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Neuer CT Bauvorschlag für Intel I5 - 10 Watt PC (IDLE)

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Neuer CT Bauvorschlag für Intel I5 - 10 Watt PC (IDLE)

Beitragvon Wirrkopf » 30.08.2013, 14:55

In der CT 19/2013 wird ein PC vorgestellt der mit 10 Watt im Idle auskommen soll. Was haltet ihr davon diesen (erweitert?) als ESXi 5.1 laufen zu lassen?

http://www.heise.de/ct/projekte/PC-Bauv ... l#anchor_5

Intel Core i5-4570, Intel DH87RL (oder DH87MC), Enermax ETL300AWT, Samsung SSD 840, XX GB DDR 1600

Ich vermute das die Stromsparmechanismen unter ESXi nicht so einen niedrigen IDLE Wert ermöglichen. Unter Linux waren die Werte auch höher.

Nachteile: kein ECC, natürlich nicht Zertifiziert

Vorteile: VT-D soll laut Intel Liste auf dem Board/CPU funktionieren, CPU sollte genug Power haben, sparsamer Verbrauch, Intel NIC onBoard

Ich würde gerne die 150 Watt im idle meines AMD Systems reduzieren...

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Beitragvon Dayworker » 30.08.2013, 15:52

Das ist und bleibt ein Desktop-MB und der H-Chipsatz ist vorrangig .
Wenn der ESXi nur wenig zu tun hat, wirst du auch sehr nahe an die von der c't erreichten Leerlaufwerte herankommen. Durch die bei Haswell mit in die CPU gewanderten Spannungsregler, bestimmt die CPU selbst ihren Leistungsbedarf und regelt dementsprechend runter. Das größte Einsparpotential liegt natürlich ohne Zusatz-Chips weiterhin in einem normal ausgestatteten MB mit 4 Spannungsphasen (mehr braucht die Haswell-CPU nicht). Speziell die für OC beworbenen 16 Spannungsphasen und sämtliche nicht durch den Chipsatz bereitgestellten Anschlüsse, Slots etc sowie NTs mit schlechtem Wirkungsgrad bei niedriger Auslastung (alles unterhalb 20% Last) verursachen den wesentlich höheren Leerlaufwert.
Wenn ich mir so deine Angaben ansehe, ist das angegeben NT eigentlich noch zu "dick". Die Hälfte würde sogar noch etwas Luft haben und sogar die 120W-PicoPSU könnte dafür noch knapp ausreichen.

Eine Anmerkung noch zur verbauten Nic. Ich hab nicht mal bei Intel mehr Informationen zum genauen Chip gefunden, aber zumindest Jacob-Computer und damit einer von 10 angesurften Verkäufern hatte überhaupt Infos dazu. Ausgehend davon trägt das Intel DH87RL einen G-Lan-Chip mit der Bezeichnung "Intel i217V" und ist damit wie der 82579V von keinem Server-OS unterstützt. Ob man denselben Treiberweg wie beim 82579V gehen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Falls das also nicht klappt, darfst du trotzdem noch eine Gig-Nic nachstecken.


Ausgehend von deinem Signaturrechner und dem beschriebenen Bauvorschlag schlußfolgere ich jetzt einfach mal, daß du eigentlich keine Hexacore-CPU brauchst und das liefert dir genügend preiswerte und zugleich relativ sparsame Möglichkeiten. Mein Signaturrechner, siehe auch Thread Dell T110 II (11.Generation), beispielsweise verbraucht momentan zwischen 40-44W bei 4 laufenden Linux-VMs und ohne DVD-Brenner würde ich sogar unter 30W im Leerlauf liegen. Das einzigste, wirkliche Manko dieses Servers ist der lahme Plattencontroller H200 und dank fehlendem Write-Cache kann man da auch nicht viel machen.

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Beitragvon Wirrkopf » 30.08.2013, 17:08

Dayworker hat geschrieben:...Wenn ich mir so deine Angaben ansehe, ist das angegeben NT eigentlich noch zu "dick". Die Hälfte würde sogar noch etwas Luft haben und sogar die 120W-PicoPSU könnte dafür noch knapp ausreichen.

Die PicoPSU hat die CT nachträglich getestet und bei Vollast schmiert die Kiste damit ab. Ausserdem hat die picoPSU bei sehr niedrigem IDLE Verbrauch einen niedrigeren Wirkungsgrad als das angegebene 350 Watt Netzteil. Lohnt sich also nicht.

Sollte ich mit Board & CPU (und evtl RAM) holen würde ich mein 300 Watt Cougar NT testen ob das nicht auch so einen geringen Verbrauch schafft.

Ausgehend von deinem Signaturrechner und dem beschriebenen Bauvorschlag schlußfolgere ich jetzt einfach mal, daß du eigentlich keine Hexacore-CPU brauchst und das liefert dir genügend preiswerte und zugleich relativ sparsame Möglichkeiten.


Da bin ich mir nicht so sicher bzw. ich weis nicht genau wo da die Flaschenhälse (CPU, RAM, I/O, RDP, LAN, etc.) sind. Zwei der VMs auf dem ESXi werden intensiv als Desktopersatz genutzt von diversen NBs, und PCs und remote. Es ist einfach so schoen praktisch wenn die VM mit allen geöffneten Programmen immer durchläuft und man nur den "Zugangs PC/NB/Remote" wechselt. Und da würde ich mir schon etwas mehr Power wünschen.

