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Überwachung des ESXi 4.1

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Überwachung des ESXi 4.1

Beitragvon Piv0 » 08.03.2011, 17:07

Hallo zusammen

Ich bin gerade dabei eine Überwachungssoftware für unsere ESXi 4.1 Server zu suchen.

Ich habe bereits einiges an Software getestet. Bisher hat mich aber noch nichts so richtig überzeugt.

Meine Favoriten:

1. Icinga (Nagios) mit Nagios Plugin: check_esxi_hardware.py --> Leider sind hier Linuxkenntnise ein muss, was mich fast daran hindert die Software in ein Standard Package aufzunehmen ;)

2. PRTG Network Monitor --> Funktionen wie Status einzelner Disks oder Status Powersupply fehlen. Also Statusabfrage der einzelnen Komponenten im Host nicht möglich.

Als nächstes steht Veeam auf dem Plan, das werde ich die nächsten Tage mal testen.
Natürlich gebe ich euch bez. Veeam auch Bescheid...

Mich würde vorallem interessieren, wie löst ihr das? Welche Software sollte ich mir auf jeden Fall mal ansehen? Sonstige Tipps und Tricks nehme ich mit Handkuss entgegen ;)

Grüsse Piv0

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Beitragvon simcemilia » 09.03.2011, 08:57

Wenn du dein Monitoring auf Nagios-Basis machen möchtest, kann ich dir das Plugin check_esx3 aus dem Op5 Projekt empfehlen.
Darüber bekommt man eine ganze Menge abgefragt über die VMware Perl API.

Ich habe damit schon diverse Monitoring Systeme um eine VMware Überwachung erweitert.

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Beitragvon irix » 09.03.2011, 10:03

Du hast eine Loesung vergessen:
- vCenter Foundation/Essential

Macht alles was du moechtest und noch viel mehr. Und fuer den Einstiegspreis von 400+90 EUR kann man nun auch nicht meckern, wenn man bedenkt wieviele Stunden du nun schon geschaut hast ;)

Zum Thema Nagios.... den gibts ja nur fuer Linux/Unix und sich damit nur wegen ESX zubeschaeftigen ist natuerlich ein Overkill. Aber wer ihn schon hat der musste sich mit dem Unix/Linux ja schonmal beschaeftigen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon Piv0 » 10.03.2011, 18:36

Hallo Leute

irix hat geschrieben:Du hast eine Loesung vergessen:
- vCenter Foundation/Essential

Macht alles was du moechtest und noch viel mehr. Und fuer den Einstiegspreis von 400+90 EUR kann man nun auch nicht meckern, wenn man bedenkt wieviele Stunden du nun schon geschaut hast ;)


vCenter hab ich eig. nicht vergessen, es ist nur so das wir oft nur ein ESXi Server bei Kunden in Betrieb haben oder gerne in Betrieb nehmen würden. Meiner Meinung nach macht ein vCenter erst bei mehreren Server Sinn. Die hier investierte Zeit ist hier relativ irrelevant, da ich ja die gefundene Lösung nicht nur einmal in Betrieb nehmen werde. ;) Das sollte schlussendlich eher ne Standard-Lösung werden.
Dazu kommt, das ich wenn ich ein VCenter in Betrieb nehme, muss trotzdem noch eine Monitor Software her.

irix hat geschrieben:Zum Thema Nagios.... den gibts ja nur fuer Linux/Unix und sich damit nur wegen ESX zubeschaeftigen ist natuerlich ein Overkill. Aber wer ihn schon hat der musste sich mit dem Unix/Linux ja schonmal beschaeftigen.

Ja für mich ist Unix weniger das Problem, allerdings suche ich eine Lösung die ich wenn möglich nicht alleine supporten muss ;)

Leider bin ich noch nicht dazugekommen, allerdings habe ich schon einiges gutes über die neue Veeam Software gehört. *muss nur endlich wiedermal nen ruhigen Tag haben*

Danke euch für eure Antworten und wünsche einen schönen Abend!
Natürlich freu ich mich auch jetzt noch über jeden weiteren Tipp ;)

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Beitragvon al!ve » 11.03.2011, 01:14

Hallo Piv0.


Was soll denn eigentlich alles überwacht werden?

Natürlich ist ein ausgewachsener Nagios eine recht haarige Angelegenheit. Das liegt schon daran, dass man alles was man konfigurieren kann auch konfigurieren muss um überhaupt eine Meldung zu bekommen. Man muss sich da also schon einarbeiten.

