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Welches RAID für SAN unter Berücksichtigung folgender Server

ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Welches RAID für SAN unter Berücksichtigung folgender Server

Beitragvon atctv » 16.04.2010, 13:06

Hallo Forengemeinde!

Als SAN habe ich mir jetzt das MSA2324sa von HP gekauft. Daran soll ein ProLiant DL380 G6 und später ein weiterer ProLiant via SAS Verbindung angeschlossen werden. Also kein iSCSI od. FC!

Auf dem Host läuft VMware ESX 3.5 U4.

Gäste sind:

1x Win2k TS mit 40 Usern 4GB RAM (leider noch etwas dünn, soll aber in Zukunft auf Win2k3 und mehr RAM umgestellt werden - wir haben ja auch keinen Goldesel im Keller)

1x Win2k3 TS mit 5 Usern 2GB RAM

1x SQL Server 2005 Win2k3 mit 3 Usern ProductStream Pro

1x SQL Server 2005 Win2k3 mit 8 Usern ERP System

1x Win2k3 WSUS und AntiVirus

Zurzeit laufen die VMs noch lokal auf dem Hostspeicher und sollen jetzt halt auf das SAN um später weiter zu virtualisieren und redundanter zu werden.

Der Server mit dem höchsten I/O ist der W2k TS mit den 40 Usern, aber leider kann ich Windows 2000 Professional Standard nicht mehr als 4 GB RAM zuweisen, sodass auch eine hohe Pagefile besteht.

Was für ein RAID empfehlt Ihr auf dem SAN, welches jetzt noch mit 8x 146GB SAS 15k HDD bestückt ist (sollen halt später auch noch mehr rein). Ich lege mehr Wert auf Performance als Speicherkapazität, da bei einem RAID 10 die ca. 580 GB vollkommen ausreichen. Aber was ist bei dieser Konstellation wirklich Sinnvoller - RAID 5 oder RAID 10? Lassen sich beide Systeme ohne weiteres später erweitern? Welche Performancesteigerung bringt ESX 4 (vSphere)?

Vielen Dank im Voraus!
Gruß, atctv

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Beitragvon Supi » 16.04.2010, 13:16

Ohne Angabe des wirklichen Platzbedarfs unter Berücksichtigung zukünftiger Bedarfe ist das schwer, einen Tip abzugeben.
Also Kollegen haben eine MSA 2000 mit 6x 450GB Platte im Raid-50. Dabei laufen drauf mehrere W2k03 mit nutzerzahlen so 30 Stück und ebenso ein ERP-System mit Oracle 10g DB für die 30 User. Da reicht diese scheinbar so aus.
Daher mein Tip Raid-50, um noch ein wenig mehr Platz zu haben. (kommst dann auf 876GB)

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Beitragvon atctv » 16.04.2010, 14:10

Naja, ich erwähnte ja bereits, das, falls es ein RAID 10 wird, die 4x 146GB vorerst dicke reichen. Mir ist auch klar, das ein RAID 10 performanter ist als ein RAID 5, aber wenn ich ein RAID 5 mit 7 Platten betreibe, ist es dann nicht doch etwas schneller??? Werden beim Lesen im RAID 10 von allen 8 Platten gelesen oder nur von 4?

Gruß, atctv

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Beitragvon PeterDA » 16.04.2010, 14:13

Hi,

Zurzeit laufen die VMs noch lokal auf dem Hostspeicher und sollen jetzt halt auf das SAN um später weiter zu virtualisieren und redundanter zu werden


Kuzer einwand wenn die Kiste per SAS an dem Rechner hängt ist das kein SAN! Und wird dich auch keinen Schritt weiterbringen wenn du einen 2. Host dranhängst. Da die die Platten nicht geshared werden. Wenn du die Kiste per SAS an dem Host hängen hast ist das ein DAS und kein SAN.

ber zu deiner Frage:
Du must bei der Auswahl des RAID entscheiden worauf es dir ankommt:
A) Sollen möglichst viele Platten ausfallen können ohne das etwas passiert
B) Willst du möglichst viel Kapazität
C) Möchtest du möglichst viel Geschwindigkeit
D) irgendwas dazwischen

Um dazu was sagen zu können bräuchte man ein paar mehr Infos.

Gruß Peter

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Beitragvon Supi » 16.04.2010, 14:22

Kann man bei der MSA nicht bei 2 Host auch die Storage "teilen"?
http://h18004.www1.hp.com/products/serv ... 000sa.html

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Beitragvon bla!zilla » 16.04.2010, 14:23

Die MSA2324sa kann auch mehrere Server mit den gleichen Volumes versorgen, das geht schon.

Wieviele Platten stecken in der Box?

