Die Foren-SW läuft ohne erkennbare Probleme. Sollte doch etwas nicht funktionieren, bitte gerne hier jederzeit melden und wir kümmern uns zeitnah darum. Danke!

lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 09.08.2020, 17:53

Nachdem ich gute Erfahrungen mit dem Dell T20 gemacht habe werde ich wohl demnächst mal einen ESXi Server auf Dell T40 Basis aufsetzen. Dann gleich mit 64 GB Ram.

In diesem Zusammenhang würde ich gerne mein Glück mit unredundantem lokalem Speicherplatz für die VMs nicht weiter strapazieren sondern:

Entweder:

A: lokaler Raid Controller mit 4 SSDs (gerne auch NVME SSDs wenns da schon was nutzbares gibt)

oder

B: VMs auf einen externen Storage mit Raid (da ein Switch mit 4 x SFP+ vorhanden ist wäre einer der das kann nett)

Was ist die Empfehlung der Experten?

Gerne auch für konkrete Produkte die zuverlässig, simpel zu administrieren, nicht zu laut und auch nicht zu teuer sei sollten.... :-)

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 09.08.2020, 18:44

Oem..... 4x SFP+ reicht gerade fuer das Storage und dann ist fuer die Hosts nichts mehr ueber. Einzig die EQL 6110 hats geschaft mit nur 1x ETH pro Controller dank Vertical Port Failover dieses Manko zu umschiffen.

Ich gehe auch mal davon aus das die SFP+ weniger als Storage Ports sondern als Uplinks designed sind. Allerdings kann man das auch ignorieren.

Ich haette eine eine EQL6110X mit 24x10k SAS abzugeben. Kenne kaum ein SAN was Benutzerfreundlicher ist. Aber das Konzept ist EOL beim Hersteller.

Kleinstumgebungen bekommen hier meistens Shared SAS weil da keine Switche benoetigt werden sondern nur ein kostenguenstiger Dual Port 12G SAS HBA der nichts koennen muss (darf).

Gruss
Joerg

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 09.08.2020, 19:14

Wenn es auch SW-basiert sein darf, favorisiere ich weiterhin "nappit" sprich Storage-Appliance mit durchgereichtem HBA als sicheren Speicherplatz.

[add]
"gea" hat auch was mit Cluster auf ZFS-Basis gebastelt. Sollte man sich vielleicht auch mal anschauen.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 10.08.2020, 11:05

Natürlich geht es nur um eine Kleinstumgenbung. 2 oder max. 3 ESXi Hosts. Bei den 4 10 GB SFP+ Ports im Switch ist also zur Zeit einer frei an den ich einfach das NAS anstöpseln wollte.

Da die SFP+ Ports schon 10 GB sind dachte ich Laienhaft das man die einfach für die NAS und die Host Anbindung zusammen nutzt?
Das ist sicherlich absolut nicht die reine Lehre aber funktioniert es? Sollte doch trotzdem immer noch deutlich schneller sein als wenn ein Server mit 1 GB am Switch hängt. Oder auf lokale lahme HDDs als VM Speicher zugegriffen wird.

Bei den Dell T40 habe ich nur 3 PCIe Slots. Wenn ich da für lokalen NVME Speicher eine Adapterkarte einbaue dann habe ich noch zwei frei für 10 GB Netzwerkkarten. Die 10 GB SFP+ Karten sind schon vorhanden.

Ich kann also durchaus noch eine zweite 10 GB LAN Karte einbauen und dann eben noch einen Extra Switch nur fürs NAS dazukaufen wenn das wirklich sinnvoll ist das vom normalen LAN zu trennen.

Oder mal für Laien: Wenn das so alles bei Kleinstumgebungen mit 2-3 Host nicht gemacht wird, wie wird dann ein NAS angeschlossen und was benötige ich dafür für Hardware?


Zu "Napp-It" das hatte ich vor Jahren mal laufen und ich hab einfach nicht die Zeit und Lust mich da (wieder) einzuarbeiten. War mir damals auch alles zu frickelig. Ich brauch eine fertige Lösung die angestöpselt wird, in wenigen Stunden konfiguriert ist, und dann Jahrelang ohne Wartung läuft. Wenn eine HDD oder SSD zickt soll da was leuchten/Angezeigt werden/Mail kommen und dann tausche ich die aus. Fertig.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 12.08.2020, 11:44

Alles zu Ahnungslos und gefrickelt von mir als das mir jemand Antworten mag?

