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Desktop Virtualisierung ohne View

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Desktop Virtualisierung ohne View

Beitragvon tatja » 25.03.2012, 23:21

Hallo,
ich hatte eine ähnliche Frage schonmal gestellt und trotz vielem Lesen und Probieren leider noch keine befriedigende Antwort gefunden. Mein Chef möchte das sich alle 20 Mitarbeiter die im Moment XP und Win7 verwenden über RDP mit "ihrer" Win7 VM die auf einem ESXi 5 Server läuft verbinden. Auf die (alten) PCs der Mitarbeiter kommt dann ein kleines Linux. Ist das eine machbare Alternative zu View? Wo wäre View sinnvoller, schafft ein ESXi 20 Win7 VMs wenn genug CPU und RAM zur Verfügung stehen. Verstehe ich das richtig das in meinem Bsp. 20x ein "echtes" Win7 auf dem ESXi installiert wird während View nur eine Installation braucht? Dank für eure Hilfe!

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Beitragvon irix » 26.03.2012, 00:45

Ja das ist moeglich und funktioniert genau so wie dein Chef es sicht vorgestellt hat. Leistungsfaehige Hardware gibts ja nun genug und wenn es nicht reicht dann stellt man halt einen weiteren Server dazu. Allerdings sollte darueber gesprochen werden obs nicht auch ein Terminalserver tut.

An der Microsoftlizenzierung aendert sich aber nichts im Vergleich zu VIEW und die Verwendung von Nicht- Window Thinclients machts nicht besser. Wie die Qualitaet eines Linux RDP Client ausschaut wuerde ich aber vorher mal testen.

VIEW spielt seinen Vorteil aus das es verschiedene Arten von Pools hat und so die Anzahl der Desktops variabel gestalten kann je nach Anspruch. Dazu kommen Optimierungen was den Platzbedarf angeht. Mit PCoIP kommt noch eine Protokollalternative dazu.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 26.03.2012, 08:02

Hi,
Es gibt Untersuchungen, die dazu kommen, dass man auf einer 2 CPU QC Mashine mit 32GB RAM bis zu 64 virtuelle Desktops betreiben kann, wenn die nur Standard Office Sachen machen.

Der Vorteil von View wäre sicher die Linked Clones, wenn viele VMs identisch sind. Das spart mäßig Platz auf dem DS. Zusätzlich ist der administrative Aufwand kleiner, da du nur ein Masterimage pro Pool pflegen musst.

Die Anmerkungen von Joerg wiederhole ich hier jetzt nicht nochmal :!:

Um es auf den Punkt zubringen ja es geht. Ob es wirtschaftlicher ist als View anzuschaffen müsste man mal durchrechnen.

Gruß Peter

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Beitragvon mangold » 26.03.2012, 08:33

Ich denke bei 20 Usern / Vms wird das ohne vernünftigen Desktop Broker auch grenzwertig. Nicht nur die Konfiguration der lokalen RDP Clients, sondern auch die VMs selbst müssen gewartet werden. Wenn man die PCs vorher auch per Turnschuh administriert hat, wird das zwar nicht so tragisch, aber vielleicht ist das Budget für eine VDI Lösung nicht schlecht angelegt, View oder XenDesktop sei mal dahin gestellt.

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Beitragvon irix » 26.03.2012, 08:51

Hm.... ich sehe noch nicht so den Aufwand da 20VMs zu managen weil hier sind es Faktor 15. Die meisten natuerlich Server aber auch die ein oder andere VM wo User mit RDP drauf rumturnen.

Mit WSUS, WDS, GPOs oder auch Baramundi bzw. KACE gibts ja nun auch sachen fuer das Management bzw. Verteilung. Hier waere kein Unterschied zu phys. Desktops.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Tschoergez » 26.03.2012, 18:23

Hi!
Ich denke auch, dass das absolut möglich ist ohne View (leider ohne PCoIP halt dann).
Die Zuweisung von Client => Desktop ist bei 20 Leute gut statisch möglich. Alternativ kann man einen Broker bauen, in dem man z.B. eine Router-VM mit Portforwarding automatisiert (mit einem vorgeschalteten NoMachine NX Server geht das sogar mit SSH-Tunnel :grin: )...

LinkedClones sehe ich auch nicht zwingend erforderlich, wenn die Umgebung nicht hochgradisch dynamisch ist und man die VMs beim einloggen neu ausrollen will. Zur Not lassen sich die sogar über die API händisch erzeugen (einen lizensierten ESXi mal vorausgesetzt).

Aber beides ist schon so viel bastelei, dass eine günstige "Einsteiger"-VDI-Lösung vielleicht mehr Sinn macht.

Als Broker möchte ich noch Leostream in die Runde schmeißen...
www.leostream.com

Viele Grüße,
Jörg

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Beitragvon mangold » 27.03.2012, 11:38

irix hat geschrieben:Hm.... ich sehe noch nicht so den Aufwand da 20VMs zu managen weil hier sind es Faktor 15. Die meisten natuerlich Server aber auch die ein oder andere VM wo User mit RDP drauf rumturnen.

Mit WSUS, WDS, GPOs oder auch Baramundi bzw. KACE gibts ja nun auch sachen fuer das Management bzw. Verteilung. Hier waere kein Unterschied zu phys. Desktops.

Gruss
Joerg
da hast du mich falsch verstanden, ich sprach nicht von 20 VMs. Für Servervirtualisierung benötige ich kein View oder XenDesktop. Es ging hier um virtuelle Desktops mit Usern drauf, mit zentraler Zuweisung der Desktops und nicht um ein paar RDP Verbindungen zu Servern. Irgend welchen Server Admins zu sagen "verbind dich mal mit rdp auf Server XYZ" ist m.E. was anderes als User mit Thinclients (oder abgespeckten PCs) die einschalten und loslegen wollen. Ist aber Geschmacksache, wann man mit Administration von Hand aufhört und eine saubere Lösung vorzieht.

Muss ja kein XenDesktop oder View sein, gibt ja andere Lösungen.


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