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Fragmentierung ESXi Datenspeicher

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Fragmentierung ESXi Datenspeicher

Beitragvon SUNMorph » 20.01.2013, 14:52

Defragmentiert der ESXi selbst seine Datenspeicher oder gibt es hierfür ein Tool?

Meine Frage bezieht sich auf die Verwendung von Thin Provision. Wenn ich zb. 10 VMs mit ThinProvision nutze und die sich erweitern müsste ja der darunterliegende Datenspeicher mit der Zeit ganz schön fragmentiert werden.

Falls es hierfür kein Tool gibt, Nutzt Ihr alle Thick Provision aus diesem Grund?

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Beitragvon bla!zilla » 20.01.2013, 18:46

Da verweise ich mal auf den fast schon legendären KB1006810 aus der VMware KB. Der gilt AFAIK seit ESX 2.x.

IMHO ist Fragmentierung ein Problem von Einzelplatten und aus seligen FAT Zeiten. Sobald Storagesysteme oder RAID Controller ins Spiel kommen sieht die Sache anders aus.

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Beitragvon continuum » 20.01.2013, 18:58

Wenn ich zb. 10 VMs mit ThinProvision nutze und die sich erweitern müsste ja der darunterliegende Datenspeicher mit der Zeit ganz schön fragmentiert werden.


Genau das passiert ja auch - wenn man sich mal anguckt aus wievielen Fragmenten so eine Thin/provisioned vmdk bestehen kann - wird man sich wundern.

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Beitragvon Dayworker » 20.01.2013, 21:42

Der von "bla!zilla" erwähnte KB-Eintrag Does fragmentation affect VMFS datastores? nennt die Appliance "V-locity: Virtual Platform Optimizer" als Hilfmittel. Man findet sie unter V-locity 4.0.
Vielleicht hat Ulli oder jemand anders sie schon mal live erlebt.

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Beitragvon SUNMorph » 21.01.2013, 17:15

Danke für die Infos.

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Beitragvon UrsDerBär » 25.01.2013, 11:53

Für zerschossene Filesysteme und Recovery ist Defragmentierung nach wie vor extrem vorteilhaft. Zumindest für alles was auf Magnetplatten läuft und kein zeitnahes Backup vorhanden ist *hust* Oder Murphy zuschlägt und das zeitnahe Backup beim Recovery die Grätsche macht.

Bei stark fragmentierten Platten/Plattenverbünden ist bei einer komplett oder teilzerschossenen FileTable (FAT/MFT) eine Wiederherstellung extrem erschwert und massiv zeitaufwendiger. Ausserdem ist die Erfolgsrate extrem viel kleiner. Mit einem sauber defragmentierten System bekommt man oft noch sehr viele Nutzdaten aus gecrashten Systemen raus. Auch aus RAID-Verbünden (wenn die Erstellungsparameter bekannt sind, sonst wirds auch wieder interessant).

Auch zugrifftechnisch ergeben sich durchaus Zeitvorteile auch wenn das mit Read und WriteCache der heutigen StorageController und evtl. den OS ziemlich entschärft wird.

Bei SSD's geht das sehr auf die Lebensdauer und bringt auch für ein DesasterRecovery nix. Zumindest nicht bei physischen Problemen der SSD.

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Beitragvon Dayworker » 25.01.2013, 16:46

UrsDerBär hat geschrieben:Bei SSD's geht das sehr auf die Lebensdauer und bringt auch für ein DesasterRecovery nix. Zumindest nicht bei physischen Problemen der SSD.
Bei physischen Problemen mit einer SSD kann dir auch keine Recovery-Firma weiterhelfen, da die einzelnen Speicherzellen ausschließlich per Wear-Leveling zugeordnet werden. Daher macht das sichere Löschen durch Überschreiben vom OS aus auf einer SSD auch keinen Sinn. Auf einer SSD muß man sich also entweder damit abfinden, daß Datenfragmente immer lesbar bleiben oder in die teureren mit interner Verschlüsselung investieren. Letzteres ist dann zwar sicherer, verhindert aber auch im Recovery-Fall sehr zuverlässig, daß sich irgendwelche Daten und seien es auch nur Fragmente wiederherstellen lassen.

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Beitragvon UrsDerBär » 26.01.2013, 12:12

Das meinte ich eigentlich damit. Defrag bringt vom Prinzip der Datenbablage nix. War darauf gezielt, dass wenn vom OS/Filesystem/MFT her ein Problem besteht, dann würde man mit einer defragmentierten SSD ebenfals was sinnvolles raus bekommen. Nicht weil die SSD an sich defragementiert ist, sondern das was der Controller der SSD an Sektoren an das OS rausgibt und die Daten darin. Sobald ein Problem die SSD selber betrifft ist für eigenes Recovery Ende Gelände. EDIT: Zumindest sind mir noch keine sinnvollen Tools Anleitungen, Werkzeuge untergekommen um selber direkt an die Flash Chips zu kommen und wieder zusammenzusetzen. Aufwand dürfte selbst damit enormst sein.

Man muss die SSD's halt fachgerecht entsorgen und zerstören wenn man nicht möchte, dass jemand etwas einfach so ausliest. Da muss der Wunsch schon sehr gross sein, dass man den Aufwand in Kauf nimmt.


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