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Sicherung von SMB-Share mit Veeam auf Band möglich?

Backupsoftware und sonstiges ...

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Sicherung von SMB-Share mit Veeam auf Band möglich?

Beitragvon monster900 » 09.07.2014, 15:14

Moin,
derzeit teste ich gerade Veeam 7 als Backuplösung in unserer VM-Umgebung. Wir wollen damit unsere bisherige Lösung mit BE2010R3 komplett ablösen.

Derzeit sichern wir wie folgt:
Zunächst auf unseren Backupserver (B2D) und anschließend wird dann eine Kopie der Sicherung auf Band gemacht (B2T). Für die Bandsicherung wird ein Autoloader benutzt.

Veeam unterstützt seit V7 ja auch Bandlaufwerke. Von daher sollte das ja soweit kein Problem geben.

Nun zum Problem. Wir haben hier ein QNAP-NAS als Datengrab für Installationsmedien/Software sowie als Replikationsziel für einen Außenstandort im Einsatz. Diese Daten wollen wir auch wöchentlich sichern. Unter BE2010R3 ist das derzeit kein Problem. Ein Job sichert die Daten der QNAP am Wochenende über die SMB-Freigabe direkt aufs Band.

Ist das auch mit Veeam 7 möglich?
Bisher habe ich noch nicht mal eine Möglichkeit gefunden eine einfache SMB-Freigabe als Backupquelle in Veeam einzubinden.

Gruß
Dirk

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Beitragvon MarcelMertens » 09.07.2014, 15:40

Was geht, ist File to Tape.

With file backup to tape, you can archive files and folders from Windows or Linux machines added to your backup infrastructure.


http://veeampdf.s3.amazonaws.com/guide/ ... V1kRkU4%3D

S. 142

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Beitragvon irix » 09.07.2014, 16:12

Die Funktion soll unsagbar langsam sein. Das wuerde ich auf jeden Fall vorher testen und im Veeam Forum mal Querlesen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 10.07.2014, 10:44

Moin,
ja ich würde es ja gerne testen... :(
Aber ich bekomme das QNAP-NAS bzw. die SMB-Freigaben ja nicht mal als Backupquelle in Veeam hinzugefügt.

Gruß
Dirk

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Beitragvon MarcelMertens » 10.07.2014, 14:00

Tape Job -> Files... -> UNC Pfad auswählen

Problem ist wohl, dass Veeam die Dateien aus dem Netzwerk nicht Cached. Daher läuft das Laufwerk ständig an...

http://forums.veeam.com/tape-f29/files- ... 17802.html

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Beitragvon monster900 » 10.07.2014, 14:11

So,
nachdem ich mich im Veeam-Forum durch einige Fred's gelesen habe sieht es wie folgt aus:
Veeam File Backup to Tape ist in der derzeitigen Veeam 7 so gut wie unbrauchbar, da Veeam massive Performance-Probleme beim Datentransfer hat, sofern viele kleine Dateien vorhanden sind. Und das ist natürlich bei unserem NAS der Fall!
Besserung ist für Veeam 8 angekündigt. :?

Also heißt es wieder mal eine eigene Lösung basteln... :cry:

Gruß
Dirk

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Beitragvon stahly » 10.07.2014, 14:17

Man könnte doch eine normale Veeam-Sicherung auf Platte machen und diese großen Dateien dann auf Band sichern. Ist zwar ein unschöner Umweg, aber sollte gehen - oder?

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Beitragvon MarcelMertens » 10.07.2014, 14:51

stahly hat geschrieben:Man könnte doch eine normale Veeam-Sicherung auf Platte machen und diese großen Dateien dann auf Band sichern. Ist zwar ein unschöner Umweg, aber sollte gehen - oder?


Nein, da eine Backup Quelle eine VM sein muß und kein Fileshare!

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Beitragvon irix » 10.07.2014, 14:57

Das NAS duerfte nicht selber Fileservices anbieten sondern sein Storage per iSCSI einer Windows VM/Sever zur Verfuegung stellen. Wer das macht kann auch gleich Server 2012 Dedup nutzen.

Diese FileServer VM sichert man dann normal ueber Veeam.

Wenn man ein NAS als Backuprepository nutzen moechte dann kann der iSCSI "Weg" auch der bessere sein da hier das vPowered NFS verwendet werden kann beim Restore bzw. Instant Restore. Weil dazu muss auf dem Backuprepository ein Stueck Software installiert werden und dann geht auf einem NAS so nicht.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 10.07.2014, 16:35

MarcelMertens hat geschrieben:Tape Job -> Files... -> UNC Pfad auswählen

Problem ist wohl, dass Veeam die Dateien aus dem Netzwerk nicht Cached. Daher läuft das Laufwerk ständig an...

http://forums.veeam.com/tape-f29/files- ... 17802.html


Moin,
also das Performanceproblem hat anscheinend nichts mit einem Tape-LW zu tun.
Ich habe testweise mal versucht ein Serverblech per FileCopy auf ein Backup-Raid unter Veeam 7 zu sichern. Kann man schlichtweg vergessen, so Bald viele kleine Dateien in dem zu sichernden Pfad liegen bricht die Performance von Veeam total ein (hier ca. 200 Kbyte/Sek!!!). Absolut indiskutabel.