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 12.08.2020, 12:01

Wirrkopf hat geschrieben:Alles zu Ahnungslos und gefrickelt von mir als das mir jemand Antworten mag?


Ja....

Evtl. erstmal ueberlegen WAS erreicht werden soll bzw. das Ziel/Intention ist.


Was bei dir ein NAS ist ... kenne ich als 5-6stelliges Speichermonster in Form einer Isilon ;)

Einstiegsstoragesysteme haben hier immer 2 Controller aus Redundanzgruenden und wegen Updates im ldf. Betrieb. Das bekommt man mit den Gut&Guenstig NAS von Qnap/Synology nicht hin. Ja ich weis das Synology da auch was anderes hat....
Jeder der Controller hat dann Minimum 2 Kabel/Pfade zur Fabric oder direkt zum Host.

Netzwerk ist auch redundant was bedeutet 2 Switche. Die Verkabelung der ESXi ist auch Redundant und sofern mit IP basiertem Storage gearbeitet wird sind auch die Switche entsprechend qualifiziert dafuer.

Ich vermute mal das es dir aber gar nicht um sowas geht bzw. das Budget nicht reicht. Dann muss mal aber Schwerpunkte setzen oder Dinge als gegeben hinnehmen.

Ich mache zwar seit 2010 hier im Hause und bei Kunden Vorort 10G iSCSI/LAN aber in den wenigsten Faellen wird die Bandbreite auch ausgeschoepft. Das hat sich erst geaendert seit SSDs Einzug gehalten haben. Natuerlich sind es dann nicht 2-4 sondern 10,20,30 und mehr SSDs.

Ich haette noch eine MD3220 SAS(6Gibt) Frontend guenstig abzugeben aber da ich habe ich die HDDs woanders gerade im Einsatz. Fuer kleines Geld liegt auch im Keller 2x Proliant 8Gen? sowie eine MSA. Haben wir letztes Jahr ausgetauscht und da ich mehr Dell als HPE mache kann ich dazu wenig sagen.


Also wenn es fuer ext. Storage nicht reicht dann lieber ein gutes lokales RAID.


Gruss
Joerg

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 12.08.2020, 12:18

Kommt auf das NAS drauf an. NAS sind in den meisten Fällen auf sequentielle Übertragung optimiert und sowas kommt im virtualisierten Betrieb eher weniger vor. Dadurch dürften sich fast alle NAS nur bei sehr bescheidenen Anforderungen einsetzen lassen. Klar man kann HDDs gegen SSDs austauschen und dadurch einen brauchbaren Schub bekommen. Problematisch bei allen Consumer-SSDs neben der fehlenden Powerloss-Protection ist jedoch, daß deren Schreibleistung extrem schwankt und es auch keine Zeitangaben gibt, in welchem Zeitraum ein IO wirklich weggeschrieben wurde. Letzteres ist für Raids ein No-Go, weil das Raid erst dann Vollzug meldet, wenn der letzte Raidteilnehmer seinerseits Vollzug gemeldet hat. Falls ein Raid-Teilnehmer deutlich länger braucht, könnte der Controller diesen auch einfach rauswerfen und das Raid als Degraded führen. Das bedingt dann halt Server-SSDs zum entsprechenden Preispunkt.

"irix" hatte dir ja ein SAN genannt. Allerdings reichen dafür wohl deine NICs nicht aus, wenn ich das richtig verstanden habe.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 12.08.2020, 12:29

Dayworker hat geschrieben:"irix" hatte dir ja ein SAN genannt. Allerdings reichen dafür wohl deine NICs nicht aus, wenn ich das richtig verstanden habe.



Yupp.
Frueher konnten wir SAN mit nur einem Kontroller bestellen. Das wurde dann unterbunden vom Hersteller weil hinterher ist das Geschrei immer Gross gewesen. Ein SAN mit nur einem Kabel kenne ich nicht. Minimum sind 2.