Als Overkill würde ich den allerdings nicht bezeichnen. Jedenfalls dann nicht wenn ich anfange, damit nicht nur meine ESX-Gesundheit zu überwachen sondern das Monitoring auf die gesamte greifbare Landschaft auszuweiten.
Das fängt bei den simplen Pingantworten der VMs an und geht bis zur Integritätsprüfung der in der VM installierten Datenbank oder des Dateisystems.
Wenn man sich mal anständig in die Nagios-Materie eingefuchst hat, kann man so ziemlich alles ins Monitoring aufnehmen was sich durch Software messen lässt.
Wenn es sein muss und die Hardware das her gibt geht das bis zur Luftfeuchtigkeit im Schrank. Bei mir zählt zum Beispiel der Plattenplatz auf dem primären Backupspeicher (eine zweite Hardware im gleichen Netzwerk) zu den überwachten Messgrößen. Auch den Zustand der USV kann man ins Monitoring aufnehmen wenn man das möchte oder die Netzwerkverbindung zur außenwelt (Ping einer externen IP zum Beispiel). Sollten Site-to-Site-VPNs zwischen zwei Standorten realisiert sein wäre es wohl sinnvoll, auf beiden Seiten ein Monitoringtool zu platzieren damt sich jede Seite selbst zu überwachen und die beiden Monitoringtools sich jeweils gegenseitig.

Welches hier realistische Leistungswerte sind, also solche deren Überwachung und Alarmierung im Fehlerfall auch Nutzen bringt, muss man natürlich im Einzelfall entscheiden. Insbesondere wenn es darum geht, ein eine Art Standardpacket für Monitoringaufgaben zu implementieren würde ich dringend raten, auf ein Produkt zu setzen das sich leicht auf beliebige Messwerte erweitern lässt. Im Zweifelsfall weicht jede Kundeninstallation um 50% vom Standardtemplate ab und muss zu 25% sogar Messwerte enthalten die man bisher noch überhaupt nicht überwacht hat.

Ein weiterer Aspekt wären unterschiedliche Benachrichtigungskanäle bei Netzwerkausfall. Das verwendete Monitoringtool sollte sich im Bedarfsfall entsprechend konfigurieren lassen. Noch mag aktuell der Anspruch noch nicht bestehen. Wenn sich aber mal eine Reihe von Leuten intensiv in ein Monitoringtool eingearbeitet haben ist es mehr als nervig, wenn eine solche Anforderung als K.O.-Kriterium das etablierte Produkt in die Tolle tritt und man sich für einen einzelnen Kunden ganz neu orientieren muss.

Die Liste der Möglichkeiten wird immer länger und jeder hier kann sicher eine neue Option beisteuern. Deshalb breche ich hier mal ab :).


Ich persönlich setze Centreon für Nagios auf Ubuntu ein, mit dem von dir schon genannten check_esxi_hardware.py. Damit bin ich bis jetzt recht glücklich.


Grüße,
Stephan.

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Beitragvon Piv0 » 14.03.2011, 11:39

Hallo Stephan

al!ve hat geschrieben:Was soll denn eigentlich alles überwacht werden?


Grundsätzlich soll das komplette Netzwerk überwacht werden inkl. ESXi Server.

Schlussendlich ist das Problem, dass wir nicht genug Leute haben die Nagios supporten können. Linux ist leider keine unserer Kernkompetenzen.

Deshalb suche ich eine Lösung welche wir auch mit gutem Gewissen anbieten bzw. supporten können.

Was fehlt mir bei den anderen Monitor Softwares?
- Status einzelner Disks (Lese und Schreibgeschwindigkeit reicht uns für die Überwachung nicht. Wir möchten ja auch merken wenn eine Disk im Raid ausfällt.)
- Status Powersupply
- Status Fan's
- Status Array Controller
- Status NIC's
Grundsätzlich fehlt mir einfach die Überwachung der Hardwarekomponenten.
Da die meisten Komponenten redundant verbaut sind, merke ich den Ausfall nicht mit bisherigen Monitortools..

Ich hoffe ihr versteht was ich meine ;)

Grüsse Piv0

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Beitragvon mangold » 14.03.2011, 15:44

Piv0 hat geschrieben:Was fehlt mir bei den anderen Monitor Softwares?
- Status einzelner Disks (Lese und Schreibgeschwindigkeit reicht uns für die Überwachung nicht. Wir möchten ja auch merken wenn eine Disk im Raid ausfällt.)
- Status Powersupply
- Status Fan's
- Status Array Controller
- Status NIC's
Grundsätzlich fehlt mir einfach die Überwachung der Hardwarekomponenten.
Da die meisten Komponenten redundant verbaut sind, merke ich den Ausfall nicht mit bisherigen Monitortools..
Grüsse Piv0


das VCenter kann schon Einiges davon überwachen und auch Mails absenden. Ansonsten kommst du da mit den Herstellerspezifischen Tools weiter. Und das ist recht ärgerlich, denn IBM nutzt andere als z.B. HP. Aber nur diese garantieren alle Parameter auslesen zu können. Wenn du kein Vcenter hast, brauchst du eben andere z.T. kostenpflichtige Tools, die zumindest SNMP auswerten können und MIB Files verwenden können. Als da wären HP Open View oder tivoli oder oder oder. Und da die teuer sind, landest du bei NAGIOS :D

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ESXi überwachen

Beitragvon Piv0 » 14.03.2011, 19:33

mangold hat geschrieben:das VCenter kann schon Einiges davon überwachen und auch Mails absenden.

Habe oft nur ein ESXi im Einsatz, da macht das VCenter kein Sinn...[/quote]

mangold hat geschrieben:Ansonsten kommst du da mit den Herstellerspezifischen Tools weiter. Und das ist recht ärgerlich, denn IBM nutzt andere als z.B. HP. Aber nur diese garantieren alle Parameter auslesen zu können.

