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SSD mit/ohne TurboWrite-Cache?

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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SSD mit/ohne TurboWrite-Cache?

Beitragvon michatj » 07.09.2015, 12:49

Moin zusammen,

ich möchte demnächst meinen Desktop-Rechner (iMac) mit einer 500GB SSD ausstatten. An diesem Rechner nutze ich häufiger virtuelle Maschinen mit Linux und Windows. Ich versuche mich momentan zwischen den Samsung Modellen 840 Evo/Pro und 850 Evo/Pro zu entscheiden und bräuchte kurz euren Rat:

Soweit ich gelesen habe, sind die Evo-Modelle beim Handling von max. 3-12 GB Dateien generell ähnlich schnell wie die Pro Modelle (durch die Nutzung des TurboWrite-Caches). Die einzigen Dateien, die auf meinem System solche Dateigrößen aufweisen, sind meine virtuellen Maschinen. Deshalb die ganz direkte Frage: wie werden diese Datein bei der Nutzung der VM vom System gehandhabt? Sieht der VM Player die VMs wirklich als beispielsweise 50GB große Dateien oder greift er lediglich auf kleinere Bestandteile zu? Sollte letzteres der Fall sein, könnte ich mir viel Geld sparen, indem ich mir ein Evo-Modell zulege.

Vielen Dank und besten Gruß,
michatj

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Beitragvon Supi » 07.09.2015, 15:35

die 840 Evo ist die alte Serie mit TLC, die wohl auch probleme mit alten Daten hat.
die 850 Evo hat 3D NAND.

Würde aber trotzdem zu einer anderen SSD raten:

aktuell für 150€ :
http://geizhals.de/ocz-vector-180-480gb ... 30954.html
oder
http://geizhals.de/ocz-arc-100-480gb-ar ... ml?hloc=de
die brechen halt auch ohne TRIM nicht so ein.

Alternativ: Transcend:
http://www.amazon.de/dp/B00VX82P38?tag=80086-21
http://www.computerbase.de/2015-06/tran ... ungsabfall
ganz unten
... aber das ist dann auch eher der Extremfall.
Von dem Turbo merkst du bei einer VM nix, da kommt es auf zugriffszeit und IOPS bei mehrern zugriffen an.

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Beitragvon Dayworker » 07.09.2015, 18:01

Ausgehend von "Supi" seinem Computerbase-Link kommt auch noch die Sandisk infrage. Davon setze ich inzwischen mehrere Versionen (Sandisk SSD, SSD PLUS und Ultra II) in mehreren Geräten ein und kann bisher nicht klagen.

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Beitragvon Supi » 07.09.2015, 18:51

Dayworker hat geschrieben:Ausgehend von "Supi" seinem Computerbase-Link kommt auch noch die Sandisk infrage. Davon setze ich inzwischen mehrere Versionen (Sandisk SSD, SSD PLUS und Ultra II) in mehreren Geräten ein und kann bisher nicht klagen.


Wenn die Erfahrung ok ist für VM's, dann passt es ja. Habe selbst eine Ultra II als System-LW.
Wobei die SSD Plus nur bis 240GB verfügbar ist und von den Controller von SMI ohne integrierten "Cache" nutzt (sprich Value Serie).
Die Ultra II hat wiederum ebenso TLC NAND mit TurboFunktion, also ähnlich der Samsung 850 EVO.

Am Ende wird es wohl aber jede SSD tun.
Ich merke zumindest einen deutlichen Unterschied, ob die Workstation VM's auf einer 7200/Umin HDD oder der 500GB Samsung 840 (ohne Evo) liegen. Und da ist z.b. eine ESXI VM dabei, die selbst wiederum vm's hosted. Sprichwort Nested VM.
Da hilft da aber auch mehr Ram ( statt 8GB z.B. 16GB)

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Beitragvon rprengel » 08.09.2015, 07:49

Supi hat geschrieben:
Am Ende wird es wohl aber jede SSD tun.
Ich merke zumindest einen deutlichen Unterschied, ob die Workstation VM's auf einer 7200/Umin HDD oder der 500GB Samsung 840 (ohne Evo) liegen. Und da ist z.b. eine ESXI VM dabei, die selbst wiederum vm's hosted. Sprichwort Nested VM.
Da hilft da aber auch mehr Ram ( statt 8GB z.B. 16GB)


Kann ich so bestätigen.
Wenn es nicht gerade um High-End geht kann man sich eigentlich eine brauchbare Platte suchen ein guter Kompromiss zwischen Kosten und Zuverlässigkeit bietet.
Und machen wir uns nichts vor. Die heutigen Platten sind in 2 bis 3 Jahren eh zum klein und werden durch grössere ersetzt.
Da ist dann aktuell die Anzahl Schreibzugriffe eh nachrangig.

Gruss

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Beitragvon Supi » 08.09.2015, 21:14

Aber wenn man dann doch mal ein wenig mehr IOPS braucht...

Bild
http://www.anandtech.com/show/9408/ocz- ... b-review/2

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Beitragvon michatj » 09.09.2015, 22:39

Moin!

Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten. Dank eurem Input haben sich nun ein paar neue Fragen für mich ergeben. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir also nochmal weiterhelfen könntet:

- gibt es zwischen der OCZ Vector 180 und der ARC 100 nennenswerte Unterschiede, die im alltäglichen Gebrauch entscheidend wären? Der Preis der Vector 180 liegt nämlich seit gestern bei fast 200 Euro.

- haben die von euch vorgeschlagenen Platten, die sich gut für den EInsatz von VMs eignen, Nachteile gegenüber anderen Platten im alltäglichen Gebrauch ohne VMs? Angenommen ich nutze überwiegend mein Hauptbetriebssystem, würdet ihr dann zu einer anderen Platte raten?

- spricht aus eurer Sicht etwas gegen die Nutzung von TRIM? Wäre bei Verwendung von TRIM auch eine Samsung Platte auf lange Sicht performant?

Besten Gruß,
Michal

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Beitragvon Supi » 10.09.2015, 08:22

Vector 180 hat noch stützkondensatoren für powerfailures. Dazu ist der Controller wohl etwas höher getaktet ( Barefoot3)
Ansonsten gelten weiterhin die Aussagen von oben. Bei ein paar VM's ist es egal. Und ja, wenn Trim aktiv ist und die SSD auch mal ohne Last läuft, erholen sich alle SSD's. Einzig wenn die SSD's zu 95 oder mehr Prozent gefüllt sind, merkt man ggf mal trotz Trim einen Unterschied.


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