Ob man am ESXi das iSCSI/NFS separieren will/muss wenn man 10G hat muss man schauen. Da wo Ports knapp sind machen wir LAN/Storage zusammen mit 2x10G. Alle Umgebungen wo BestPractices festzementiert sind haben 2x10G LAN und 2x10G Storage bzw. 25G kommt auch.


Gruss
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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 12.08.2020, 18:04

Bei all den theoretischen Überlegungen sollte man die Ausgangsbasis nicht vergessen:

3 ESXi Server von denen 2 eher Spielwiese sind. Der Wichtige hat KEIN internes Raid und auch KEINen externen Speicher. Da laufen auch jetzt nur Consumer HDDs und SSDs bei denen durchaus fraglich ist was an Bytes verloren geht wenn mal der Strom ausfällt oder was abstürzt. Was durchaus schon vorgekommen ist. VMs werden ab und zu manuell gesichert, Daten automatisch täglich. Es gibt weder ein redundantes Netz noch redundante Netzteile, nicht mal eine USV.

Warum hat sich das überhaupt so entwickelt? Ganz ehrlich: Weil ich einen einfachen Windows 2012 Server etc. damals langweilig fand und VMware cooler. EIne echte Analyse: Anforderung -> Lösung gab es weder damals noch ist sie heute (von mir) gewünscht. Wenn alles läuft reicht das. Wenn ich dabei wirre Ideen wie vSAN oder 10GB Netzwerk ausprobieren kann fein, egal obs unterm Strich was bringt oder nur frustrierende Erfahrungen für mich (in Maßen auch für die kleine Firma :lol: ). Das ganze ist nicht mein Hauptjob sondern mehr Hobby und muss daher funktionieren UND mir Spass machen.

Das ganze geht schon über 10 Jahre gut. Das das suboptimal ist weis ich selber. Wenn da mal was ausfällt ist jedesmal hoher manueller Aufwand und stunden bis tagesweise Ausfall angesagt.

Jetzt ist die Bereitschaft da das ganze ein wenig zu verbessern. Budget für alles im unteren vierstelligen Eurobereich. Möglichst soll soviel wie möglich an vorhandener Hardware weitergenutzt werden. Z. B. dieverse SSD, HDDs, Switch, 10GB Netzwerkkarten. Nicht unbedingt für die "kritischen" Bereiche aber für weniger wichtige Dinge wie z. B. Remote VMs auf denen Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten können.

Meine bescheidene Idee war: 2 ESXi Server + Ein Storage mit Raid. Und zwar in der Budget Klasse. Also zweimal Dell T40 + z. B. https://www.qnap.com/de-de/product/ts-332x vielleicht auch zwei davon. Einer mit drei SSDs und einer mit drei HDDs.

Raid = Ausfall einer SSD / HDD wird abgefangen
2 x ESXi + NAS = wenn ein ESXi Host ausfällt laufen die VMs auf dem anderen weiter bzw. werden da neugestartet.

Weiterhin kein Xfach redundantes Netzwerk, Strom etc.

Ist das im Vergleich zur Ausgangsbasis eine Verbesserung, gleich katastrophal oder sogar schlimmer?

Wenn ein lokaler Raidcontroller die bessere Wahl ist gibt es dann was zuverlässiges der im Idealfall mit SSDs und HDDs klarkommt und unter VMWare zukunftssicher läuft?

Ich weis das meine Ausführungen evtl. kontraproduktiv für Hilfe waren aber ich wollte möglichst ehrlich sein :D

