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USV-System für VMWare-Hosts und Storage

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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USV-System für VMWare-Hosts und Storage

Beitragvon marcy » 07.11.2011, 07:20

Guten Morgen,

wir bekommen in den nächsten Wochen ein VMWare-System geliefert. Bestehend aus drei Hosts und einem Storage-System (IBM DS3524).

Gibt es eine Best Practice wie hier die Systeme über USV abgesichert werden?

- Für jeden Host und Storage eine einzelne USV?
- Was für eine USV sollte man nehmen (APC - nur welche Größe?)
- Anbindung an die VMWare-API? Bei Stromausfall nach XX Minuten herunterfahren der einzelnen VMs und Host-System?
- Womit habt ihr die besten Erfahrungen gemacht?

Gruß

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Beitragvon ch-hunn » 07.11.2011, 08:21

Hallo

Unser Setup sieht normalerweise so aus:

2 ACP USV, jede mit SNMP Netzwerkkarte. Jeder Server und Storage sind jeweils mit einem Netzteil an eine USV angeschlossen.
Sie Storage- und Server Switches sind redundant und auch jeweils an eine der beiden USV angeschlossen.
Eine USV hat genug Kapazität, das gesamte System alleine zu betreiben.

In der vMA (VMware Management Assistant) Appliance ist PCNS PowerChute Network Shutdown installiert. Diese initiiert bei einem Stromausfall das Herunterfahren der Hosts. Diese wiederum fahren hierbei die Gastbetriebssysteme herunter.

hth
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Beitragvon PeterDA » 07.11.2011, 09:44

Hi,
so würde ich das normalerweise auch aufbauen. Aus historischen Gründen und RZ Design Gründne haben wir allerdings für jeden Host eine USV. Das zweite Netzteil ist dabei nicht per USV geschützt.

Sicher nicht optimal aber manchmal hat man halt nicht alle Optionen.

Gruß Peter

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Beitragvon marcy » 07.11.2011, 09:53

@ch-hunn:

Vielen Dank für deine Antwort schon mal.

Was für ein Modell würdest du denn empfehlen? Gleich in die vollen Schlagen und zwei 3500er VA? Oder würden auch zwei 1500er VA reichen?

Uns ist nur wichtig, dass im Falle des Falles die Server sauber heruntergefahren werden. Sie müssen nicht ewig per Akku am Leben erhalten werden.

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Beitragvon ch-hunn » 07.11.2011, 10:11

Hallo marcy

Du musst beim Sizing beachten, dass eine einzelne USV die gesamte Last tragen können muss. Irgend wann wirst Du die USV warten, tauschen. Dann darf es natürlich nicht passieren, dass eine zu 180% belastet wird und dann selbst die Notbremse zieht.
Weiter ist natürlich noch wichtig einzurechnen, was da sonst noch alles an der USV angeschlossen ist. Switches, Router, Modem, Kaffeemaschine...

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Beitragvon marcy » 07.11.2011, 10:15

Hallo,

nein nein - die VMWare-Hosts und das Storage sowie USV und Switch hängen alles in einem Schrank und dort soll auch nur das an die USV(s) angeschlossen werden.

Also drei Hosts, ein Storage, ein Switch.

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Beitragvon ch-hunn » 07.11.2011, 10:21

marcy hat geschrieben:Hallo,

nein nein - die VMWare-Hosts und das Storage sowie USV und Switch hängen alles in einem Schrank und dort soll auch nur das an die USV(s) angeschlossen werden.

Also drei Hosts, ein Storage, ein Switch.


Du musst mal ausrechnen, wieviel Leistung die Hosts und das Storage ziehen und etwa abschätzen, wie lange die Gäste zum Herunterfahren benötigen.
Dann gibt es von APC irgendwo eine Tabelle, welche USV mit welcher Batterielaufzeit passt.
Rechne das aber für EINE USV durch, die zweite ist ja für die Redundanz.

Ich schätze es wird etwa auf eine 2200er hinauslaufen.

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Beitragvon irix » 07.11.2011, 10:27

Man koennte meinen das hier ist die heitere Rate Runde ;)

Was unbestritten ist das eigentliche alle Loesungen um Moment die VMware Appliance vMA verwenden um dort einen Agent bzw. darueber die Verbindung zum vCenter/Hosts herzustellen um die entsprechenden Befehle Abzusetzen.