Mein Signaturrechner, siehe auch Thread Dell T110 II (11.Generation), beispielsweise verbraucht momentan zwischen 40-44W bei 4 laufenden Linux-VMs und ohne DVD-Brenner würde ich sogar unter 30W im Leerlauf liegen. Das einzigste, wirkliche Manko dieses Servers ist der lahme Plattencontroller H200 und dank fehlendem Write-Cache kann man da auch nicht viel machen.

Du hast aber auch keine 6 HDDs + 3 SSDs, zusätzlicher HDD Controller, ISDN Karte, Intel Zusatznic, in dem ESXi? Und den Plattenplatz brauch ich wirklich. Seit ich meinem BenQ W1070 FullHD Beamer habe mag ich nur noch unkomrimierte BluRay Rips speichern und so sind schon 6 von 10 TB voll.

Klar kann ich mir einen HP NL 40 oder so hinstellen. Für die P2P VM und die FAX/AB VM würde das reichen. Auch für die VM mit Server 2012 (wie soll ich bei einem 4 Personen Haushalt ohne AD auskommen?!) würde es wohl noch reichen.

Aber ob die virtuellen Desktop VMs dann nicht zu lahm werden? Und wohin mit den ganzen HDDs?

In der Performance mag ich jedenfalls nicht zurückschrauben. Besonders wenn sich so etwas jetzt mit 10 Watt realisieren läßt. Geld spielt immer eine Rolle aber da bin ich durchaus bereit auch mal ein wenig mehr fürs Gefühl auszugeben.

Nur funktionieren sollte es dann schon.... :)

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Beitragvon Supi » 30.08.2013, 19:11

Wirrkopf hat geschrieben:Du hast aber auch keine 6 HDDs + 3 SSDs, zusätzlicher HDD Controller, ISDN Karte, Intel Zusatznic, in dem ESXi? Und den Plattenplatz brauch ich wirklich. Seit ich meinem BenQ W1070 FullHD Beamer habe mag ich nur noch unkomrimierte BluRay Rips speichern und so sind schon 6 von 10 TB voll.


Wo soll da viel weniger als 150W Idle herkommen? Der alte Dell E520 vom Daywalker mit Q6600 und 2 Platten brauchte auch schon 80W idle.
Dein Phenom wird da nicht besser sein, und mit 6 Platten + SSD sind das mal locker durch die Platten rund 50W. Sprich 80+/- W + 50W HDD . Gleich mal 130W. Dann noch die 16GB ram und der ESXi idle ja nicht wie ein windows.

Wirrkopf hat geschrieben:... Auch für die VM mit Server 2012 (wie soll ich bei einem 4 Personen Haushalt ohne AD auskommen?!)

Der war gut, oder wirklich ernst gemeint?

Ich sage mal so, schätze dich glücklich, dass dein Server so ohne Probleme mit den extra karten und Raid-Controller im Vmdirektpath läuft.
Bei deinen abgehobenen Ansprüchen kann das mit weniger Strombedarf nicht klappen. Wenn würde ich erstmal dein Datengrab auslagern. Das muss nämlich nicht alles auf der ESXi Kiste laufen bzw. in dieser stecken. Dafür hat man bei der Menge nen NAS.

Und AB/FAX VM, P2P VM, virtuelle Desktop sind nun mal viel "Spielerei", oder? Dazu passen ja auch die
Wirrkopf hat geschrieben: ..unkomrimierte BluRay Rips ...

Nen ESXi der dafür als Datengrab herhalten muss, langweilt sich wirklich.

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Beitragvon Wirrkopf » 31.08.2013, 11:20

Supi hat geschrieben:
Wirrkopf hat geschrieben:... Auch für die VM mit Server 2012 (wie soll ich bei einem 4 Personen Haushalt ohne AD auskommen?!)

Der war gut, oder wirklich ernst gemeint?

Klar war das ernst gemeint. Sicherlich geht es auch OHNE AD. Aber bekomme ich roaming Profiles, DFS, eine vernünftige Rechteverwaltung usw. ohne hin? Da muss man dann irgenwelche Spezialsondersoftware für jede Problemstellung nehmen oder wieder zur Turnschuhadministration zurückkehren. Ja und auch bei "nur" 2 (bald 3) PCs, 3 Notebooks, diverse VMs hab ich da ehrlich keine Lust zu.

Ich sage mal so, schätze dich glücklich, dass dein Server so ohne Probleme mit den extra karten und Raid-Controller im Vmdirektpath läuft.
Bei deinen abgehobenen Ansprüchen kann das mit weniger Strombedarf nicht klappen.

Bin ja auch ganz zufrieden. Nur mit dem Stromverbrauch nicht.
Wenn würde ich erstmal dein Datengrab auslagern. Das muss nämlich nicht alles auf der ESXi Kiste laufen bzw. in dieser stecken. Dafür hat man bei der Menge nen NAS.

Darüber denke ich auch nach. Auf dem 10 TB Raid5 liegen nur Daten die selten angefasst werden. Also hauptsächliche die Filme. Wenn ich es da schaffe das die 6 HDDS im IDLE runterfahren wäre das klasse. Aber alles was ich dazu gegooglet habe sieht so aus als wäre das mit Windows 2012 Server und einem Raid5 nicht zu machen.

Aber ich fürchte das bestimmte Dinge damit nicht zusammenpassen. Z.B. die AD Rechteverwaltung, die DFS Syncronisation mit einem Backupserver (der leider nur 7 TB hat...) min. Gigabit LAN ausgereizt.

