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Neuer CT Bauvorschlag für Intel I5 - 10 Watt PC (IDLE)

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Beitragvon Wirrkopf » 02.09.2013, 15:35

Supi hat geschrieben:
Dayworker hat geschrieben:. Wenn Wirrkopf wirklich strom sparen will, dann klappt das meiner Meinung nach nur über ein Trennen von ESXI und Datenhalde.

Ich frage mich immer noch wie eine extra Datenhalde Strom sparen soll?

Ich glaube das ist ein Mißverständnis. Der ESXi ist ja nicht nur die Datenhalde. Die anderen VMs und deren Funktionien müssen 24h laufen.

Daher nochmal die konkrete Frage:

Was sparte ein ESXi + externe Datenhalde (beide 24h AN, max. HHDs runtergefahren) gegenüber einen ESXi mit integrierter Datenhalde (wie jetzt auch 24h AN) ?

Aber das wird im dann doch zu Teuer sein, wenn man nur die Kosten (Strom gegen Invest) betrachtet.


Wenn ich den Sinn sehen würde vielleicht. Aber ich nutze meinen ESXi ja nicht X Stunden am Tag um irgendeine Teststellung auszuprobieren sondern da laufen 7 VMs drin von denen ein paar eben 24 laufen sollen/müssen. Es gibt daher kein Stromsparpotential durch das Abschalten des ESXi. Das ist keine Option.

Die Vorgabe ist also wie mache ich den sowieo 24h laufenden ESXi sparsamer?

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Beitragvon Wirrkopf » 02.09.2013, 15:41

Dayworker hat geschrieben:Ich will damit nur sagen, daß du dir den relativ teuren HW-Raidcontroller hättest einsparen können. Er wird ja weder bei ZFS noch jetzt mit dem SW-Raid benötigt. Im Prinzip würde dir jeder beliebige Controller ausreichen, der entweder selbst genügend Anschlüsse mitbringt oder halt einen weiteren HBA per PCI-Passthrough durchreichen.


Der hat gebraucht nur 69 € (inkl. Kabeln) gekostet wenn ich mich recht erinnere. Für den Preis gab es keinen PCIe Controller mit 8 Anschlüssen bei dem ich die Garantie hatte das er mit Solaris/ZFS problemlos funktionieren würde.

Ich wusste vorher das der nur Raid0/1 hatt und die wollte ich auch nie nutzen. Sowohl bei ZFS als auch unter Windows Server war Software Raid geplant.

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Beitragvon Dayworker » 02.09.2013, 18:37

Um da mal jetzt keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen:
Ich finds genial zusammengeschraubt, daß das Ganze so problemlos bei dir läuft und davor ziehe ich echt meinen Hut. Auch ich war und bin an einer Eierlegendenwollmilchsau interessiert. Meine Beweggründe dafür waren zum einen Ersatz für meinen ausgefallenen, als Server mißbrauchten Desktoprechner und zum anderen grösseren Teil meinen Stromverbrauch zu senken.

Du stößt mit deinen vielen Datenträgern aber wirklich in Regionen vor, die nicht mehr so leicht und energiesparend zu händeln sind. Der Gedanke mit dem NAS war gewesen, daß einige dieser Geräte das Abschalten bei Nichtnutzung beherrschen und bei 6 HDDs können da durchaus 40W und mehr zusammenkommen. Problematisch könnte halt nur die DFS Syncronisation werden. Was du dadurch aber genau sparen kannst, wird dir niemand so genau sagen können und auch der c't-Redakteur war da ja eher schwammig unterwegs. In meinen Augen bleibt nur übrig, ein Meßgerät dranzuklemmen und dann mal ohne Zusatzkontroller und Platten zu vermessen. Die meisten NAS-Geräte dürften in Abhängigkeit zur HW-Ausstattung so um 10W Eigenverbrauch liegen.

Wie bereits früher schon gesagt, würde ich erstmal den benötigten CPU-Bedarf ermitteln und bei AMD-CPUs lassen sich bestimmt auch einzelne Kerne im pBios testweise deaktivieren. Dann siehst du schon mal, ob du mit einem Quad noch hinkommen würdest und vielleicht klärt sich dann schon alles von selbst. Ärgerlich ist natürlich, daß du mit einem Intel Desktop-Quad keine sockelkompatible Aufrüstmöglichkeit auf 6 oder mehr Kernen hast. Die Desktop-Quads werden offiziell nicht von den Xeon-Chipsätzen unterstützt, Alleingänge von Asus & Co wird es wie beim OC mit H-Chipsätzen sicherlich trotzdem geben, und MBs für den Sockel2011 sind dazu auch etwas teurer als S1150/1155-MBs.

