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Rat gesucht - Storage Optimierung für VMware Essentials

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Rat gesucht - Storage Optimierung für VMware Essentials

Beitragvon virtuellerbenutzername » 16.08.2012, 16:47

Hallo zusammen,

wir haben hier am Standort eine relativ überschaubare Virtualisierungslösung:

- 2 Server bzw. ESXi Hosts
- 1 Netzwerkspeicher (Iomega StorCenter Pro NAS ix4-200r) ~ 2,7 TB
- VMware Essentials Lizenz (der dritte Server bzw. die "dritte Lizenz" wird von einem ESXi Host an einem anderen Standort genutzt)
- Alle Komponenten sitzen in einem Schrank bzw. hängen physikalisch an einem GB-Switch

Mein Problem:

die ESXi-Server haben bis jetzt ausreichend Leistung bzw. können diese die Last der virtuellen Maschinen gut bewältigen. Das ist nicht das Problem - mein Problem ist der via Ethernet angeschlossene Netzwerkspeicher. Die VMware spezifischen Datenspeicher sind alle über nfs an das NAS gekoppelt. iSCSI unterstützt der Speicher zwar auch - funktioniert aber nicht korrekt (erst vorhin wieder ein Ticket bei IOMEGA gelöst)

Seinerzeit war diese Lösung ausreichend und vom Budget her genehmigt. Mittlerweile läuft allerdings immer mehr virtuell, und dem Speicher geht die Puste aus.
Ich bekomme ständig Warnungen im vCenter bezüglich der Festplattenlatenz.

Jetzt ist es natürlich mein Job einen adäquaten Ersatz zu finden - unterm Strich: Eine sinnvolle Lösung.
Allerdings müssen dieses Dinge auf meinem Schreibtisch immer nebenher laufen - und deswegen möchte ich hier die Storage-Experten um Rat fragen.

Ich habe mich gerade etwas eingelesen und suche jetzt nach Lösungen - iSCSI, Fibre-Channel-over-Ethernet etc. ??

Dabei muss ich die Kosten relativ gering halten, ohne hier jetzt eine Hausnummer nennen zu können.
Mir geht es auch viel eher um eine technische Richtung, und mit welchem Produkt.

Was würdet Ihr jetzt einsetzen bzw. gegen welchen Speicher und welche Technik würdet Ihr den lahmenden NAS-Speicher ersetzen?

Ich bin über jeden Tipp dankbar...

Grüße!

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Beitragvon irix » 16.08.2012, 17:32

Nur Kurz,

extrem gutes Preisleitungsverhaeltnis bieten Shared SAS Storages welche i.d.R 12-16 3.5 HDs aufnehmen. Die meisten Hersteller haben dann in der selben 2HE Gehaeusebauform auch 24x 2.5" im Angebot.

Das heisst auf Basis der Netapp 2400 gibts als OEM von IBM die DS35xx und bei Dell die Powervault MD 32x0. Gleiche Schlagweite ist dann bei der HP P2000G3 zu finden.

Mit 12x600GB 15K SAS und 3 Jahren 24/7 4h Support dann knapp unter 10.000EUR. Bei weniger Platten oder 10K SAS entsprechend guenstiger.

Mit Schuld an deinem Problem wird die Verwendung von SATA oder NLSAS sein und primaer die nicht vorhanden RAID Leistung und der geringen Anzahl an Disks geschuldet sein.

Wem SAS nicht gefaellt oder die Distanz groesser ist bzw. er Volumes direkt in einen VM Guest bringen muss gibts die Modelle der obengenannten Hersteller auch als iSCSI Version.

Wenn du weitere Infos benoetigst oder ein Angebot dann schreib eine PM.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 16.08.2012, 17:57

Hi,
erstmal hast du mein Mitgefühl! Ich habe auch so eine Kiste hierrumstehen, Gott sei dank habe ich die aber nie an die ESXi Farm gebunden....

