ich lese schon seit einigen Monaten sporadisch in diesem Forum und möchte mich hiermit auch bei allen bedanken, die zu Problemlösungen und Informationsgewinnung beigetragen haben. Natürlich auch an diejenigen, die die Fragen überhaupt erst gestellt und somit die entsprechenden Diskussionen zum Leben erweckt haben.
Nun habe ich auch mal ein persönliches Anliegen, zu dem ich bisher noch keine passenden Szenarien gefunden bzw. diese nicht vollständig verstanden habe. Vermutlich habe ich einfach nur die falschen Suchbegriffe genutzt.
Es sei dazu gesagt, dass ich erst seit ca. 9 Monaten mit VMware arbeite und vorher auch keine Berührungspunkte zu Servern hatte. In meiner Firma gibt es aber zum Glück noch genug Kollegen mit Erfahrung
Meine Frage auf einen Satz komprimiert lautet:
Welche Features setzt VMware an das SAN voraus, um eine Hochverfügbarkeit über zwei Datacenter realisieren zu können?
Und nun noch detaillierter:
Wir sind im Begriff zwei neue Datacenter aufzubauen, welche SAN-seitig (über Dark-Fibre) per SAN-Replikation gespiegelt sein sollen – die Entfernung wird einige hundert Meter betragen. Als Server kommen voraussichtlich HP-Blades mit FCoE zum Einsatz. Beide Datacenter arbeiten im selben Netzwerk. Im Gegensatz zum SAN wird die Verteilung und Anzahl der ESXi-Hosts so sein, dass bei Ausfall einer Seite nur die wichtigsten VMs auf der anderen Seite sofort wieder verfügbar sein müssen/können.
Die ESXi-Server (V5) werden von der Spiegelung des SAN nichts mitbekommen, also alle LUNs einheitlich sehen, wobei die Hosts natürlich mit den LUNs arbeiten sollen, die auch physikalisch im selben Datacenter sind.
Eine Wahl bei der SAN-Landschaft wurde noch nicht getroffen. Unser Storage-Verantwortlicher hat mich nun gebeten ihm die Features aufzulisten, die die ESXi-Server vom SAN benötigen. Dabei geht es ihm nicht um Technologien, die an eine Firma bzw. ein Produkt gebunden sind, sondern tatsächlich nur benötigte Features, da man nur so markenunabhängig ist und entsprechende Vergleiche anstellen kann. (Über diese Angehens weise lässt sich natürlich streiten, aber das ist die Vorgabe, an die ich mich halte).
Storage-vMotion sollte z.B. nicht über das vSphere-Netz laufen. Vielmehr sollte ein Befehl zum SAN abgesetzt werden, sodass das Verschieben direkt dort erfolgt.
Bei VAAI gehe ich davon aus, dass jede in Frage kommende Storage dies unterstützt und die Voraussetzung für die aufliegenden Features ist.
Die Anforderung an die VM-Umgebung ist, dass ein Datacenter ausfallen kann, wobei, wie gesagt, nur die wichtigsten Systeme auf der anderen Seite möglichst zeitnahe (am liebsten natürlich sofort und automatisch) wieder zur Verfügung stehen müssen.
HA und vMotion sind in meinen Augen die Kernfunktionen, die in solch einer Umgebung benötigt werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, liegt die Problematik bei der Umsetzung vor allem im Umschalten von lesenden auf schreibenden Zugriff der LUNs, damit die VMs beim Ausfall eines DC im anderen DC wieder in Betrieb genommen werden könne.
Welches Features sollte das SAN unterstützen, um die Hochverfügbarkeit zu gewährleisten?
Kann man das auch ohne Site-Recovery-Manager betreiben – reichen dafür zwei vCenter-Server im linked-mode? Unser Wunsch wäre es nur mit bordeigenen Mitteln (evtl. mit Scripts) zu arbeiten. Alternativen zum SRM können allerdings auch in Betracht gezogen werden.
Gibt es Vorgaben oder Empfehlungen beim Dateisystem (VMFS/RDM)?
Was für Überlegungen spielen noch eine Rolle bzw. was muss in Betracht gezogen werden?
Spricht etwas gegen einen solchen Aufbau?
ich bin natürlich gewillt auch selber weiter zu forschen und lese gerne die entsprechenden Threads/Artikel/Whitepaper, wenn Ihr mich dahin verweisen könnt.
Solltet Ihr noch Fragen zur geplanten Umgebung haben, dann versuche ich alle nötigen Informtionen zusammenzutragen.
Vielen Dank im Voraus!