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ESX(i)-taugliche Hardware, HCL .....

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Prozessorvergleich

Beitragvon Frank Niehus » 25.11.2009, 17:09

Ich möchte in einem privaten Projekt einen ESXi 4 aufsetzen, mit dem ich diverse Funktionen in eigene VMs auslagern kann.

Folgende Services sollen jeweils einer VM zugeordnet sein:

VDR mit VMDirectPath-E/A gegen zwei SAT-Karten
File-&Printservices Ubuntu (NFS, SMB, iSCSI)
IPFire als Router/Gateway/Filter
Nagios Appliance
DB-Server (MySQL, Postgres)
Apache/Tomcat Webserver
XP Workstation

ggf. ein paar kleinere Testsysteme...


Zur Verfügung stehen mir neben 20GB RAM und viel Platte (4x1TB Raid 5 und 4x0,5 TB Raid 5 an einem Adaptec) noch folgende Prozessoren:

2 Stück Clovertown (4 Kerne, 2 GHz)
2 Stück Dempsey (2 Kerne, 3 GHz)

Jetzt stellt sich für mich die Frage, welche nehme ich? Clovertown oder Dempsey?

Für Dempey spricht die höhere Core-Speed.

Für Clovertown die Anzahl der Cores....

Den meisten Dampf werden wahrscheinlich auf Dauer der DB-Server und der IPFire wegen der Proxylisten benötigen.

Ich bin total unentschlossen....

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Re: Prozessorvergleich

Beitragvon irix » 25.11.2009, 17:47

Frank Niehus hat geschrieben:Ich möchte in einem privaten Projekt einen ESXi 4 aufsetzen, mit dem ich diverse Funktionen in eigene VMs auslagern kann.

Folgende Services sollen jeweils einer VM zugeordnet sein:

VDR mit VMDirectPath-E/A gegen zwei SAT-Karten


VDR steht im VMware Umfeld fuer deren Backup Loesung und nicht fuer VideoDiskRecorder :). Aber es hatte etwas gutes das ich da sekundenlang ueberlegen musste denn VMDirektPath gibts fuer Intel von VMware aus nur fuer Nehalem und neuere CPUs bzw. es wird VT-d gebraucht.

Die Anzahl der Geraete welche man da benutzen kann ist sehr ueberschaubar....ganze 2 Netzwerkkarten sind supportet. Dazu experimenteller Support fuer 3 HBAs.

Ob es schon mehr sind kannst du in der HCL selber nachgucken.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Dayworker » 26.11.2009, 01:12

Clovertown oder Dempsey wäre für mich keine Frage, da der Dempsey noch ein Netburst-Xeon mit P4-Kern und der Clovertown schon ein Ableger der wesentlich leistungsfähigeren Core2-Technologie ist. Daher wäre in meinen Augen in jedem Fall der Clovertown trotz der geringeren Taktfrequenz weitaus schneller und vom Energieverbrauch auch genügsamer (Dempsey als Xeon 5050 = 95W TDP, Clovertown als L5335 oder E5335 = 50W oder 80W TDP), was im privaten Umfeld auch keine Nebensächlichkeit ist. Alle Werte sagen zwar erstmal nicht viel aus und unterscheiden sich bis auf die L-Reihe auch nicht so viel, zumal die TDP im Leerlauf nicht erreicht wird. Allerdings sollen beide wohl im Doppel laufen und dann dürfte die TDP doch schon der zu erwartenden Leerlaufleistung entsprechen. Dazu kommen dann in jedem Fall noch die restlichen System-Komponenten.
Bei der Masse an VMs und deren zu erwartender Last dürfte sich die Last auch besser über mehrer Kerne verteilen, von daher steht es 2:0 für den Clovertown mit seinen 4 realen Kernen statt der 2 + 2 HT-Kernen des Dempsey.

Wie Jörg schon geschrieben hat, ist VMDirectPath noch ein eher experimentelles Feature und auf wenige Karten mit besonderer CPU-/Chipsatz-Unterstützung (VT-d) beschränkt. Beide CPUs bringen dafür jedoch keine Unterstützung mit. AMD bietet mit IOMMU eine vergleichbare Unterstützung, allerdings scheint da die Unterstützung seitens VMware noch weniger vorangeschritten zu sein.

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Beitragvon Frank Niehus » 26.11.2009, 14:52

Vielen Dank!

Im ersten Step werde ich wohl den Clovertown verbauen und erstmal auf die Virtualisierung des VDR (zum Gucken den ;) ) verzichten .... Im zweiten werde ich mir wohl im nächsten Jahr einen Nehalem kaufen und den nächsten Schritt angehen in der Hoffnung, dass ich die Sat-Karten eingebunden bekomme....

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Beitragvon Dayworker » 26.11.2009, 16:02

Der Nehalem verlangt (Platten und Controller sind schon fraglich) aber in jedem Fall ein komplett neues System und selbst die 20GB Arbeitsspeicher werden nicht mehr einsetzbar sein.
Dazu kommt, daß das Feature des Einbindens externen Steckkarten selbst beim offeneren XEN nur für Grakas halbwegs funktioniert oder Parallels Workstation 4.0 dafür sogar nur mit einigen nVidia Quadro-Karten zusammenspielt. Bis also selbst Allerweltskarten erfolgreich eingebunden werden, dürfte noch viel Zeit vergehen. Ärgerlich dabei ist natürlich schon die Tatsache, daß es VT-d oder IOMMU schon seit 2 Jahren gibt und erst jetzt die ersten Erfolge präsentiert werden. ;)


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