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Hilfe bei Planung, View?

Deskopvirtualisierung und Anwendungsmanagement mit VMware Horizon.

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Hilfe bei Planung, View?

Beitragvon m.msc01 » 23.08.2012, 14:38

Hallo Zusammen

Ich habe eine Hauptstelle 5 Pcs und eine Zweigstelle mit 3 PCs.
Zwischen Hauptstelle und Zweigstelle habe ich eine 4 Mbit Synchron Leitung.

Die Firma Startet Mitte Oktober, nun bin ich gerade mit der Planung beschäftigt und brauche euren Rat.

Plan A:
Hauptstelle FAT Clients, Zweigstelle Igel Thin Clients die via RDP auf eine ESX-VM Win 7 sich verbinden.

Plan B:
Vmware View und EVGA Zero Clients

Ist bei dieser PC Menge Vmware View überhaupt interessant, Preisliche Attraktiv?

Was würdet ihr machen?

Danke Gruss
Michi

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Beitragvon vMario156 » 23.08.2012, 17:27

Ich denke nicht das sich das preislich lohnt.

Du brauchst zwecks Ausfallsicherheit mind. 2 Server, Shared Storage, VMware View Starter Kit (10 User) sowie die Endgeräte (vorzugsweiße Zero Clients).

Grob über den Daumen gepeilt bist du da bestimmt bei Rund 20.000€, was wohl deutlich über dem Preis von einer Handvoll Workstations mit Monitoren etc. liegt.


Allerdings gibt es natürlich auch andere Gesichtspunkte wie die Kosten. Wenn Ihr z.B. die Anforderungen habt das all euere Daten im Rechenzentrum liegen müssen, eine BYOD Strategie umgesetzt werden muss o.ä. wären das sicherlich Argumente für eine VDI Implementation auch bei solch kleinen Umgebungen.

Gruß Mario

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Beitragvon irix » 23.08.2012, 18:03

Also ich schliesse mich dem Mario erstmal an. Alleine was die Anzahl der Komponenten von VIEW angeht ueberschreitet diese ja fast die Gesamtanzahl deiner Arbeitsplaetze und dieser Aufwand und die reinen Hard- und Softwarekosten stehen in keinem guten Verhaeltnis. Ansonsten erzaehle uns was du verschweigst :)

Ich frage mal ....
Plan A: Warum kein Terminalserver und ThinClients?

Plan B: Warum nicht einzelne Desktop VMs und ThinClients mit Windows Embedded?

Plan C: Wenn hoehere Ansprueche das sind Citrix ihr HDX ein wenig flexibler als MS RDP

Plan D: Es gibt kleine VDI out of the Box Loesungen von z.B IBM. Da kommt nen Server Suse und XEN plus deren VDI Software. Du kannst ISO hochladen und Templates erstellen und dann Desktops ausrollen.

Gruss
Joerg

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Beitragvon PeterDA » 24.08.2012, 09:35

Hi,
es könnte natütlich Sinn machen wenn Ihr für eure Server eh eine vSphere Umgebung habt und dort noch Platz ist. Dann einfach die deutlich günstigern Lizenzen ohne ESXi kaufen. Ist zwar nichtempfohlen aber bei kleinen Umgebungen läuft das super.

Zu überlegen ist halt auch wie weit die Aussenstelle mit den Zeros entfernt ist. VDI Strukturen kann man doch deutlich einfacher administrieren (Stichwort: Turnschuhadministration).

Gruß Peter

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Beitragvon m.msc01 » 24.08.2012, 10:26

Hallo Mario, Hallo Joerg

Vielen Dank für eure Antworten, komme leider jetzt erst zum Schreiben.

Unsere Software ist leider Ungeeignet für Terminal Server, sogar auch von Hersteller beschrieben. (JAVA Zeugs)

Daher gefällt mir dein Plan B echt gut. Separate VMs und via Thin Clients Verbinden.
Hast du Erfahrung mit Thin Clients?
-Reicht für mein Fall Embedded Standard 2009?
-Igel oder Wyse?

Ich möchte halt von den Fat Clients wegkommen, da die Verwaltung am ESX viel einfacher für mich ist. Snapshot/Backup etc.

Gruss
Michi

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Beitragvon UrsDerBär » 24.08.2012, 11:54

Bevor man in die VDI-Hysterie verfällt sollte man sich auch über alle Auswirkungen - vor allem lizenztechnisch - im klaren sein. Ich bin grundsätzlich begeistert von den VDI-Lösungen, ist wirklich praktikabel. Rollout ist simpel, einen Client konfigurieren, duplizieren und zu Domäne hinzufügen. Alles sehr cool. Vor allem in kleineren Umgebungen wo sich die Anzahl Clients in Grenzen halten sind aber physische Dinger auch nicht so verkehrt.