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Beitragvon Wirrkopf » 03.09.2013, 09:01

Dayworker hat geschrieben:... Der Gedanke mit dem NAS war gewesen, daß einige dieser Geräte das Abschalten bei Nichtnutzung beherrschen und bei 6 HDDs können da durchaus 40W und mehr zusammenkommen. Problematisch könnte halt nur die DFS Syncronisation werden. ...

Ok das kann ich verstehen.

Aber es gibt ja auch diverse "NAS" Software bzw. OS. Wenn diese auch das Abschalten der HDDs bei Nichtnutzung beherschen könnte ich diese doch ebenfalls in einer VM installieren, die HDDs inkl. SATA Controller durchreichen und hätte den selben Spareffekt.

Als ich noch das Solaris/ZFS laufen hatte habe ich das nicht versucht. Ich habe aber auch da gelesen das es wohl prinzipiell geht.

Die Frage ist nur ob ich auf meine DFS Syncronisation verzichten will. Und ob das reicht! Am Ende stelle ich fest das Windows doch alle Naselang das NAS (ob nun in Hardware oder nur Software) anspricht und die Platten aufweckt bzw. diese nie einschlafen läßt.

Am allerliebsten wäre mir eine Lösung bei der ich die Platten unter Windows 2012 Server schlafen legen kann. Da hat meine Suche aber bisher nichts ergeben. Klar das ist bei einem Server so nicht vorgesehen.

Was ich gefunden habe waren Lösungen (Lights out) für den Essential Server die aber nicht auf den richtigen übertragbar waren.

Also wenn mir da jemand einen Tipp geben kann wie das vielleicht doch geht würde ich mich riesig freuen!

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Beitragvon Dayworker » 04.09.2013, 09:58

NAS-Software sollte die Abschaltung auch beherrschen. Ich gebe aber zu bedenken, daß es auch bei ZFS dabei zu Problemen kam und einige IO-Anfragen im Nirvana verloren gingen, da die Datenträger noch schlummerten. Wie das im ZFS-Stammtisch gelöst wurde, habe ich allerdings nicht weiter verfolgt.

Wenn du jetzt allerdings doch wieder NAS-Software installieren willst, hättest du auch gleich bei ZFS bleiben können. ZFS spricht auch SMB und kann dazu im Gegensatz zu Samba die Windows-ACLs vollständig abbilden. Ich würde hier trotzdem nochmal einen Versuch mit Solaris & Co wagen. Gut möglich, daß DFS Sync von W2k12 nun doch mitspielen will.

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Beitragvon UrsDerBär » 04.09.2013, 17:29

Also wenn es nur um die Syncro der Datenstände unter Windows geht, kannst Du dies auch anders lösen.

Einfach mit dem guten alten Robocopy. Hat das NAS Dedupe, kannst sogar - falls gewünscht- immer nen Vollbackup fahren und die Daten direkt in Ordner mit dem Datum ablegen. Das NAS sollte halt die ganzen AD-Stempel im Griff haben, sonst weglassen und bei ner Rückspielung musst etwailige Sicherheitseinstellungen evtl. neu setzen.

So kannst dann die NAS hochfahren, anschliessend das Script ausführen und gut ist.

DFS kannst ja immer noch als Ordner-Verteiler des Hauptbestandes nutzen.

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Beitragvon Wirrkopf » 05.09.2013, 12:32

UrsDerBär hat geschrieben:Also wenn es nur um die Syncro der Datenstände unter Windows geht, kannst Du dies auch anders lösen.


Klar "geht" das auch anders. Aber beim DFS Syncro läuft es halt immer automatisch im Hintergrund. Bei mir ist die halt auf "dauernd" und "volle Bandbreite" eingestellt. Da kann ich mich recht blind drauf verlassen das ein file das ich eben angelegt habe kurze zeit später auf dem anderen Server drauf ist.

Aber wie dem auch sei ich werde jetzt mal die HDDs und den extra Satacontroller lahmlegen und dann nochmal den "rest"stromverbauch messen.