Leider funktioniert ja dank ESXi der HP System Insight Manager nicht... Und das HP Insight Light Out gibt auch wieder zu wenig an Info... (ausser ich hätte noch ned alle OID's gefunden :P )

mangold hat geschrieben:Wenn du kein Vcenter hast, brauchst du eben andere z.T. kostenpflichtige Tools, die zumindest SNMP auswerten können und MIB Files verwenden können. Als da wären HP Open View oder tivoli oder oder oder. Und da die teuer sind, landest du bei NAGIOS :D

ESXi zum Beispiel nen Diskstatus über SNMP auslesen? Ist soweit ich informiert bin nicht möglich... Oder gibts da auch nen Trap den ich übersehen habe?

Eine gewöhnliche SNMP Software ist nicht das Problem... allerdings eine vernünftige Software welche CIM auslesen, bzw. bei einem ESXi die Hosthardwarekomponenten überwachen kann habe ich noch nicht gefunden.

Heute habe ich noch den Veeam Monitor 5.0 getestet. Grundsätzlich erfüllt es meine Wünsche... Nur habe ich nun folgendes Problem:
- Veeam Monitor 5.0 läuft nicht wenn auf dem Server ein Active Directory installiert ist.
Naja und auf dem seperaten Kasten neben dem ESXi, läuft nun mal immer ein AD ;) Und deswegen noch nen 3 Server in Betrieb zu nehmen halte ich für Nonsense...

Naja vielleicht finde ich ja doch noch die Ideale Lösung :D Ansonsten müssen wir halt basteln :P
Grüsse

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Beitragvon al!ve » 14.03.2011, 20:06

Gibt es einen Grund weshalb du das AD nicht auf den primären ESX legst?

Wenn du ohnehin nur eine Hardware aufstellst: Pack den Monitor (egal welche Software) in eine eigene VM. Weder würde ich den Monitor auf den Netzspeicher noch auf das AD noch auf den Terminalserver legen. Egal was es sonst noch für Dienste gibt, den Monitor würde ich auf alle Fälle unabhängig halten.

Wenn du ohnehin zwei Blecher aufstellst: Installiere zwei Monitore, je einen pro Blech in je einer separaten VM. Die legst du nach Möglichkeit auf dem lokalen Speicher des Hosts ab, damit im Fall eines Ausfalls des Shared Storage (sollte es einen solchen geben) nicht spontan beide Monitore mit sterben. Und beide Monitore dürfen gerne alles überwachen.

Ein nicht-virtualisiertes Blech als "Notsystem" neben den ESX zu stellen halte ich jedenfalls für "unschön". Dafür gibt es einfach zu viele Dinge die man auf eine zweite Hardware spiegeln möchte als dass man das alles in das selbe OS installieren möchte. Backup-VPN, Backup-Monitor, um nur mal die zu nennen die mir als erstes in den Sinn kommen.

Gruß,
Stephan.

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Beitragvon Piv0 » 15.03.2011, 11:11

Wir haben immer ein AD auf einem seperaten Blech neben dem ESXi.
Dies aus dem Grund da das Active Directory bisher nicht auf ESXi supportet wurde.
AD wird ja erst seit ESXi 4.1 supportet.

Klar, diese wäre nun nicht mehr nötig aber das ist ja ein anderes Thema ;)

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Beitragvon random » 05.09.2012, 11:00

hallo zusammen,

teste doch mal server-eye. ich persönlich finde es deutlich einfacher zu bedienen wie nagios und du kannst damit jegliche funktionen eines ESX servers auslesen und überwachen. nebenbei auch zig andere hardware/software sensoren noch dazu. die graphische oberfläche ist relativ übersichtlich und leicht zu bedienen.

www.server-eye.de müsste die url sein, ggfs kurz googlen wenns nicht stimmt. soweit ich mich erinnere ist das tool in vollem umfang kostenlos testbar.

gruß

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Beitragvon Dayworker » 05.09.2012, 12:08

random hat geschrieben:teste doch mal server-eye. ich persönlich finde es deutlich einfacher zu bedienen wie nagios und du kannst damit jegliche funktionen eines ESX servers auslesen und überwachen. nebenbei auch zig andere hardware/software sensoren noch dazu. die graphische oberfläche ist relativ übersichtlich und leicht zu bedienen.

www.server-eye.de müsste die url sein, ggfs kurz googlen wenns nicht stimmt. soweit ich mich erinnere ist das tool in vollem umfang kostenlos testbar.
Mal davon abgesehen, daß der Thread schon etwas älter ist...
Dein Link ist als Vollversion leider nur 14 Tage kostenlos, die Freeware-Version ist dagegen zwar dauerhaft kostenlos, allerdings mit einem wesentlichen Unterschied: "In der Freewareversion ist die Erstellung eines Sensorhubs und zwei Sensoren gleichzeitig möglich."
Als weiterer Punkt kommt hinzu, daß du ohne entsprechende Plugins meines Wissens die Sensoren eines ESX(i)-Servers von aussen nicht abfragen kannst.


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