Einige haben ihrenen eigenen Agent (APC) und bei anderen kommt nur die Communitiy Loesung ghettoUPS mit. Was man immer gucken muss ist wie es mit Support fuer vSphere 5 ausschaut weil die API sich ja nun immer etwas aendert.

Was du fuer USV und Leistung braucht koennen wir doch nicht wissen.

- Was verbrauchen die Geraete
- Erforderliche Ueberbrueckungszeit
- Wielange dauerts bis evt. der Notstrom zur Verfuegung steht
- Ab welchen Zeitpunkt sollen Aktionen ausgefuehrt werden und wenn ja wie Lange werden die Dauern (Anzahl an Systemen(VMs))
- Da man zwar Batteriekapazitaet nachruesten kann aber nicht mehr Ausgangsleitungt, sollte hier an die Entkapazitaet gedacht werden. Also lieber gleich 2700WATT oder wer bei APC bleibt dann 3000VA bzw. mit wer rechnet 5000VA und seine Sicherung und Kabelquerschnitt kennt.
- Bei HE aka Online USVs wuerde ich 10-15% mehr einrechnen damit man auch ueber die 3 Jahre kommt
- Was passiert wenn die Netzteile deiner Server aufgeteilt sind und die eine "Schiene" bricht weg?
- Bei den Hosts jeweils ein anderes Boot Delay einstellen (wir machen hier im 30Sek. Abstand) und das ganze so das ein Storage und Switch wirklich eher da ist.
- IP basiertes Management ist Pflicht weil mit Anschluss ueber USB kommt man im VMware Umfeld nicht wirklich weit

Gruss
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Beitragvon marcy » 07.11.2011, 10:59

Das ihr mir nicht sagen könnt, was für eine Leistungsklasse der USV ich genau brauch, ist mir schon klar.

Mein Händler hat mir nun alternativ auch eine AEG mit Netzwerkkarte angeboten. Hat jemand Erfahrung mit den USVs? Lt. Webseite sollen die wohl auch funktionieren ..

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Beitragvon ch-hunn » 07.11.2011, 11:16

marcy hat geschrieben:Das ihr mir nicht sagen könnt, was für eine Leistungsklasse der USV ich genau brauch, ist mir schon klar.

Mein Händler hat mir nun alternativ auch eine AEG mit Netzwerkkarte angeboten. Hat jemand Erfahrung mit den USVs? Lt. Webseite sollen die wohl auch funktionieren ..


Wusste gar nicht, dass AEG nebst Haushaltgeräten auch USV herstellt?
Gibt es zu dieser auch Management Software, welche sich in die vMA installieren lässt?
Der Händler soll das bestätigen, denn wenn das nicht funktioniert kannst Du die USV wieder abholen lassen.
Mein Tipp: Bleib bei APC.

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Beitragvon marcy » 07.11.2011, 11:29

Ich hab den Händler bzgl. Erfahrung mit AEG und VMWare angesprochen, er meinte das Sie sehr viele Kunden haben, die diese im Einsatz haben. Zertifiziert ist die USV von VMWare noch nicht, soll nächstes Jahr erfolgen.

Als Software gibt es die CompuSwatch... Denke wir bleiben bei APC.

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Beitragvon irix » 07.11.2011, 11:41

Also das VMware jemals eine USV zertifiziert wage ich ja mal zu bezweifeln, aber fuer Geld tut man ja fast alles ;).

Bleib einfach bei APC. Dazu findet man ja auch viel im Netz und auch Monitoring Loesungen bzw. Plugins fuer NAGIOS existieren. Bevor du dir da so einen Exoten ins Haus holst wuerde ich gucken was es noch an Beruehrungspunkten gibt.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Santa » 07.11.2011, 12:23

Die SNMP-Karte für die AEG-USV ist eine OEM-Version von Generex. VMware (ESX/ESXi 4 und 5) wird von der Software unterstützt.

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Beitragvon Philipp Beitz » 24.11.2011, 15:16

Hallo Forenuser,

falls es Rückfragen gibt freue ich mich auf Kontakt.

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Beitragvon UrsDerBär » 24.11.2011, 17:36

Wenn du auch gleich ne Online anstelle einer Line-Interactive nimmst, bist auch recht gut gegen Blitzeinschläge in der Nähe geschützt. Wir waren schonmal froh drum. Eingangsbereich der USV gebraten, Zweiter Wandler nicht.


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