Ein Extra Datengab würde aber auch einen Extra "pc" bedeuten, extra Netzteil, Motherboard, CPU, Ram usw. Ich bin mir da nicht sicher ob das wirklich weniger Stromverbrauch bedeuten würde. Genug alte Hardware hätte ich dafür schon. Würde natürlich auch eher dem "klassischen" ESXi Prinzip der Trennung von ESXi Server und SAN/NAS entsprechen. Wobei ich das bei nur einem ESXi Server und einem ausfallgefährdeten amateur SAN auch nicht wirklich so sinnvoll finde.

Und AB/FAX VM, P2P VM, virtuelle Desktop sind nun mal viel "Spielerei", oder? Dazu passen ja auch die
Wirrkopf hat geschrieben: ..unkomrimierte BluRay Rips ...

Nen ESXi der dafür als Datengrab herhalten muss, langweilt sich wirklich.

Wieso sind das Spielereien? Das ist alles bequemlichkeit. Wenn ich so anfange kann ich meinen gesamten Hardwarezoo abschalten und mein 4 Personenhaushalt teilt sich ein Notebook, ich lege CDs und filme wieder per Hand ein, Internetradio wird auch abgeschafft etc.. Das ist doch Steinzeit. Im Gegenteil denke ich eher über Hausautomation nach.

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Beitragvon Dayworker » 31.08.2013, 12:45

@Wirrkopf
Danke für den Hinweis mit der PicoPSU. 120W sind vielleicht wirklich etwas knapp dimensioniert.
Das diese jedoch keinen sehr hohen Wirkungsgrad bei niedrigen Idle-Werten erreicht, war mir schon wieder entfallen. Allerdings dürfte sowas auf einem ESXi eigentlich eintreten.

Wenn du deinen CPU-Bedarf nicht kennst, würde ich weiterhin beim AMD-Hexacore bleiben. Es gibt bei Intel-Desktops mit Sockel1155 bzw 1150 keine Aufrüstmöglichkeit auf Hexacore. Wenn du einen Intel-Hexacore haben willst, bleibt dir nur der Sockel 2011 mit dem Sandy- bzw kommenden Ivy Bridge-E oder je nach Chipsatz auch die gesamte Xeon-Linie. Dieser Sockel bietet dir dann auch Unterstützung für Quadchannel-RAM, ist für den Desktop-Enthusiastenchipsatz X79 aber auch immer mit 130W TDP angegeben. Sparsamere Sockel2011-CPUs und ECC-Support ohne wenn & aber findest du nur bei den Xeons.

Der größte Flaschenhals bei der VMware-Virtualisierung ist der Disk-IO, der dank in SW abgebildeter Plattencontroller in einer VM auch noch hochgradig von der Host- und Gast-Auslastung abhängig ist. Du kannst einer VM also noch soviel RAM und Kerne/CPUs geben, wenn die VMs ihre Daten nicht schnell genug wegschreiben bzw einlesen können, hast du immer einen lahmen Gesamteindruck.

Durchlaufende VMs mit geöffneten Programmen sind auch für ein Dualcoresystem kein Problem. Es kommt dabei immer auf das jeweilige Gast-OS und vor allem dem HW-Verbrauch der geöffneten Programme sowie eine geschickte VM-Config hinsichtlich niedriger vCPU-Anzahl und ausreichend vRAM an.

Nein, mein kleiner Server hat überhaupt nur Einschübe für 4 Platten. Wenn du aber diesen Platzbedarf mit 6x 2TB-Platten hast, würde ich mir zusätzliche Gedanken über die Datensicherheit machen. Der ESXi bzw dessen Dateisystem VMFS ist ja nicht gerade für vollkommen unproblematisches Handling bekannt. Auch wenn es inzwischen ein Dateisystem-Tool gibt, kann man damit das FS immer noch nicht reparieren und muß den langen Weg über das Clonen der VMDKs gehen.
Von der Warte würde ich als reines Datensilo eher zu einem NAS greifen. Die sollten dann nicht nur theoretisch Hotplugging unterstützen. Hotplugging an einem Desktop-Rechner geht in den meisten Fällen nur am eSATA-Port und ansonsten nur, wenn eine Backplane sich um Absicherung und Spannungsversorgung kümmert. Mir fallen bei Raid5 auch direkt wieder Ullis mahnende Worte ein, daß Raid5 in Verbindung mit Thin-Disks kein guter Gedanke ist und die Wiederherstellung im Ernstfall kapital scheitern lassen kann. Bei einem Raid5 muß man immer auch den Rebuildzeitbedarf mit einkalkulieren und bei 2TB-Platten kann das echt lange dauern.




[add]
Ein Win2k12-Server und Platten im Idle-Mode runterfahren paßt nicht so recht zusammen. Für sowas ist meines Wissens kein Server-OS konstruiert, da ein Server eigentlich immer etwas zu tun hat und bei einem Raid5 durch einen HW-Controller würde ich mir das auch sparen. Falls eine Platte nicht mehr so schnell hochkommt, kann das Raid auch schon mal als zurückgestuft/degraded wieder erscheinen und muß erst langwierig wieder aufgebaut werden. Während dessen kann sich dann eine HDD wirklich mal verabschieden, da ein Raid5-Rebuild richtigen Streß für alle Platten bedeutet. Bei jedem Rebuild steigt das Ausfallrisiko also noch weiter an.

