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ISDN Karten pci Passthrough

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ISDN Karten pci Passthrough

Beitragvon GeforceGamer » 13.12.2012, 14:23

Hallo
Ich habe bei mir den ESXi 5.0 Update 1 installiert. Ich habe eine Sirrix ISDN Karten und eine AVM PCI Karte im Passthrough laufen. Die Sirrix habe ich einer VM laufen als Telefonanlage. Jetzt wollte ich die AVM Karte in einer anderen VM als Fax Server laufen lassen doch ich bekomme immer die Meldung die Karte sei schon in benutzung. Wenn ich die VM mit der Sirrix runter fahren kann ich die VM mit der AVM starten aber danach die VM mit Sirrix nicht mehr weil es dann heißt das diese in benutzung wäre. Hat der ESXi Probleme mit ISDN Karten? Gibt es für das Problem eine Lösung damit ich beide VM gleichzeitig laufen lassen kann? Den ESXi 5.1 kann ich leider nicht benutzen weil bei diesen momentan ja der bug mit dem PCI Passthrough drin ist.

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Beitragvon GeforceGamer » 14.12.2012, 09:26

Hat keiner eine Idee oder ein Ansatz wie ich das hinbekommen könnte? :(

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Beitragvon echt_weg » 14.12.2012, 09:42

steck die karten mal auf andere slots. vermutlich sind die pci-slots zusammen geschaltet und können daher nicht "auseinander gezogen" werden

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Beitragvon GeforceGamer » 14.12.2012, 10:00

Das Problem ist nur das ich auf dem Board nur diese 2 PCI Slots habe.

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Beitragvon Dayworker » 14.12.2012, 11:38

Das ist ein häufiges Problem bei neueren Boards. Alle PCI-Slots und häufig auch die Onboard-Grafiklösungen vieler Server-Mainboards teilen sich eine PCI/PCIe-Bridge. Geräte an einer solchen Bridge lassen sich aber nur gemeinsam durchreichen.
Es gäbe aber vielleicht eine Möglichkeit, diese Abhängigkeit zu lösen. VMware beschreibt in Passthrough-KB/DOC etwas von einer Config-Datei, bei der man festlegt, daß Geräte auch einzeln auf Reset gesetzt werden können. Dieser Reset ist aber notwendig, damit ein Gerät im definierten Zustand aus der Host-Config abgemeldet und im durchgereichten Zustand im Gast wieder angemeldet werden kann.
Nicht alle Geräte unterstützen das jedoch. Mehr als das das Gerät dann nicht im Gast oder bis zum nächsten Reboot des Host auch nicht mehr im Host auftaucht, sollte nicht passieren.

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Beitragvon GeforceGamer » 14.12.2012, 12:10

Hallo Dayworker,

könntest du mir das etwas genauer erklären wie das Funktioniert und wie ich die Geräte trenne so das jede Karten einer anderen VM zuordnen werden kann?

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Beitragvon Dayworker » 14.12.2012, 15:46

Ob es funktioniert, mußt du selbst ausprobieren. Die config-Datei zum trennen wird im Punkt Problems with Device Assignment Dependencies beschrieben.
Ich hoffe, daß die PDFs für vSphere4 auch noch bei vSphere5 in dieser Hinsicht Bestand haben.

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Beitragvon GeforceGamer » 18.12.2012, 10:08

Ich habe nun in der /etc/vmware/passthru.map folgenden eintrag gemacht:

#AVM FritzCard
e00 1244 d3d0 default

Ist dieser Eintrag so in ordnung? Mit d3d0 und dem default? Muss ich für die Sirrix auch solch einen Eintrag machen? Denn so habe ich immer noch den gleichen Fehler. Muss ich sonst noch wo was änder? z.B. VMX datei?

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Beitragvon drnicolas » 18.12.2012, 13:13

Ich darf mich mal an den Thread dranhängen ....

Ich habe gerade versucht PCI passthtrough unter 5.1. und 5.0.0U1 zu machen.

Jedes Mal das Gleiche: Die Karte wird zunächst für PCI passthrough markiert, neu boot, dann an die VM gebunden; soweit alles prima.

Beim Start der VM bleibt dann der ganze ESX-Server hängen, und zwar mit 2 verschiednenen ISDN-Karten

Diva Server 2FX bei 95%
AVM B1 4.0 bei 80%

Das Ganze in beiden PCI-Slots wie auch auf einer Riser-Card in einem PCIe-Slot

Meine ersten Recherchen hatten ergeben, daß scheinbar V5.1. fehlerhaft wäre, jetzt passiert das ganze aber auch unter 5.0 (was gehen soll).

Ich habe schon vor ein oder 2 Jahren das Ganze mal testweise gemacht und konnte zumindest mit der AVM auch Faxe schicken.

