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esxi auf Sata SLC Flash Modul oder SLC USB Stick

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esxi auf Sata SLC Flash Modul oder SLC USB Stick

Beitragvon d_h » 13.01.2010, 12:34

Hallo,

weil mir die Hardware Raid Controller alle zu teuer sind (<200€ hab ich nix gefunden), ich aber dennoch ein möglichst zuverlässiges hostsystem haben möchte, kam mir die idee, den esxi auf einen flash speicher zu installieren. Meiner Recherche nach sollen SLC Flash Speicher sehr zuverlässig sein, die MTBF liegt weit höher als bei Magnetplatten.

Im Auge hatte ich dabei diesen Chip:

http://www.amazon.de/gp/product/B0017NI ... e=&seller=

Alternativ gäbe es noch einen SLC USB Stick mit Schreibschutz. Der Schreibschutz soll ständiges Schreiben auf dem Stick unterbinden (log files), welches den Flash speicher schaden kann.

hat da jemand ne meinung zu? oder gibts vielleicht doch nen günstigen raid controller, der raid1 hardware mäßig kann (wär mir am liebsten)?

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Beitragvon Dayworker » 13.01.2010, 14:12

Und was soll dir ein 1GB Flash-Laufwerk nutzen? Den ESXi kannst du in Nullkommanix wieder installieren und die wichtigen VMs sind dann immer noch weg. Von der Geschwindigkeitswarte ist ein Raid1 auch keine Lösung, die Platten werden nur gespiegelt und als Hauptpreis verlierst du die hälfte deiner Gesamtkapazität. Da würde ich schon eher ein Raid5 installieren, daß dazu auch noch wesentlich performanter ist.

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Beitragvon d_h » 13.01.2010, 14:19

Dayworker hat geschrieben:Und was soll dir ein 1GB Flash-Laufwerk nutzen? Den ESXi kannst du in Nullkommanix wieder installieren


Eben nicht, der Server steht recht schlecht erreichbar. Daher soll das Basissystem möglichst robust, aber auch preiswert sein.

Dayworker hat geschrieben: und die wichtigen VMs sind dann immer noch weg.

nein, denn die vms verfügen alle über ein software raid innerhalb der vm. ausserdem kann ich die ja backuppen.

Dayworker hat geschrieben:Von der Geschwindigkeitswarte ist ein Raid1 auch keine Lösung, die Platten werden nur gespiegelt und als Hauptpreis verlierst du die hälfte deiner Gesamtkapazität. Da würde ich schon eher ein Raid5 installieren, daß dazu auch noch wesentlich performanter ist.


um geschwindigkeit geht es mir hier gar nicht, da ich mich zur zeit nur um das host system kümmere. auf das 1 gb flash modul werde ich keine virtuelle maschine installieren (können). und wie langsam oder schnell das host system startet ist mir herzlich egal.

hardware raid5 ist mir halt, genauso wie hardware raid1 zu teuer.

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Beitragvon Dayworker » 13.01.2010, 14:29

Und was soll ein SW-Raid innerhalb der VM bringen? Wenn du nur einen Datenträger im ESX-Host hast, laufen doch letztendlich alle Teilnehmer des RAID-Verbunds darauf wieder zusammen. Das ist absolut garnichts, es bringt dadurch keinerlei Geschwindigleit und Sicherheit schon garnicht. Wenn der Host-Datenträger abschmiert, nützt dir dein SW-Raid auch nichts mehr. Da hilft dann nur noch dein Backup und sonst nichts.
Das Hauptproblem aller USB-Sticks sind Temperaturschwankungen oder hohe Umgebungstemperaturen, die Datensicherheit selbst ist schon bei täglicher Benutzung jenseits von Gut&Böse. Die Zeitschrift c't hat dazu immer noch einen USB-Stick seit mehreren Jahren im Dauertest und bisher war kein Datenverlust feststellbar.

