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Veeam oder Simpana?

Backupsoftware und sonstiges ...

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Veeam oder Simpana?

Beitragvon pirx » 01.03.2016, 20:19

Hallo,

wir bemühen uns gerade um eine neue Backup Lösung. Es gibt unterschiedliche Favoriten. Beim VMs sehe ich immer noch Veeam vorne. Das Backup von MSSQL und Oracle ist laut unserer DBler nicht optimal gelöst, diese bevorzugen Simpana. Auch die Backup Hardware steht noch zur Diskussion. Bisher gingen wir in Richtung StoreOnce oder anderer Dedup Appliances. Simpana braucht das ja nicht und setzt auf die Deduplizierung im Produkt. Von Simpana kenne ich nur die Präsentation, es sind keine praktische Erfahrungswerte vorhanden.

Wie sind so die Erfahrungen mit Simpana? Sicherunge von VMs, DBs, Support, Deduplizierung, Konzept? Versprochen wird ja viel.

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Beitragvon irix » 02.03.2016, 07:55

Gibt hier jemanden im Forum welcher Simpana im Einsatz hatte. Er ist gewechselt auf ein Produkt was guenstiger kam und die SAP DBs schneller sichern konnte.

Gruss
Joerg

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Beitragvon pirx » 02.03.2016, 14:14

Simpana ist im Vergleich zu den anderen Mitbewerbern gar nicht so exorbitant teuer wie erwartet. Oder andersherum, zwei der anderen großen Produkte sind vorher wegen des Preises schon ausgeschieden.

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Beitragvon BastiHN » 02.03.2016, 16:21

Wir haben genau das gleiche Problem aktuell.

Aktueller Stand:
- VM´s werden gar nicht bzw. Mangelhaft mit einer sehr alten HP Dataprotector Version gesichert
- HP Dataprotector für eine hand voll physikalische Server

Wegen der schlechten VM Sicherung müsste man auf eine neue Dataprotector Version gehen inkl. neuen Lizenzen. Daher habe ich mich nach anderen Lösungen umgeschaut.


Veeam ist für VM´s mit Abstand am besten, kann jedoch keine physikalischen Server sichern welche aaber zwingend gesichert werden müssen. Ein "Mischkonstrukt" mit Veeam + Dataprotector wäre denkbar, ist aber in meinen Augen eine zu große Komplexität

Daher habe ich mir auch die Commvault Lösung angeschaut, diese ist gar nicht mal so teuer wie gedacht weshalb es zu 90% diese Lösung werden wird. In Bälde kommt ein Systemhaus zu uns vor Ort bzgl. Feinkonzept, bin gespannt was dabei heraus kommt.

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Beitragvon Stefan.r » 02.03.2016, 17:47

BastiHN hat geschrieben:Wir haben genau das gleiche Problem aktuell.

Aktueller Stand:
- VM´s werden gar nicht bzw. Mangelhaft mit einer sehr alten HP Dataprotector Version gesichert
- HP Dataprotector für eine hand voll physikalische Server

Wegen der schlechten VM Sicherung müsste man auf eine neue Dataprotector Version gehen inkl. neuen Lizenzen. Daher habe ich mich nach anderen Lösungen umgeschaut.


Veeam ist für VM´s mit Abstand am besten, kann jedoch keine physikalischen Server sichern welche aaber zwingend gesichert werden müssen. Ein "Mischkonstrukt" mit Veeam + Dataprotector wäre denkbar, ist aber in meinen Augen eine zu große Komplexität

Daher habe ich mir auch die Commvault Lösung angeschaut, diese ist gar nicht mal so teuer wie gedacht weshalb es zu 90% diese Lösung werden wird. In Bälde kommt ein Systemhaus zu uns vor Ort bzgl. Feinkonzept, bin gespannt was dabei heraus kommt.


naja Veeam arbeitet im moment an einer Lössung für non vm Sachen https://go.veeam.com/linux-de

was kost Commvault so? habe bei den anbietern immer das Problem das keiner direkt Konkret wird was es kost Backup | MAXfocus bsp auch ned

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Beitragvon Martin » 02.03.2016, 18:35

Physikalische Server können mit Veeam Endpoint Backup Free in eine bestehende Veeam Umgebung gesichert werden.

