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1 Host System, Erweitern?

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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1 Host System, Erweitern?

Beitragvon Ticilein » 19.12.2012, 09:36

Hallo zusammen,

Ich brauche euren Rat ( wieder mal ;) ).

Derzeit haben wir einen Host mit 32 GB Ram und 1,6 TB Speicher, verteilt über 6 Platten Raid 10 und 6 Nics. Dazu 2x E5620 Quadcores.
Vom Ram sind derzeit 22 GB in Belegung. Die CPUs pennen vor sich hin.

VMS liegen derzeit 7 drin. AD, Exchange 40 User, TS 10 User, ein Filer, Navision, VMA und ein Support-Client unter Win.
Eigentlich nicht so wild.

Jedoch muss ich für den Exchange zusätzlich 300 GB Plattenplatz wegknipsen und die zweite Datenbank dort hinein verschieben.

Dann wären gerade mal noch 60 GB im Host frei von den 1,6 TB.
Mich dünkt das ein wenig knapp.

Da der derzeitige Backup-Server in Ruhestandsnähe kommt, wäre eine Möglichkeit, den jetzigen Host zum Backup zu machen und wieder einen Einzelhost mit mehr Plattenkapazität hin zu stellen.

Oder doch zwei Server mit vSphere auf USB-Stick bzw. kleinem Raid 1, die dann gemeinsam an einen Storage nuckeln?

Macht das Zweite bei der Firmengröße s.o. schon Sinn? (Die VMs liegen als Wochensicherung auf einem NAS, dazu gibt es über den Backupserver eine Tagessicherung)
Es geht ja hauptsächlich um Datenplatz.

Was meint Ihr?

Gruß Nico

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Beitragvon PeterDA » 19.12.2012, 09:46

Hallo Nico,
es kommt darauf an! Wenn du zwei Server hast hast du natürlich mehr Ausfallsicherheit, da du die VMs über beide Hosts vertielen kannst. Das ganze macht aber nur dann richtig Sinn wenn du ein Shared Storage hast auf dem die VMs liegen.

Wenn du allerdings nur Storage Kapazität brauchst, warum nicht an den bestehenden Server ein Storage hängen?

Gruß Peter

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Beitragvon Ticilein » 19.12.2012, 10:07

Hallo Peter,

wie ausfallsicher ist denn so ein Storage? Ich habe mir ein TERRA SAN 3420 iSCSI 10Gbit angeschaut (steht in der HCL).
Das hätte zwei Controller mit jeweils einer Dual 10 GB Nic.

Kann man diese dann direkt per je einer 10 GBit dual PCie im Host verbinden?

Dann kommen ja noch die mind. 8 Nics in den Servern hinzu. 6 für Clients, eine Konsole und die "ich bin dann mal weg" Leitung zum zweiten Host.

Bei reiner Platzvermehrung:
Würdest Du als Storage dann ein reines DAS nehmen, das vom Host per Raid-Controller gesteuert wird? Oder doch auch schon was LAN basiertes (eher zukunftssicher?)?

Gruß Nico

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Beitragvon PeterDA » 19.12.2012, 10:20

Hi,
also ich würde immer einen eine Box nehmen die zwei Controller hat, da man sonst ja nur einen SPOF hat. Ob du nun ein DAS oder SAN/NAS nihmst ist neben der Preisfrage auch die Frage wo die Reise bei euch hingehen soll.

Wenn hier ein Wachstum der VMs wahrscheinlich ist und/oder man mittelfristig auf mehrer Hosts erweitern will, dann würde ich gleich ein SAN/NAS nehmen.

Du solltest dir zwei Kernfragen stellen:
1. Wo wollen wir in 2 Jahren mit der Umgebung sein?
2. Was für ein Budget haben wir für das Projekt?

Daneben könnte man sich dann noch Überlegen was für einen zusätzlichen Nutzen könnte mit einem SAN/NAS erzeugt werden.

Gruß Peter

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Beitragvon Ticilein » 19.12.2012, 10:36

Dann wäre, Anschaffungsfreigabe vorausgesetzt, eine Möglichkeit, das SAN mit zwei Controllern zu nehmen und dieses mit 2x Gigabit an den jetzigen Host zu hängen.
(Oder, wenn noch Geld da ist, eine 10Gb Karte in den jetzigen Host zu stecken)

Dann wäre der Weg für später offen.

Sollte das SAN dann schon gleich so eingerichtet werden, daß theoretisch sofort ein zweiter Host hochgefahren werden kann? Oder ist die Einrichtung sowieso schon so?
(Ich habe zum Test ein NAS per iscsi an meinen Win7 Rechner gebunden, läuft prima)

Gruß Nico

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Beitragvon PeterDA » 19.12.2012, 10:46

Hi,
ich würde versuchen das SAN immer gleich über zwei Switchs ins Netz zu hängen. Dann muss man später auch nichts mehr umstecken wenn ein weiterer Host kommt. Das würde sonst im Zweifelsfall eine Downtime bedeuten. Und diese braucht wohl keiner....