Das MB ist ein GA-H55M-USB3

Gibt es da irgendeinen Workaround ?

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Beitragvon Dayworker » 18.12.2012, 14:56

Passthrough bzw VMdirectPathIO hat bekanntlich einige Abhängigkeiten und aufgrund dessen und in Abhängigkeit von Host-HW und durchzureichendem Gerät funktioniert nicht jede mögliche Kombination. Weshalb man damit noch den Desktop-Chipsatz H55 behelligt, der mangels ECC-Support und seiner klaren Normalanwenderausrichtung in einem Server meiner Meinung sowieso nichts zu suchen hat, leuchtet mir nicht ein.

ISDN ist als zeitkritisch bekannt. Eine hohe Auslastung und damit höhere Latenz verkraften ISDN-Karten aber anscheinend besser, als stark schwankende Latenzen. Riser-Karten mit ihren zusätzlichen kapazitiven Lasten belasten sowohl die Signalqualität als auch die Funktionsweise noch zusätzlich, wenn darin eingesteckte Karten überhaupt noch funktionieren. Dabei kommt es manchmal wirklich auf Millimeter an, wie lang die Leitungen der Riser-Karte und wie qualitativ Leitungen und Steckverbinder ausgeführt sind. Selbst viele PCIe-Karten lassen sich nicht per Passthrough durchreichen. Es kommt dabei immer auf die Gegebenheiten zumindest von Bios- und Chipsatz-Revision und allgemein dem Gerätehersteller an.

Was loggt den VMware in beiden VMs mit?
Verlinke doch mal beide Logs und das "vmkernel.log".

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Beitragvon drnicolas » 20.12.2012, 19:34

Bedauerlicherweise crasht der ESXi sehr nachhaltig. Man kann auf gra nicht mehr zugreifen. INsofern kann ich zum Thema Logs momentan nichts sagen.

immerhin: Es hat mit DIESEM MB und einer AVM B1 bereits funktioniert ! Ich konnte zumindest mit einem einfachen Tool unter Linux Faxe verschicken.

Das Ganze wurde allerdings vor ca. 6 Monaten nicht weiterverfolgt.

Einzige Änderung: Die CPU (was i7-860) wurde gegen eine i5 mit intgrierter Grafik getauscht.

Effekt: Nach dem Booten kann ich auf dem Bildschirm der int. Grafik nichts erkennen (analoger Anschluss).

In den nächsten Tagen werde ich mal den Prozessor tauschen.

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Beitragvon Dayworker » 20.12.2012, 23:32

Hattest du damals noch vSphere4 oder schon die Version 5 am laufen gehabt?
Zwischen beiden gibt es in meinen Augen sehr grosse Unterschiede in der Code-Qualität. VMware scheint seine Programmierer zum wiederholten Male entweder ausgetauscht oder wie es neudeutsch so schön heißt, über Outsourcing die Kosten verringert zu haben.

Das gleiche Trauerspiel hatte man schon bei der Workstation6.5.4 und VMserver1 gemerkt. Sowohl die WS7.00 als auch die Bugfix-Version WS6.5.5 und vor allem der VMserver2 wurden rückblickend schon von einer anderen Mannschaft programmiert. In diesen Zeitraum war auch der unfreiwillige Abgang zweier Firmenmitgründer gefallen. Inzwischen wage ich fast die These aufzustellen, daß die Programmierer mit jeder neuen Version ausgetauscht wurden und werden. Weil anders kann man die ellenlangen Buglisten kaum erklären, wenn man mal von schlechtem sprich undokumentierten Code absieht...

Das du unabhängig von der neuen CPU am analogen Ausgang nicht viel siehst, ist für mich nichts neues. Der VGA-Ausgang von nVidia und ATI/AMD ist inzwischen von so schlechter Qualität, daß man um die digitale Ansteuerung nicht mehr herum kommt. Mehr als 1024x768, und fast unabhängig von der Bildwiederholfrequenz (bei mehr als 70Hz wird das Bild sichtbar schlechter weil unschärfer), lassen sich von beiden Chip-Herstellern analog nicht mehr ertragen und anscheinend haben die MB-Hersteller sich dem angepaßt; schade eigentlich. Aber zumindest solange es noch Matrox gibt, lassen sich solche Probleme relativ leicht umschiffen. Unser Firmenbeamer wurde beispielsweise bisher immer über 15m VGA-Kabel durch eine Matrox-Karte mit G550-Chip angesteuert. Da der Rechner im Zuge der Umstellung auf Win7 ausgetauscht wurde, wird der Beamer jetzt über 3m HDMI-Leitung angesteuert und selbst für diese Verbindung hat es ja nur 2 BIOS-Updates gebraucht, damit Beamer und Rechner überhaupt miteinander kommunizieren wollten...


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