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Welche Windowslizenz für virtuelle Desktops

Deskopvirtualisierung und Anwendungsmanagement mit VMware Horizon.

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Beitragvon myvmware » 28.02.2012, 10:21

Ich wette sehr viele sind völlig falsch lizenziert. Wink

Davon kannst du ausgehen, bleibt aber auch leider nicht aus. :(
Selbst bei MS ist ist man sich in Sachen Lizenzfragen nie wirklich einig, wie soll ein Kunde sich dann richtig aufstellen?

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Beitragvon Bernd Nowak » 28.02.2012, 12:01

Da wir HP Händler sind habe ich mir gerade das HP OEM Produkt Microsoft Multi Point 2011 Premium angesehen. Laut HP benötigt man keine besonderen Office Lizenzen was aber nicht stimmt. Für Office 2010 benötigt man Volumen Lizenzen und zwar Host + Anzahl der Stationen/RDP Sitzungen. Ein kleiner Unterschied ob ich 10 Volumen Lizenzen Office 2010 oder 1 Lizenz Office 2010 benötige.

Schrott :)

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Beitragvon UrsDerBär » 28.02.2012, 13:45

Schon so... Man benötigt neu eigentlich fast immer Volumenlizenzen, kann ziemlich hässlich werden. ;)

Unter anderem deshalb setze ich Office 2003 ein, da ist "Speicherung auf einem Netzwerkgerät" explizit zugelassen. Selbst Office 2007 (imho eine Beta) sind die Rechte noch deutlich besser als mit 2010.

Das einzige aktuell günstig zu lizenzieren ist ein PC pro Arbeitsplatz mit SB-Lizenzen oder noch besser (fals nicht gerade 3Schichtbetrieb) ein eigenständiger Netzwerkcomputer pro Benutzer. --> Hauptbenutzerrechte. In der heutigen Zeit wo mit ipad, SmartPhones und co zugegriffen wird, kannn das unter Umständen schon übelst viel Kosten verursachen wenn die Desktops virtuell sind, da wird einem richtig schlecht, da Volumenlizenzen nochmals deutlich teurer sind. Legt man den Zugriff auf die eigenen Daten immer über den eigenen Netzwerkcomputer, hat sich dieses Thema erledigt.

MS Lizenzrecht ist grundsätzlich relativ klar. Die Frage ist immer, ob man deren Produktnutzungsrechte tatsächlich versteht. Da das immer ändert, wissens die Jungs im Callcenter auch ned wirklich. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass man immer vom schlechtesten ausgehen muss, wenn man meint, etwas interpretieren zu können. :lol:

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Beitragvon D@rk-Lord » 28.02.2012, 18:58

wie verhält sich das eigentlich mit windows 7 auf client und vm? ich meine mal gelesen zu haben, dass man windows 7 (ultimate?) auch gleichzeitig auf ne vm installieren darf, stimmt das?

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Beitragvon tozzy » 16.03.2012, 09:57

Hallo zusammen,
uns wurde jetzt folgendes angeboten:

100 Clients mit Win 7 Pro Systembuilder Lizenz, dazu eine Software Assurance. Damit würden wir Windows 7 Enterprise erhalten was die VDA Lizenz beinhaltet. Korrekt?

Gruß
Thomas

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Beitragvon PeterDA » 16.03.2012, 10:12

Hi,
meines Wissens ja! Die VDA Lizenz hängt immer an der SA. Man muss nur wissen., dass wenn die SA ausläuft auch die VDA ausläuft und man dann keine Lizensierte Lizenz mehr hätte.

Gruß Peter

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Beitragvon UrsDerBär » 16.03.2012, 14:59

Wenn du eh VDA brauchst, warum nicht gleich VDA?!? Dürfte günstiger kommen als zuästzlich die Lizenzen zu kaufen, die du eh nicht brauchen kannst.

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Beitragvon tozzy » 17.03.2012, 07:00

Für mich sind das alles römische Dörfer. Muss zugeben das ich die MS Lizenzierung überhaupt nicht begreife. :D

Wir haben 100 Clients mit Windows 7 Embedded. Wenn ich jetzt 100 VDA Lizenzen erwerbe à ~100€ im Jahr, erwerbe ich damit auch das Recht ein Windows 7 Enterprise auf der VM auszuführen?

Wenn dem so ist kommt diese Lösung natürlich wesentlich günstiger!

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Beitragvon UrsDerBär » 17.03.2012, 10:56

Eine VDA Lizenz berechtigt dich, bis zu vier Desktop-Instanzen des arbeitenden User an diesem Device im Rechenzentrum auszuführen. Klingt in der Theorie erstmal super toll. Einziger Haken, es muss wirklich jedes Gerät lizenziert werden und kannst nicht pro User. Darfst anfangen zu rechnen mit Smartphones + Tablets. Bringt dir faktisch genau 0, im Gegenteil, es schadet.