Du brauchst als Datengrab auch nicht einen Extrarechner (ältere HW dafür weiterzuverwenden, hilft dir beim Stromsparen echt kein bisken weiter sondern belastet die Energiebilanz nur noch weiter), wenn wie bei dir PCI-Passthrough erfolgreich funktioniert und ein HBA in Reichweite ist. Ich würde dort eher Napp-it als den mit Server2k12 eingeführten "Speicherplätzen" den Vorzug geben. ZFS wurde extra für Datensicherheit konzipiert, während es bei 2k12 unter Funktionsverlust hinsichtlich des NTFS-Featuresets in meinen Augen nur drangeflanscht wurde und das Rebuild-Problem immer noch nicht löst. Auch wenn ein Verlust der BD-Backups verschmerzbar ist, geht dafür wieder viel Zeit drauf und von einem Backupsystem, das weniger Platz als die vorhandene Nettokapazität mitbringt, halte ich überhaupt nichts.

Bezüglich der Datensicherheit und Multi-Terabytelaufwerken muß man auch die Herstellerangaben zu Datenfehlern bei SATA, NL-SAS und SAS im Hinterkopf haben. Bei 10-hoch-minus-14 üblicher Sata-Festplatten tritt ein Fehler rechnerisch alle 12.5TB auf und um so grösser die Platten werden, desto eher erreicht man diesen Wert. Es hat also durchaus seinen Grund, weshalb SAS- im Vergleich zu Sata-Platten immer noch relativ klein sind und da mehr Spindeln auch immer ein mehr an Performance bedeuten...

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Beitragvon Wirrkopf » 31.08.2013, 15:47

@Dayworker

Das Napp-It "all-in-one" Konzept hatte ich recht lange laufen. Der Hauptgrund warum ich das wieder geändert habe war das nur mit einem echten Windows Server DFS Syncronisation funktioniert. Und vielleicht ist das etwas oversized für den Homegebrauch aber das gefällt mir deutlich besser als ein nächtliches Backup. Ausserdem bin ich mit dem Solaris nie warm geworden.Das war für mich immer eine "Black Box" bei der ich kein gutes Gefühl hatte. Bei WIndows Server habe ich vielleicht auch nicht wirklich viel mehr Ahnung aber das Gefühl ist trotzdem deutlich besser :-)

Nur zur Verdeutlichung wie mein System im Moment funktioniert:

Auf dem AMD 6 Kern läuft der ESXi 5.1. Drei SSDs sind direkt als lokaler Space eingebunden und auf diesen sind alle VMs und die wichtigsten Daten. Dazu kommt noch eine lokal angeschlossene HDD auf die die "wichtigen" Daten werden mittels DFS immer syncronisisert werden.

Dann steckt da ein PERC 5i Sata Controller drin der mittels VMDirect pAth an eine VM mit Windows 2012 durchgereicht wird. Am Controller hängen die 6 HDDs die unter Server 2012 als Software Raid 5 laufen.

In einem zweiten PC läuft nativ Windows 2012 Server mit diversen HDD mit insgesamt ca. 7 TB. Dieser Server läuft aus Stromspargründen nur ab und zu. Sobald ich diesen alle paar Tage anwerfe werden die Daten auf dem Raid5 und die wichtigen Daten von den SSDs per DFS syncronisiert. Dazu ist der Server natürlich auch in der AD und zweiter DC usw.

Sollte sich also irgend etwas mit meinem ESXi nicht stimmen starte ich also den "Backup" Server und kann ohne viel Aufwand weiter"arbeiten".

Ich denke das der Intel i5 4 Kern nicht langsamer ist als der AMD 6 Kern, eher im Gegenteil. Damit das anders wäre müßten ja die 6 AMD Kerne schon gut ausgelastet sein was sie bei mir sicher nicht sind :). Da sehe ich kein Problem.

Aber was würde es wirklich bringen die HDDs in ein NAS auszulagern? Ich will (unabhängig davon ob es zum FIlme abspielen wirklich benötigt wird) auf keinen Fall ein NAS das langsamer als GB Ethernet ist. Also 100MBit/s sind Pflicht. . Dann würde ich ungern die DFS Syncronistion wieder rückbauen weil das mit einem NAS wohl nicht funktioniert. Und zu guter Letzt: Was bringt das an Stromsparen wirklich und wieviel müßte ich erstmal investieren was sich dann nie rechnet...

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Beitragvon bla!zilla » 31.08.2013, 19:13

AD? DC? DFS? Zu Hause? Wo ist der Sinn?

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Beitragvon Wirrkopf » 31.08.2013, 21:30

bla!zilla hat geschrieben:AD? DC? DFS? Zu Hause? Wo ist der Sinn?


Wo ist der Sinn wenn sich jemand einen teuren Mercedes kauft wenn doch auch ein Dacia von A nach B fährt? Wieso kauft sich jemand eine Makita wenns doch für die drei Löcher bohren auch eine NoName Maschine getan hätte? usw. usw.

Mir machts Spass Probleme mittels AD, DC, und DFS zu lösen die andere nicht mal als Problem wahrnehmen würden.

Wenn sich mein Kinder mit ihren AD roaming Profilen an jedem PC und NB anmelden können und immer alles gleich ausssieht und gleich funktioniert ohne das ich das manuell an jedem Computer einzeln einstellen müßte dann FREU ich mich einfach. Wenn mein Sohn Spiele an unterschiedlichen PCsNBs spielt und die gespeicherten Spielstände überall gleich sind dann freut ER sich, usw. usw.