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Beitragvon atctv » 16.04.2010, 14:42

Dieses SAS-Array, angebunden über SAS HBAs unterstützt selbstverständlich Shared-Storage für ESX und ist noch relativ neu am Markt und ist für den SMB Bereich sehr interessant und mit 3Gb/s sehr performant. Theoretisch ist es ein DAS, aber diese "Kiste" besitzt die Logik eines SAN und wird auch als solches verkauft und stehen zudem auch auf der HCL von VMware. Ich muss hier immer für jeden Euro betteln und dann kannst du davon ausgehen, das ich mich da schon vorher gut informiert habe. Aber wie ich schon sagte, ist das Thema SAS als Alternative zu iSCSI und FC noch relativ unbekannt.

In dem Array sind 8 von 24 Möglichen eingebaut. Mich interessiert in erster Linie die Performance.

Gruß, atctv

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Beitragvon irix » 16.04.2010, 15:20

PeterDA hat geschrieben:Hi,

Kuzer einwand wenn die Kiste per SAS an dem Rechner hängt ist das kein SAN! Und ..


Also es gibt auch SAS Switche, nur ist das Thema ein "SAS" SAN zuhaben relativ unbekannt und es gibt auch auch noch keine Grosse Produktvielfalt mal von den Preisen abgesehen fuer solch einen Switch ;).

Wir hatten doch neulich hier von diesem Intel Modular Server gesprochen welcher seine internen SAS Platten auch als Shared Storage den Computing Modulen auf denen dan der ESX rennt zur Verfuegung stellen kann.

Gruss
Joerg

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Beitragvon bla!zilla » 16.04.2010, 16:07

atctv hat geschrieben:In dem Array sind 8 von 24 Möglichen eingebaut. Mich interessiert in erster Linie die Performance.


Eine fällt weg als Spare, daher sind noch 7 verfügbar. Ich würde zu RAID 5 tendieren.

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Beitragvon atctv » 20.04.2010, 16:40

Hallo!

Ich habe mich jetzt aus performancegründen für das RAID 10 entschieden, weil ich denke es ist mit 4 Spindeln immer noch schneller als ein RAID 5 mit 7 Spindeln. Oder ließt man bei einem RAID 10 auch vom Spiegel?

Ist das eigentl. normal, das wenn eine LUN im SAN Manager bspw. 293 GB angibt, im VI-Client dann aber nur 273 GB verwendbar sind? Ist wahrscheinlich die normale Reserve für die Headerdaten, oder? So wie bei einer normalen Festplatte auch, da hat man ja auch nit die volle Kapazität unter Windows bspw., oder? Obwohl diese Reserve doch schon im SAN-Manager berücksichtigt sein sollte...

Weis einer was ich meine?

Gruß, atctv

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Beitragvon bla!zilla » 20.04.2010, 17:11

Das fängt schon bei der Berechnung der Kapazitäten an (Basis 2 oder Basis 10) usw. Dazu kommen Metadaten usw. Scheint also in Ordnung zu sein.

Da es sich bei dem RAID 10 um einen "striped Mirror" handelt, liest er eh nur von einer Platte im Spiegel. Ergo: Er list bei dir von vier Platten, beim RAID 5 über 7 Platten würde er von 6 Platten lesen. Zumindest beim Lesen wäre das RAID 5 schneller.

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Beitragvon atctv » 23.04.2010, 09:04

Hallo zusammen!

Danke nochmal für die Antworten.

@blazilla: Bist du dir mit der Aussage, das beim RAID 10 nur von einem Spiegel gelesen wird 100%ig sicher? Ich weis es nicht 100%ig, weil im Internet dazu jeder was anderes schreibt, deshalb wollte ich mal wissen, woher du diese Information hast - aus Fachbüchern, aus der Ausbildung, einem Selbsttest...?

Gruß, atctv

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Beitragvon Supi » 23.04.2010, 12:49

Wieso kommt für dich denn nicht das von mir empfohlene RAID-50, als kompromiss aus Raid-5 und Raid-10, in Frage?

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Beitragvon atctv » 23.04.2010, 13:21

Weil ein RAID 10 m.E. nach schneller ist als ein RAID 50, weil keine Parity berechnet werden muss und ich brauche in erster Linie Performance.

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Beitragvon bla!zilla » 23.04.2010, 13:25

atctv hat geschrieben:@blazilla: Bist du dir mit der Aussage, das beim RAID 10 nur von einem Spiegel gelesen wird 100%ig sicher? Ich weis es nicht 100%ig, weil im Internet dazu jeder was anderes schreibt, deshalb wollte ich mal wissen, woher du diese Information hast - aus Fachbüchern, aus der Ausbildung, einem Selbsttest...?


Kommt stark auf den Controller an. Die MSA macht striped Mirror, also einen Stripe über mehrere Platten-Paare. AFAIK geht das Lesen von unterschiedlichen Platten nur bei RAID 1 oder mirrored Stripes.


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