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Hardware für Virtualisierung

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Hardware für Virtualisierung

Beitragvon rpatd » 08.06.2010, 12:41

Guten Tag zusammen.
Als Admin von 6 Servern von denen demnächst bei 5 die Supportverträge auslaufen beschäftige ich mich mit der Überlegung zur Virtualisierung.
2 x Fileserver incl. DC und DC2, 1 x SQL mit 10 Clients, 1 x Verwaltung, 1 x ERP auf Linuxbasis.
Speicherplatz der Fileserver ist am Limit.
Datenvolumen zusammen ca. 500GB.
3 Bandlaufwerke, 2 x an Fileserver 1 x an ERP.
Gigabit LAN

Welchen Aufwand sollte man hier betreiben?
2 ESX Hosts mit FC SAN und Backupserver?
Nur 2 Hosts als Cluster?
oder einfach 5 neue Server anschaffen?

Ausfallzeit von 2 bis 4 Stunden kann akzeptiert werden.

Gruß

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Beitragvon PeterDA » 08.06.2010, 12:56

Hi,
es kommt immer darauf an wie viel Budget hier habtund was ihr machen wollt.

Du kommst sicher mit 2 Maschinen aus. Einer als Backupserver und der 2. als ESX(i) den dann mit 2x Quad Core und min 32 GB RAM, Storage kann dann auch intern sein.

Wenn du so sachen wie vMotion DRS oder FT nutzen willst brauchst du halt eine zweite Kiste plus ein shared Storage. Dann kommen allerdings noch die entsprechenden VMware Lizenzen für ESX und vCenter dazu. Das geht dann relativ schnell ins Geld.

Gruß Peter

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Beitragvon rpatd » 08.06.2010, 13:01

es kommt immer darauf an wie viel Budget hier habtund was ihr machen wollt

40k und so wenig Adminaufwand als nötig.

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Beitragvon irix » 08.06.2010, 13:27

2 Hosts sowie ein Shared Storage (iSCSI oder FC). Ich tendiere eher zu iSCSI da mir die gebotene Leistung ausreicht bzw. besser in das Preisgefuege passt als FC.

Schauen wuerde ich nach dem Adv. Accelerator Kit welches auch Vmotion und VT beinhaltet bei diesem Budget. Das hier dann eine Lizenz ungenutzt bleibt wuerde ich einfach ignorieren weil damit ist es immer noch guenstiger als eine Einzellizenzierung.

Die Frage ist, ob aus der Resthardware ein Backupserver generiert werden kann oder ob hier auch etwas neuen braucht inkl. LTO4 oder 5. Unbedingt mit ueberlegt sollte werden das Backupkonzept zumind. Mittelfristig umzustellen auf eine Image Sicherung und nicht mehr mittels Agenten mit Ausnahme von SQL evtl. Das heist man hat dann ein B2D2T Konzept und auf Band wird dann nur noch einmal die Woche bzw. Monat geschrieben.

Bei der Umstellung sollte man ueberlegen wie im Notfall mit den Altbackups verfahren werden soll/muss wenn die Hard- bzw. Software evtl. nicht mehr zur Verfuegung steht.

Gruss
Joerg

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Beitragvon rpatd » 08.06.2010, 14:01

ein Shared Storage (iSCSI oder FC).

Könnte man hier ein IBM DS3200 - DAS - nehmen?
Ein DS3400 wäre natürlich die bessere Wahl. Aber die ganze SAN Hardware ist m.E. bei unserem Datenaufkommen übertrieben.

und was wenn das Storage ausfällt?

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Beitragvon echt_weg » 08.06.2010, 15:35

rpatd hat geschrieben:
ein Shared Storage (iSCSI oder FC).

Könnte man hier ein IBM DS3200 - DAS - nehmen?
Ein DS3400 wäre natürlich die bessere Wahl. Aber die ganze SAN Hardware ist m.E. bei unserem Datenaufkommen übertrieben.

und was wenn das Storage ausfällt?

ich würde auf jeden fall eine ds3400 (und dann mit dualcontroller) statt einer ds3200 nehmen. was bei eurerer umgebung möglich wäre ist vorerst mit 2 esx hosts direkt auf die controller zu gehen (jeder ds3400 controller hat 2 ports und an jeden port kommt je ein hba des servers). das ganze ist von vmware nicht supportet funktioniert allerdings problemlos und später kann man fabric-switches nachrüsten und dann evtl. auch einen backup-server per fc anbinden.