Du solltest dir auf jedenfall nach etwas umschauen was SAS Platten und keine SATA bzw. NLSAS hat. Wenn du noch keine FC Struktur hast würde ich das auch lassen und auf iSCSI setzen. Produkte die ich super finde sind entweder die NetApp 2040 oder die DELL EQ. Preislich war die EQ etwas günstiger. Wir haben uns dann aber doch für NetApp entschieden, da wir zurzeit noch eine weitere 2020 in Betrieb haben.

Gruß Peter

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Beitragvon Martin » 16.08.2012, 23:50

irix hat geschrieben:Das heisst auf Basis der Netapp 2400 gibts als OEM von IBM die DS35xx und bei Dell die Powervault MD 32x0. Gleiche Schlagweite ist dann bei der HP P2000G3 zu finden.

Hast Du auf die Schnelle was durcheinander gebracht?
Die DS35xx und MD 32x0 basieren auf der LSI Engenio 2600 (jetzt wohl nach der Übernahme Netapp E2600 gennant).
Die Netapp FAS2040 und die aktuellere FAS2200 sind auf NFS optimierte Filer und heißen bei IBM N Series N3400 bzw. N3220/N3240

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Beitragvon irix » 16.08.2012, 23:53

E2600 war gemeint und kann nicht mit einer FAS verwechselt werden :)

Gruss
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Beitragvon Martin » 17.08.2012, 09:12

Es gibt wohl noch einige unter uns, die eine E2600 im ersten Moment noch nicht mit Netapp in Verbindung bringen :D

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Beitragvon virtuellerbenutzername » 17.08.2012, 09:51

OK...vielen Dank!

Als nicht Spezi versuche ich die Dinge jetzt einzuordnen. Wie PeterDA angemerkt hat, habe ich bis jetzt keine Fibre-Channel Struktur - somit bräuchte ich noch zusätzlich zum Storage-System die ganzen Komponenten wie HBA's für die beiden Server und eventuell ein FC-Switch - Also ein traditionelles SAN: Speicher, welcher über ein eigenes FC-Netzwerk direkt an die Systeme gebunden wird.

Da ich den Spagat zwischen vernünftiger und kostengünstiger Lösung irgendwie hinbekommen muss, würde die Fibre-Channel Lösung diesbezüglich ausscheiden.

Somit bleibt mir noch die Variante den Storage via iSCSI oder NFS an die beiden ESXi zu binden - und das über die vorhandene Netzwerk-Struktur bzw. den GB-Switch.

Ich hab mir die erwähnten Storage-Systeme angeschaut - um den Datendurchsatz zu erhöhen haben die Systeme gleich mehrere Ethernet-Schnittstellen (Link Aggregation).

Korrigiert mich bitte wenn's nicht passt...versuche eben gerade mein Halbwissen zu vervollständigen :lol:

Ich habe ein weiteres Problem bzw. ging das gestern völlig unter. Demnächst möchte unser Software-Tester seine Hyper-V Umgebung realisiert haben bzw. hat dieser dann seinen eigenen virtuellen Maschinenpark, welcher sich perfekt in die vorhandene Team Foundation Server Umgebung integriert (automatische Testabläufe etc.) Und für seine (wenigen) VM's benötige ich ebenfalls eine Speicher-Ablage.

Ich habe mir das Datenvolumen mal ausgerechnet und komme mit "Luft nach oben" auf ingesamt ca. 3TB. Der Storage sollte sich möglichst einfach nachrüsten lassen.

Laut Konfigurator komme ich mit dem DS3500 von IBM (Preis-Leistung) am besten weg bzw. versuche ich die hier erwähnten Systeme gerade einzuordnen.

Bevor ich tiefer in die Thematik eingestiegen bin (gerade hier im Forum), habe ich mit dem RS812RP+ von Synology liebäugelt - da dieser eben ins Budget passen würde. Wahrscheinlich werdet Ihr diesen Storage (gerade in Bezug auf meine Anforderungen) in der Luft zerreißen. Da ich aufgrund der im Speicher verwendeten SATA-Platten etc. von der Performance her vom Regen in die Traufe komme !?! :oops:

thx...!!