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Beitragvon mommi » 02.03.2016, 18:49

Hallo,

wir haben hier Simpana 10 im Einsatz. Wir haben 7 Standorte mit 25 Hosts und ca 140 VM's am laufen. Bei Simapana gibt es zwar eine Dedup-Engine mit, diese hat aber hier zu Beginn (2013) reichlich Probleme bereitet. Deshalb sind wir von Dedup-Sicherung mit Simpana abgegangen und nutzen dafür an jeden Standort von Fijutsu Eternus CS800 in verschiedenen Größenordnungen je Standortgröße. Die Backups werden dann automatisch zu einen zentralen Standort als sekundäre Sicherung repliziert ( mit Replikamitteln der CS800)
Die Agenten für Datenbanken (MSSQL und Oracle) sind mit das beste, was wir bisher hatten. (erst Arcserv, dann Networker).
Die Lizenzen nutzen wir auf Kapazitätsbasis, nicht nach Anzahl der Clients. Gerade im VM-Umfeld gibt es immer eine sonderbare Vermehrung von Clients.

Gruß mommi

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Beitragvon Whitemoon » 02.03.2016, 20:20

Guten Abend,
Martin hat geschrieben:Physikalische Server können mit Veeam Endpoint Backup Free in eine bestehende Veeam Umgebung gesichert werden.

Was mich hier stört, du kannst nix zentral verwalten. Dazu wird je Clienteine SQL LocalDB installiert, was eigentlich "nur" balast ist. :-/

Unabhängig vom welches Produkt du dir aussuchst, achte verstärkt drauf, dass du im Fehlerfall nicht zum Tischtennisball zwischen zwei Hersteller bist.
Beispiel vom Veeam: Support löst ggf bei VMware ein Ticket aus und kümmert sich drum. D.h. ich muss mich nicht ärgern und kann die kostbare Zeit für sinnvolle Dinge nutzen. Da gibt's auch Hersteller die kalt abblocken und der Kunde steht alleine da...

Wie sind so die Erfahrungen mit Simpana? Sicherunge von VMs, DBs, Support, Deduplizierung, Konzept? Versprochen wird ja viel.

Jede Umgebung ist in ihrer Art einzigartig (Hypervisor, VMs, Anwendungen, Daten, Datebanken, Sicherungsstrategien, etc...). Daher würde ich auf jeden Fall ein Lab aufbauen und 2-3 Monate Erfahrung sammeln.


Gruß,
Dani

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Beitragvon irix » 02.03.2016, 21:54

Ich kann dem Veeam Endpoint Agent nicht all zuviel abgewinnen und sehe ihn eher so als "fuer das eine System" von den 99 VMs.
Zumind. so wie ich ihn kennen gelernt habe ist da nix mit zentr. Mgmt und auch Rechtemaessig fand ich es Suboptimal. Hab eine Umgebung da sind 40 Stck im Einsatz neben vielen VMs. Aber ist besser als nix :)

Einige Veeam Features laufen nicht oder nur schlecht wenn man ein NAS als Repository und der Support hat uns nahegelegt ein Windows mit richtigem NTFS zu verwenden. Gesagt getan und die Probleme waren weg :/


Was Simpana angeht.... ja da war auch nach Kapazitaet lizenziert und das hat sich dann im Laufe der Zeit zum Nachteil gedreht. Wenn man eine hohe Konsolidierungsrate hat dann ist doch eine lizenzierungsart nach Hosts oder CPUs sinnvoller.

Das schoene an Backupprogrammen ist das es so viele davon gibt :)

Gruss
Joerg

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Beitragvon pirx » 03.03.2016, 09:41

mommi hat geschrieben:Hallo,

wir haben hier Simpana 10 im Einsatz. Wir haben 7 Standorte mit 25 Hosts und ca 140 VM's am laufen. Bei Simapana gibt es zwar eine Dedup-Engine mit, diese hat aber hier zu Beginn (2013) reichlich Probleme bereitet. Deshalb sind wir von Dedup-Sicherung mit Simpana abgegangen und nutzen dafür an jeden Standort von Fijutsu Eternus CS800 in verschiedenen Größenordnungen je Standortgröße. Die Backups werden dann automatisch zu einen zentralen Standort als sekundäre Sicherung repliziert ( mit Replikamitteln der CS800)


Commvault hat uns ihr Dedup Feature wärmstens empfohlen (was nicht wundert). Wir waren für die zukünftige Planung relativ festgefahren auf Dedup Appliances und haben auch schon einige StoreOnce im Einsatz. Dedup in Software nutzen zu können sieht erst mal sehr verlockend aus. StoreOnce Catalyst hängt doch sehr stark am Data Protector, vor allem wenn man Replizierung über Catalyst nutzen möchte. Den DP möchte aber eigentlich niemand mehr länger einsetzen, nach den Präsentationen der Mitbewerber war noch klarer, wie viel Features und Benutzerfreundlichkeit dem DP doch fehlt.

