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Backup großer Datenmengen

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Backup großer Datenmengen

Beitragvon Xarer » 21.03.2013, 16:28

Hallo,

wir müssen von einem ESXi mit 2 physichen Maschinen und einem Storage mit 20TB ein Backup einrichten. Das besondere ist, dass das tägliche Backup 600GB - 1TB ist.
Das zweite Problem ist dass der Kunde sehr lange auf verschiedene Stände der Dateien zurückgreifen will. Das Backupprogramm muss das tägliche Backup mit den verschiedenen Ständen ermöglichen. Die Idee ist ein Baqckupserver lokal speichert und zusätzlich auf Band schreiben kann. Die Bänder können dann extern gelagert werden.
Die Wiederherstellung einer Datei, wo der Administrator das Datum der Änderung kennt,
möglichst einfach zu finden ist.

Welche Software könnt Ihr dafür empfehlen?

Mfg

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Beitragvon PeterDA » 21.03.2013, 18:32

Hi,
ich kann für so was nur NetApp mit SnapVault bzw. OSSV empfehlen.

Gruß Peter

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Beitragvon Dayworker » 21.03.2013, 18:37

Bandlaufwerke sind offiziell in vSphere nicht mehr unterstützt. Die dafür nötige Frickelei würde ich mir also gleich sparen, da niemand dessen weitere Funktionalität nach einem Update garantieren kann.
Bei 600GB-1TB wirst du mit einem Bandlaufwerk wohl nicht sehr weit kommen. Entweder läuft dahinter noch eine Tape-Library oder du mußt auf ein weiteres und weitaus grösseres Storage sichern. Bei einer 3-monatigen Sicherungshistorie wärst du dann mit etwas Luft nach oben also schon mal bei 100TB angekommen.
Welchen Investitionsrahmen hast du eigentlich dafür zur Verfügung?

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Beitragvon PeterDA » 21.03.2013, 18:41

Einfach zwei NetApps kaufen mit Snapvault und schon geht das ohne Probleme :grin:

Aber der Investitionsrahmen wäre schon mal interessant. Auch wie groß das Backup Fenster ist in dem die 20 TB gesichert werden sollen.

In einer Umgebung mit 20TB wird man sicher keine Tape_an_den_ESX_Frickelei haben wollen. Zumals das eh nicht gehen wird noch gibt es keine Tapes die 20 TB sichern können. :grin:

Gruß Peter

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Beitragvon mbreidenbach » 21.03.2013, 22:19

Alter IT Witz: Kunde hat nur Backup gekauft; für Restore war kein Geld mehr da.

Bei großen Datenmengen sind Vollbackups immer schwierig.

Also bieten sich Systeme an die synthetische Backups können. Das heißt das System kann aus einer Vielzahl inkrememnteller Backup bei Bedarf eine Komplettsicherung zusammenbasteln. Das macht aber auch nur Sinn mit der richtigen Backupsoftware und entsprechender Hardware dahinter; also genügend Platz für Backup to Disk und eine Tape Library mit ggf mehr als einem Laufwerk (damit die archivierte Daten umkopieren kann).

Mit zwei Netapps und Snapvault geht das natürlich auch.

Erstmal muß man RPO, RTO, Datenmenge, Datenänderungsrate, erwartetes Datenwachstum und Budget klären. Backup/Restore beinhaltet nicht automatisch Disaster Recovery oder Archivierung.

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Re: Backup großer Datenmengen

Beitragvon stahly » 22.03.2013, 09:32

Xarer hat geschrieben:...
Das zweite Problem ist dass der Kunde sehr lange auf verschiedene Stände der Dateien zurückgreifen will. Das Backupprogramm muss das tägliche Backup mit den verschiedenen Ständen ermöglichen. Die Idee ist ein Baqckupserver lokal speichert und zusätzlich auf Band schreiben kann.
...
Welche Software könnt Ihr dafür empfehlen?
...


TSM kann das :)
Habt ihr das schon geprüft?

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Beitragvon irix » 22.03.2013, 09:42

Das kann jede Standard Backup Software welche ein B2D2T mitbringt. Wie haben fuer solche Datenmengen MS DPM im Einsatz wobei sich da bestimmt noch besseres finden laesst.