Ist natürlich eine Abwägungssache ob man sich auf eine unsupportete Umgebung einlassen möchte

und was wenn das Storage ausfällt?

das problem hast du bei shared storage letzendlich immer - nur ist es bei der ds3X00 recht gering da kann selbst ein netzteil und ein controller zusammen ausfallen und es läuft weiter. vor firmwareupgrades etc. ist dann natürlich ein vollbackup zu machen soweit es möglich ist

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Beitragvon irix » 08.06.2010, 15:39

rpatd hat geschrieben:
ein Shared Storage (iSCSI oder FC).

Könnte man hier ein IBM DS3200 - DAS - nehmen?


DAS hoert sich nach DirectAttacheStorage an und da die Frage wie man es an 2 oder mehr HOSTS per SAS anschliesst und ob dies in der Form von VMware supportet ist.

Ein DS3400 wäre natürlich die bessere Wahl. Aber die ganze SAN Hardware ist m.E. bei unserem Datenaufkommen übertrieben.


Mit dem Datenaufkommen hat das genau NULL zutun.... der Vorteil ist das du unabhaengig von den Hosts und deren Kontroller bist. VMware HA ist ist nun fast ueberall mit dabei und damit verkraftest du ganz locker den Ausfall einen kompletten ESX Hosts da die Daten ja nun nicht mehr auf lokalen Datentraeger liegen. Ein anderer ESX kann die Daten dann uebernehmen (Halbautomatisch, Manuell oder sogar bei VMware FT ohne einen Ausfall)

und was wenn das Storage ausfällt?


Aus diesem Grund kauft man das Stroage ja auch immer mit 2 Kontrollern, 2 Netzteilen.

Ich sehe natuerlich das "Problem" in solchen sehr ueberschaubaren Ümgebungen das man nach der Virtualisierung unter Umstaenden dann mehr phsy. Kisten stehen hat als Vorher. Allerdings ist man dann sehr unabhaengig von der Hardware und hat einen sehr grossen Gewinn was das Thema DR angeht.

Anderer Vorschlag:
Intel Modular Server (http://www.intelmodularserver.com/)mit der SAN Option und dazu 2 oder 3 Computing Modules (BLADES). Das ist ein 6HE Chasssis mit max. 14 2.5" Platten und bis zu 6 Einschueben (max. 2 CPUs). Macht somit SAN sowie ESX Hosts in einem Gehäuse und reduziert schon mal die Geräteanzahl erheblich.

Gruss
Joerg

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Beitragvon rpatd » 10.06.2010, 11:59

So, ich habe mich jetzt für folgenden Aufbau entschieden:

1 x x3650 - 1 x 4C 5640 - 32 GB - Raid 1 für ESX - 2 x FC HBA
1 x x3650 - 1 x 4C 5640 - 32 GB - Raid 1 für ESX - 2 x FC HBA

1 x DS3400 - Raid 5 für VMs und Daten - Dual Controller - 4 FC Hostports

1 x x346 alt - aufgemotzt auf 16 GB für Backup Server - 1 x FC HBA

1 x x346 alt - aufgemotzt auf 16 GB zum spielen - 1 x FC HBA

1 x LTO4 mit 1 x FC HBA

2 x FC Switch

Reicht für den x3650 Cluster HA aus oder brauche ich auch VMotion?

Gruß rpatd

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Beitragvon irix » 10.06.2010, 13:02

rpatd hat geschrieben:..
Reicht für den x3650 Cluster HA aus oder brauche ich auch VMotion?


Moechtest du von Hand oder Automatisch(braucht dann DRS) die Last verteilen ohne VMs herunterfahren zuwollen?
Moechtest du ESX Hosts Patches/Konfigurieren sprich Warten ohne die VM herunterfahren zuwollen?

Wenn du ein einfaches Leben haben moechtest dann lautet die Anwort: Ja, ich will!