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Beitragvon pirx » 03.03.2016, 09:44

BastiHN hat geschrieben:Wir haben genau das gleiche Problem aktuell.

Aktueller Stand:
- VM´s werden gar nicht bzw. Mangelhaft mit einer sehr alten HP Dataprotector Version gesichert
- HP Dataprotector für eine hand voll physikalische Server

Wegen der schlechten VM Sicherung müsste man auf eine neue Dataprotector Version gehen inkl. neuen Lizenzen. Daher habe ich mich nach anderen Lösungen umgeschaut.


Veeam ist für VM´s mit Abstand am besten, kann jedoch keine physikalischen Server sichern welche aaber zwingend gesichert werden müssen. Ein "Mischkonstrukt" mit Veeam + Dataprotector wäre denkbar, ist aber in meinen Augen eine zu große Komplexität

Daher habe ich mir auch die Commvault Lösung angeschaut, diese ist gar nicht mal so teuer wie gedacht weshalb es zu 90% diese Lösung werden wird. In Bälde kommt ein Systemhaus zu uns vor Ort bzgl. Feinkonzept, bin gespannt was dabei heraus kommt.


Auch in Version 9 ist der DP nicht wirklich schön für VMs zu benutzen. GRE für VMware einzurichten, vor allem mit der VCSA ist einfach nur blutig. Es wird wahrscheinlich einen Grund haben, warum HP vor wenigen Wochen Trilead gekauft hat.

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Beitragvon BastiHN » 03.03.2016, 11:25

Das ist gut zu wissen, aber leider zu spät für unsere Bedürfnisse. Bist HP hier "state of the art" ist dauert es einfach zu lange


Die physikalische Sicherung mit Veeam ist eher ein Witz.
- Endpoint Backup ist nicht primär für physikalische Server gedacht
- Solaris o.ä. kann nicht gesichert werden
- Kein offizieller Support
Das ist alles ein "hätte wäre wenn" Szenario, d.h. Stand heute uninterresant :(

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Beitragvon pirx » 14.06.2016, 13:49

Wir sind immer noch im Entscheidungsprozess. Von den DB Kollegen kam ein klares nein zu Veeam, auch die MSSQL Integration konnte sie nicht überzeugen. Oracle RMAN gibt es noch nicht für Veeam, HANA außer mit selbst gebastelten Skripten auch nicht. Commvault hat da definitiv seine Stärken und bildet alles ab, was die DB Kollegen wünschen und bisher zum Teil im DP per Skript lösen mussten. Auf der anderen Seite finde ich die VMware Integration bei Commvault nicht ganz überzeugend. Viele Features wie das Gegenstück zu Instant Recovery sehen für mich noch sehr Beta aus und funktionieren nicht sauber - bzw. sind definiv buggy (eine VM auf einem Host in maintenance mode starten zu wollen nenne ich einfach mal so). Oder ein simples FLR an die gleiche Stelle auf der gleichen VM ist kompliziert, ich muss mich erst durch den vCenter Inventory Baum kämpfen um die VM auszuwählen, warum die QuellVM nicht als default ausgewählt ist, oder es eine Suchfunktion nach VM gibt,ich weiß es nicht. Nicht schön für Kollegen die nur Restores machen sollen. Dafür gibt es gefühlte eine Million Einstellungsmöglichkeiten und auch die Anzahl der unterstützen Arrays (Snapshots) ist sehr groß. Den DP möchte eigentlich niemand mehr haben, StoreOnce wird für uns immer unattraktiver, da Catalyst praktisch nur vom DP unterstützt wird und preislich zu Dedup + Kompression in der Backup SW kaum attraktiv ist. Die Frage ist nun, ob eine Kombination Commvault + Veeam sinnvoll ist, oder man sich damit zu viel aufbürdet um VMs "optimal" mit Veeam zu sichern. Physik und DBs wären dann bei Commvault. Ich finde Veeam ist relativ einfach zu konfigurieren, gefühlt wäre der Aufwand stemmbar. Preislich scheint die Kombination nicht weit von der Commvault only Lösung zu sein.


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