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Logische CPU Kerne "teilen" Aus 4 Kernen 8vCPU

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Logische CPU Kerne "teilen" Aus 4 Kernen 8vCPU

Beitragvon humfl » 13.08.2014, 19:22

Hallo zusammen
Ich habe eine Frage und zwar ob es irgendwie möglich ist ,einen CPU Kern (2.80Ghz) auszuteilen um in an 2 VM also über 2 vCPU's (1,40Ghz) anzubinden.
Im Endeffekt geht es darum dass man nicht eine teuere Intel HT CPU kaufen muss, bzw. sogar über mehrere Sockel arbeiten muss.

Freundliche Grüsse
Manuel Künzli

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Beitragvon irix » 13.08.2014, 20:23

1. Bei VMware kann EINE VM nicht mehr vCPUs haben als der Host logische CPUs bereitstellt
2. VMware arbeitet mit Zeiteinheiten und diese Slots stehen einer VM dann Ausfuehrungszeit zur Verfuegung. Dabei ist ein Core immer exklusiv von einer VM "blockiert".

Gruss
Joerg

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Beitragvon JustMe » 13.08.2014, 21:50

Vielleicht noch ergaenzend, und ein wenig mehr in Richtung der gestellten Frage:
In dem Moment, wo Du auf einem Rechner mit einem einzelnen Kern von 2,8 GHz zwei VMs mit jeweils einer vCPU ausfuehrst (und die darin laufenden Anwendungen gleiche Anforderungen stellen), erhalten beide VMs automatisch, ueber die Zeit gemittelt, je 1,4GHz, auch wenn die jeweiligen Gastsysteme auch eine 2,8GHz CPU anzeigen moegen. Zumindest solange man keine speziellen Anpassungen vornimmt. Mehr als die physisch vorhandene Rechenleistung kann in keinem Fall verteilt werden, und wie irix schon schrieb, kannst Du keine VM auf einem Host starten, die mehr als in diesem Host physisch vorhandene Kerne konfiguriert bekommen hat.

Die "Verluste" durch den Hypervisor, der ja ebenfalls Rechenzeit beansprucht, lasse ich bei dieser Betrachtung mal aussen vor.

"Ueber mehrere Sockel arbeiten" muss man i.A. (ausser bei Single-Socket-Systemen natuerlich) sowieso, denn, auch wenn der Hypervisor dass zu minimieren versucht, wird man oft genug die gerade "freien" Kerne zur Ausfuehrung einer VM eben nicht auf dem CPU-Sockel finden, der gerade den Speicher der VM anspricht. Und wenn man einer VM mehr Speicher zugeteilt hat, als an einem einzelnen Sockel haengt, ist's damit sowieso vorbei. Das war frueher mit dem Speichercontroller in der Northbridge einfacher ;-)

PS:
Hyper-Threading ist eine ganz andere Geschichte, und Du seist (meiner Ansicht nach) davor gewarnt, dem Marketing-Hype aufzusitzen, dass ein hinzugeschummelter HT-"Kern" mit einem physischen "echten" Kern vergleichbar waere. Das ist er NICHT! Boese Zungen setzen den HT-Teil eines Kerns gern mit der Nachgeburt gleich, und zumindest der ESXi-Hypervisor weiss sehr wohl zwischen "echten" und gefaketen "HT" Kernen zu unterscheiden.

Fazit: Falls Du bei gleichem Preis eine Konfiguration mit und ohne HT (aber sonst gleichen Features natuerlich) angeboten bekommst, dann nimm unbedingt die OHNE HT, wenn es um CPU-Leistung geht. Wird hingegen z.B. eher in Richtung Desktop-Virtualisierung (produktiv, d.h. OHNE Youtube- etc. Spielereien) geschaut, dann kann es schon wieder anders aussehen. Wie sagte mal jemand: Es kommt immer darauf an, und Fragen "Was ist das Beste" lassen sich niemals schnell und auf einfache Art und Weise beantworten.


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