[edit]
Worauf lagerst du denn eigentlich die VMs :?: Das bisken ESXi-Gedöhns macht den Kohl ja nicht fett. ;)

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Beitragvon mschoen » 13.01.2010, 15:00

Wenn du schon die Robustheit des Systems ansprichst, weiß ich nicht warum wir noch um ein Hardware-Raid herum reden. Außer natürlich du spiegelst die per Software-Raid auf einen externen Storage, der wird dir beim Abschmieren aber niemals synchron sein! Faktisch gibt es nur die eine "sichere Methode" um ständige Datensicherheit zu gewährleisten, ob es nun ein externes oder internes Storage ist... Glaub mir du schläfst wesentlich ruhiger mit nem Hardware-Raid 8)

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine deiner Platten aussteigt, ist mächtig hoch! Beim Booten wird sowieso der ESXi in den RAM geladen und nur Änderungen auf den Stick geschrieben, daher ist er wenig im Einsatz und wie beireits vom Dayworker erwähnt, wird Temperatur sein größtes Problem werden.

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Beitragvon Dayworker » 13.01.2010, 15:04

Die Temperatur ist hier im Forum auch schon von mehreren Leuten mit HP- und Dell-Servern angesprochen worden. Die hatten aufgrund der größeren Sicherheit gegen Verlust des Sticks auf die internen Anschlüsse gesetzt und nach keinen halben Jahr waren die Sticks dann kaputt.

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Beitragvon d_h » 13.01.2010, 18:31

Dayworker hat geschrieben:Und was soll ein SW-Raid innerhalb der VM bringen? Wenn du nur einen Datenträger im ESX-Host hast, laufen doch letztendlich alle Teilnehmer des RAID-Verbunds darauf wieder zusammen. Das ist absolut garnichts, es bringt dadurch keinerlei Geschwindigleit und Sicherheit schon garnicht. Wenn der Host-Datenträger abschmiert, nützt dir dein SW-Raid auch nichts mehr. Da hilft dann nur noch dein Backup und sonst nichts.


richtig, aber dass ich nur einen datenträger in dem rechner habe, hab ich auch nirgendwo gesagt :) die vms kommen auf sata platten, die an einem billigen sas controller stecken, aber halt nur einzeln vom esxi erkannt werden (->software raid in der vm). Aber um der sicherung der vms kümmere ich mich schon, es geht mir hier lediglich um die absicherung des esxi host systems selber.

Dayworker hat geschrieben:Das Hauptproblem aller USB-Sticks sind Temperaturschwankungen oder hohe Umgebungstemperaturen, die Datensicherheit selbst ist schon bei täglicher Benutzung jenseits von Gut&Böse. Die Zeitschrift c't hat dazu immer noch einen USB-Stick seit mehreren Jahren im Dauertest und bisher war kein Datenverlust feststellbar.


stimmt, davon habe ich auch gehört. spricht ja eigentlich für nen flash speicher. der raum, wo der server steht, ist klimatisiert, also kaum temperaturschwankungen.

Dayworker hat geschrieben:[edit]
Worauf lagerst du denn eigentlich die VMs :?: Das bisken ESXi-Gedöhns macht den Kohl ja nicht fett. ;)


siehe oben, auf separaten sata platten. esxi macht den kohl nicht fett. raucht aber die eine platte ab, hab ich gar keinen funktionierenden server mehr, und ich komme, wie gesagt, schlecht an die hardware ran, um mal schnell was zu tauschen.

natürlich ist ein redundantes raid besser als gar kein raid. aus finanziellen gründen ist mir der raid controller aber zu teuer. ich versuche nur mit wenigen finanziellen mitteln die ausfallwahrscheinlichkeit von einer einzelnen consumerplatte zu senken.

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Beitragvon e-e-e » 13.01.2010, 21:11

Hallo,

http://blog.laspina.ca/ubiquitous/provisioning_disaster_recovery_with_zfs
schau Dir mal diesen Artikel an, die DR-Umgebung könnte für Dein "Normalsystem" mit einigen Veränderungen geeignet sein. Host z.B. auf Stick und den RAID-Controller kannst Du Dir durch das ZFS (ebenfalls kein Write-Hole) sparen und hast noch jede Menge weiterer Vorteile (serienmäßig Kompression, Deduplikation, und bis zu 3-fach-Redundanz incl. Prüfsummenüberwachung von Bus, Controller, Kabeln und Platten).

