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Veeam Backup Design Frage...

Backupsoftware und sonstiges ...

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Veeam Backup Design Frage...

Beitragvon vsenguel » 08.05.2013, 21:00

Ich habe hier jetzt unseren EXSi 5.1 Cluster fertig aufgebaut und werde/soll jetzt das Veeam B&R 6.5 einrichten.

Dazu würde ich gerne auf der VBR Hardware die VMs per Backup Job replizieren und in einem Desaster Fall von dort aus per vNFS starten, soweit so gut.

Die Frage die sich mir aber stellt ist. wie stellt man das ganze auf dass es mit der 10Gig Verbindungen funktioniert?

Hier noch ein paar Fakten:

- vCenter Appliance ist im selben IP Bereich/VLAN wie der VBR Server
- Der VBR Server hat 10Gig Anbindungen/IPs direkt an das SAN Netz
- Die primären SANs sind DELL EqualLogic's in einer Gruppe

Was ich erreichen möchte:

- Täglich die VMs sichern, differenziell
- Vom SAN zum Backupserver mit 10Gig
- vNFS sollte auch mit 10Gig funkionieren
- Direct SAN Backup (???)


Kann mir da jemand helfen wie das am besten designt wird, das Handuch und das Best Practice Guide PDF haben mehr Fragen/Anwendungsmöglichkeiten aufgeworfen anstatt Fragen zu beantworten :(


Anbei noch ein Bild wie die Infrastruktur momentan aus sieht.

Bild

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P.S.
Ich habe ein schlechtes Gefühl im Bauch wenn ich den Windows VBR Server an die SANs per iSCSI anschliesse...

Danke für jeden Tipp
Volkan

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Beitragvon irix » 08.05.2013, 22:29

- Wenn du die iSCSI Volumes nicht an den VBR Server mappen magst dann lass es. (Machen wir mit unserem EQLs auch nicht :)) Falls doch an das diskpart automount disable denken wobei das Veeam angeblich fuer dich macht.
- Deploy die Veem Proxy und lass diese dann direkt auf das Backup Share schreiben
- Veeam macht auch Inkremental. Wenn du Platz sparen must dann nimm Reverse Incremental
- Was das vNFS angeht.... unser VBR ist virtuell. Hmm.. .die Daten muessen vom Backup Share zum VBR und von dort ueber vNFS in dein 10GbE Netz.

Hat der VBR ein Beinschen im gleichen Netz wie eine der VMKs aus dem ESXi Hosts?

Gruss
Joerg

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Beitragvon vsenguel » 08.05.2013, 23:45

Hi irix

VBR ist im gleichen Netz wie das SAN und der vCenter, resp. erweichbar per 10Gig. Weitere Netze anbinden per 10Gig ist kein Problem da das ja Design noch nicht fest steht.

Die Frage ist natürlich wenn ich das per VM mache dass der VBR Server virtuell ist, kriege ich doch ein Problem bei einem Desaster (?).

Wie gehe ich dann vor wenn z.B. der ESXi Cluster sich in Luft aufgelöst hat (ich übertreibe hier mal)?

Das Ziel von mir war, dass ich nicht auf eine VM setze für VBR sondern eine Hardware damit ich unabhängig von VMWare bleibe (Desaster).


Danke fürs Feedback
Volkan

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Beitragvon irix » 09.05.2013, 18:15

vsenguel hat geschrieben:Hi irix

VBR ist im gleichen Netz wie das SAN und der vCenter, resp. erweichbar per 10Gig. Weitere Netze anbinden per 10Gig ist kein Problem da das ja Design noch nicht fest steht.


Du must dich entscheiden ob du Proxies auf den Hosts haben moechtest um LanFree(SCSI HotAdd) zu verwenden oder aber SAN Mode bzw. LAN.

1. HotAdd, die vDISKs werden vom Proxy gemountet und die Daten gelesen, komprimiert und dann direkt zum Backup Server. Der phys. VBR hat keine Last da er nur die Jobs verwaltet.

Ist das ein virtueller VBR so ist dieser automatisch auch immer ein Proxy. Hier laeuft dann die Last auf und er ESXi muss hier Resource bereitstellen. Wenn man mehre Proxies hat verteilt sich die Last bzw. man kann je Job diese zuweisen.

2. San Mode bedingt das VBR auf einem phys. Host installiert ist und er Zugriff auf das SAN hat. Buerdet die komplette Last dem VBR auf
3. Hier werden die Daten ueber die VADP Schnittstelle ueber den MGMT Kernel des ESXi angefordert. Ist definitiv die langsamste Methode und buerdet die Teillast dem VBR auf.


Die Frage ist natürlich wenn ich das per VM mache dass der VBR Server virtuell ist, kriege ich doch ein Problem bei einem Desaster (?).

Wie gehe ich dann vor wenn z.B. der ESXi Cluster sich in Luft aufgelöst hat (ich übertreibe hier mal)?


Ein frisch installierter VBR kann vorhandene Repositories wieder importieren. Das was in der DB steht sind nur die Stats und Jobdefinitionen. Aber..... das VBR dedup sowie Syntetic Backup kann und macht dauert so ein Import ewig und drei Tage je nach Groesse. Somit ist dein Punkt nicht ganz von der Hand zuweisen.

Das Ziel von mir war, dass ich nicht auf eine VM setze für VBR sondern eine Hardware damit ich unabhängig von VMWare bleibe (Desaster).


Bewerte die einzelnen Punkte wie Backup, Restore und DR. Um alle 3 Punkte gleichwertig zu loesen ist entsprechender Aufwand notwendig.