Und immer daran denken mit VDA hast Du nur Windows lizenziert. Office braucht auch eines ausm Volumenlizenzprogramm!

Für mich ist es nach aktuellen Kostenrechnung mittlerweile fraglich ob sich eine Virtualisierung für Desktops tatsächlich lohnt oder ob man nicht besser für jeden User ein günstiges und stromsparendes Blade hat.
- Erzwungene Lizenzkosten (Miete) pro Jahr für VDA oder SA, RDP, View, Office etc.
- Eher langsamere Maschinen
- Ein User kann ohne spezielle Vorkehrungen alle anderen auf der gleichen Maschine 'langsamer' machen
- Bei linked clones und neuem Image hat doch wieder jeder nen 'neuen' Desktop und nicht 'seinen'
- Komplexitätserhöung der Umgebung

So toll und praktisch das Deployment ist, so hässslich sind die laufenden Kosten. Von der Abhängigkeit ganz zu schweigen. Du kannst im Betrieb nicht einfach mal einen Investitionsstop durchgeben und nen Jahr keine Lizenzen für Clients erneuern. Du bist gezwungen jedes Jahr soviel an LIzenzkosten auszugeben wie vorher einmal für ein OEM-OS. Irgendwie ein perverses Verhältnis.

Ein sparsames günstiges Blade-System (gibts aktuell nur von einem grösseren Hersteller) mit billigen SSD, Office-OEM + Windows OEM (billiger als eine Jahresrate VDA!) pro User dürfte der (weil Hauptuser) von überall her auf seinen PC zugreifen, egal ob er das selber initiert oder ihm sein Desktop via einem Connection Broker zugeteilt wird. Das rennt unglaublich schnell, hast zentralisierte Desktops und die Kisten sind unabhängig und erstnoch spottbillig. Kannst auch jedem das Office installieren das er braucht und nicht jedem PLUS nur weils ein Teil braucht.

Noch was technisches:
Wenn du View einsetzten tust, warum nicht gleich Teradici-Zero Clients? Sicherheitstechnsich wohl eher im Vorteil. Auch vom Komfort her dürfte ein native-Client auf der Hardware besser sein als als ViewClient auf einer Maschine.

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Beitragvon D@rk-Lord » 18.03.2012, 19:57

wie wäre so etwas eigentlich mit nur zwei vms zu realisieren? muss man hier auch zwangsläufig eine vda-lizenz kaufen?

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Beitragvon 8corners » 21.04.2012, 01:29

Noch was technisches:
Wenn du View einsetzten tust, warum nicht gleich Teradici-Zero Clients? Sicherheitstechnsich wohl eher im Vorteil. Auch vom Komfort her dürfte ein native-Client auf der Hardware besser sein als als ViewClient auf einer Maschine.


Dazu könnte ich kurz etwas beisteuern:
- wir setzen die zero clients mit vmware view ein. die sind mitlerweile sogar bezahlbar: ca 350 pro stück.
- für jede windows lizenz werden knappe 100 euro pro jahr fällig. man braucht mit den zero-clients zwingend die vda (virtual desktop access). alle anderen lizenzen darf man leider nicht für virtuelle desktops einsetzen. kleine vorteile: man kann jede windows version einsetzen --> auch zukünftige! und man kann jedes jahr mit konstanten kosten planen.


@UrsDerBär
die lizenzkosten sind schon recht hoch. virtuelle desktops sparen aber erheblich an administrationsaufwand. als beispiel: wir sind 2 admins für ca. 300 mitarbeiter (200 in der zentrale und der rest in weit verteilten außenstellen)
ohne desktop virtualisierung wäre das zu zweit nicht händelbar.

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Beitragvon UrsDerBär » 21.04.2012, 12:23

Müsste doch auch mit RDL anstelle VDA möglich sein? PCoIP ist nur die Verlängerung von Bildschirmkabel, also eine Konsolensitzung, also müsste das eigentlich gehen. Nur Lizenzmobilität halt nicht wirklich vorhanden. VDA sicher auf der sicheren Seite. Müsste man genauer abklären. Aber für flexible Umgebungen wohl eh VDA sinnvoller.

Kosten: Da hast du sicher Recht. Würdest teilweise auch drücken können mit zentralisierten, eigenständigen Rack-PC's mit definiertem Enddevice und PCoIP (Keine RDL/VDA nötig) --> Office OEM, Windows OEM reicht, ohne VDA und RDL, Brookerkosten. Aber klar, für grosse Umgebungen rechnet sich das bestimmt auch wenn Investitionskosten und laufende Kosten recht hoch sind, dafür Arbeitskraft gespart.


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