30 Tage halten wir auf Disk vor was im Filelevelbereich bedeutet 2 Staende pro Tag und beim Exchange sind es alle 30min.

Bei solchen Monster VMs kommt ein VM Backupprodukt an seine Grenzen auch wenn es CBT gibt. Evtl. Veeam wenn man ReverseIncremental verwendet. Aber da hab ich in dieser Dimension keine Erfahrungen.

Der Post vom OP ist nicht ganz eindeutig was nun die Anzahl der Hosts bzw. VMs angeht und wie die Vorredner schon gesagt haben. Was ist an RPO/RTO gewordet.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Xarer » 22.03.2013, 11:32

es sind 2 esxi 5.1 Hosts mit einigen kleinen Maschinen und einem Fileserver. Der verwaltet zur Zeit ungefähr 15TB.
TSM klingt gut. Ich verstehe noch nicht genau wie er sichert. Er benutzt VMWARE Data Protection zum abziehen der Daten zum TSM System und wird dort verarbeit. Der Vorteil ist das ich verschiedene Ziele definieren kann und er eine gute Bibliothek mitbringt.
Replication nützt mir nichts, da ich verschiedene Versionstände einer Datei wiederfinden muss.

Besten Dank schon mal

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Beitragvon irix » 22.03.2013, 11:45

Replikation hat auch keiner angesprochen. Sind die 15TB ueber VMDKs abgebildet oder was ist die Grundlage? Ist es ein Microsoft Server?

Mit einem Agent im GuestOS hat man viel Logic welcher Delta, Compress, Dedup an der Quelle usw. realisieren kann.

HP DPM
MS DPM
IBM TSM
NetBackup

"Hardware" Dedup
- DataDomain
- Dell DR4100

"Software" Dedup
- Symantec
- NetVault

Gibt bestimmt noch mehr.

Der MS DPM braucht hier nur wenige Minuten um seine 12 Volumes zusichern. Das dauert erstmalig sehr lange weil er eine 1:1 Kopie macht dann aber dank VSS die Deltas ermittelt. Einmal am Monats Ende schreiben wir dann komplett auf Band welche dann auswaerts gelagert werden.

Gruss
Joerg

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Beitragvon irix » 22.03.2013, 11:51

Nein ein TSM und auch kein anderer verwendet VDP weil das ist der Name des VMware eigenen Produkts was fuer deinen und auch alle anderen Einsatzwecke ungeeignet ist.

Was du meinst ist VADP (vSphere API Data Protection). Das verwenden alle die welche VMs sichern wollen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Xarer » 22.03.2013, 11:58

es ist ein Windows Server mit 2 vmdk eine System und eine mit Daten.
Es wird viele verschiedene Stände der Sicherung geben. Ich suche ein Produkt das einen guten Überblick über die einzelnen Sicherungen gibt.

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Beitragvon irix » 22.03.2013, 12:06

Xarer hat geschrieben:es ist ein Windows Server mit 2 vmdk eine System und eine mit Daten.


VMDKs werden max. 2TB gross und mit 2 davon kommt man nicht auf 15TB.


Es wird viele verschiedene Stände der Sicherung geben. Ich suche ein Produkt das einen guten Überblick über die einzelnen Sicherungen gibt.


Mal davon abgesehen das man auch innerhalb des OS mit Schattenkopien arbeiten koennte bietet da jedes Produkt da eine GUI in dem du Zeitpunkt und dann die Daten selektieren kannst um sie an der Original oder auch anderen Stelle wieder zurueck zuspielen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Xarer » 22.03.2013, 14:15

ja stimmt habe auch nicht vmdk sondern partition im Windows gemeint Sorry

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Beitragvon irix » 22.03.2013, 14:24

Xarer hat geschrieben:ja stimmt habe auch nicht vmdk sondern partition im Windows gemeint Sorry


Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen. Wenn es keine VMDKs sind wie kommen die vDisks an die VM bzw. gehts evtl. per iSCSI direkt in das GuestOS?. Falls ja so ist die Sicherung per VADP und Veeam/vRanger nicht moeglich weil diese nur VMDKs sichern koennen.

Aber es ist falsch das ganze ueber die Produkte zu bestimmen.


Gruss
Joerg


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