Ich habe Veeam bis Dato nur in kleineren Umgebungen um Einsatz und die groesseren haben historisch bedingt Quest vRanger. Bei diesem sind einige Details anders geloest was aber bedingt wird das dieses Programm weniger Funktionalitaet hat bzw. diese anders realisiert.

Das Bild oben ist nur Demo oder? Wenn du magst koennen wir Montag mal telefonieren. Schick einfach eine PM mit deinen Kontaktdaten.

Anmerkungen:
- Damals, als es im Winter noch schneite war SANMode nicht viel schneller. Das muesste ich heute halt nochmal testen
- Bei inkrementeller Sicherung von 12 VMs gleichzeitig kommen nach der Komprimierung und entfernen geloeschter Daten niemals mehr als 1GB beim Backup Server an und das bei 5 Hosts. Wir haben hier einen LAG aus 2 oder mehreren 1GbE. Anders ist es bei einer Vollsicherung aber hier wird eher der Backupserver zum Flaschenhals weil dieser dann auch 200MB/s wegschreiben koennen muss. Sehen tue ich bis zu 750MB/s was das lesen angeht aber das auch nur wenn mal ThinProvisioning Disks dran kommen bzw. VM groesseren freien Speicher intern haben. Ansonsten ist das mit den Leseraten so 100-200MB/s
- Uns gehen die 10GbE Ports aus bzw. wir fanden sie fuer Server und Storage wichtiger als fuer das Backup
- Ich kann nicht sagen wie man das vNFS beeinflussen kann. Da muesste man mal wissen was moeglich ist. Wenn es nur ueber das MGMT geht und die hier unbedingt 10GbE haben moechtet dann muss der Backup und VBR sowie ESXi Host im gleichen Subnet liegen.
- Ich meine mich zu erinneren das VBR auch Restore auf das SAN kann? Die Frage wie die Daten da fliessen koennen

Was sagt denn der welcher dir das Veeam und die Umgebung verkauft hat?

Gruss
Joerg

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Beitragvon vsenguel » 09.05.2013, 21:04

Danke irix

Das Design ist bereits produktiv, nur das Backup Design wurde geändert nachdem wir von Trilead zu Veeam für quasi fast geschenkt wechseln konnten ;)

Deswegen kann ich die Netze vom HW VBR Server noch so anpassen wie es am besten geht. Ports auf den 10Gig Switches sind noch reichlich vorhanden und 10Gig Ports am Server kann ich auch noch mit weiteren Karten nachrüsten. Dies ist also alles kein Problem.


Ich habe jetzt mal deine Antworten, danke nochmals für diese, genau gelesen und würde folgende Konstellation aufbauen:

- VBR Server in einer VM inkl.. lokaler Proxy
- Backup Storage per iSCSI angebunden (10Gig nativ) als RAW Device, dann bin ich nicht auf die 2 TB Grösse angewiesen.
- Ein eigener Backup Job exportiert die Virtuelle VBR auf einen UNC Pfad (falls dies geht?) damit bei einem Desaster der VBR Server als erster auf einer neuen Hardware in Betrieb genommen werden kann und daraus die VMs wiederhergestellt werden können.

Was denkst du, habe ich mit diesem Design eine performante Lösung und für den "Weltuntergang" / Desaster Fall eine Restore-Möglichkeit aus einer nicht zu alten Inventur-Datenbank heraus ohne eine Inventur zu erstellen?



Danke
Volkan

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Beitragvon irix » 09.05.2013, 21:17

Was genau ist dein Repository Server sprich das CIFS Share wo die Daten abgelegt werden? Bei uns ist das manchmal ein und der selbe pyhs. Backup Server. Letzterer macht dann dann \\share fuer "sich selber".

Du muesstet fuer einne konsistenten Stand aus sicht von Veeam nach jedem Job die SQL Daten sichern. Halte ich fuer nicht so praktisch jenach Anzahl der Jobs.

Gruss
Joerg

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Beitragvon vsenguel » 09.05.2013, 21:43

Der cifs Server wäre der physikalische Backup Server , die veeam backups werden einmal in der Nacht laufen. Für die Daten Backups ist von MS der DPM 2012 verantwortlich, der konnte auch die SQL DB von veeam in kürzeren Abständen sichern.

Ich denke dies ist ein guter Ansatz.

Unser Desaster definiert sich auch daran dass das zentrale Storage aus fällt, da könnte ich die VBR vm auch auf dem backup storage laufen lassen...

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Beitragvon irix » 09.05.2013, 21:58

Dann lass den VBR auf der phys. und deploy die Proxies.

Gruss
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Beitragvon vsenguel » 09.05.2013, 22:03

Dann läuft der traffic von den proxies zu vbr über das 1gig Netz :(

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Beitragvon irix » 09.05.2013, 22:16

vsenguel hat geschrieben:Dann läuft der traffic von den proxies zu vbr über das 1gig Netz :(


Nicht wenn du ihn an dein 10GbE anschliesst :) Du sagst doch das der Server das Storage zu Ablage der Backups ist oder? Waere dein angedachtes iSCSI Target auch ueber 1GbE realisiert worden? Falls ja machst doch keinen Unterschied.

Gruss
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Beitragvon vsenguel » 09.05.2013, 22:38

Alles bis auf die Kommunikation der VM'S ist alles in 10gig verbaut. Der backupserver ist mit 1gig angeschlossen, deswegen auch die Idee vbr in einer vom zu platzieren.


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