Klar ist, wenn du es direkt an den Host hängst, hast du eine rechnerische kleinere Ausfallwahrscheinlichkeit, da du einfach weniger Geräte hast.

Gruß Peter

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Beitragvon Ticilein » 19.12.2012, 11:00

Derzeit haben wir drei normale Gbit Switche im Schrank. Ob auf Gbit die Performance reicht?

Das wären sonst zwei neue Switche mit zusätzlich je vier 10Gb Ports.
Da wird es preislich wohl doch langsam eng.

Werden die Controller dann Cross verbunden?
NIC 11 an den ersten Switch NIC 12 an den Zweiten NIC 21 an den Ersten NIC 22 an den Zweiten?
Oder baue ich mir dadurch einen Loop rein. Den Host kann ich ja über Switche streuen.

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Beitragvon irix » 19.12.2012, 11:04

Also bei den externen Storage Systeme welche ihren Namen auch verdienen..... hast du die Wahl zwischen iSCSI, FC oder SAS. Die kommen alle (optional) mit 2 Kontrollern und haben dann 4 Ports pro Controller. Sprich selbst mit der SAS Variante kannst du direkt 4 Server anschliessen und das redundant. Bei FC und iSCSI koennen dann mehre Hosts angeschlossen werden sofern im FC Falle auch FC Switche verwendet werden.

Die FC Variante klammere ich aber mal aus weil sie im Kleinstumfeld nicht mehr zum Einsatz kommt. Wenn du genau weist das du nie mehr als 4 Server anschliessen willst und mit der begrenzten Kabellaenge von SAS hinkommst ist mein Vorschlag so ein Shared SAS Storage ins Auge zufassen. Die Latenz ist extrem Gering, Hohe Bandbreite und man braucht keine Switche. Ein Mischbestueckung mit SAS und Nearline SAS Festplatten ist moeglich.

Allerdings gehts halt erst bei knapp 9000,- in einer Sinnvollen Bestueckung.
- Dell MD32x0
- IBM DS3524
- HP MSA2000G3?

Solltest du zu der Dell MD was wissen woll oder einen exakten Preis mit Angebot so sprech mich per PM an.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 19.12.2012, 11:36

Hi,
ob dir 1 GB iSCSI reicht muss man sich dann anschauen. Gibt ja auch noch die Möglichkeit von Multipathing.

Da Joerg ja schon ein paar Typen in den Raum geworfen hat, werf ich mal noch ein Storage hinzu:

NetApp 2240

FC würde ich auch nicht machen. Bei 10GB muss man sich anschauen wie viele Ports man braucht. Oft reichen zwei pro Server aus.

Gruß Peter

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Beitragvon MarcelMertens » 19.12.2012, 12:41

Eine MD32x0i kann man bis zu 4 Application Server auch ohne iSCSI Switche redundant verkabeln.
Alternativ bietet sich noch SAS statt iSCSI an. Geringere Latenz und Stabiler. Allerdings auf ein Rack beschränkt.

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Beitragvon Ticilein » 19.12.2012, 16:46

ui, die MD3200 gibt es gerade im Shop mit kräftigem Rabatt. Läuft noch bis Februar.

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Beitragvon PeterDA » 19.12.2012, 17:18

Hi,
wenn du noch für was anderes ein Angebot brauchst schick eine PN.

Gruß Peter

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Beitragvon stahly » 19.12.2012, 19:26

irix hat geschrieben:...
Allerdings gehts halt erst bei knapp 9000,- in einer Sinnvollen Bestueckung.
- Dell MD32x0
- IBM DS3524
- HP MSA2000G3?
...g


Von IBM kommt jetzt die V3700 raus. Kann mehr und ist günstiger (laut Liste).
Ganz wichtig: Die Bedienoberfläche ist simple und sehr gut (wie SVC, XIV, V7000)


Lieber ein schnelles zuverlässiges Storage, als ein 10Gbit Netzwerk ;)

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Beitragvon Ticilein » 08.01.2013, 20:00

ich hols nochmal hoch.

Da das Ganze in EINEM Rack hinein kommt, geht das Ganze in Richtung SAS Anbindung.
Jetzt hat die GF nach einer Vollredundanz gefragt ( sowas solls geben :-) ).

Kann ich zwei SAS Storage also per SAS in Redundanz bekommen und dann redundant zu zwei Hosts fahren per Dual-Controller im San ?

Also das Verkabelungsbild wie eine redundante FC Struktur aussieht, bloß ohne Switches? (Oder wie das Haus vom Nikolaus *grins*)

Die Hosts übernehmen ja untereinander über das vSphere. Aber die Storages untereinander? Das müssen doch die miteinander ausmachen?

Gruß Nico

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Beitragvon bla!zilla » 08.01.2013, 21:25

Nicht mit SAS. Da ist mir keine Lösung bekannt.

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Beitragvon weigeltchen » 08.01.2013, 21:32

Scheint mir auch bei den genannten Gegebenheiten überzogen. Eher schon replizieren aller oder der wichtigsten VM auf einem Backupserver in einem zu definierendem Intervall. Je nach Software kann er dann bei Bedarf die VM direkt vom Backupserver starten.


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