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Bitte um Storage-Hardwareempfehlung

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Bitte um Storage-Hardwareempfehlung

Beitragvon gorgel » 24.04.2010, 20:59

Guten Abend zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer ausfallsicheren Storage-Lösung. Beim Storage muss es sich um zwei SANs handeln, die ich in unterschiedlichen Brandabschnitten aufbauen kann und die gespiegelt sind, sodass bei Ausfall eines SAN das andere im laufenden Betrieb übernehmen kann.

Kann mir da jemand Lösungskonzepte und Hardwarevorschläge machen (Preis-/Leistung sollte stimmen, allerdings geht die Sicherheit vor)?


Grüße
gorgel

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Beitragvon bla!zilla » 24.04.2010, 21:12

Nenn uns erstmal dein Budget und die Anforderungen. Du solltest dir zudem einen Partner suchen, der sich damit auskennt. Sowas stellt man nicht mal eben hin.

Aber zu deiner Frage:

2x HP StorageWorks EVAs mit Continuous Access
2x HP XP mit Continuous Access XP
2x $STORAGE mit DataCore SANmelody 3 oder SANsymphony 7
HP LeftHand Multi-Site Cluster

Alterantiv

NetApp Filer mit Metro Cluster
EMC² CLARiiON mit MirrorView
EMC² Symmetrix mit SRDF

und noch viele mehr...

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Beitragvon gorgel » 24.04.2010, 21:52

Erstmal danke für die Antwort.

Das Budget liegt im unteren 5-stelligen Bereich pro SAN. 8 TB reichen übrigen aus.

Wie funktioniert das Ganze denn überhaupt? Also welches Gerät steuert, dass die Schreib-/Lesevorgänge auf den Festplatten in beiden SANs stattfinden und welches SAN gerade aktiv/passiv ist. Dieses Gerät müsste ja auch wieder redundant vorhanden sein.


Grüße
gorgel

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Beitragvon irix » 24.04.2010, 22:20

Im Falle von DataCore ist es so das sobald eine Schreibanforderung an einem der beiden DS eintrifft diese an den 2. uebermittelt wird. Ist diese im dortigem Cache eingegangen erfolgt der ACK an das drueberliegende Geraet. Anschliessend schreiben die beiden DS die Daten dann auf ihre angeschlossenen Plattensysteme.

- Deine 8TB sind dann Netto? Was fuer Anwendungen muessen bedient werden und haben diese stark Unterschiedliche Anforderungen and RAID Gruppen und Schreib/Lese Verhaeltnis?
- Was bevorzugt ihr als SAN Medium, FC oder IP basiert in Form von iSCSI,NFS.FCoE
- Wieviele Geraete muessen an das SAN mit angeschlossen werden?
- Nur oder Primär ESX oder auch "normale" Server?
- Backup Konzept sieht im Moment wie aus und gibts ueberlegungen da was zu Aendern (Serverfree Backup usw.)

Gruss
Joerg

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Beitragvon gorgel » 25.04.2010, 10:58

Die 8 TB werden netto benötigt. Das ist schon sehr großzügig für unseren Bedarf. Unser momentan benutzter 4 TB-NAS ist gerade mit etwas über 1 TB beschrieben. Aber man weiß ja nie...
Es werden hauptsächlich kleinere Dateien geschrieben/gelesen, da wir eine kleine Softwareschmiede sind (12 Mitarbeiter).

Als SAN-Medium habe ich die iSCSI-Technik ins Auge gefasst. Ist ja kostengünstiger als FC und reicht für uns aus. Es wird nur 1 Gerät ans SAN angeschlossen - der ESX-Server.

Das Backup-Konzept ist so geplant, als dass wir kein gesondertes Backup brauchen, da das gespiegelte SAN als Backup dienen soll.

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Beitragvon irix » 25.04.2010, 11:16

gorgel hat geschrieben:Das Backup-Konzept ist so geplant, als dass wir kein gesondertes Backup brauchen, da das gespiegelte SAN als Backup dienen soll.


