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SAN Symphony-V - Erfahrungen im produktiven Betrieb

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SAN Symphony-V - Erfahrungen im produktiven Betrieb

Beitragvon tester78 » 21.09.2011, 14:51

Hallo

http://www.datacore.com/de/SANsymphony-V.aspx

ist besser nur für den Testumgebungen zu verwenden, weil es nur dafür vorgesehen ist und beworben wird oder was meint Ihr?

Ich habe es getestet und Speicher per iSCSi bereitgestellt.

Die iSCSI Rate ging maximal bis zu ca 15% meiner 1Gbit Verbindung, aber vielleicht ist es bei euch auch schneller und ich mache was falsch.

Damit könnte man aber doch theoretisch auch ein eigenes SAn basteln, da auch FC unterstützt wird...

Aber produktiv einsetzen hätte ich gegenüber einemn professionellen SAN auch Kopfschmerzen.

Oder nutzt es hier etwas jemand produktiv und kann einmal Erfahrungen teilen?

Gruß

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Beitragvon bla!zilla » 21.09.2011, 15:50

Upgrades von bestehenden Installationen gibt es noch keine, aber ich habe vor ein paar Wochen eine Neuinstallation gehabt. Basis waren zwei DL180 G6 von HP mit jeweils 25x 450 GB 10k SAS. Der Kunde hat von FC auf iSCSI migriert (hatte vorher EVAs im Einsatz). Setup nach DataCore Best Practice. Performance ist der Knaller, trotz iSCSI. Pro SDS sind 4x 1 GbE nur für iSCSI (2x Frontend, 2x Mirror) im Einsatz. Zwischen den RZs liegt 2x 10 GbE. Per MSTP und unterschiedlichen VLANs wird der Verkehr verteilt. Durchgehend Jumbo Frames. Der Kunde setzt VMware vSphere 4.1 ein. Dank ALUA und RR gibt es gar keine Probleme mit der Performance (auch hier durchgehend Jumboframes und 2x 1 GbE pro Server). Der Kunde hat ca. 40 Gastsysteme fliegen, u.a. mehrere SQL 2000, 2005 und 2008, Terminalserver etc. Großer Vorteil ist auch Thin Provisioning. Obwohl der Kunde netto ungefähr die gleiche Gesamtkapazität hat, sind nur etwas unter 50% wirklich allokiert (TP sei dank). In der alten Umgebung ging nichts mehr, freier Platz lag brach, konnte nicht umverteilt werden.

Der Kunde ist absolut glücklich mit dem Produkt. Auch andere Kunden mit DataCore SANsymphony oder SANmelody sind sehr, sehr glücklich mit ihren Lösungen. Technologie ist gemischt, viele setzen aber eher auf FC statt auf iSCSI.

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Systemwechsel SAN

Beitragvon Nukite2007 » 22.09.2011, 07:55

@bla!zilla

ich habe da eine Frage, bzw. wäre um Deine eine Einschätzung sehr dankbar.

Ist-Zustand:

2 x EVA 4000 mit jeweils 56 HDD 15k Fiberchannel 146 GB
2 x Hitachi HDS200 mit jeweils 72 HDD 15k Fiberchannelplatten 300GB
2 x SDS mit Datacore SAN Melody

Alternativen für Neuanschaffung:

Variante 1
NetApp Metrocluster auf Basis von FAS 3240 SMC mit insgesamt 84 HDD 600GB 15K FC
(Bei dieser Lösung würden wir Datacore ablösen)
Basierend auf FC 4 GBit

Variante 2
5 x HP Lefthand P4500 pro Seite mit jeweils 600GB 15K SAS Platten
insgesamt dann 120 Platten
(Bei dieser Lösung würden wir Datacore ablösen)
Basierend auf iSCSI 1GBit

Hintergrund der Umstellung ist, dass alle Systeme (EVA, Hitachi und Datacore aus dem Support gelaufen sind und in kürze laufen und die Hardware doch schon älter ist und entsprechende Carepacks sehr teuer.

Beide Varianten inkludieren 5 Jahre Subscription

Bin mir leider nicht so sicher welche der beiden Varianten die performantere ist
Vielleicht kannst Du aus Deiner Erfahrung heraus eine Einschätzung geben, da die Hersteller natürlich immer IHR System als das Beste, Schnellste etc. darstellen

VG
Peter

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Beitragvon bla!zilla » 22.09.2011, 08:07

Passt zwar hier nicht zum Thread, aber gut. Es kommt darauf an was ihr erreichen wollt und wie eure Anforderungen aussehen. Wenn ihr den Filer nur per FC als blockbasierten Speicher nutzt, dann ist er die falsche Wahl. Dafür kann die Kiste zuviel. Vom der Anzahl der Spindeln her, bist du bei LeftHand wahrscheinlich besser bedient, zumal du bei der Anzahl der Nodes (müssten 10 Nodes sein) auch die höheren Network-RAID Level nutzen kannst. Sofern das iSCSI SAN sauber aufgezogen ist, würde ich mir bei der Performance keinen Kiopf machen. Da stehen 20x 1 GbE gegen 4x 4 GbE beim Filer. Bei geschickter Nutzung von Multipathing wird da schon ordentlich fix sein. VAAI können beide Systeme, von der Administration her düfte die P4000 einfacher sein (persönlicher Eindruck). Mit SAN/IQ 9.5 is vSphere 5 supported, bei Data Ontap fehlt mir aktuell der Überblick. Soltle aber, wenn nicht schon mit der 8.0.2 geschehen, bald nachgeschoben werden.

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Beitragvon Nukite2007 » 22.09.2011, 08:20

Hey, danke für Deine Einschätzung.

anbei unsere Zielsetzung:

Spiegelung über zwei RZ hinweg (290 Meter Distanz)
Snapshot read / write
Thin Prov.
einfache Skalierbarkeit

folgende Systeme sollen darauf laufen:

SAP mit Oracle DB
VMware vCenter mit aktuell 7 Hosts im Moment noch 4.1 U1 dann 5
ca. 2 Stück physische Windowskisten mit keinen besonderen Anforderungen

Merci nochmals
Peter

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Beitragvon bla!zilla » 22.09.2011, 08:28

Tja, da kann ich nicht viel zu sagen. It depends on... Ihr müsstet mal mit EVAperf schauen was bei euch so wirklich auf den EVAs los ist. Dann kann man entscheiden ob eine von den beiden angedachten Lösungen aufgrund der ermittelten Werte ausscheidet. Grundsätzlich können das beide Systeme, wobei du den Filer im Prinzip zerpflückst und pro Site nur noch einen Controller hast. Ein Controllerausfall ist daher immer zwangsläufig mit einem Site-Failover verbunden. Aus dem Blickwinkel Skalierbarkeit ist die P4000 überlegen. Einfach kann man ein Speichersystem nicht skalieren. Für den Filer spricht wiederrum die Unterstützung von iSCSI, Fibre-Channel, NFS und CIFS. Konsequenterweise müsste man dann aber auch min. NFS oder CIFS nutzen, sonst bringt einem das System kaum einen Mehrwert.

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Beitragvon Nukite2007 » 22.09.2011, 09:43

Danke hast mir sehr geholfen.

Erleichtert mir die Entscheidung.

Schönen Tag noch
Peter


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