Ich vermute das dieser "Rest" immer noch recht hoch sein wird und es sich daher mit dem "10wattpc" vielleicht doch lohnt.

Ich hab schon meine zwei anderen PCs gemessen und dabei kam z. b. raus das ein recht einfaches Phenom 2kern System mit nur 2 HDDs und einer Extragrafikkarte immer noch 90 W im Idle hatt. Und mein Backupserver mit ebenfalls 7 HDDs 100W. So das ich annehme das die HDDs+Controller im ESXi an den 150W höchstens 50W ausmachen. Aber das werd ich jetzt die Tage genauer vermessen.

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Beitragvon Dayworker » 05.09.2013, 12:49

Schau dir mal dein Phenom X2-System genauer an. Vermutlich ist dort Cool'n'Quiet nicht eingeschaltet oder du hast eine dieser unsäglichen Dualcore-Schlucker hoffentlich nur mit 95 TDP und nicht 95W ACP. Letzteres würde auf 115W TDP hinauslaufen.
AMD hatte halt gegenüber Intel immer das Problem, zuwenig Geld zu haben und konnte daher kein Geld in Energiesparschaltungen investieren. Dazu kommt das AMD traditionell immer vom OC übervölkert war. Wozu also eine etwas teurere CPU kaufen, wenn man dieselbe Performance auch mit OC erreicht. Hier haben sich die vielen AMD-User also selbst den Ast abgesägt.

Der andere Schluckspecht könnte auch die Zusatz-Graka sein. Ältere Modelle haben da auch im Leerlauf schon mal 50W in Wärme umgesetzt.

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Wartungsfenster ermöglichte erste Messungen

Beitragvon Wirrkopf » 06.09.2013, 12:47

Nach vielen Vermutungen meinerseits habe ich gestern die ersten Verbrauchsmessungen an meinem ESXi vornehmen können.

nur mit 2 SSDs, 16 GB Ram, Zusatzkarten: PCIe Grafik, PCIe Nic, PCI ISDN

im Wartungsmodus: ~ 83,5 W
mit 7 laufenden VMs: ~ 88,5 W

mit 7 HHDs, 3 SSD, 16 GB RAM, Zusatzkarten: PCIe SATA, PCIe Grafik, PCIe Nic, PCI ISDN

im Wartungsmodus: ~ 131,5 W
mit 7 laufenden VMs: ~ 133,5 W
mit last verursachender VM Abbyy Finereader ~ 135 bis 150 W stark schwankend.

Meine Erinnerung mit 150W im Idle war nicht ganz korrekt. Wenn die VM läuft in der Abbyy Finereader jede Minute 15 Ordner auf neue Scanns checkt, geht der Idle Verbrauch in kurzen Auschlägen auf ~ 150 W hoch.

7 HDDs+1SSd+SATA Controller verbrauchen ca. 48W bei Untätigkeit. Da sind die theoretischen Angaben der HDDs/SSds mit 38 W recht genau wenn man den Sata Controller mit 10 W annimmt.

Fazit: Rechne ich vom Wartungsmodus ohne HDDs noch die eine SSD raus bin ich bei ~82W. (Vielleicht messe ich das noch genauer nur mit 8 GB Ram und einer SSD) Wenn ich jetzt einfach mal 22W idle für den CT Bauvorschlag mit laufendem ESXi unterstelle ergibt das eine Ersparniss von ca. 60 W.

( 0,060 kWatt * 24h * 365d *0,2612 €/kWh = 200 €./Jahr) = 137 € Ersparnis im Jahr.

Nicht so viel wie erhofft aber doch schon ganz ordentlich. Rentiert sich also erst nach ca. 3 Jahren bzw. vorher da ich durch die alten Serverinerreien Neukäufe für einen benötigten Desktop vermeide.

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Beitragvon Dayworker » 07.09.2013, 05:06

Wenn du nicht so einen grossen Platzbedarf hättest, würden dir 2.5er HDDs mit 1 oder 1.5TB die Stromrechnung schon wesentlich verringern und dazu käme dann noch die unbekannte PCIe-Graka. Mehr als eine Matrox P690 LP PCIe x1 brauchst du eigentlich nicht und mit 9.5W wäre diese sehr sparsam. Wie bei Matrox üblich muß man jedoch für die sehr gute digitale und vor allem analoge Bildqualität etwas mehr bezahlen. Man erwirbt aber mit einer Matrox auch die Möglichkeit, einen FullHD-Beamer ohne Bildeinbußen über Strecken von 10-15m anzusteuern und sowas kann nicht nur bei Schulungen sehr nützlich sein.


