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[gelöst] iSCSI Target (iet) lahmt auf ESXi 4

Verfasst: 07.04.2010, 21:51
von DonTermi
Moin,

ich habe einen Linux Testerver mit iSCSI Enterprise Target 1.4.9. Als Test habe ich eine 50 GB Partition als iSCSI tgt freigegeben. Die Einbindung im ESXi 4 mit vSphere Client verlief völlig problemlos.
Allerdings wenn ich auf diesem Speicher eine VM erstelle mit z.b. 8 GB dauert das einfach mal ewiiiiig. Zum Test habe ich dort mal einen physischen Rechner als VM integriert (Windows XP). Die Leseraten vom Netzwerk (Leistung) lagen bei ca. 1300 KBit/s.

Wenn ich aber das selbe Target bei einem anderen Linux Rechner oder sogar bei einem Windows Rechner (iSCSI Software Initiator) benutze, liegen die Transferraten bei 30-80 MB/s. Demnach, wenn diese Raten auch beim ESXi so wären, wäre die vmdk innerhalb 5-9 Minuten erstellt ... Dem ist leider nicht so. Nicht mal annährend.

Woran liegts ?

UPDATE

Verfasst: 08.04.2010, 12:59
von DonTermi
Also es scheint eindeutig am IET Linux zu liegen. Ich habe auf dem ESXi 4 eine VM mit Linux erstellt (15 GB Speicher), Debian 64 Bit stable installiert und ein ietd eingerichtet mit 10 GB.
Danach habe ich das iSCSI Target im ESXi über vSphere Client eingebunden und erstellte eine neue VM mit 8 GB und voller Speichergröße (keine schnelle Bereitstellung). Hier sagt das Leistungsdiagramm das selbe: Bleibt so von der Festplattenleistung zwischen 1200-1300 KBit, obwohl nun alles aus dem selben Rechner läuft und eigentlich rennen müsste, was es aber nicht tut.

Fazit:
Kann ich wohl meine eigene Linux SAN mit IET vergessen und brauch doch ein "echtes" Produkt wie DSS v6 oder so.

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Verfasst: 08.04.2010, 14:28
von DonTermi
Problem gelöst. Linux iet ist voll tauglich. Es war ein Denkfehler von mir das die "SAN" (VM) und der ESX Host direkt am virtuellen Switch kommunizieren.

Jetzt habe ich einen neuen virtuellen Switch in dem nur die SAN VM drin steckt mit einer eigenen neuen Class-C IP (192.168.178.1) an vmnic1 und dazu noch einen 3. virtuellen Switch mit VMKernel Port und IP 192.168.178.2. vmnic1 und vmnic3 habe ich einfach physisch per RJ45 CAT6 Kabel verbunden.

Das 8 GB VM Diskfile wurde soeben mit ca. 58000 KBit geschrieben.

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Problem gefunden

Verfasst: 08.04.2010, 16:02
von DonTermi
Hab das "echte" Problem gefunden. Es war der Gateway.

Die VMs, inkl meine VM Test SAN, sind alle im 192.168.1/24 Netz, während der ESX Host im 10.1.1/24 Class-C sitzt. Somit ists (mir jetzt) klar, dass der ESX Server den Kram erstmal an den Gateway geschickt hat und dieser die Pakete dann wieder zurück zum SAN VM an die 192.168.1.6.
Aber die kleine Realtek schien das iSCSI Bombardement gut durchgehalten zu haben :) Internet funktionierte trotzdem in der iSCSI Belastungszeit noch reibungslos.

Verfasst: 08.04.2010, 16:20
von irix
Also ein typisches Layer8 Problem ;). Freut mich das du es hinbekommen hast und das hier auch ausfuehrlich beschreibst.

Gruss
Joerg

Trick 17

Verfasst: 08.04.2010, 16:34
von DonTermi
irix hat geschrieben:Also ein typisches Layer8 Problem ;). Freut mich das du es hinbekommen hast und das hier auch ausfuehrlich beschreibst.

Gruss
Joerg


Der ganze Trick die Sache unkompliziert zu beschleunigen war nur, in der SAN (der echte Dateiserver) einfach noch ein eth0:0 mit 10.1.1.9 hinzuzufügen. Schon gehts nicht mehr über den Gateway.
Speed des Windows Rechners als VM ist gleich 10x schneller geworden.

Manchmal sinds die kleinen Dinge die einem das Leben leicht machen ... oder auch schwer wie in meinem Fall wenn man mal nicht dran denkt ...