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 13.08.2020, 11:57

Das Problem für mich mit einem lokalen Raid-Controller und ohne funktionierende SMIS-Provider ist, daß ich den Gesundheitszustand aller Raidteilnehmer nicht mehr sehe. Der Controller reicht einfach nur Speicherplatz rein.
Das Problem umgehe ich mit "nappit", denn da sehe ich immer alle Teilnehmer und einen Laufwerksausfall kann ich mir auch ohne VCSA/vCenter per Mail etc signalisieren lassen. Falls der Einsatz von vSphere-7 angedacht ist, kommt noch hinzu, daß mangels "vmklinux" nur noch native Treiber funktionieren. Damit fallen schonmal alle preisgünstigen, älteren LSI-Controller mit SAS2008-chip raus. In meinem Fall betrifft es die Einsteiger-Controller LSI-9211 bzw LSI-Baugleichen Dell H200/H310, IBM M1015 usw. Auch für die anderen preisgünstigen LSI-Modelle der Reihe 92xx sind keine Treiber verfügbar. Daher reiche ich den Controller bzw in meinem Fall den HBA direkt per PCI-Passthru an "nappit" weiter und umgehe damit einige Probleme.

Wenn du wirklich ein Raid einsetzen willst, solltest du ernsthaft über BBU/BBWC oder zumindest eine USV nachdenken. "nappit" bzw das zugrundeliegende ZFS würde bei Stromausfall ohne USV auch Daten verlieren, allerdings würde der ganze, je nach Raidlevel, Platten (SMR/CMR) und Volumegrösse gerne tagelang brauchende Raid-Rebuild zwecks Konsistenzwiederherstellung schonmal wegfallen. Speziell Raid-5 verliert je nach Plattenalter nach einem Diskausfall beim Rebuild gerne mal einen weiteres Raidmitglied. Läßt sich die Rebuild-Priorität nicht verändern, kann man mit dem Raid nicht viel anfangen, weil sämtliche Zugriffe für die meisten OS dann einfach zulange dauern. BSOD sind dann die Folge.

SSDs und 10GB-E sind erstmal eine gute Kombination. Die Frage dürfte dann sein, welcher Platzbedarf vorhanden ist und zukünftig abgedeckt werden soll. Die momentan im Preis immer günstiger werdenden TLC- und erst recht die QLC-Modelle der Consumer-Reihen haben den Nachteil, daß diese die Daten nicht dauerhaft gleichmäßig wegschreiben können. Damit die Daten auch schnell genug ankommen und abgeholt werden können, muß die Host-CPU auch gewisse Ansprüche hinsichtlich Kernanzahl erfüllen. Mit einem Quadcore ohne HT/SMT lassen sich maximal SATA-SSDs wirklich noch ausnutzen, für NVMe dagegen sollten eher ein Hexa- oder Octacore im System stecken. Richig schnelle SSDs schlucken einiges an Rechenleistung, wenn sie wirklich 100K und mehr an IOPS abliefern sollen.


Im Vergleich zur Ausgangsbasis bist du mit einem NAS wegen Raid erstmal besser dran, um ein Backup kommt man ja trotz Raid nicht herum. Die anderen Nachteile wegen NAS habe ich dir ja bereits geschrieben. Daran ändern Consumer-SSDs in meinen Augen nur bedingt etwas, HDDs liefern langsamere und gleichmäßigere Übertragungsleistungen, sind aber IOPS-technisch gehandicapt. Die Frage wie stark sich das mit Consumer-SSDs auf TLC- oder QLC-Basis bemerkbar macht, wenn sie im Server-Einsatz sind, entzieht sich meiner Kenntnis. In jedem Fall sollte man die TBW-Werte und vor allem die Temperaturen bei Dauerlast im Auge behalten. Desktop-SSDs halten zwar hinsichtlich TBW recht lange durch, können sich aber bei Dauerlast auch unerwartet stark erwärmen. In meinem ESXi habe ich mehrere Desktop-SSDs verloren, weil die Temperaturen aufgrund der bei Desktop-SSDs nicht angedachten Dauerlast deutlich und dauerhaft über 50 Grad anstiegen. Die Unterbringung im Gerät selber dürfte nicht das Problem gewesen sein, die SSD lag noch im Luftstrom, aber Desktop-SSDs sind meist in ungünstiges, weil schlecht wärmeleitendes Plastik gepackt.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 13.08.2020, 12:50

Wenn man sich nun nicht einen Frankenstein PC von Ebay und Co zusammen stoepselt dann sind heutige RAID Controller in das Servermanagement integriert und das schliesst das Monitoring und Alarmierung mit ein. So ist es bei Dell/HPE wenn man das passende kauft und dann nicht die "Enterprise" Lizenz vergisst.