Vermiß mal bitte im nächsten Wartungsfenster noch den Energieverbrauch ohne Graka- und ISDN-Karte. Ich vermute, daß dort noch eine Überraschung auf dich wartet.

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Beitragvon Wirrkopf » 10.09.2013, 09:09

Jetzt gibt es erste Werte von einem ESXi 5.1 mit dem PC. Unterschied ist das Netzteil. Da wird doch ein PicoPCu mit 160W genutzt. Das bringt ca. 3 Watt Ersparnis zum 300 Watt Enermax.

Dafür ist eine Intelzusatznic drin.

Wert: 14,x W. Mit dem normalen Netzteil dürften es also ca 17,x W sein. Das klingt doch vielversprechend.

Auch das Intel Alternativboard DH87MC (hat im Gegensatz zum DH87RL drei PCI Steckplätze) wurde inzwischen verbaut und gemessen. (Nicht unter ESXi!) Es hat wohl einen Mehrverbrauch von ca. 7 W.

Mittel ich diese Ergebnisse zusammen ist für ein DH87MC mit Intelzusatznic ein Wert von ~ 24 W im Idle nicht unrealistisch.

Ich werd jetzt wohl beide Ansätze verfolgen: Datengrab wieder auf Solaris und ZFS und die HDDs bei nichtnutzung runterfahren und wenn ich noch mehr Informationen habe das Upgrade CPU/Board evtl. RAM.

Die CT will in den nächsten Monaten auch Stromsparboards mit Haswell Xeon und Serverboards mit ECC testenund dann auch unter ESXi. Mal sehen wie schnell die damit sind. ECC wäre mir ja auch lieber.

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Beitragvon Wirrkopf » 19.09.2013, 18:37

Dayworker hat geschrieben:Vermiß mal bitte im nächsten Wartungsfenster noch den Energieverbrauch ohne Graka- und ISDN-Karte. Ich vermute, daß dort noch eine Überraschung auf dich wartet.

Wartungsfenster wurde genutzt und es gibt neue Werte. Der EInfachheit halber nur noch im Wartungsmodus ohne laufende VMs.

Stand der letzten Messung nur mit 2 SSDs, 16 GB Ram, Zusatzkarten: PCIe Grafik, PCIe Nic, PCI ISDN

83,5 W

Heute gemessen:

82,5 W ohne ISDN PCI Karte (1 Watt)

80,5 W ohne Intel PCIe Nic (2 Watt)

69 W ohne Grafikkarte PCIe (11,5 W)

Da schmilzt die Differenz zum CT Rechner dahin. Sind jetzt vielleicht noch max. 50 Watt.
0,050 kWatt * 24h * 365d *0,2612 €/kWh = 114 € Ersparnis im Jahr.

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Beitragvon Dayworker » 20.09.2013, 08:25

Das die ISDN-Karte nur so wenig verbraucht, ist die Überraschung für mich. Mit einer aktiven ISDN-Karte (AVM B1, Gerdes PrimuX etc) hatte ich da fast durchgängig 10W auf der Uhr.
Die Graka war dagegen wie erwartet. Ein Chipsatz mit GPU würde dir hier das meiste Einsparpotential bringen, wenn du beim AMD mit 6 Kernen bleiben willst.
Ich würde daher dem AMD einfach mal 2 Kerne im pBios wegnehmen und die Performance testen. Wenn du dann unter Volllast auf allen VMs noch flüssig arbeiten kannst, reicht dir wirklich ein Quadcore und wegen deinem ECC-RAM sind dann Xeon-Chipsätze angesagt.

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Beitragvon Wirrkopf » 20.09.2013, 10:31

Dayworker hat geschrieben:Das die ISDN-Karte nur so wenig verbraucht, ist die Überraschung für mich. Mit einer aktiven ISDN-Karte (AVM B1, Gerdes PrimuX etc) hatte ich da fast durchgängig 10W auf der Uhr.