Was man nicht vergessen sollte sind die Bestimmungen von MS:
- VDA gezwungen als Miete zu nehmen, kein Kauf möglich
--> Alternative ist RDP-Lizenz zbsp. pro Benutzer, W7 als Vollprodukt, aber keine Rechte zwischen Hosts zu verschieben!
- Nur die teuren Volumen-Lizenzen für Office gültig
- Gleiche Office Version auf allen Clients
--> Alternative ist eine explizitie Zuweisung von VM's zu einem bestimmten Zero, lässt sich seit einiger Zeit tatsächlich mit den Zeros realisieren.

Dazu noch ein paar Performance-Aspekte, die virtuellen Clients sind für Dinge wie komprimieren, Adobe-Anwendungen usw. doch deutlich langsamer als ein einigermassen aktueller physischer Client. Auch Anwendungsstart sind langsamer.

Sicherheitstechnisch ist PCoIP schon sehr lecker, man kann den Usern ein sehr restriktive USB-Geräte-Whitelist aufdoktrinieren. Der ganze eigentliche Datenverkehr bleibt am Standort der Server, übertragen werden lediglich Bildschirmsignale.

Zum Plan B: Mir gefällt hier nicht, dass man mit RDP und all seinen Nachteilen leben muss. --> spezifische USB-Geräte zum Beispiel, Verbindungen via WAN usw. Mit PCoIP kannst fast beliebige USB-Geräte anhängen (Barcodescanner usw.)

Eine weitere Variante die man imho prüfen sollte wenn Sicherheit gefragt ist und man die Hardware gerne zentral hätte
- Günstiges Blade oder Twin System, mit SSDs
- Teradici-Hostkarte mit ZeroClients
- Fixe Verbindungspartner für die Zeroclients auf den Hostkarten einstellen (WICHTIG! Nur so gilt es als Bestandteil des PC's, selbst via Internet denkbar, wenn auch etwas Grau - würde ich mir eine Bestätigung seitens MS holen)

Vorteile:
- Gemeinsames Netzteil --> Bessere Wirkungsgrade
- Zero ist Bestandteil des PC's, billige OEM-Versionen von OS + Office verwendbar
- Keine laufenden Kosten für View und MS
- Weniger Komplexe Umgebung
- Bessere Performance
- VmWare Workstation benutzbar (Glaube das ist nicht supported, wenn ViewAgent installiert ist)
- Gleich wie bei VM's die eigentliche Hardware alle am gleichen Ort

Nachteile:
- Höherer Rollout-Aufwand
- Sonstige Vorzüge von VM's wie Snapshots für Tests entfallen (Gibt es auch Mittel und wege)
- Keine ausfallsicherheit eines SAN's

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Beitragvon irix » 24.08.2012, 12:31

m.msc01 hat geschrieben:...
Daher gefällt mir dein Plan B echt gut. Separate VMs und via Thin Clients Verbinden.
Hast du Erfahrung mit Thin Clients?
-Reicht für mein Fall Embedded Standard 2009?
-Igel oder Wyse?


Also wir haben Wise, Igel und auch Zeros (Samsung bzw. FX100 fuer PCOIP). Mein Cheffe hat einen Igel mit embedded Windows und ist sehr zufrieden (Hatte vorher ein LINUX und das war nicht zutoll).
USB gehen halt nur auserwählte Geräte und auch mit unseren USB2LAN Convertern sind wir hier nicht immer weitergekommen. Sofern der Nutzer nicht mit dem USB Geraet interagieren muss waere eine Loesung es an deinen Hosts anzuschliessen und in die VM durchzureichen.

Fuer Multimediakram oder auch spezielle Anwendungen ist Citrix mit HDX evtl. besser geeignet.

Ich selber habe eine phy. Kiste mit einer Teradici-Hostkarte und einem FX100 und bin begeistert. (USB aber eine Katastrophe und unbenutzbar)

Gruss
Joerg

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Beitragvon UrsDerBär » 24.08.2012, 14:08

irix hat geschrieben:Ich selber habe eine phy. Kiste mit einer Teradici-Hostkarte und einem FX100 und bin begeistert. (USB aber eine Katastrophe und unbenutzbar)

Für alles was man schnell haben will stimme ich Dir zu. Ansonsten finde ich die USB-Unterstützung top. Also brennen und Datentransfer ist nicht soooo der Hit. Technische Geräte dafür schon.

