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Mini-ITX Server + PCoIP Zero Clients

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Mini-ITX Server + PCoIP Zero Clients

Beitragvon abiogenesis » 13.06.2012, 17:20

Hallo,

um mich mal ausgiebig mit Virtualisierung zu beschäftigen möchte ich mir einen kleinen Server für ESXi zusammenstellen.
Dieser soll bei mir zu Hause als Datei-, Web-, Datenbank Server, Homeoffice und Spielwiese (keine Games) dienen.

Folgende VMs sollen darauf laufen:

Windows Server 2008 / 2 Core / 4GB Ram
Debian 6 / 2 Core / 4GB Ram
Windows 7 / 2 Core / 4GB Ram

Windows 7 möchte ich als virtuellen Desktop über View und PCoIP Zero Clients für 2-4 Personen (max. 2 zur gleichen Zeit) bereitstellen.

Bei der Hardwareauswahl habe ich mir folgende Randbedingungen gesetzt:

- Mini-ITX
- Ivy Bridge
- möglichst alle Virtualisierungstechniken (zwingend VT-d)
- Stromsparend

Herausgekommen sind folgende Komponenten:

Mainboard: Portwell WADE-8013
CPU: Xeon E3-1265LV2
RAM: 16GB 1600MHz CL10
RAID-Controller: LSI MegaRAID SAS 9260-8i
Festplatten: 5x WD Caviar Green WD30EZRX (Raid 5) und 1x SSD OCZ Onyx Series 32 GB (für ESXi, hab ich noch rumliegen)
Gehäuse: Lian Li PC-Q25

Bei geeigneten Mainboards sieht es noch ziemlich mager aus, deshalb dieses eher exotische Board. Dafür hat es einige interresante Features und
zwei 82574L Netzwerkcontroller, die meines Wissens nach von Haus aus unterstützt werden.

Frage 1:
Gibt es zur Hardware Vorschläge oder Hinweise bzgl. ESXi?

Frage 2:
Kann man den kostenlosen ESXi mit View Premier überhaupt einsetzen?

Frage 3:
Benötigt jeder virtuelle Desktop als linked Clone nochmal die Hardwareressourcen des Masters (also Ram und Cores)
oder "halbiert" sich die Leistung wenn zwei Personen gleichzeitig auf ihren virtuellen Desktops "intensiv arbeiten"?

Frage 4:
Können die Zero Clients auch über WLAN angebunden werden und ist dann ein flüssiges Arbeiten noch möglich?


Danke und Gruß

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Re: Mini-ITX Server + PCoIP Zero Clients

Beitragvon irix » 13.06.2012, 19:12

abiogenesis hat geschrieben:..
RAID-Controller: LSI MegaRAID SAS 9260-8i
Festplatten: 5x WD Caviar Green WD30EZRX (Raid 5) und 1x SSD OCZ Onyx Series 32 GB (für ESXi, hab ich noch rumliegen)
Gehäuse: Lian Li PC-Q25

Bei geeigneten Mainboards sieht es noch ziemlich mager aus, deshalb dieses eher exotische Board. Dafür hat es einige interresante Features und
zwei 82574L Netzwerkcontroller, die meines Wissens nach von Haus aus unterstützt werden.

Frage 1:
Gibt es zur Hardware Vorschläge oder Hinweise bzgl. ESXi?


Ich bin der Meinung das 82574L nicht supportet wird sondern jemand mal da was selber kompiliert hat. Sollte sich aber die VMware HCL pruefen lassen.

ESXi als OS laeuft aus einer RAM Disk heraus und schreibt zyklisch seine Logs/Config auf einen Datentraeger. Da einer SSD zunehmen ist Perlen fuer die Saeue.

Sie zu das der LSI Kontroller Cachecade 1.0 (SSD Read Cache) oder 2.0 (SSD Read/Write Cache) mitbringt und dann kannst du die SSD dort sinnvoll einsetzen.

Frage 2:
Kann man den kostenlosen ESXi mit View Premier überhaupt einsetzen?

Nein.


Frage 3:
Benötigt jeder virtuelle Desktop als linked Clone nochmal die Hardwareressourcen des Masters (also Ram und Cores)
oder "halbiert" sich die Leistung wenn zwei Personen gleichzeitig auf ihren virtuellen Desktops "intensiv arbeiten"?


Jeder vDesktop benoetigt CPU und RAM. Das was ein Linked Clone einspart ist teuerer SAN Speicher und die Ersparnis wenn man mal das Image austauschen muss. Auf einen Schlag kann man da ja eine Grosse Anzahl von Clients mit erschlaegen.


Gruss
Joerg

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Beitragvon irix » 13.06.2012, 19:37

Netzwerk sieht gut aus:
http://www.vmware.com/resources/compati ... tOrder=Asc

Gruss
Joerg

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Beitragvon abiogenesis » 14.06.2012, 16:16

Danke für die Info mit dem Netzwerk und dem Raid.