Bei der Lizenz unbedingt eins der Bundles bzw. Accerlationkits einer Einzellizensierung Gegenueberstellen. Auch wenn da ungenutzte Lizenzen dann rumliegen kann das guenstiger sein. Allerdings... warum haben deine Hosts nur einen Sockel?

Gruss
Joerg

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Beitragvon rpatd » 10.06.2010, 13:12

Moechtest du von Hand oder Automatisch(braucht dann DRS) die Last verteilen ohne VMs herunterfahren zuwollen?
Moechtest du ESX Hosts Patches/Konfigurieren sprich Warten ohne die VM herunterfahren zuwollen?

... das hört sich gut an, habe aber noch keine Preisvorstellung was mich/meine Firma das kostet. Vielleicht fang ich klein an, erst Standard dann Advanced ...
Wenn du ein einfaches Leben haben moechtest dann lautet die Anwort: Ja, ich will!

... das hab ich schon mal gesagt ... ging in die Hose ... :lol:
aber bezogen auf IT: Ja, ich will.

warum haben deine Hosts nur einen Sockel?


... die Hosts haben zwei Sockel, aber erst mal nur einen Prozessor.
Irgendwie muss ich unter 40k bleiben.

Gruß rpatd

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Beitragvon echt_weg » 10.06.2010, 13:19

rpatd hat geschrieben:So, ich habe mich jetzt für folgenden Aufbau entschieden:

1 x x3650 - 1 x 4C 5640 - 32 GB - Raid 1 für ESX - 2 x FC HBA
1 x x3650 - 1 x 4C 5640 - 32 GB - Raid 1 für ESX - 2 x FC HBA

frag am besten bei ibm nach ob du die neuen 3650 schon mit embedded hypervisor bekommst. beim x3850m2 kostet das auch nur 60 euro aufpreis. dann kannst du dir die hdds und die installation sparen udn den embedded esx4i nutzen

ansonsten klingt das alles sehr gut

as die lizenzen angeht würde ich kein geld für HA bezahlen. entweder mit nem Essentials-Packet anfangen (gibts für 600euro) oder gleich auf advanced bzw. enterprise gehen.

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Beitragvon sirrossi » 10.06.2010, 14:48

Also entweder Essentials (mit/ohne Plus) bzw. dann die Advanced Version.
Eine Umgebung, für den Gesamtpreis, ohne VMotion tut aber schon weh, ist einfach eine feine Sache, wenn Du die laufenden VM's verschieben kannst.

Und nimm die neuen M3 Maschinen, reichlich Netzwerkports nicht vergessen ;)

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Beitragvon Martin » 10.06.2010, 18:17

Bei den M2 und M3 können für ca. €80,- zwei weitere onboard Ethernetports aufgerüstet werden (46M1076 - Dual Port 1Gb Ethernet Daughter Card).

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Beitragvon UrsDerBär » 10.06.2010, 22:34

Warum muss den eigentlich die komplette Kohle verbraten werden?
In einer Kleinumgebung können die VM's doch auch einfach kurz ausgeschalten werden. Bei 6-10 Stück ist dies doch super überschaubar? So oft kommen Updates ja auch ned. Dann lieber zwei potente Serverle und sehr gutes DR-Konzept.
Das vMotion ist sicher ein cooles Feature, aber bei den paar VM's? Möchte man FT einsetzen wärs ne überlegung, aber da sollte dann auch Xen in betracht gezogen werden. Hat deutliche Vorteile für gespiegeltes Storage, da keine High-End Storages gebraucht werden für einen Spiegel. ;)

DAS mit SAS ist zumindest bei 2 Servern schon möglich bie Dual-Controller betrieb. Gibt auch Storages wo das so zertifiziert ist. Bei mehr ist man aktuell noch nicht so weit, dauert noch, dass das auch alles zuverlässig mit Expandern funktioniert.

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Beitragvon Dayworker » 10.06.2010, 22:59

Jep, XEN und DRBD sind ein nicht zu unterschätzendes Pärchen. Zumal man damit einen Spiegel auch einfach übers Inet per VPN anlegen kann.


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