Diesen Punkt bitte nochmal ueberdenken da ein gespiegeltes SAN nun alles andere als ein Backup ist.
- Benutzer loescht Daten in der VM... Upps!
- ESX / Guest OS schreibt Muell ins FS ... Upps!
- Admin macht Fehler bei der vDisk oder LUNS Verwaltung... Upps!

Und das Upps! heist dann immer das die Daten weg sind. Seit ihr sicher das ihr ein gespiegeltes Storage haben wollt? Weil mit Backup hat das genau Null zutun.

Man koennte nun Anfangen Snapshots auf Storageebene (bei manchen Herstellern ist das Optional bzw. man muss auf die Anzahl gucken) zumachen und wenn diese auch gespiegelt sind sich mit dem Gedanken anfreunden verschiedene aeltere Staende zuhaben. Wird nur unhandlich wenn auf der LUN mehere VMs(VMDKs) sind aber nur aus einer moechte man Daten haben.

Hab ihr schon mal ueberlegt das Geld in einen 2. ESX und in das Backup/Replikation von VMs zustecken? Hier bieten die ueblichen Verdaechtigen von Veeam und Vizoncore ja nun viel fuer "wenig" Geld.

- Produktiv Daten liegen im SAN
- Replikas lokal auf den internen Platten der Hosts oder auf einem guentigen iSCSI/NFS Storage
- Backups auf einem Storageserver mit viel SATA Platz und wenn man es dann richtig macht mit einem Bandlaufwerk hinten dran.

Gruss
Joerg

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Beitragvon bla!zilla » 25.04.2010, 11:46

8 TB, gespiegelt für < 30k sind kaum machbar. Nenn uns bitte mal konkret dein Budget. Im Prinzip fällt alles mit FC raus. Evtl. DELL Equallogic (die können aber nur asynchron spiegeln und eine SATA Box kostet rund 20k), HP LeftHand dürfte dein Budget schon sprengen. Dann fallen mir nur noch zwei DL185 G5 mit 10 1 TB HDDs ein. Eine Sparedisk, der Rest als RAID 5. Darüber dann Windows Server 2008 R2 und DataCore SANmelody mit 8 TB Lizenz. Das dürfte bei dem Budget machbar sein. Bei Interesse bitte PM an mich. Kann ich anbieten.

Wie schon geschrieben: Mirroring ist KEIN Backup. Was für eine Backuplösung nutzt ihr? Skaliert die überhaupt bis 8 TB? Da brauchst du ja schon min. einen LTO-4 Autoloader, besser eine Library. Und bei solchen Größen sind auch andere Konzepte notwendig. Immer schön voll sichern bringt einen da nicht weiter.

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Beitragvon irix » 25.04.2010, 12:11

bla!zilla hat geschrieben:8 TB, gespiegelt für < 30k sind kaum machbar. Nenn uns bitte mal konkret dein Budget. Im Prinzip fällt alles mit FC raus. Evtl. DELL Equallogic (die können aber nur asynchron spiegeln und eine SATA Box kostet rund 20k)...


Equallogic hat nur eine zeitlich geplante Replikation und kein Mirroring. Die Geruechtekueche murmelt zwar das sie da an etwas arbeiten, aber wenn das genauso schnell geht wie das MPIO Plugin fuer vSphere wuerde ich mich nicht darauf verlassen das es bis zum Erreichen der Rente schon fertig ist.

Gruss
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Beitragvon bla!zilla » 25.04.2010, 12:57

Wie ich schon sagte: Asynchron. DELL nennt es Asynchrone Spiegelung, aber in der Praxis ist es vergleichbar mit Remote Snapshots bei den HP LeftHands: Zeitlich gesteuerte Replikation. Da hast du natürlich 100% Recht. Sorry, hatte mich da etwas falsch ausgedrückt.