Übrigens haben wir in meiner Firma mit über 5000 Mitarbeitern am einem Standort nicht mal roaming Profiles... Wenn man da den PC wechselt darf man alles neu einrichten. Für mich unbegreifbar aber zu Hause will ich so was primitives nicht haben.

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Beitragvon bla!zilla » 31.08.2013, 22:34

Och, ich kenne noch viel größere Unternehmen, die am Client ohne Roaming-Profiles auskommen. Bei Terminalservices oder VDI mag das sinnvoll sein, aber wie oft kommt es vor, dass man im Unternehmen den Client wechselt? Eher die Ausnahme. Das hat also nichts mit primitiv zu tun. Ebenso wenig fortschrittlich ist der Einsatz von Windows Server 2012 zu Hause. von der Lizenzfrage ganz abgesehen. Aber gut, das ist hier nicht das Thema.

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Beitragvon Dayworker » 31.08.2013, 23:31

@Wirrkopf
Ob du nun Windows mit DFS oder Solaris nimmst, beides bleibt in meinen Augen eine Blackbox, wobei ZFS eindeutig in Richtung grosser Dateibestände entwickelt wurde.

Auch wenn ein Core i5 Quad nicht langsamer als dein AMD Hexacore ist, gibt es wie bereits geschrieben für ein Sockel1155/1150-System keinen Aufrüstweg auf Hexacore. Wenn deine laufenden VMs also wirklich mal mehr Leistung beispielsweise bei der Berechnung mathematische Problem brauchen, hilft dir auch keine Aufrüstung auf einen Core i7 mit HT etwas. Der Gesamtdurchsatz mag sich durch HT zwar erhöhen, aber nicht in dem Maße, wie sich die Rechenzeiten verlängern und der Phenom X6 hat im Gegensatz zum AMD Bulldozer & Co noch vollwertige Kerne. Dies gilt es also genauso abzuwägen, wie der Tatsache, daß wenn ein Core_i-DesktopCPU wirklich mal richtig Arbeit anstehen hat, deren Dual-Channel Speicherkontroller beim RAM-Zugriff zur Bremse wird. Ausserdem, wer würde schon wieder auf einen megaherztechnisch etwas schnelleren Quadcore zurückgehen, wenn man schonmal 6 vollwertige Kerne unterm Hintern hatte... Von daher bleibt eigentlich nur die Aufrüstung auf Intels Xeon E5-Linie, damit man neben Quads aus energetischen Gründen überhaupt eine Aufrüstmöglichkeit erhält.

Alle aktuellen NAS mit Atom- und anderen ohne Marvell-CPUs sind inzwischen schnell genug für sequentiellen IO in Gig-Ethernet. Was bei keinem NAS egal welcher Preisklasse richtig performant abläuft, sind Random-IOs, wie sie aber bei jedem OS mit der üblichen Blockgrösse von 4KB angefragt werden. Wenn also die Stripesize eines Raid5 nicht richtig zu den gespeicherten Daten paßt, beantwortet immer nur ein Raidmitglied die Anfrage und der Geschwindigkeitsvorteil eines Raid5 beim Lesen ist verloren. Von der Warte sind BD- oder DVD-Backups aufgrund ihrer Dateigrössen optimal für die Wiedergabe von einem Raid5 ausgerichtet, daß Schreiben dagegen dauert dank des Raid5 natürlich entschieden länger.

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Beitragvon bla!zilla » 01.09.2013, 09:24

Das klinkt doch interessant: *klick*

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Beitragvon Wirrkopf » 01.09.2013, 13:08

bla!zilla hat geschrieben:Och, ich kenne noch viel größere Unternehmen, die am Client ohne Roaming-Profiles auskommen.

OK. Das ich das nicht begreifen kann war natürlich Unsinn. Da wird schon jemand die Argumente für und gegen roaming Profiles abgewogen haben und unter Strich entschieden haben das die Nachteile (Serverspeicherplatz, Konfigurationsaufwand, evtl. Bandbreitenprobleme Morgens und Abends wenn sich alle an- bzw abmelden, erhöhten Supportaufwand usw...) die Vorteile bei geringem Arbeitsplatzwechsel deutlich überwiegen.

Bei mir zu Hause gewichte ich aber anders und da sind mir die Vorteile eben mehr wert als die Nachteile.

bla!zilla hat geschrieben:Das klinkt doch interessant: *klick*


Ja aber ich sehe da nirgends Erfahrungswerte? Hat er das überhaupt schon so zusammengebaut oder ist das erst in Planung? Dazu passt folgende Antwort aus dem CT Supportforum für den 10 Watt PC Bauvorschlag:"....Wir überlegen aber gerade, ob wir zu diesem Thema mal ein paar Tests anleiern. MfG Benjamin Benz (CT Redakteur)"

Dayworker hat geschrieben:Ausgehend von deinem Signaturrechner und dem beschriebenen Bauvorschlag schlußfolgere ich jetzt einfach mal, daß du eigentlich keine Hexacore-CPU brauchst

Dayworker hat geschrieben: Ausserdem, wer würde schon wieder auf einen megaherztechnisch etwas schnelleren Quadcore zurückgehen, wenn man schonmal 6 vollwertige Kerne unterm Hintern hatte...


Tja reicht mir nun eigentlich ein 2 Core Einfach Server oder wird mir ein Rückschritt von echten 6 Cores wehtun?

Ich vermute das ich im Moment eher übermotorisiert bin, bzw. Leistung nur sehr punktuell in einer oder zwei VMs benötige wofür ein 4 Core wohl locker reichen wird.

