einem anderen Hersteller oder einer Hardware Appliance lösen (iSCSI Basis, 10GBit)?


Mir wuerde da noch IBM SVC einfallen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon pirx » 14.12.2013, 22:25

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Beitragvon bla!zilla » 15.12.2013, 00:08

Ich bin HP Master ASE und DataCore DCIE, arbeite aber auch viel mit NetApp. Ich kenne also ein paar Seiten.

Für DataCore braucht ihr einen Use Case. Den sehe ich bei euch in der Form, dass man die Volumes der EQL und Filer direkt durch DataCore SSV durchreichen kann. Das würde also tatsächlich heißen, dass man einen zusätzlichen Layer zwischen eure Server und eure Storagesysteme schiebt. Vorteil: Caching durch DataCore und die Möglichkeit, die Daten, für den Server transparent, auf neue HW umzuziehen. Die neue HW könnten dann auch "günstige" SAS-DAS sein. Ausgewachsene Storagesysteme als Backend für DataCore SSV machen nur selten Sinn. DataCore ließe sich jetzt bereits integrieren um dann später leicht das Backend zu tauschen. Anschließend ließe sich das komplette Programm, inkl. Tiering etc. nutzen. Sychrone Spiegelung eurer bestehenden BackendsSteme ließe sich direkt realiseren. Auch ein Export von z.B. iSCSI per FC oder umgekehrt (z.B. DELL EQL per iSCSI an DataCore und von dort per FC an einen Server).

Das muss man sich sehr genau anschauen und wirklich neutral betrachten. Ich habe sehr viele zufriedene HP, DataCore und NetApp Kunden. Bisher hat sich keiner meiner Kunden von DataCore verabschiedet (einer plant aber gerade die Migration in Richtung einer HP StoreServ 7400). Probleme halten sich im üblichen Rahmen, also wie bei anderen Herstellern auch. Ich kann nicht sagen, dass ich mit DataCore mehr oder weniger Probleme als mit HP oder NetApp habe. Bei Interesse gerne per PN Kontakt aufnehmen.

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Beitragvon vsenguel » 16.12.2013, 10:32

@irix

Also meine EQLs machten ohne "Umwege" einen sync. Spiegeln inkl. transparenten Failover. Was sie Stand "Heute" nicht machen ist der automatische Failover. Da arbeiten sie aber dran wobei einem aber klar sein sollte das hier eigentlich ein ext. Schiedsrichter gefordert sein sollte.


Ja die Synchrone Replikation kenne ich von einem Volume1/Group1 zu Volume1/Group2

Was ich aber nicht weiss/kenne ist ob es möglich ist 2 x EqualLogic's/Gruppen zu haben die die replizierten Volumes über die gleiche IP ansprechen können(?)

?
Volkan

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Beitragvon irix » 16.12.2013, 10:44

vsenguel hat geschrieben:@irix

Also meine EQLs machten ohne "Umwege" einen sync. Spiegeln inkl. transparenten Failover. Was sie Stand "Heute" nicht machen ist der automatische Failover. Da arbeiten sie aber dran wobei einem aber klar sein sollte das hier eigentlich ein ext. Schiedsrichter gefordert sein sollte.


Ja die Synchrone Replikation kenne ich von einem Volume1/Group1 zu Volume1/Group2


Du meinst das richtige aber heist ja Volume -> Group01/Pool_1 + Group01/Pool_2
Je nach Grund kann dir da ein DataCore da auch nicht helfen. Weil sie sind zwar gut aber zaubern tun sie auch nicht. Auch die sind beim syn. Spielen nur ein gestretches Controllerpaar.

Was ich aber nicht weiss/kenne ist ob es möglich ist 2 x EqualLogic's/Gruppen zu haben die die replizierten Volumes über die gleiche IP ansprechen können(?)
Volkan


Nein. Dieses Setup ermoeglich die async. Replikation.

Gruss
Joerg

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Beitragvon stahly » 16.12.2013, 11:07

irix hat geschrieben:...
Mir wuerde da noch IBM SVC einfallen.
...


Genau das wollte ich Dir gerade vorschlagen.

Wir haben ihn schon seit Jahren im Einsatz und seit dem keine Downtime mehr im Storagebereich. Und wir haben einiges verschoben / migriert:
- Wechsel von DS4800 zu XIV.
- Wechsel von XIV zu XIV Gen3
- Einbindung von V7000
- Aktivierung von Auto-Tiering
- Einbinden von Flashstorage
- Migration zur V7000 und zurück
- Active / Active Spiegel
- 2. aktives Rechenzentrum hinzu.
(- viele x und i Server getauscht)

Ich kann den SVC nur wärmstens empfehlen und nein, ich bekomme leider keine Weihnachtsgeschenke von IBM ;)

Da die SVC-Knoten einiges an Cache mitbringen, macht sich das "perfomancetechnisch" auch noch bemerkbar.

Edit: Natürlich zertifiziert für Vmware ;)


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