Ob man da in der ESXi GUI eine rotes oder gruenes Icon sieht ist dann irrelavant zumal ein Einzel ESXi ja auch keine Alarme kennt bzw. nicht selber benachrichtigen kann.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 14.08.2020, 08:43

Nochmal konkreter:

Was ist die Meinung zu so einen 8x NAS wie z. B. sowas wie der

https://www.qnap.com/de-de/product/ts-832xu Taugt das was wenn man den mit zwei kleinen ESXi Server nutzen will?

Wird in der VMware Compatibility Guide als TS-x32XU aufgeführt.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 15.08.2020, 09:10

QNAP selber beschreibt das Gerät mit "10GbE-bereites Einsteiger-Rackmount NAS für SMB mit zwei SFP+ Ports und einem PCIe 2.0 ×2 Steckplatz". Kann NFS und iSCSI, wobei laut QNAP-Auflistung unter https://www.qnap.com/solution/virtualization/de-de/ nur bei iSCSI auch VAAI unterstützt wird. Es lassen sich auch ausgewählte USVs per USB und Netzwerk einbinden.
Prinzipiell taugt das erstmal und VMware listet das Gerät nach kostenpflichtiger HCL-Überprüfung auch auf. Wie sich das Gerät am Ende im VMware-Einsatz schlägt, habe ich nirgendwo gefunden. Der externe PCIe-Steckplatz ist nur mit 2 Lanes nach PCIe-Gen2 angeschlossen. Mehr als 1GB/s geht da rechnerisch nicht drüber. Den Kauf hyperschneller NVMe-SSDs kann man sich daher sparen.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 15.08.2020, 12:16

HI Dayworker, danke erstmal für die Einschätzung. Das hilft gegen die Angst evtl. das völlig falsche zu kaufen weil man was als Laie übersieht.

Vielleicht kannst Du (oder gerne jemand anders!) auch die Zusatzfragen beantworten:

0. VAAI ist bei dem NAS nur nicht zertifiziert aber es wird als "kompatibel" angezeigt. Funktioniert es dann trotzdem oder unterbindet das VMWare dann? Die Tabelle listet ja auch nur ESXi 6.5 auf. Könnte es da nicht aktuellere Informationen geben?

1. Der PCIe Port ist doch "nur" für Zusatzkarten wenn ich das richtig verstanden habe? Die 2 x 10GBit SFP+ Ports sind doch wohl so angebunden das da im Idealfall auch das Maximum drüber fliessen kann?

2. Als Idee schwebt mir vor da mit

1x Raid5 aus 3 x 4 TB HDD (Western Digital WD Red Plus 4TB mit SMR) als Raid 5 zu starten. Stehen in der QNAP Kompatibilitätsliste für das NAS.

1x Raid 5 aus 3 x 1 TB SSD (WD Red SA500 NAS SATA SSD 1TB) Stehen in der QNAP Kompatibilitätsliste für das NAS.

Dann habe ich noch zwei HDD/SSD Slots frei um bei Bedarf erweitern zu können.

4. Der Unterschied NFS oder iSCSI ist mir nach ein wenig googeln nur vage Klar. Gefunden habe ich die Aussage das NFS "einfacher" zu konfigurieren sein soll was ich vorziehen würde. Performancemäßig sollen die sich beide im Grunde nichts tun. Wenn ich also auf "VAAI" verzichten kann dann würde ich es also eher mal mit NFS probieren. Was ist bei meinen geringen Anforderungen empfehlenswert? Was ist wirklich "einfacher"?

5. Kann ich mit einem Raid-5 aus 3 x 1 TB SATA SSD die 10 GBit Lan Ports ausreizen? Ich habe leider nix an Test von dem NAS gefunden. Verschlüsselung brauch ich nicht also hoffe ich zumindest das es klappen kann?