Wenn ich den derzeitigen idle Stromverbrauch von 150 W um 87 W auf 63 W senken könnte würde ich ~200 € /Jahr sparen.( 0,087 kWatt * 24h * 365d *0,2612 €/kWh = 200 €./Jahr). Da hätte sich die Investition von ca. 400€ in neue CPU/Board/Ram/Netzteil nach 2 Jahren amortisiert. Mit wahrscheinlich steigendem Strompreis auch noch schneller.

Dazu kommt das ich die "alten" Teile in der Famile gut weiterreichen kann und damit an andere Stelle keinen neuen PC kaufen muss. Also Amortisation eher schon nach einem Jahr bzw. kann die Ersparnis auch geringer ausfallen damit es sich noch lohnt.

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Beitragvon ~thc » 01.09.2013, 14:08

Also irgendwas fehlt mir da in den ganzen Leistungsberechnungen. Wenn du nicht gerade "Green"-SATA-Platten (6W) nutzt, dann sollten deine sieben HDDs (8-10W) und drei SSDs (1-2 W) rund 75 Watt alleine verbrauchen. Dann nimm noch den SATA-Controller, die ISDN-Karte und die Netzwerkkarte dazu und du bist bei ca. 85 Watt nur für die Hardware, die im Original-c't-Vorschlag (eine HDD mal unterschlagend) nicht verbaut ist. Wie willst du denn da auf 63 Watt kommen?

Oder hast du die technische Dokumentation aller 13 Zusatzkomponenten da und weißt genau, was diese verbrauchen?

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Beitragvon Dayworker » 01.09.2013, 15:04

Bezüglich Stromverbrauch kann ich "~thc" nur zustimmen. Allein der Raidcontroller dürfte je nach PCIe-Anschluß und Ausführung (Low-Profile) bis 25W verbrauchen. Ich würde hier mal von 15W für eine PCIe_x1-Karte in Low-Profile-Ausführung ausgehen. Die 6 Platten dürften in einem Raid5 immer was zu tun haben und belasten das Energiebudget mit 60W. Als weitere grössere Verbraucher könnten schnelle SATA3-SSDs mit den bekanntermaßen schluckfreudigen SF2281-Controller zum Zuge kommen, die ziehen zumindest beim Schreiben ganze 4W pro Gerät oder 12W in Summe. Die Nic würde ich ebenfalls je nach Ausführung (Single-, Dual-, Quadport) zwischen 2 bis 10W ansetzen und die ISDN-Karte wird ebenfalls ständig um 10W liegen. Als Bonbon ist sicherlich noch ein BD/DVD-Brenner verbaut, dieser packt nochmal 15W oben drauf. Wenn man das zusammenrechnet, liegt man je nach Nic-Ausführung und eingestellter Linkgeschwindigkeit schon bei deutlich über 100W. Dabei fehlen immer noch CPU, RAM und Southbridge des X6.

Bei der Übernahme in einen anderen Rechner fallen zumindest Platten, SSDs, BD/DVD-Brenner, Perc5i- und ISDN-Controller sowie die Nic an. Selbst wenn bei dir "Green"-SATA-Platten (6W) und sparsamere SSDs (2W) zum Einsatz kommen, ändert sich nicht so viel. Hier stellt einfach die Spindelanzahl neben Brenner, Raid- und ISDN-Controller die größten Verbraucher dar. Zusammen mit den im Artikel beschriebenen ~10W Idle-Verbrauch treibt deine HW-Ausstattung den Energiebedarf alleine schon auf mindestens 80W (36W HDDs, 4W SSDs, 15W Controller, 10W ISDN, 15W Brenner) und dabei fehlt immer noch die Nic.
Aber der c't-Redakteur hatte ja schon im Artikel geschrieben, daß bereits die Wahl der GPU wesentlich zu einer Erhöhung des Idle-Verbrauchs beiträgt. In deinem Fall ist es zwar nicht die CPU, sondern die vielen Zusatzgeräte treiben den Verbrauch in die Höhe.

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Beitragvon Wirrkopf » 01.09.2013, 15:10

Im CT Supportforum wurden meine 6 HDDs (Hitachi GST Deskstar 5K3000 , Idle Power Consumption: 4,8W) mit 30-40 Watt Verbrauch geschätzt. Dazu kommen dann noch 1. Backup HDD, 3 SSDs + vier Steckkarten. (PCIe Sata Contr LSI Dell SAS 6/IR., PCIe Nic, PCIe Grafik, PCI ISDN)

Idle Werte: (schnell gegoogelt hoffe das stimmt)

6 x Hitachi GST Deskstar 5K3000 = 5 x 4.8 W = 29W
1 x Samsung HD753LJ = 1 x 7,7 W
1 x OCZ Vertex3 MI 256 GB 1,65W
1 x Crucial M4 256 GB 1,2W
1 x OCZ Agility3 64 GB 1,5W

Sind also "nur" 41,05W für alle HDDs und SSDs. Ohne die kleine SSD also 40 W. Haben die Zusatzkarten Sata Controller und ISDN Karte und Nic wirklich so viel Verbrauch?

Eine SSD könnte ich einsparen die ist mit 64 MB eh winzig. Die Intel Nic kann auch raus da die Realtek onBoard seit ESXi 5 unterstüzt wird und in zwei anderen Systemen auch gut und stabil funktioniert. DVD Laufwerk ist nicht verbaut. Aber eine Grafikkarte die im neuen System ja wegfallen würde.