Ich sehe da bei DELL noch ein paar andere Probleme. Das hatte ich hier mal zusammengefasst.

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Beitragvon sirrossi » 25.04.2010, 13:46

Das Ganze kann auch noch mit open-E gelöst werden.
Aber ein niedriges 5-stelliges Budget (< 15.000,- €) inkl. Einrichtung wird auch das wohl Zunichte machen :?

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Beitragvon irix » 25.04.2010, 14:20

sirrossi hat geschrieben:Das Ganze kann auch noch mit open-E gelöst werden.


Wir haben Open-E mit VMware zusammen im Einsatz. Fairer Weise muss gesagt werden das Open-E sich nur ihr iSCSI hat zertifizieren hat lassen und nicht das in meinen Augen auch dazugehoerige MPIO oder gar die Replikations (kein Mirror!!) Geschichte welche Sie haben (basiert dann ja auf DRBD), komischer Weise nicht.

Das ganze dann "auch nur" mit einem speziellem Server wobei das natuerlich kein Vorwurf ist.

Aber ein niedriges 5-stelliges Budget (< 15.000,- €) inkl. Einrichtung wird auch das wohl Zunichte machen :?


Das wuerde ich anders sehen.
2x Open-E DSS 6.0 8TB = 1600,-
4-6h Für die Installation, Anbindung an vSphere,Replikationssettings und Doku.
Rest fuer Hardware die dann 2x Server (evt. mit ext. JBOD welches gemischte SAS und SATA aufnehmen kann) und 2 Switche umfassen.


Merke:
Gespiegeltes Storage will jeder.... aber die wenigsten koennen oder wollen es dann auch bezahlen :)

Gruss
Joerg

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Beitragvon bla!zilla » 25.04.2010, 17:16

Open-E mag zertifiziert sein, aber irgendwie ist das doch eine Bastellösung.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen: Wenn du bei kleinen oder mittelständischen Unternehmen nach der RTO fragst, dann heißt es immer: 0,00 Stunden. Und natürlich seamless failover. Fragst du mal eine Bank, Versicherung oder ein größeres Unternehmen, sind die da etwas entspannter. Die räumen sich zumindest ein paar Stunden für den Wiederanlauf ein, den es bei einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen nicht geben darf. Verkehrte Welt. Ach ja, und bezahlen wollen sie es natürlich auch nicht.

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Beitragvon gorgel » 25.04.2010, 18:22

Ich habe mich ein wenig eingelesen und denke folgendes Produkt ist als SAN ganz passend:
"HP StorageWorks P4300 G2 6TB MDL SAS-Speichersystem" für ca. 13.500€ pro SAN. Dieser Preis ist in Ordnung und 6 TB reichen ebenfalls aus.

Was haltet ihr von dem Storage-System?

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Beitragvon bla!zilla » 25.04.2010, 18:45

Gute Wahl. Du kannst die Nodes problemlos in zwei Brandschutzabschnitten verteilen. Aber: Die MDL Drives sind im Prinzip SATA Platten mit SAS Interface. Die drehen auch nur 7200 upm. Die 6 TB sind Bruttokapazität. Bei zwei Nodes kannst du nur RAID 10 nutzen, also hast du nur 3 TB nutzen. Du bräuchtest also das Bundle und zwei Expansion Nodes, dann kämst du schon mal auf 6 TB. Ansonsten ein Bundle und vier Expansion Nodes, also insgesamt 6 Nodes (drei pro Brandschutzabschnitt). Vorteil: Alle Nodes liefern Daten. Zudem sind alle Lizenzen im Preis enthalten, egal ob Snapshots, Clones oder Remote Snaphosts. Einmal gekauft, nie wieder etwas nachlizenzieren. Mehr Performance und mehr Kapazität errreicht man über das Hinzufügen von Nodes.

Grundsätzlich: Bei HP oder DataCore Produkten kann ich die Preise nennen, bzw. ein Angebot unterbreiten. Bei Interesse, PM an mich.


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