Deckt sich auch mit den Erfahrungen aus dem Veeam-Forum. Die Funktion ist nur nutzbar, wenn man wenige große Dateien sichern will/muss.

Ich werde mir mal ansehen, ob ich unser NAS mit Cobian oder Areca zunächst auf den Backupserver sichern kann (Als 1 Backupdatei). Anschließend könnte Veeam die große Date dann auf Band sichern.
Problem ist nur, dass dann der Platz auf unserem Backupserver eng wird... :roll:

Wir haben zwar auch noch die Lizenz für BE, aber ich habe eigentlich keine Lust BE und Veeam gemeinsam zu nutzen. Und das nur um ein SMB-Share auf Band zu bekommen!

Gruß
Dirk

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Beitragvon MarcelMertens » 10.07.2014, 22:25

irix hat geschrieben:Das NAS duerfte nicht selber Fileservices anbieten sondern sein Storage per iSCSI einer Windows VM/Sever zur Verfuegung stellen. Wer das macht kann auch gleich Server 2012 Dedup nutzen.

Diese FileServer VM sichert man dann normal ueber Veeam.

Wenn man ein NAS als Backuprepository nutzen moechte dann kann der iSCSI "Weg" auch der bessere sein da hier das vPowered NFS verwendet werden kann beim Restore bzw. Instant Restore. Weil dazu muss auf dem Backuprepository ein Stueck Software installiert werden und dann geht auf einem NAS so nicht.

Gruss
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Wir haben hier ein QNAP-NAS als Datengrab für Installationsmedien/Software sowie als Replikationsziel für einen Außenstandort im Einsatz. Diese Daten wollen wir auch wöchentlich sichern.

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Beitragvon monster900 » 25.07.2014, 08:55

Moin,
wollte hier nochmal ein Statusupdate zu Veeam 7 der Datensicherung von NAS und eines Serverblechs geben.

Sicherung vom NAS habe ich in meiner Testumgebung wie folgt gelöst. Per 7-Zip werden alle zu sichernden Daten vom NAS in ein 7z-Archiv auf den Backupserver gepackt. Das so erzeugte Archivfile kann dann problemlos per Veeam 7 auf Band geschrieben werden.
Insgesamt sind das bei uns ca. 400 GB (7z-Archiv). Die Erstellung des Archivs dauert allerdings gute 8 Std (Trotz voller Auslastung von 8 Cores!)
Ist allerdings nicht weiter kritisch, da die Daten eh nur wöchentlich gesichert werden sollen. So kann den Samstag über die Erstellung des 7z-Archivs laufen und am Sonntag kann Veeam das dann auf Band bringen.

Für die Sicherung unseres letzten Blechs habe ich mir folgendes Szenario überlegt und getestet. Per Drivesnapshot wird ein Image vom Serverblech auf den Backupserver geschrieben. Die Imagedateien können dann ebenfalls per Veeam auf Band gesichert werden.

Das Einzige Problem, was wir bei dieser Lösung haben, ist dass wir Alles in allem ca. 1TB zusätzlichen Speicherplatz auf dem Backupserver verlieren bzw. bereit stellen müssen!

Grundsätzlich steht damit der kompletten Ablösung von BE durch Veeam bei uns im Hause nichts mehr im Wege.

Gruß
Dirk

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Beitragvon weigeltchen » 25.07.2014, 10:19

monster900 hat geschrieben:Wir haben zwar auch noch die Lizenz für BE, aber ich habe eigentlich keine Lust BE und Veeam gemeinsam zu nutzen. Und das nur um ein SMB-Share auf Band zu bekommen!


Dafür frickelst Du jetzt mit 7z und Drivesnapshot rum. Die Bandsicherung von Veeam haut mich nicht vom Hocker. Wir belassen es bei der Kombination Veeam für B2D und BE für B2T.

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Beitragvon leo » 25.07.2014, 10:59

@monster900

Noch einen Tipp zu 7zip oder ähnliche Packprogramme. Für Backup-Zwecke ist die voreingestellte Packrate meist zu hoch. Wenn man diese heruntersetzt (Parameter -mx1 oder -mx3), kann man die CPU-Last auf 1/3 oder 1/5 reduzieren, mit nur leicht erhöhtem Speicherplatzbedarf (im Bereich von ca. + 10 - 30 %), so dass man in der Gesamtsumme viel schneller ist.

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Beitragvon Dayworker » 25.07.2014, 12:29

@monster900
Hast du unabhängig von deiner Frickelei mal ein Restore durchlaufen lassen?
Wielange dauert es, bis du im Ernstfall wieder arbeiten könntest?

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Beitragvon monster900 » 28.07.2014, 09:58

@leo
Das werde ich mal testen.