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Beitragvon irix » 24.08.2012, 14:11

UrsDerBär hat geschrieben:
irix hat geschrieben:Ich selber habe eine phy. Kiste mit einer Teradici-Hostkarte und einem FX100 und bin begeistert. (USB aber eine Katastrophe und unbenutzbar)

Für alles was man schnell haben will stimme ich Dir zu. Ansonsten finde ich die USB-Unterstützung top. Also brennen und Datentransfer ist nicht soooo der Hit. Technische Geräte dafür schon.


Also wenn ich 1GB ISO von einem USB Stick herunterkopieren muss dann starte ich das am Freitag zum Feierabend und ich kann sichersein das es Montag morgen dann fertig ist. Also mehr als 512KB/s hab ich da noch nicht gesehen. Was auch rumnervt ist das Win7 dann mit "Dieses Geraet koennte eine hoehere Leistung erziehlen" Popups.

Gruss
Joerg

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Beitragvon m.msc01 » 24.08.2012, 14:13

Hallo Jungs

Danke fürs Feedback, TOP!!!!

Die Teradici Host Kart spingt mich hier grad in euren beiträgen an.

Verstehe ich das Richtig:
Ich habe meinen ESX Server mit eingebauter Teradici host Card, nun kann ich zu meinen 5 (VM Windows) mit einem Zero Client Connecten?

USB umleitung ist nicht unbedingt eine Anforderung, da wir kein Dongel/USB Printer etc. haben. Aber wäre halt schön wenns flutschen wurden


Gruss und nochmal danke für das lebendige Feedback
Michi

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Beitragvon UrsDerBär » 24.08.2012, 14:14

Jo, das ist mühsam, gebe ich dir recht.

Zu den Meldungen, die kannst abschalten :D
http://www.ovalnets.de/nervtoetend-dies ... g-erzielen

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Beitragvon UrsDerBär » 24.08.2012, 14:16

@m.msc: nein, das geht nicht. Dafür bräuchtest du entweder eine HostCard pro VM und diese musst du durchreichen (nicht supported, aber wohl machbar) oder View. Die Hostcard ist nur für physische Clients gedacht. Dann gibts noch die Appex-Card, diese kann die CPU + Lankarte der VM's für dne PCoIP-Kram entlasten.

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Beitragvon irix » 24.08.2012, 14:23

m.msc01 hat geschrieben:Hallo Jungs

Danke fürs Feedback, TOP!!!!

Die Teradici Host Kart spingt mich hier grad in euren beiträgen an.

Verstehe ich das Richtig:
Ich habe meinen ESX Server mit eingebauter Teradici host Card, nun kann ich zu meinen 5 (VM Windows) mit einem Zero Client Connecten?


Nein das hast du falsch verstanden.
1. Ja es gibt die Host Karte fuer ESX(i) damit die Host CPU entlastet wird in einer klassischen VIEW Umgebung mit groessen Benutzeranzahlen
2. Ja die Hostkarte gibts auch fuer "normale" PCs und in meinem Fall hab ich eine Rack Mounted Workstation (19") welche im RZ ist. Ich profitiere da von einer sehr guten intenen Anbindung und auf meinem Schreibteisch herscht RUHE (leider keine Ordnung aber dafuer hab ich mehr Platz fuer meinen anderen Krempel) Wenn ich von Zuhause aus schaffe dann verwende ich MS RDP ueber mein OpenVPN.

Ob man einen VIEW Software Agent ausserhalb von VIEW mit einem PCoIP Client zum fliegen bringen kann weis ich nicht. Lizenztechnisch nicht erlaubt und ueberhaupt. Wer was VIEW aehnlich haben will muss halt VIEW kaufen wobei ich nochmal wiederhole..... einzelne VMs und dann Zugriff per RDP waere mein Vorschlag oder etwas was wir dir primaer anbieten wuerden. Ansonsten muss man sich mal ueber Budget und Anforderungen ueberhalten.

Gruss
Joerg

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Beitragvon m.msc01 » 26.08.2012, 09:51

Vielen dank.

Ich bin noch über einen Hersteller gestolpert (Panologic) den schau ich mir noch kurz an.

Nochmals vielen dank für die Erklärungen und den Support


Gruss
Michi

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Beitragvon dhx256 » 26.08.2012, 18:47

Panologic habe ich auch schonmal ausprobiert. Es wird auf jedem vPC eine Software installiert die eine Schnittstelle für den ZeroClient zur Verfügung stellt. Weiterhin gibt es dann noch einen virtuelle Machine für die Verwaltung der ZeroClients (via Web).
Die Performance ist gut, Videos per Web schauen geht prima.
Ich benutze hier ein Fujitsu DZ19-2 (Monitor mit ZeroClient).

Bis bald...
martin


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