Die 63W sind wohl trotzdem recht optimistisch geschätzt :-) Aber unter 100W sollte doch zu schaffen sein hoffe ich. Also min. 50W Ersparnis.

Ich überlege auch schon ob ich mal meinen ESXi Server nochmal genauer vermesse was den Stromverbrauch betrifft.

Also ihn testweise mal nur mit einer SSD und ohne Zusatzkarten, HDDs laufen zu lassen. Sollte ich den Umbau wirklich angehen, und es juckt mich heftig in den FIngern, dann werde ich das auf jeden Fall machen.

Dann könnte ich eher abschätzen was das System in einer Minimal Grundkonfiguration verbraucht. Ist bloß sehr aufwendig da es ja "produktiv" läuft und meine 3 Familienuser für eine Unterbrechung des laufenden Systems wenig Verständnis haben. Zeiten in denen ich mal alleine zu Hause bin sind sehr rar.

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Beitragvon Supi » 01.09.2013, 16:30

@Wirrkopf: Ich will dir nicht den Basteltrieb nehmen, aber da rechnest du dir das ganze doch schon sehr "schön" mit den Idle Verbrauch deiner Hardware.

Und wenn dann dein "Server" noch so essentiell ist, das kein "Wartungsfenster" 8) frei ist, wieso überhaupt über nen Umbau nachdenken.

Der einfachste Weg wäre erstmal, deine Filme-Halde ähm. dein Raid der 5K3000 zu outsourcen.
Sprich nen separates NAS. Das kann dann z.B. weiter als Movie-Store / Zuspieler dienen, während der eigentlich ESXI umgebaut werden kann.

Aber das alleine kostet am Ende wieder mehr, als du ggf. ausgeben willst respektive in 3-4 Jahren einsparst.
Aber da hast du dir halt selbst schon deinen SPOF durch die eierlegende Wollmilchsau eingerichtet.

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Beitragvon Wirrkopf » 01.09.2013, 20:02

Dayworker hat geschrieben:Bezüglich Stromverbrauch kann ich "~thc" nur zustimmen. Allein der Raidcontroller dürfte je nach PCIe-Anschluß und Ausführung (Low-Profile) bis 25W verbrauchen. Ich würde hier mal von 15W für eine PCIe_x1-Karte in Low-Profile-Ausführung ausgehen.

Ich hab diesen hier: http://www.ebay.de/itm/DELL-SAS-6-i-R-6 ... SA:DE:1123

Die CPU hat nicht mal eine Kühlkörper. Bist Du sicher das der 15-25W verbraucht???

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Beitragvon Supi » 01.09.2013, 20:33

Hatte ich das also doch richtig gelesen mit dem SAS 6/ir. Also machst du unter dem Server 2012 ein Software-Raid-5 von Windows über die Platten?

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Beitragvon Wirrkopf » 01.09.2013, 21:46

Supi hat geschrieben:Hatte ich das also doch richtig gelesen mit dem SAS 6/ir. Also machst du unter dem Server 2012 ein Software-Raid-5 von Windows über die Platten?


Genau das. Ich habe bisher gute Erfahrungen mit Software Raid5 gemacht. Vorher hatte ich die HDDs in einem Solaris ZFS "Raid5" laufen. Das ist wohl noch sicherer und besser.

ABER damit kann ich keine DFS Syncronisierung machen. Freigaben ins DFS einhängen ohne syncro geht aber das war mir nicht genug. Also hab ich die Daten gebackupt, die HDDs von der Solaris/ZFS VM in eine Server 2012 VM umgehängt, Software Raid5 erstellt und wieder alles zurückgeschoben. Hab ich bisher nicht bereut.

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Beitragvon Dayworker » 02.09.2013, 09:59

Ich hatte bisher irgendwie immer überlesen, daß du das Raid5 per SW unter Windows machst. Da du das jetzt nochmal einzeln geschrieben hast, stellt sich mir die Frage, weshalb du dafür nicht einfach einen billigeren und vor allem energetisch genügsameren HBA wie den IBM M1015 genommen hast. Selbst ZFS braucht keinen Raid-Controller, da die Raidfunktionalität bereits im ZFS enthalten ist und die Datenintegrität durch das ZFS sichergestellt wird. Im Prinzip würde für volle ZFS-Funktionalität bereits der Plattencontroller deines Chipsatzes ausreichen, wenn du diesen ohne Nebenwirkungen für andere Geräte per PCI-Passthrough durchreichen könntest und dieser auch über genügend Anschlüsse verfügt.


Mangels fehlender Angaben zum Stromverbrauch des Perc6/ir bin ich von den durch den Steckplatz sich ergebenden Möglichkeiten ausgegangen. PCIe-Karten dürfen max 25 Watt verbrauchen und Low-Profile dagegen nur 10 Watt. Der PEG- bzw PCIe_x16-Slot ist ein Sonderfall, der für max 75W ausgelegt wurde. Da dein Controller keinen Kühlkörper hat, wird er sicher nicht 25W verbrauchen, aber auf der anderen Seite werden solche Controller auch in gut durchlüfteten Servern mit ausgefuchster Luftführung verbaut. Von der Warte erscheinen mir 15W als gerechtfertigt, da der Controller sich ja auch bei schlafenden Platten nicht abschalten kann. Irgendwer muß die Platten ja wieder wecken.