6. Das NAS hat 2 x 10 GBit SFP+ Ports. Wenn ich nur zwei ESXi Server einsetzen will kann ich dann diese direkt ohne Switch mit dem SAN verkabeln? Klar ist das dann unflexible und nicht ausbaubar aber ich habe eine saubere Trennung von SAN und Rest Netzwerk und ich verschwende keinen meiner 4 SFP+ Ports im Switch. Oder doch lieber das SAN mit einen oder beiden Ports an den Switch... hm

7. Das NAS hat in der Grundausstattung nur 4 GB RAM. Lohnt es sich da gleich auf das Maximum von 16 GB zu gehen?

2 x Dell T40 mit jeweils 64 GB Ram, + das NAS + 3x SSD + 3x HDD ~ 3300 €.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 16.08.2020, 09:38

0.) Ausgehend von https://www.qnap.com/solution/virtualization/de-de/ wird VAAI für die "TS-x32XU Series" nur bei Verwendung als NAS und iSCSI unterstützt. Bei NFS gibt es nur einen leeren Punkt (kompatibel). Ich vermute aber, daß es VAAI als Teil der Storage-API nur mit den kostenpflichtigen vSphere-Versionen geben wird.

1.) Ja, aber als Cache ist das schon eine Einschränkung.

2.) Du willst in jedem Fall HDDs ohne SMR haben. Ich habe keine Ahnung, ob dein gewünschtes NAS mehrere Raids parallel verwalten kann.

4.) NFS hat den Vorteil, daß der ESXi damit etwas relaxter umgeht und nach einem APD (All Paths Down) eigenständig die Verbindung wiederherstellt.

5.) Das kannst du dir selbst ausrechnen. Bei 1GE lassen sich 936MBit = 117MB/s übertragen, bei 10GE halt entsprechend 1170MB/s mal 2 Ports. Für das https://www.qnap.com/de-de/product/ts-832xu listet QNAP: "2134 / 725 MB/s (unverschlüsselt) und 1263 / 441 MB/s (mit hardwarebeschleunigter AES-256 Volume-Verschlüsselung)". SATA3-SSDs können maximal 600MB/s übertragen, bei 3 Laufwerken sind das entsprechend 1800MB/s. Die 10GE lassen sich also rechnerisch in Leserichtung fast vollständig ausnutzen, beim Schreiben dagegen kommt das NAS nur auf 725MB/s und QNAP hat mit 8x Intel-SSDSC2BB240G4 (Intel S3500) im Raid5 getestet. Da ist also noch viel Platz.
Das sind aber rein sequentielle Übertragungsraten und diese kommen im VMware-Betrieb nur höchstselten vor. Wie sich das NAS bei Random-Zugriffen verhält, listet QNAP leider nicht auf. Es könnte also durchaus sein, daß die Speichererweiterung auf 16GB nur wenig Sinn macht, weil das verwendete SoC der vorher begrenzende Faktor ist.

6./7.) keine Ahnung.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 16.08.2020, 11:17

Dayworker hat geschrieben:2.) Du willst in jedem Fall HDDs ohne SMR haben. Ich habe keine Ahnung, ob dein gewünschtes NAS mehrere Raids parallel verwalten kann.


Klar das habe ich CMR und SMR verwechselt. ich meinte schon die schnellere CMR Version. Das sind aber auch die "WD Red Plus" die ich rausgesucht habe.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon MarroniJohny » 16.08.2020, 19:09

Der Link ist nicht öffentlich einsehbar.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 16.08.2020, 21:10

MarroniJohny hat geschrieben:Der Link ist nicht öffentlich einsehbar.


Sorry das war mir nicht klar. Jetzt sollte es klappen.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 16.08.2020, 21:50

Kauf dir einen neuen zertifizierten Server (T340/440) mit 2/4h MC aka 24/7 Support mit einem richtigen RAID Controller und lokalen 960er RI SATA SSDs und dein vorhandene HW nimmst du als Backup/Replikation. Gibt dann auch keine MS Lizenz Herausforderung wenn man nur einen Server hat.

Gibt aktuell 0% Leasing und 180 Tage Zahlungsaufschub bei vielen Herstellern. Am 7.9 laeuft eine weitere "der Steuerzahler unterstuetzt die deutschen KMUs" Runde an. Gibt dort bis zu 50% Unterstuetzung. Kann aber sein das dein Projekt dafuer zu klein ist.