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Beitragvon Dayworker » 13.01.2010, 21:27

Dir scheint nicht bewußt zu sein, welche Verlustleistungen CPUs und restliche HW unter Last erreichen. Dementsprechend sind trotz Kühlung auch die Temperaturen im Rack, zumal die beliebten 1HE-Server dem nicht gerade förderlich sind.
Den ESXi einfach vom USB-Stick zu betreiben, was hier viele Leute mit knappen Budget machen, kommt ja anscheinend für dich nicht in Frage. Die Sache mit der Datensicherheit wurde auch schon mehrfach erklärt und deine Aussage mit dem schlecht rankommen ist für mich auch kein Argument. Wenn eine VM-Platte abschmiert mußt du trotzdem hin.
Oder willst du mir weißmachen, daß du einen SAS-Controller mit 4/8 Ports und voller Bestückung dafür verschwendest, ein SW-Raid aufzubauen und dann die restlichen Platten als Hot-Spare eingerichtet hast :?: :?: :?:

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Beitragvon d_h » 13.01.2010, 22:32

e-e-e hat geschrieben:http://blog.laspina.ca/ubiquitous/provisioning_disaster_recovery_with_zfs
schau Dir mal diesen Artikel an, die DR-Umgebung könnte für Dein "Normalsystem" mit einigen Veränderungen geeignet sein. Host z.B. auf Stick und den RAID-Controller kannst Du Dir durch das ZFS (ebenfalls kein Write-Hole) sparen und hast noch jede Menge weiterer Vorteile (serienmäßig Kompression, Deduplikation, und bis zu 3-fach-Redundanz incl. Prüfsummenüberwachung von Bus, Controller, Kabeln und Platten).


danke ich schaus mir mal an.

Dayworker hat geschrieben:Dir scheint nicht bewußt zu sein, welche Verlustleistungen CPUs und restliche HW unter Last erreichen. Dementsprechend sind trotz Kühlung auch die Temperaturen im Rack, zumal die beliebten 1HE-Server dem nicht gerade förderlich sind.

doch, ist aber kein argument für mich (kannst du natürlich nicht wissen :) ), weil mein "gehäuse" quasi nur ein gerüst ist, an dem das innenleben aufgehängt ist und im luftstrom der klimaanlage steht.

Dayworker hat geschrieben:Den ESXi einfach vom USB-Stick zu betreiben, was hier viele Leute mit knappen Budget machen, kommt ja anscheinend für dich nicht in Frage.

öh doch schon, woraus schließt du das? naja eigentlich egal

Dayworker hat geschrieben:... deine Aussage mit dem schlecht rankommen ist für mich auch kein Argument.

für mich aber. natürlich muss ich eine abgerauchte vm platte austauschen, aber dafür hab ich zeit, den besuch beim "serverhoster" zu planen, und bis dahin läuft die kiste dennoch weiter.

gut aber ich glaub es wurden alle argumente ausgetauscht.

raid ist auf jeden fall allem zu bevorzugen, keine frage, flash speicher kann man schon nehmen, ne einfache platte ist, wenn man nicht rankommt, nicht zu empfehlen.

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Beitragvon JMcClane » 13.01.2010, 23:38

Ich glaube kaum das die VMs noch lange laufen wenn dem ESX ein Datastore mit einer laufenden Disk abraucht.

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Beitragvon nbfbe » 14.01.2010, 08:24

Hallo,

noch was zum Thema USB-Sticks:

Wir setzen seid ~1,5Jahen USB Sticks in DL380G5 ein (Storage: MSA2012, keine lokalen HDDs) ... mittlerweile sind´s ~40 Sticks. Ausfall bisher: kein einziger

Alle Server sind in klimatisierten Serverräumen untergebracht und die Sticks sind intern verbaut.

Gruß

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Beitragvon irix » 14.01.2010, 10:24

nbfbe hat geschrieben:Hallo,

noch was zum Thema USB-Sticks:

Wir setzen seid ~1,5Jahen USB Sticks in DL380G5 ein (Storage: MSA2012, keine lokalen HDDs) ... mittlerweile sind´s ~40 Sticks. Ausfall bisher: kein einziger

Alle Server sind in klimatisierten Serverräumen untergebracht und die Sticks sind intern verbaut.

Gruß


Na das ist dochmal eine Aussage. Dann soll der OP halt einen USB Stick nehmen und macht eine Kopie welche die "Remote Hands" im Fall der Faelle anstecken.

Gruss
Joerg


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