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Beitragvon Wirrkopf » 02.09.2013, 10:32

Dayworker hat geschrieben:Ich hatte bisher irgendwie immer überlesen, daß du das Raid5 per SW unter Windows machst. Da du das jetzt nochmal einzeln geschrieben hast, stellt sich mir die Frage, weshalb du dafür nicht einfach einen billigeren und vor allem energetisch genügsameren HBA wie den IBM M1015 genommen hast.


Bist Du sicher das ein externe HBA merkbar weniger Strom verbraucht als die interne Lösung? Die HDDs sind die selben, bei der externen Lösung habe ich ein zusätzliches Netzteil, Board, CPU, Ram usw, bei der Internen nur den zusätzlichen SATA Controller.

Warum sollte da die externe Lösung + ESXi Server sparsamer sein als der ESXi Server mit "lokalem" Speicher?

Selbst ZFS braucht keinen Raid-Controller, da die Raidfunktionalität bereits im ZFS enthalten ist und die Datenintegrität durch das ZFS sichergestellt wird. Im Prinzip würde für volle ZFS-Funktionalität bereits der Plattencontroller deines Chipsatzes ausreichen, wenn du diesen ohne Nebenwirkungen für andere Geräte per PCI-Passthrough durchreichen könntest und dieser auch über genügend Anschlüsse verfügt.


Der Zusatzcontroller ist aus zwei Gründen drin:

1. weil er per VMDirektPath durchgereicht wird. Da ESXi keine VM vom USB Stick booten kann braucht man ja mindestens eine lokale Platte (oder wieder einen externen Speicher). Aber selbst wenn das kein Problem wäre bleibt Grund Nr2 ->

2. weil die onBoard Sata Anschlüße nicht reichen ( 6 HDDs am Extra Controller, 3 SSDs und eine HDD am internen Controller) Wie soll ich denn 10 Laufwerke an 6 interne Anschlüße anschließen?

Wenn ich auf eine externe HBA/NAS Lösung umsteige enwirrt sich meine Eierlegende Wollmilchsau etwas. Ich bezweifel nur das das wirklich sparsamer ist und wo ich recht sicher bin ist das es weniger Funktionen hat (z. B. DFS Syncronisation) als die interne Lösung.

Und dann habe ich nicht mehr einen SPOF sondern deren zwei. Im professionellen Umfeld mag ein exterens NAS / HBA ausfallsicherer sein als lokaler Speicher. Im Amateurumfeld bezweifel ich das.

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Beitragvon Supi » 02.09.2013, 12:16

Dayworker hat geschrieben:Mangels fehlender Angaben zum Stromverbrauch des Perc6/ir.....


Daywalker, es ist kein Perc6/i sondern nur ein SAS 6/ir. Der SAS 6/i kann nur R1.

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Beitragvon Dayworker » 02.09.2013, 14:26

Supi, macht das energietechnisch wirklich ein Unterschied?
Bei den meisten Controllern ist derselbe Chip verbaut. Bei meinem Dell H200 ist das beispielsweise der LSI SAS2008 und dieser kommt auch noch im Dell H310 zum Einsatz.


Wirrkopf, wegen der vielen Datenträger hatte ich ja bezüglich Chipsatzcontroller bereits geschrieben: " wenn du diesen ohne Nebenwirkungen für andere Geräte per PCI-Passthrough durchreichen könntest und dieser auch über genügend Anschlüsse verfügt". Von der Warte hätte man also durchaus auch einen Sil- oder JMicron-Zusatzcontroller verbauen können und da du diesen eh durchreichst, spielt es auch keine Rolle, ob der ESXi diesen ansprechen kann.
Ich will damit nur sagen, daß du dir den relativ teuren HW-Raidcontroller hättest einsparen können. Er wird ja weder bei ZFS noch jetzt mit dem SW-Raid benötigt. Im Prinzip würde dir jeder beliebige Controller ausreichen, der entweder selbst genügend Anschlüsse mitbringt oder halt einen weiteren HBA per PCI-Passthrough durchreichen.
In jedem Fall dürftest du früher oder später aber in eine IO-Begrenzung rauschen, da dein vorhandener AMD-Chipsatz sicherlich noch kein PCIe3.0 oder neuer unterstützt. Mit 2 oder 3 Datenträgern mag das noch ohne Einschränkungen sein, bei 10 sieht es da aber bereits anders aus.

Der Gedanke mit dem NAS war gewesen, daß zum Streamen ja nicht unbedingt der grosse "Server" laufen muß. Sowas beherrschen eigentlich alle NAS-Geräte oder es läßt sich zumindest über die Webseite des Herstellern nachrüsten.

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Beitragvon Supi » 02.09.2013, 14:43

Dayworker hat geschrieben:Supi, macht das energietechnisch wirklich ein Unterschied?
Bei den meisten Controllern ist derselbe Chip verbaut.


Welcher Chip genau verbaut ist, kann ich auch nicht sagen. Nur auf etwaigen Seiten zum Perc5/i und Perc6/i als Adapter für "White-Box" ESXI mussten einige auf den Kühlkörper noch nen Lüfter packen, damit der nicht zu heiß wird.

Aber grundsätzlich ist das doch eh "Krümmelkackerei" wegen der Watts der verschiedenen Controller. Wenn Wirrkopf wirklich strom sparen will, dann klappt das meiner Meinung nach nur über ein Trennen von ESXI und Datenhalde.
Aber das wird im dann doch zu Teuer sein, wenn man nur die Kosten (Strom gegen Invest) betrachtet.


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