Ist ja auich nur eine passive AVM Fritz 2.0 oder wie die Dinger heissen. Da die Messungen immer etwas schwankte sind es vielleicht auch 2 W. Jedenfalls so wenig das ich die guten Gewissens weiterbetreiben kann.

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Beitragvon myhtpc » 12.11.2013, 10:13

Hallo Allerseits,

ich würde mich auch gerne mal hier einklinken. Ich bin gerade dabei mir einen sparsamen Server auf Basis des c't Bausatzes aufzusetzen. D.h. Intel DH87RL, i5-4570, 1x8GB RAM, Intel 120GB SSD (demnächst Samsung 840EVO 250GB), 3TB WD Red, und BeQuiet L7-300W

Idee dahinter ist ein Datenpool auf Basis napp-it, eine VM mit XPenology und temporäre VMs mit verschiedenen Windows Versionen zum Testen.

Als Basis habe ich nun schon Proxmox 3.1, Windows Server 2012R2+Hyper-V und jetzt eben ESXi 5.5 versucht und da ist mir aufgefallen, dass der Verbrauch im idle Modus (ohne irgendwelche VMs eingerichtet zu haben) recht unterschiedlich ist:

Proxmox: 21W
ESXi: 25W
Hyper-V Server: 19W
Win2012R2: 13W

am Liebsten würde ich jedoch ESXi nehmen, da hier doch die größe CXommunity ist und meine Ideen (XPEnology + napp-it) besser supported werden.

Bei ESXi habe ich schon dank google meine NIC Treiber installiert bekommen, für den LYNX SATA AHCI Treiber scheint es wohl immer noch keine Lösung für passthrough zu geben, oder wisst Ihr da schon mehr? Wenn nicht, muß halt ein M1015 HBA rein (der aber auch wieder Strom verbraucht).

Da ich zwar interessiert und bastelfreudig bin, aber grundsätzlich nicht viel Ahnung von Linux & Serveradministration habe, hier meine (hoffentlich nicht zu dummen) Fragen:

wie ist eigentlich das Energiemanagement bei ESXi geregelt? Sprich kann ich da irgendwelche HW spezifische Treiber installieren, um den idle-Verbrauch zu reduzieren? Bei WinServer2012R2 waren es auch zunächst 25W und erst nach der Installation der ganzen Treiber (Grafik, Chipsatz, etc) ging der Verbrauch deutlich runter.

Woran kann es liegen, dass zwischen ESXi und Windows2012R2 12W Unterschied sind?

Ist denn ESXi oder die Clients für das Stromsparen zuständig (sprich wenn ich Win8 in einer VM installieren würde (was ja auch um die 12W im idle verbrauchen würde, wenn direkt installiert), würde dann der Gesamtverbrauch auch unter die 20W gehen, oder ist der derzeitige idle Verbrauch ohne irgendwelche VMs der niedrigst anzunehmende?

Vielen Dank schon mal vorab für Eure Hilfe

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Beitragvon ~thc » 12.11.2013, 10:30

myhtpc hat geschrieben:wie ist eigentlich das Energiemanagement bei ESXi geregelt? Sprich kann ich da irgendwelche HW spezifische Treiber installieren, um den idle-Verbrauch zu reduzieren? Bei WinServer2012R2 waren es auch zunächst 25W und erst nach der Installation der ganzen Treiber (Grafik, Chipsatz, etc) ging der Verbrauch deutlich runter.

Die Prämisse von ESXi ist ganz klar, performant Hardware zu virtualisieren und nicht Energie zu sparen. Der Windows Server profitiert davon, dass die Treiber für die Desktop-Variante (Win8) identisch sind und du quasi einen "Desktop"-Bonus erhältst.

Es gibt herstellerspezifische Treiber und inoffizielle Treiber für ESX - ob die deinem Wunsch nach Stromsparen entgegenkommen, ist fraglich.

myhtpc hat geschrieben:Woran kann es liegen, dass zwischen ESXi und Windows2012R2 12W Unterschied sind?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann stellt die Hardware erweitere Stromsparfunktionen bereit, die von den spezifischen Treibern dann auch genutzt werden. Generische Treiber (z.B. MS AHCI für die Festplatten) können das nicht.

myhtpc hat geschrieben:Ist denn ESXi oder die Clients für das Stromsparen zuständig (sprich wenn ich Win8 in einer VM installieren würde (was ja auch um die 12W im idle verbrauchen würde, wenn direkt installiert), würde dann der Gesamtverbrauch auch unter die 20W gehen, oder ist der derzeitige idle Verbrauch ohne irgendwelche VMs der niedrigst anzunehmende?