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Beitragvon irix » 17.08.2012, 10:36

Moin,
also Linkagregation wird nicht gemacht weil von vSphere Seite MPIO verwendet wird. Die vielen Anschluesse sind der Redundanz bzw. dem Umstand geschuldet das eine Virtual Disk/Volume einen prefered Controller zugewiesen wird. Dazu natuerlich die Moeglichkeit 4 Server Redundant anzuschliessen oder hier zu separieren. Eine Full Mesh wuerde man eh nicht konfigurieren sonden Gruppen mit 4 Subnets machen. Jeder Host sieht dann bis zu 2 Subnets....aber da ist man durchaus flexibel.

Bei den ISCSI Modellen lassen sich je nach Hersteller ca. 32 Hosts anschliessen und bei den SAS dann halt max. 4 (Redundant). Die SAS Kontroller mit ca. 86,- und 30,- pro Kabel sind nicht nur guenstig sondern bieten auch das Beste Verhaeltnis was Bandbreite und Latenz angeht.

Die Modelle lassen sich mit SAS und NL SAS Platten Mischen innerhalb eines Arrays. Bei dem 24x2.5 ist man da Flexibel allerdings sind die Kosten hier natuerlich hoeher als bei einem 12x3.5 Modell.

Das sind alles keine NAS Getraete weil sie reinen Blick basierten Speicher bereitsstellen. Also kein NFS, CIFS und mit einer Wundertuete wie ein Qnap/Synology/Iioega (Was geht... was geht nicht) ueberhaupt nicht zuvergleichen.

Das RS812RP+ ist nun in die gleiche Schublade zutun wie dein Iomega. 4 Platten und das RAID ueber Software gemacht welches eine Dual Core (ATOM?) CPU realisieren muss.

Zum Thema iSCSI und Switche:
Ja so tun als ob es funktioniert bekommt jeder Switch hin
- Aber FlowControl/Jumboframes (Bei Bedard auch gleichzeitig)
- Full Nonblocking
- Entsprechend grosse Port Buffer
- Nicht alle X Tage einfach mal die Connections droppen/ARP Loeschen

Da gibts durchaus Unterschiede und nicht ohne Grund hat jeder der groesseren Hersteller da Modelle welche explizit geeignet sind.

Gruss
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Beitragvon virtuellerbenutzername » 17.08.2012, 10:59

Moin,

OK - das mit der Link Aggregation habe ich geschluckt.
Bei einem SAS Modell benötige ich jeweils ein Kontroller + Kabel pro ESXi - und dann hätte ich meine - aus vSphere-Sicht - autarke Speicherlösung.

Abseits von vSphere bzw. um jetzt noch die Hyper-V Umgebung anbinden zu können:
Kann ich (natürlich abhängig vom Modell) dann parallel zur SAS-Umgebung den Storage noch via iSCSI anbinden, um eben so nach "außen" noch eine Speicherlösung anbieten zu können?

thx...Grüße!

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Beitragvon irix » 17.08.2012, 11:15

virtuellerbenutzername hat geschrieben:Moin,

OK - das mit der Link Aggregation habe ich geschluckt.
Bei einem SAS Modell benötige ich jeweils ein Kontroller + Kabel pro ESXi - und dann hätte ich meine - aus vSphere-Sicht - autarke Speicherlösung.

Abseits von vSphere bzw. um jetzt noch die Hyper-V Umgebung anbinden zu können:


Das Geraet kann 4 Server aufnehmen. Ob das nun Hyper-V oder vSphere Hosts sind ist dem Storage erstmal egal.

Kann ich (natürlich abhängig vom Modell) dann parallel zur SAS-Umgebung den Storage noch via iSCSI anbinden, um eben so nach "außen" noch eine Speicherlösung anbieten zu können?

thx...Grüße!


IIRC hat nur IBM und HP mit der P2000G3 da einen Hybriden im Portofolio. Allerdings ist das FC + iSCSI und nicht SAS+iSCSI.

