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High Performance Computing - Rechenkapazität Zusammenfassen

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High Performance Computing - Rechenkapazität Zusammenfassen

Beitragvon downdapp » 05.02.2010, 10:32

Hallo,

Habe mir ziemlich viel an Informationen über die VMware Produkte durchgelesen, dennoch konnte das meine Frage nicht Beantworten.

Angenommen es sind 10 Rechner im Netzwerk. Kann man mittels einer Software die Leistung aller Rechner zusammenfassen.
Das heißt ich würde auf einem Rechner so etwas wie Vmware installieren.
Dann einen neuen Rechner emulieren, diesem neuen Rechner alle Prozessoren und den gesamten Arbeitsspeicher im Netzwerk zuweisen.
Im Anschluss wird auf diesem emuliertem SupaRechner ganz normal WindowsXp oder ähnliches installiert.
Warum?:

Um Tetris zu spielen!


Oder für Anwendungen die sehr Rechenintensiv sind, wie z.B. Videoschnitts oder Rendering.
Mir ist bewusst, dass einige Programme, mit der Funktion ausgestattet sind, die Last im Netzwerk zu verteilen.
Das Problem ist, es ist alles sehr, sehr aufwendig, darauf zu achten dass auf jedem Rechner die benötigte Software installiert ist.

Gibt es für Dieses Szenario ein Lösung? Wenn ja, bitte her mit den Infos...

Dankeschön.

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Beitragvon e-e-e » 05.02.2010, 11:06

Hallo,

ich glaube da bist Du hier erst einmal falsch. Dein Stichwort müsste Grid-Computing heißen. Du kannst natürlich als Rechner in einem Grid auch VMs verwenden (könnte sogar von Vorteil sein), aber Virtualisierung geht den entgegengesetzten Weg (auf einer physischen Blechkiste mehrere virtuelle PCs). Wenn mich nicht alles täuscht habe ich da mal vor einiger Zeit gelesen, dass es unter Linux ein gutes OpenSource-Projekt gibt und einer unserer Kunden hatte sich für Film Postproduction einfach 10 PCs in die Ecke gestellt und als Grid betrieben. Da bin ich aber nie tiefer eingestiegen (das war eine andere Baustelle).

edit: Ich glaube das hat die BBC entwickelt und unter die GPL gestellt.

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Beitragvon Dayworker » 05.02.2010, 17:07

Bei mir spenden mehrere VMs ihre Rechnleistung unter Boinc für viele wissenschaftliche Projekte, allerdings kannst du dort nur in einer Liste von Projekten auswählen oder du mußt deinen eigenen Boinc-Server auf Linux-Basis aufsetzen.
Ich vermute aber mal, daß du etwas wie MPI im Hinterkopf hast. Das wird meines Wissens nach nur unter Linux realisiert und für eine bessere Performance auch meistens nur auf Echtblech. In einer VM hast du bisher nur vereinzelt Zugriff auf bestimmte Host-HW und bis das auch für andere wie Beschleuniger ala Cuda, Brook+, OpenCL gilt, dauerts wohl noch etwas länger...

Oder was meintest du genau?

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Beitragvon downdapp » 05.02.2010, 19:13

Ja, grid computing ist schon der richtige Ausdruck. Meiner Meinung nach müsste das in Kombination mit windows 2008 und windows HPC funktionieren.
Nachdem ich mich aber etwas rein gelesen habe muss man zum Schluss speziell eine Anwendung programmieren damit das läuft.

Deswegen hoffe ich das es Alternativen gibt.

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Beitragvon e-e-e » 05.02.2010, 19:58

Hallo,

vor einigen Jahren stand mal ein Grid auf der Liste der 10 leistungsstärksten Computer der Welt (war irgendein Studentenprojekt an einer deutschen Uni auf Grundlage von Linux).

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Beitragvon e-e-e » 05.02.2010, 20:07

Ich habe mir gerade nochmal den Link von @Dayworker zum Boinc angesehen. Anscheinend kann man da selbst ohne großen Aufwand einen Server aufsetzen und die Clients konfigurieren, um ein Grid für seine eigenen Anwendungen zu kreieren. Du kannst also eine VM als Server und auf jeden weiteren PC eine VM als Client betreiben und schon kannst Du die Rechenleistung aller PCs, zwar nicht zu 100% aber doch beachtlich, vereinen.

edit: Ist ja alles schon als VM vorbereitet und mundgerecht konfiguriert, also ein Kinderspiel ;) .

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Beitragvon Dayworker » 06.02.2010, 00:14

e-e-e hat geschrieben:edit: Ist ja alles schon als VM vorbereitet und mundgerecht konfiguriert, also ein Kinderspiel ;) .
Kinderspiel sieht wirklich anders aus. Ich habs momentan aus Zeitgründen auf Eis gelegt und das es sowas schon vorkonfiguriert gibt, ist mir neu. Die Frage ist daher, was mit vorkonfiguriert gemeint ist. Neben der Personalisierung deines Projektes mußt du dir auch Gedanken über die unterstützten OS-Platformen, Ziel deines Projektes, Verteilung der Workunits, Minimum Quorum, Initial Replication, Validierung der Ergebnisse und einiges mehr Gedanken machen. Zumal einen Boinc-Server im Grundgerüst aufzusetzen, inzwischen dank entsprechender Scripte kein Problem mehr ist. Darüber richtest du dir entsprechend eine MySQL-DB ein, bindest notfalls selbst noch PHP + Perl ein und dann wärst du schon fast startklar.

Der Link zur Boinc-VM lautet übrigens http://boinc.berkeley.edu/trac/wiki/VmServer und soll unter Player oder VirtualBox laufen bzw alles was mit VMDKs umgehen kann. Ich werde es mir auf alle Fälle runterladen und ausprobieren, sobald ich Zeit habe und meinen letzten Stromausfall am 05.02.2010 von 19h31 bis 21h10 verdaut habe.


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