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ESXi OS -> Aktuelle Installationsmedien

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ESXi OS -> Aktuelle Installationsmedien

Beitragvon Login » 21.02.2012, 16:23

Hallo zusammen,

ich würde gerne mal in die Runde fragen, was ihr mittlerweile so für die lokalen ESX-Installationen verwendet.

Immer ein Raid1 mit evtl. HS ist dafür echt dekadent. Aber ein USB Stick erscheint mir auch erst Mal suicide!

Dell hat so schöne SD-Karten Raids, aber die bekommt man wohl leider nicht, um sie in HP oder Intel einbauen zu können...

Wie sicher ist denn so ein SataDOM? Kann man da riskieren, nur eins von zu verbauen?

LG
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Beitragvon JustMe » 21.02.2012, 17:02

Irgendwie sehe ich da zwischen USB-Stick, SD-Card und DoM eigentlich keinen wirklichen Unterschied, ausser der Schnittstelle. Es bleiben alles Flash-Medien. Aber da mag ich auch falsch liegen.

Gruendsaetzlich halte ich persoenlich es fuer voellig unproblematisch, als Boot-Device, auf das spaeter eigentlich (fast) ueberhaupt nicht mehr zugegriffen wird, einen Flashspeicher zu verwenden. Aengstliche Naturen sichern die Konfiguration per vicfg-cfgbackup in regelmaessigen kurzen Abstaenden, und koennen bei Ausfall eines USB-Sticks einfach einen neuen installieren, und auf diesen die gesicherte Konfiguration zurueckladen. Wenn die Sicherung mal nicht klappen sollte wg. Lesefehler, hat man gleich einen Hinweis darauf, dass der Stick nicht mehr ok ist (oder zumindest sein koennte).

In grossen Umgebungen gibt es seit Auto-Deploy ueberhaupt kein dediziertes Boot-Medium mehr...

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Beitragvon JanClaas » 21.02.2012, 20:03

Also zuhause habe ich den ESXi 5 auf nem USB-Stick installiert, läuft wunderbar, da der Server nur bei Booten ein paar Lesezugriffe hat ansonsten im laufenden betieb gibts nur hin und wieder mal ein kleines Logfile zuschreiben.
Trotzdem habe ich sicherheitshalber nach dem installieren mit Clonezilla den USB-Stick kopiert, sodass ich für den Notfall ein Backup habe, das Server-Profil habe ich noch einmal ins netzwerk gesichert und bei veränderungen wird das einfach aktualisiert.
Damit bin ich save, wobei ich einen Fehler am USB-Stick auch nur merken würde, wenn der esxi eine fehlermelund bringen würde bzw. wenn der Server nach dem booten nicht mehr hoch kommt, aber dann einfach den usb-stick tauschen, Profil aus dem netzwerk einspielen und gut ist.

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lokal nur noch per USB

Beitragvon sirrossi » 22.02.2012, 17:38

Moin, moin,

wir haben seit 2009 bei den ESXi Varianten nur die USB Installation genutzt.
Egal ob diese vom Hersteller mitgeliefert wurden (z.B. Fujitsu) oder auch einfach USB Sticks mit 4 oder 8 GB RAM für weniger als 15 €.
Bisher laufen alle Installation (mehr als 40 Stück aktuell) einwandfrei.

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Beitragvon kutho » 23.02.2012, 12:05

oh --- interessanter Thread:

nicht zuletzt da wir nach wie vor alle aktuellen Server-Angebote für ESXi von HP und Dell immer mit zwei Festplatten (RAID-1) vorkonfiguriert bekommen. :(

Geht das bei Euch direkt auch ohne Festplatten?

Gibt es Erfahrungen über einen "Direkt-Boot" vom SAN? So etwas so doch mittlerweil funktionieren (schon seid der 4er Version - oder liege ich hier falsch?)

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Beitragvon JustMe » 23.02.2012, 14:20

Selbstverstaendlich geht das, wie bereits geschrieben, auch ohne (lokale) Festplatten. Ganz ohne Festplatten ist es etwas langweilig (oder teuer und begrenzt wg. "grosser" SSDs). Server-Blades zum Beispiel kommen heutzutage oft ohne Platten aus.

Direkt-Boot vom SAN gab's auch schon in ESX (ohne i) 3.5 (guckst Du hier http://kb.vmware.com/kb/1006543, noch aelter habe ich jetzt nicht gesucht). Ab 4.1 kann man auch von iSCSI etc.pp booten. Version 5 unterstuetzt auch dahingehend wieder mehr Controller.

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Beitragvon Login » 25.02.2012, 09:40

Vielen Dank für eure Posts!

Ich werde kommende Woche erste Tests mit einem Innodisk Sata DoM 2 und 4 GB machen.

Ich denke, dass man bei dem Thema vom dem Gedanken runter kommen muss, das Speichermedium stets redundant zu halten, um einen Ausfallschtz zu gewähren.

Es handelt sich bei den "alten" Geräten, also den HDDs, um mechanisch bewegte Teile, die von sich aus eine relativ hoche Ausfallrate mit sich bringen.

Bei einem Flash Speicher sieht das etwas anders aus, deshalb stellt sich die Redundanz hierbei auch etwas in den Hintergrund.

Im Schlimmsten Fall hat der ESX Host für sein OS ein Raid1 + HS über einen gescheiten Raidkontroller spendiert bekommen, evtl. mit SAS Platten. Da kommen dann schonmal schnell 1000 Flocken zusammen. Stellt man diesen Preis einem Sata DoM gegenüber und vergleicht dann die praktischen Ausfallerfahrungen, der werten Kollegen, die das im I-Net verkünden, so stelle ich mir schon die Frage, warum ich mir die Frage überhaupt noch stelle... ;-) Es kursieren diverse Appliances, die ihr kleines OS auf embeddded Chips am laufen haben, dort findet man auch nirgens eine Redundanz der Chips.

Außer Dell ist mir auch kein anderer Hersteller bekannt, der Riadsysteme für FlashMedien bietet. Und so ein Dell-Teil könnte ich auch nicht in den Intel/HP Servern einbauen.

Wenn jemand doch noch eine Alternative zum Dell-Teil hat, soll er es bitte hier posten, ich wäre trotz allem interessiert :-)

LG
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Beitragvon UrsDerBär » 25.02.2012, 14:28

Eine Anmerkung gibts schon, normalerweise fällt ein Flash-Speicher heissen/warmen Rack-Umgebungen noch deutlich lieber und schneller aus als die meisten Festplatten. ;)
Ich würde den Stick/SATA Dom nur intern verwenden, wenn der in einem anderen Luftabschnitt/Zug ist als die CPU's

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Beitragvon pitbullracer » 25.02.2012, 17:40

Moin,

ich selbst nutze USB Sticks (extern) und in 2 HP Server die entsprechenden SD-Karten Slots (läuft bereits seit über 12 Monaten ohne Probleme - sind aber nicht die 3 € Elektronikmarkt Karten sonder die HP Industriekarten ~ 70 €).
Habe identischen Stick und SD-Karte für alle Fälle in Reserve.


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