Entscheidungshilfe:
ISCSI
- Extrem flexibel bei (etwas) geringerer Performance sind die iSCSI Modelle. Was Anzahl Host, Leitungslaenge angeht natuerlich gut
- Darf zur Not auch Direkt mit dem Server angeschlossen werden falls das Thema iSCSI Switch nicht geloest werden kann bzw. hier auch keine Redundanz vorliegt
- Wenn Einbau/Kompatibitaet der SAS HBAs nicht gewaehrleistet ist

SAS
- Hohe Bandbreite bei geringer Latenz.
Nur bis zu 4 Hosts. (Drueber gibts nen externen SAS Switch welcher aber nicht supportet ist von den OEMs)
- Wenn du eh keine pNICs fuer iSCSI frei hast und somit HBAs kaufen must
- Kabellaengen begrenzt auf 2-4m
- Das SAS Grundmodell ist etwas guenstiger wenn ich mich recht erinnere

Gruss
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Beitragvon PeterDA » 17.08.2012, 11:39

Hi,
die Frage ist doch, ob es Sinnvoll ist dann für die Hyper-V und die vSphere Lösung jeweils ein eigenes Storage anzuschaffen. Mit einem kann man die Investitionen doch deutlich besser nutzen (z.B. Verhältnis Momentan gebrauchter Speicher zu verbautem Speicher). Ich würde da eher ein iSCSI Kiste mit SAS Platten machen das läuft super und ist auch ziemlich Investitionssicher.

Gruß Peter

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Beitragvon virtuellerbenutzername » 17.08.2012, 11:58

Servus,

ich denke auch das die flexible iSCSI Lösung das Rennen machen wird.

In allen 3 Servern (2 mal ESXi, 1 mal Hyper-V) ist noch jeweils eine Ethernet-Schnittstelle frei, welche ich doch dann zur direkten Anbindung an den Storage verwenden könnte - um darüber mein iSCSI Laufwerk zu mappen, oder?

Andernfalls müsste ich über den Switch gehen bzw. den jetzigen eventuell gegen einen "iSCSI optimierten" Switch tauschen, korrekt?

Ich hoffe ich bin auf Kurs....habt Ihr bez. dem iSCSI-Speicher (bezogen auf die genannten Anforderungen) und dem Switch eine Kaufempfehlung?

thx...

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Beitragvon irix » 17.08.2012, 12:16

virtuellerbenutzername hat geschrieben:Servus,

ich denke auch das die flexible iSCSI Lösung das Rennen machen wird.

In allen 3 Servern (2 mal ESXi, 1 mal Hyper-V) ist noch jeweils eine Ethernet-Schnittstelle frei, welche ich doch dann zur direkten Anbindung an den Storage verwenden könnte - um darüber mein iSCSI Laufwerk zu mappen, oder?


Du moechtest mindest. 2x iSCSI pro Host machen wegen Ausfallsicherheit. Wenn dein Storagekontroller mal einen Failover macht oder du ein Online Firmwareupgrade machen moechst fallen deine Hosts mit nur einer Anbindung auf die Nase.

Ja dein Hyper-V wuerde den MS iSCSI Initiator verwenden um sich ein Volume zumappen. Bei vSphere kommt der eingebaute SW iSCSI Initiator zum Einsatz und wenn du schon vSphere 5 hast dann geht das auch alles ueber die GUI.

Gruss
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Beitragvon PeterDA » 17.08.2012, 13:15

Hi,
ich würde die Hosts nicht direkt auf das iSCSi Device stecken sondern alles über zwei Switchs redundant laufen lassen. Ich hab hier echt zwei 08/15 Switch (HP ProCurve 1810 48G) im Einsatz und das läuft super. Und dabei haben wir im Moment noch nicht mal JumboFrames aktiviert....

Und wie Joerg schon sagte alles Redundant angebunden, aber pNICs ksoten ja nicht die Welt.

Gruß Peter


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