@Dayworker
Das mit dem Restore ist natürlich so ein Sache... :D
Derzeit sichern wir ja noch mit einer Kombination aus BE2010R3 und Drivesnapshot. Drivesnaphshot, weil BE2010R3 unsere dicken VM's (>300 GB) einfach nicht gesichert bekommt! Das Thema hatten wir schon mal in einem anderen Fred ausführlich diskutiert.
Kommt darauf an, wie viele VM's bzw. welche Daten wieder hergestellt werden müssen. Das Restore dauert schon jetzt von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden! Wir machen jeden Monat ein Vollbackup auf Tape, dass dann ins Bankschließfach geht. Wenn also Daten von vorherigen Monaten benötigt kann das Restore schon mal einige Stunden dauern.
Wenn die Daten noch auf dem Backupserver liegen können wir in wenigen Minuten Daten wieder herstellen.

Das Backup/Restore der VM's mit Veeam 7 ist wesentlich performanter und effizienter als das Backup mit BR2010R3 und VM-Agents. Veeam sichert im Gegensatz zu BR2010R3 die VM's direkt auf Blockebene. Daher können wir mit Veeam einen wesentlich längeren Zeitraum direkt auf dem Backupserver halten (30 Tage) als jetzt mit BE2010R3 (7 Tage). Von daher ergibt sich hier dann schon ein deutlicher Performancegewinn für das Restore!

Kommen wir jetzt mal zu Deiner eigentlichen Frage. Worst Case Szenario (z.B. SAN komplett zerstört!) Dann würde hier nur noch unser Backupserver und ein virtueller DC laufen (die VM läuft auf dem lokalen Storage eines Hosts).
Das haben wir ehrlicherweise noch nie komplett getestet. Klar, haben wir schon mal Testweise einzelne VM wieder hergestellt. Dauert von wenigen Minuten bis zu ca. 3 Std. je nach Größe der VM.
Ich gehe mal davon aus, dass wenn das SAN wieder eingerichtet ist, es ca. 8 Std. dauern dürfte bis Alle Systeme wieder laufen... Aber getestet haben wir das noch nicht! ;)

@Weigeltchen
Ja, Du hast Recht. Veeam hat was den Tape-Support angeht mit Sicherheit noch Luft nach oben. Vor Allem stört mich das fehlende Verify. Wobei das Verify macht m.W. nach unser Autloader sowieso automatisch.
Aber das Programm macht ansonsten was es soll. Und nur zur Sicherung eines Serverbleches und eines nicht systemkritischen NAS extra noch eine BE-Lizenz vorzuhalten möchten wir eben nicht.

Gruß
Dirk

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Beitragvon irix » 28.07.2014, 10:11

@Dirk,
mein Vorschlag waere eine VM bei euch in der Zentrale welche sich per RoboCopy, ViceVersa die Daten von den Externen Geraeten holt und dann wie alle anderen per Veeam gesichert wird.

1. Die Daten gehen dann nur einmal ueber die Leitung
2. Beim "syncen" werden nur geaenderte Daten uebertragen
3. Eure 2012 VM koennte mittels Dedup die Datenmenge veringern

Bei einem Restore oder Verlust des NAS kann kann ja Kurzweilig die VM einspringen bzw. wenn Schattenkopien aktiv sind kommt man ja auch ein bisschen laenger zurueck was Einzeldateien angeht.

Was das Restore im Falle von DR angeht so ist mein Ratschlag sich einfach anzugucken wieviele GB/h man zurueck bekommt. Dann kann ma auch bei steigender Datenmenge ungefaehr sagen wielange es dauert.

Fuer die groesste VM einfach Veeam InstantRecovery einsetzen und wer noch Lokalstorage in den Hosts hat legt dort einfach Replikate ab.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 28.07.2014, 10:53

Moin Jörg,
also die NAS-Geschichte muss man jetzt losgelöst vom eigentlichen Backup der VM's sehen.
Klar könnten wir jetzt (mit dem neuen SAN 8)) prinzipiell auch Alles vom NAS wieder auf eine neue 2012'er Server VM umziehen und das QNAP komplett einstampfen. Platz wäre ja genug da!
Aber irgendwie sehe ich nicht so recht ein ca. 600 GB auf dem SAN für absolut nicht produktionskritische Daten zu verbraten!
Da sind mir die 1 TB auf dem Backupserver lieber. Auch weil hier die Kosten/Gbyte deutlich kleiner sind als auf dem SAN :D

Gruß
Dirk

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Beitragvon irix » 28.07.2014, 11:16

Hatte gedacht das NAS steht Extern. Wem SAN Speicher zukostbar ist guckt halt nach was der Localstorage noch hergibt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon monster900 » 20.10.2015, 17:02

monster900 hat geschrieben:Besserung ist für Veeam 8 angekündigt. :?


Moin,
wollte nur mal kundtun, dass es mit Veeam 8 tatsächlich eklatante Verbesserungen der Performance bei File2Tape gegeben hat!
Wöchentliche Sicherung unseres NAS auf Band ist jetzt problemlos direkt über Veeam 8 möglich.

Gruß
Dirk


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