Gruss
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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 17.08.2020, 01:19

Der T340 unterstützt ausgehend von STH nur UDIMMs, der T440 dagegen R- und sicherlich auch LR-DIMMs. In jedem Fall unterstützt der T440 mehr als die 64GB bzw mit 32er UDIMMs immerhin 128GB des T340.

Wie sieht's eigentlich mit der Lautstärke beider Geräte aus?

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 17.08.2020, 09:50

Dayworker hat geschrieben:Der T340 unterstützt ausgehend von STH nur UDIMMs, der T440 dagegen R- und sicherlich auch LR-DIMMs. In jedem Fall unterstützt der T440 mehr als die 64GB bzw mit 32er UDIMMs immerhin 128GB des T340.


Der Preisunterschied Dell T40 <> Dell T440 ist aber ca. 1000 € pro Stück. Dann könnte ich ja auch gleich 19" Rackgeräte nehmen.
Was wiederum sehr unpraktisch wäre da nur ein halbtiefer 19" Schrank mit 12? Einschüben vorhanden ist der auch noch unter die Decke gequetscht wurde und nur per Leiter erreichbar ist. Da sind mir Desktop Geräte die im Regal daneben stehen lieber.

Ich weis das bei 64 GB Ram Schluß ist. Jetzt habe ich aber in den bestehenden Geräte nur 32 GB. Ich denke das reicht eine Weile.

Dayworker hat geschrieben:Wie sieht's eigentlich mit der Lautstärke beider Geräte aus?


Die Geräte stehen glücklicherweise nicht direkt neben Arbeitsplätzen und das Hintergrundrauschen/brummen sind die schon gewöhnt. Das wird denke ich mit den neuen Geräten eher leiser.

irix hat geschrieben:Kauf dir einen neuen zertifizierten Server (T340/440) mit 2/4h MC aka 24/7 Support mit einem richtigen RAID Controller und lokalen 960er RI SATA SSDs und dein vorhandene HW nimmst du als Backup/Replikation. Gibt dann auch keine MS Lizenz Herausforderung wenn man nur einen Server hat. Joerg


Das wäre aber nur halb so aufregend wie mein bisheriger Plan oder? Ich will auch endlich laufende VMs von ESXiB -> ESXiB verschieben, ein NAS zum spielen haben, Erfahrungen mit 10GB sammeln etc. Und wie gesagt das ist meine Hauptmotivation. :-)

Die Dell T40 sind übrigens auch für VMWare ESXi zertifiziert.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 17.08.2020, 10:14

Wirrkopf hat geschrieben:Ich will auch endlich laufende VMs von ESXiB -> ESXiB verschieben,


Das kostet min. 4K,- oder zmind. VMUG+.

ein NAS zum spielen haben, Erfahrungen mit 10GB sammeln etc. Und wie gesagt das ist meine Hauptmotivation. :-)


Ok.

Gruss
Joerg

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Dayworker » 17.08.2020, 17:49

VMUg+ mit 200$/€ pro Jahr dürfte dann die günstigere Lösung sein. Allerdings muß man dann auch jedes Jahr bezahlen und erhält dafür einen 365 Tage gültigen Lizenz-Key. Es sind nicht unbedingt alle Produkte sofort nach ihrem Erscheinen über VMUG+ auswählbar, manchmal kann es auch etwas dauern. Paul "TinkerTry" Braren hatte öfter mal von Verzögerungen berichtet.

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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon irix » 17.08.2020, 20:25

Wirrkopf hat geschrieben:Die Dell T40 sind übrigens auch für VMWare ESXi zertifiziert.


Nein sind sie nicht. Da musst du dich verguckt haben.

Gruss
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Re: lokaler Raid-Controller oder ext. Storage?

Beitragvon Wirrkopf » 17.08.2020, 20:58

irix hat geschrieben:
Wirrkopf hat geschrieben:Die Dell T40 sind übrigens auch für VMWare ESXi zertifiziert.

Nein sind sie nicht. Da musst du dich verguckt haben.


Du hast recht. Das war irgendwie ganz fest in meinem Kopf drin. Mit Zertifizierung muss es wohl wirklich mindestens ein T140 oder R240 sein...


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