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Beitragvon DeepThought » 01.09.2015, 22:34

BastiHN hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich klinge mich mal in das Thema hier ein.
Wir sind aktuell auf der Suche nach einer neuen Storage um unsere "alte" HP EVA abzulösen.

Die Anforderungen sind halbwegs "Standard"
- 80TB Speicherplatz
- durchschnittliche IO Anforderungen (Standard MS Umgebung für wenige 100 User), große Datenmengen wg. Grafikabteilung was etwa die Hälfte des Speicherplatzes beansprucht.
IO etc. sollte bei <3000-5000 bei normaler Last sein.
R/W geschätzt 70/30%

Angeschrieben wurden "die großen" 5 der Storage Anbieter. Was ich hier an Grobentwurf erhalten habe liesst sich soweit ganz gut, jedoch bin ich bei der Plattenkonfiguration etwas verwundert.

Viele Hersteller haben fast ausschließlich 2-4TB NL HDD in kombination mit 2-5% SSD/Flash angeboten. SAS war dann doch eher die außnahme.


Nun meine Fragen:
Macht man das mittlerweile wirklich so? Die Hersteller versprechen mittlerweile gigantische IO Werte mit Zugriffszeiten von <1ms.
Diese Werte sind doch schöngerechnet wegen Flash/SSD,, oder sehe ich das falsch? Wie realistisch sind Szenarien das viel außerhalb vom "Tier 1 Storage" Zugriff benötigt wird?
Ich kenne es von früher mit möglichst vielen Spindeln noch. Das sich da einiges wg. Tier 1-3 Storage getan hat ist klar, das aber fast alle ohne SAS anbieten verwundert mich doch etwas.


Wir haben gerade unsere EVAs abgelöst. Was Kapazität, IOPS und R/W-Verhältnis angeht sind unsere Werte ähnlich. Wir sind nur sehr Datenbanklastig.

Angeschrieben haben wir vier der großen fünf, drei haben Angebote eingereicht. Zwei Angebote sahen SSD- und SAS-Disks vor, eines SSD- und NL-Disks.

Wie meine beiden Vorposter schon schrieben geht jeder Anbieter anders mit den SSDs um.

Bei einem Anbieter kann man die SSD-Disks als Lesecache benutzen in die Daten aus dem Controller-Cache migriert werden wenn dieser einen bestimmten Füllgrad erreicht hat. Desweiteren gibt es ein Storage-Tiering bei dem ein Analysejob läuft der einen bestimmten Zeitraum betrachtet und dann die Blöcke in ein anderes Tier migriert. Dieser Anbieter für den wir uns dann auch entschiedenen haben supportet für Tiering SSD/SAS, SAS/NL oder SSD/SAS/NL, aber kein SSD/NL.

Bei einem anderen Anbieter konnte man die SSD-Disks ausschließlich als Lese- und Schreibcache nutzen. Dieser hatte auch die SAS/NL-Konfiguration angeboten. Ich habe das sehr kritisch gesehen, da die SAS-Disks der anderen Anbieter verglichen mit den NL-Disks dieses Anbieters die dreifache Menge an IOPS brachten. Die NL-Disks alleine brachten weniger IOPS als die Disks unserer alten EVA-Systeme. Der Anbieter hatte zwar mehr SSD-Kapazität als die anderen, dennoch empfand ich das alles nicht als seriös. SSD-Cache hin oder her, die Daten müssen auch irgendwann auf die drehenden Spindeln geschrieben werden. IOPS für den Gesamtkonstrukt wurden dann auch nicht genannt weil der Einfluss des SSD-Caches von der Umgebung des Kunden abhängt, aber sie waren sich natürlich gaaaaanz sicher dass das super funktionieren würde. :lol:

Von diesem Anbieter dessen Namen ich nicht nennen möchte kann ich auch aus anderen Gründen nur abraten. Wirkt auf mich wie Komponenten wild zusammengekauft und eine Software draufgeklatscht. Ein anderer hier hatte das mal schön als BOSE unter den Storage-Herstellern beschrieben: Gutes Marketing aber nix dahinter und dabei noch unverschämte Preise.

Da preislich ohnehin alle gleich lagen haben wir uns jedenfalls für einen Anbieter entschieden bei dem die SAS-Disks alleine unsere Anforderungen erfüllen und der SSD-Cache/Tier kommt on top.


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