Generell sehen die VMs keine physische Hardware (Ausnahme: PCI Passthrough) und können da auch nichts "steuern". Letzteres ist richtig.

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Beitragvon myhtpc » 12.11.2013, 11:35

~thc hat geschrieben:Es gibt herstellerspezifische Treiber und inoffizielle Treiber für ESX - ob die deinem Wunsch nach Stromsparen entgegenkommen, ist fraglich.
wie bzw. wo kann ich denn solche Treiber bekommen? auf der Intel-Seite habe ich nichts gefunden

~thc hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstanden habe, dann stellt die Hardware erweitere Stromsparfunktionen bereit, die von den spezifischen Treibern dann auch genutzt werden. Generische Treiber (z.B. MS AHCI für die Festplatten) können das nicht.
Richtig, das war auch der Unterschied bei Windows. Wie kann ich herausfinden, ob es entsprechende Treiber für ESXi gibt? (siehe auch erste Frage)


~thc hat geschrieben:Generell sehen die VMs keine physische Hardware (Ausnahme: PCI Passthrough) und können da auch nichts "steuern". Letzteres ist richtig.
D.h. wenn ich den M1015 SATA Controller per passthrough durchreiche, ist die entsprechende VM für das Energymanagement zuständig (z.B. bzgl. schlafen legen der HDDs), richtig?

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Beitragvon ~thc » 12.11.2013, 12:19

myhtpc hat geschrieben:wie bzw. wo kann ich denn solche Treiber bekommen? auf der Intel-Seite habe ich nichts gefunden

Wenn der Hersteller keine anbietet, deine Hardware aber mit den inbox-Treibern von VMWare funktioniert, dann gibt es keine offiziellen. Vielleicht finden sich irgendwo im Netz Enthusiasten, die welche selbst produzieren.

myhtpc hat geschrieben:D.h. wenn ich den M1015 SATA Controller per passthrough durchreiche, ist die entsprechende VM für das Energymanagement zuständig (z.B. bzgl. schlafen legen der HDDs), richtig?

Dann kontrolliert der Treiber des VM-OS die Hardware und es sollte theoretisch so funktionieren.

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Beitragvon Supi » 12.11.2013, 13:30

@myhtpc

Wenn du die aktuellen c't's richtig und komplett liest, wirst du lesen, das einige der
Stromeinsparungen erst durch die passenden HW Treiber zu stande kommen. Hier insbesondere den Intel VGA Treiber (bei Wechsel in den Display-Strom aus ca 2-3W und auch der Intel RST Treiber bringt einige Watt.

Aber ein aktuelles I5 mit nur 25W.... was will man mehr? ( selbst ein aktuelles NAS brauch wenigstens so 10-15W).

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Beitragvon myhtpc » 12.11.2013, 14:21

Hi Supi,

ich bin im Heise Forum unterwegs gewesen und wie in meinem ersten Post habe ich den Treibereinfluß (unter Windows) auch erkannt und realisiert ()siehe meinen Verbrauch unter Server 2012R2.

Ich dachte nur, ich könnte noch etwas unter ESXi mit Treibern oder Scripten machen. Da ich jedoch bisher noch keine Treiber für ESXi für mein Mainboard gefunden habe dachte ich hier sind Profis, die vielleicht noch eine Idee haben;-)

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Beitragvon Dayworker » 12.11.2013, 23:21

Wenn du das c't-Forum gelesen hast, weist du hoffentlich auch um die Probleme mit dem Intel-MB DH87RL. Sowohl das Bios/UEFI, läßt sich reproduzierbar lahmlegen und nur noch über eine ältere Bios-Version oder CMOS-Resetten wieder reaktivieren, als auch das MB ansich, stark unterschiedliche Energieverbrauchswerte innerhalb derselben MB-Reihe, haben einige Defizite, die man sich zumindest auf dem ESXi und auch keinem anderen Server-OS antun will.

Dazu kommt, daß der 5.5er ESXi noch diverse Kinderkrankheiten mitbringt und deine MB-Nic bestimmt wieder auf einem Consumer-Chip beruht, mit dem wieder kein ESXi direkt zusammenspielen will.


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