So wie mir von VMware mitgeteilt wurde kostet der kleinste Einstieg in View 1691,21 €.
Da sind dann 10 vDesktops dabei. Das ist mir dann doch etwas zu teuer zum testen
und spielen. Schade das man nicht von Anfang an einzelne vDesktops kaufen kann.
500€ für zwei, drei vDesktops hätte ich schon ausgegeben dann noch zwei solche
Evga Pcoip Zero Client Pd02 dazu und meine Spielwiese wäre komplett.

Nun ja, muß ich es halt mit RDP oder VNC machen. Welches Protokoll würdet ihr bei
Windows 7 einsetzen wenn es ein Linux Client sein soll? Und ist damit ein richtig
flüssiges Arbeiten über WLAN möglich?

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Beitragvon UrsDerBär » 14.06.2012, 16:55

Am flüssigsten arbeitet es sich meiner Meinung nach mit Teamviewer. Finde das immer wieder erstaunlich wie flüssig sogar CAD-Anwendungen übertragen werden. :)

Auch wenn mir die Politik dahinter nicht sooooo gefällt. --> Wird alles über deren Server geroutet.

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Beitragvon abiogenesis » 14.06.2012, 17:56

Echt Teamviewer? Das setzen wir selber hier in der Firma ein und
ich hätte eigentlich erwartet das RDP oder VNC runder laufen im
eigenen LAN. Teamviewer ist nach meiner Erfahrung nicht für längeres
Arbeiten (z.B. Programmieren) geeignet. Bei uns hängt es doch
regelmäßig und dazu kommt noch die Komprimierung des Bildes,
die den Umgang mit Fotos unmöglich macht. Hatte eigentlich gehofft,
das es so funktioniert als sitze ich vor einem "echten" Desktop.

Sollte das wirklich nur mit View gehen?

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Beitragvon UrsDerBär » 14.06.2012, 18:05

Also ich fand das Ergebnis immer passabel. Nicht dass ich Stunden damit arbeiten wollte, aber für mal eben ist das OK wie ich finde. Aber ist ja auch nicht umsonst! Die Jungs an den CNC-Maschinen sind sehr zufrieden. So können Sie direkt mit einer billigen Kiste kurz CAD-Dateien auf den Programmierrechner ändern und wieder direkt auf die Machine laden. Der Cheffe türlich auch, weil keinen unnötig teuren zweiten PC pro Arbeitsplatz, Lizenzen + erst noch im Produktionsraum.

Klar schon nicht ganz so wie direkt davor, aber lief von allen getesteten Tools entweder A überhaupt (Wegen Open-GL problematisch) und B am flüssigsten. Mein normaler Favorit Mini-Remote-Control war da extrem hakelig im Vergleich. Und mit dem eigenen - eigentlichen besseren Treiber - liefs mangels OpenGL unterstützung gar nicht.

Und natürlich wäre PCoIP toller! Sticht punkto Bedienbarkeit innerhalb des LAN's eigentlich alle Varianten locker aus. Setzt halt entsprechende Hostkarte oder View voraus und kann nur einer aufs mal.

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Beitragvon abiogenesis » 14.06.2012, 18:27

Das klingt alles nicht gut. Hatte mir halt jetzt gedacht, nachdem View wegen Kosten raus
ist, stell ich mir zwei kleine Atomkisten mit Linux hin für Internet usw. und wenn meine Frau
oder ich mal etwas Power brauchen nehmen wir die Windows 7 VM zum arbeiten.

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Beitragvon UrsDerBär » 14.06.2012, 18:36

Naja fürs reine Arbeiten reicht doch in der Regel RDP aus? Und wenn Du wirklich Power haben willst, brauchst doch eh ne physische Maschine im Hintergrund. der Könntest ne physische PCoIP-Karte hineinschieben. Das ist dann wirklich wie Kiste daneben.

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Beitragvon abiogenesis » 14.06.2012, 18:59

Danke für den Hinweis mit der Host PCoIP Karte. Aber wie funktioniert das dann mit ESXi?
Wenn ich mir z.B. so eine Evga Pcoip Host Card Hd02 einbaue, wie bekomme ich das Bild
der VM auf die Karte, muß ich die an die Windows 7 VM durchreichen. Oder kann man im
ESXi festlegen welches Bild bzw. VM auf die Karte übertragen wird?

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Beitragvon UrsDerBär » 14.06.2012, 19:28

Meinte eher ein echtes OS auf echtem Blech.

Was funktionieren könnte, aber definitiv nicht muss, ist die weiterreichung der Graka + PCoIP-Karte via Direct-Path an eine VM. Ist halt auch gebastelt.


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